Instrument lernen

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Schnatzmama
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Re: Instrument lernen

Beitrag von Schnatzmama »

Unsere Kinder dürfen gerne ein Instrument lernen, wenn sie das wollen, natürlich. Und wenn es Geige ist, ok. Da können wir ihr sogar helfen :wink: Aber uns ist es eben durchaus bewusst, wie das später in Orchestern sein kann. Wobei wir überhaupt nichts gegen Orchester haben. Wir haben da ganz tolle Erfahrungen machen können, die uns keiner mehr nehmen kann. Aber wir wissen, wie es ist, wenn die Kinder eben besser werden, wie es in Orchestern läuft. Und deswegen werden wir keinem unserer Kinder ein Instrument aufzwingen. Wenn ich nicht den massiven Druck meiner Mutter gehabt hätte, dann hätte ich mit 12 oder so aufgehört mit Unterricht. Mit 14 hab' ich dann selber gemerkt, dass es ja doch gar nicht so schlecht ist - und wie gesagt, Orchester ist ja nicht nur Hackordnung.
Liebe Grüße!

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Elena
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Re: Instrument lernen

Beitrag von Elena »

Meiner Erfahrung nach gibt es schon Streicherpersönlichkeiten, Holzbläserpersönlichkeiten und Blechbläserpersönlichkeiten unter den Musikern. Und auch innerhalb der Gruppen Differenzierungen. Ausnahmen bestätigen die Regel. :wink: Aber ich würde, wenn ich mein Kind recht eindeutig einer Kategorie zuordnen würde, zumindest milde darauf hinwirken, dass bei einem Instrumentenwunsch dieses Instrument auch mal ausprobiert wird. Meine eine Tochter wollte jetzt mit 5 unbedingt Geige lernen, ich habe eine Probestunde organisiert und auch eine Probestunde Cello, weil ich davon für sie viel mehr überzeugt war - und das ist es nun auch geworden. Die Lehrerin passt aber auch 100%ig, das finde ich gerade bei kleinen Kindern eigentlich fast wichtiger als das Instrument selbst.
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Sakura
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Re: Instrument lernen

Beitrag von Sakura »

Elena hat geschrieben:Meiner Erfahrung nach gibt es schon Streicherpersönlichkeiten, Holzbläserpersönlichkeiten und Blechbläserpersönlichkeiten unter den Musikern.
Echt? Das interessiert mich jetzt.
Magst Du das näher beschreiben?

Die Hackordnung bei den Streichern..... Jetzt wo ihr es erwähnt, erinnere ich mich... Puh...
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Tigerlein
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Re: Instrument lernen

Beitrag von Tigerlein »

Ich kam in der 1. oder 2. Klasse mit dem Wunsch zu meinen Eltern Klavier zu lernen. Durfte ich nicht, weil ich eh nicht dabeibleiben würde. Gnädigerweise durfte ich dann Keyboard lernen, weil die Musikschule gerade Werbung in der Schule machte, einige aus meiner Klasse auch mitmachten und ein Keyboard günstiger in der Anschaffung war. Hab ich dann mehrere Jahre gemacht, wollte mehrmals aufhören, so richtig Spaß hat es nie gemacht, aber ich wollte einfach Musik machen. In der 6./7. Klasse durfte ich dann endlich auf Klavier umsteigen. Das war so toll, ich war glücklich, kam schnell vorran, spielte schnell schwierigere Stücke. Ab da haben meine Eltern auch verstanden, dass es mir ernst damit war. Als Ausgleich hab ich dann noch Saxophon gelernt, ich wollte noch was ganz anderes spielen. Ich mag es noch immer, aber es ist nicht mein Herzrnsinstrument. Ich hatte dann noch Gesangsunterricht, Musiktheorie und Gitarre hab ich mir selbst beigebracht. Ich hab dann später auch was in die Richtung studiert. Ich finde es noch immer schade, dass mich meine Eltern nicht von Anfang an unterstützt haben. Deshalb mache ich meinen Kindern das Angebot ein Instrument zu lernen, zwinge sie aber nicht dazu. Bisher scheinen sie nicht besonders musikalisch, das finde ich ein bißchen schade, akzeptiere es aber so.

getapatalkt
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Sibi
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Re: Instrument lernen

Beitrag von Sibi »

Unsere Tochter will seit ca. 1,5-2 Jahren Geige lernen. Keine Ahnung, warum gerade Geige. Sie wird jetzt mit 5,5 Jahren anfangen - ich bin gespannt, ob die Begeisterung anhält. Bisher hat sie nur musikalische Früherziehung und ein paar mal Instrumentenkarussell gemacht. Prinzipiell finde ich die Idee schön, dass sie mit dem Instrument auch mal im Orchester spielen kann. Aber wenn sie nach 5 Jahren aufhört, ohne jemals im Orchester gewesen zu sein, ist das auch völlig ok. Ich glaube, die Kinder nehmen schon einiges mehr an musikalischer Ausbildung und Verständnis für die Musik mit, wenn sie selbst ein Instrument spielen, als wenn sie nur normalen Musikunterricht in der Schule haben.
Elena
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Re: Instrument lernen

Beitrag von Elena »

Sakura hat geschrieben:
Elena hat geschrieben:Meiner Erfahrung nach gibt es schon Streicherpersönlichkeiten, Holzbläserpersönlichkeiten und Blechbläserpersönlichkeiten unter den Musikern.
Echt? Das interessiert mich jetzt.
Magst Du das näher beschreiben?
Ich finds total schwer zu beschreiben. Ich habe sehr viel in Orchestern und Kammermusikensembles gespielt und auch anderswo viele Musiker kennengelernt. Und so verschieden die einzelnen Leute natürlich waren, gab es schon gewisse Charakterzüge oder Eigenheiten, die sich häufiger wiederholten. Mal recht platt dargestellt: Die Blechbläser waren die, die Bier tranken und Karten spielten. Die Holzbläser waren die, die Wein tranken, kifften und sich Streiche ausdachten. Die Geiger gingen früh ins Bett. Die Bassisten waren oft für sich (keine Ahnung, was die gemacht haben :lol: ). Die Cellisten feierten mit den Holzbläsern mit. Das wäre so das Verhalten nach der Probe. :lol: Ach ja, Sänger! Das waren die Diven. Immer etwas verrückt und mit Drama und ängstlich darauf bedacht, nicht krank zu werden.

Musikalisch ist es zumindest im Orchester so, dass die Streicher die Herdentiere (ja, mit Hackordnung) sind und die Bläser die Solisten. Wenns im Orchester 20 Geiger gibt, aber nur 2-3 Oboisten, ist unter den Streichern einfach viel mehr Vergleich möglich. Die Flötisten sind in der Mehrzahl weiblich mit langen Haaren oder schwule Männer (okay, da ist meine Statistik nicht repräsentativ... :wink: ). Klarinettisten und Fagottisten sind lustig und eher alternativ. Ach, ich kann das nicht wirklich gut beschreiben. Es sind halt persönliche Eindrücke und natürlich gibt es immer Leute, die nicht ins "Schema" passen. Aber es ist schon so, dass die einzelnen Instrumente sehr unterschiedliche Anforderungen an den Spieler stellen. Ein Streichinstrument kann man sehr früh anfangen, aber es ist erstmal viel Technik zu lernen. Manche Instrumente erfordern Kraft. Manche spielt man besser im Stehen, andere im Sitzen - ein Grund, warum Cello so viel besser zu meiner einen Tochter passt als z.B. Geige! Sie ist ein eher introvertierter, nachdenklicher, konzentrierter Typ, der aber auch sehr emotional sein kann. Wenn ich sie mir am Instrument vorgestellt habe, konnte ich sie mir soviel besser mit dem Cello im Arm vorstellen als mit einer Geige oder Flöte! Es mag auch eine Rolle spielen, dass ein bestimmter Elterntyp für sein Kind eher die Geige oder die Flöte aussucht als die Posaune...
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Schnatzmama
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Re: Instrument lernen

Beitrag von Schnatzmama »

Und die Bläser bezeichnen die Streicher als Tuttischweine und belächeln sie, weil die Streicher ja in der Gruppe spielen :wink:
Liebe Grüße!

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Elena
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Re: Instrument lernen

Beitrag von Elena »

Genau. :oops:
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Kirschquark
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Re: Instrument lernen

Beitrag von Kirschquark »

Das klingt interessant. Meine Tochtet spielt seit einem guten Jahr Geige, mit etwas mehr Spass als Erfolg, aber genau darum ging es ja. Wenn sie selbsterdachte Melodien in "Quietsch-Moll" geigt, ist sie froh. Und sie wollte schon mit knapp sieben Geige spielen, da sie zu Strohfeuern neigt, haben wir aber noch ca. 1,5 Jahre abgewartet. Außerdem lernt sie in der Schule Blockflöte. Das ist zwar klanglich angenehmer zur Zeit, aber nicht "ihr Instrument" (dafür aber meins [emoji15]).
LG
Hannah
mit Mukolinchen *31.08.06 und Schlüpfling *03.01.13 und Sterngucker *03.09.16
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kruemelkeks83
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Re: Instrument lernen

Beitrag von kruemelkeks83 »

Unser Großer hatte schon immer ein Intresse für Musik. Ein Klavierlehrer hat mal eine Zeit Unterricht im Kindergarten angeboten. Da hat er mit fünf für drei Monate teilgenommen. danach wollte mein Sohn weiter machen und er hatte ein halbes Jahr Unterricht. Zur Zeit kann seine Lehrerin nicht aber er hat schon angekündigt, dass er weiter machen will, wenn sie wieder kann.
Wir haben nur ab und zu gefragt, ob er Lust hat zu üben, oft hat er von alleine geübt oder nur so etwas gespielt. Wenn er nicht geübt hat, war es für uns auch ok.
Grüße von krümelkeks mit krümel (März 2010) und minikrümel (Februar 2012)
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