Also mein Großer wird in paar Monaten vier. Alleine spielen klappt bei ihm auch nur, wenn ich ausdrücklich sage, dass ich jetzt nicht kann, weil ich x im Haushalt machen muss. Meist biete ich ihm aber an, dass er mir helfen kann. Was er allerdings zu 90% nicht tut (mir helfen). Außer Fenster putzen, findet er Hausarbeiten langweilig.
Manchmal nervt er mich jede Minute, wann ich denn endlich fertig bin. Ich bleibe aber in meiner Antwort konsequent und ruhig. Ist so in der Art :"Ich räume noch die Spülmaschine aus und sortiere die Wäsche. Du kannst mir gerne helfen, dann geht es schneller. Danach können wir zusammen spielen" Manchmal überlegen wir auch zusammen, was er machen möchte.
Seit der kleine Bruder auf der Welt ist, spielt er viel mehr alleine, weil ich wirklich nicht kann. Der Kleine hat die ersten Wochen viel geweint, das mochte mein Großer gar nicht und dann hat er es geschafft sich über mehrere Stunden (mit Pause) alleine zu beschäftigen.
Ich sehe Langweile auch nicht als was Negatives. Nur wahnsinnig anstrengend für mich. Bei meinem Mann hingegen beschäftigt er sich gar nicht alleine. Aber mein Mann macht dann auch nicht den Haushalt, der würde manchmal lieber auf dem Sofa liegen oder mit dem Handy surfen... Das zählt bei dem Großen nicht als Argument.
Das alleine Beschäftigen klappt bei uns aber auch erst seit paar Monaten recht gut. Obwohl ich es mir noch mehr wünschen würde... Alleine spielen heißt bei uns aber immer, dass ich im gleichen Zimmer bin oder direkt nebenan.
Und ich träume auch schon davon, dass die beiden in zwei Jahren gemeinsam spielen und ich in Ruhe duschen kann oder mal kurz was lesen

(träumen darf man ja)
Andererseits denke ich mir auch, diese Zeit jetzt ist wahnsinnig intensiv. In paar Jahren wird er immer mehr Ruhe von mir haben wollen.
Interessant finde ich, dass ich mich absolut nicht daran erinnern kann, dass meine Eltern je mit mir gespielt haben. Ein Brettspiel ja, aber sonst?!