Ohhhh tollll noch jemand, der sich dafür interessiert!!!
Ich hab mir letztes Jahr eine Woche freigekommen, um Schuhe zu nähen.
Also Huaraches machst du mal nebenbei, das ist eher Gebastelt als Nähen. Lederpuschen sind auch eine gute Alternative, aber ich (ich!) finde, die sehen an Erwachsenen einfach bescheuert aus.
Ich finde daher, Ballerinas sind das Mittel der Wahl. Ich habe letztes Jahr in besagter Urlaubswoche zum Schuhe nähen zwei Paare für meine Tochter genäht und eins für mich. Allerdings war davon nur das zweite meiner Tochter tragbar. Aber ich glaube, dass das nächste Paar für mich auch tragbar geworden wäre. Die größten Probleme hatte ich damit, die Sohle an das Leder zu bekommen und zwar so, dass sie nicht mehr abgeht.
Sohlen hatte ich Vibram 4 mm Supernewflex von Extremtextil (kurze Zeit später hatten sie nur noch die 6 mm, das ist schon ziemlich dick). Es gibt noch irgendeine Klettersohle dort von Vibram, die ist etwas günstiger.
An Infos, wie man Schuhe selber macht gibt es quasi NIX! Das einzige Buch ist dieses heir und es lohnt sich sehr! Ich hab das Schnittmuster für die Ballerinas daraus und ein bisschen mit Klimperklein gemixt.
Schuhwerk: Geschichte, Techniken, Projekte Gebundene Ausgabe – 18. September 2013
von Josephine Barbe (Autor), Franz Kälin (Autor)
An Materialien hatte ich Leder, was ich sonst auch für Lederpuschen nehme, dann halt Vibram Supernewflex, und das eine Schumacher Paket von Langlauf Schuhbedarf für 100 Euro. Da war Kleber drin, Dreifuß, Schleifmaschinenaufsatz für den Akkubohrer, Ledermesser (oder musste ich das extra kaufen? Kann auch sein. Und Ersatzmesser), etc. Zusätzlich musste ich glaube ich noch so gewachsten Zwirn kaufen und Ledernadeln.
Es hat aber uuuultra Spaß gemacht! Ich hoffe, ich kann mir dieses oder nächstes Jahr nochmal eine Woche zum Schuhe nähen weiter lernen frei nehmen
