Raynaud-Syndrom macht starke Schmerzen

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Nicki13
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Re: Raynaud-Syndrom macht starke Schmerzen

Beitrag von Nicki13 »

Liebe Teazer,
ich schreibe dir mal meine Anmerkungen direkt dazu, soweit mir das gelingt.
Rechts klappt es weiterhin nicht, da sie immer wieder abrutscht.
Durch das Stillhütchen ist sie nicht bereit, dort länger als 1-2 Minuten zu saugen.
Teazer hat geschrieben:Hast Du versucht das Stillhütchen abzugewöhnen? Gutes Anlegen ist damit sehr schwierig.
Ja, das versuche ich eigentlich immer wieder.
Links ist sie bereit, mal 1-2 Minuten ohne zu trinken, aber fängt dann sehr schnell an, sich rückwärts zu überstrecken und an der Brustwarze zu reißen. Das rückwärts überstrecken macht sie so lange, bis sie wirklich nur noch die Warze im Mund hat.
Das ist das, wo ich mir nicht sicher bin, ob es ihr wegen der Nackenprobleme vielleicht auch einfach unangenehm ist, den Mund dauerhaft so weit geöffnet zu haben.
Die Physiotherapeutin, die sie auch behandelt hat, meinte, dass das Saugmuster an sich aber stimmt, dass sie die richtige Muskulatur richtig einsetzt.
Mit Brusthütchen überstreckt sich sich auch ab und an rückwärts, "trinkt"/nuckelt aber auch oft sehr lange. ("Nuckel mit Geschmack" - ein bissle Milch ist dann oft im Stillhütchen)
Ich habe auch schon überlegt, ob sie sich auch deshalb überstreckt, weil ihr vielleicht durch den nachlassenden Milchfluss dann die Motivation fehlt, an der Brust zu bleiben... (sie schläft auch sehr, sehr oft an der Brust ein)
Oder ist das einfach nur eine "simple" Saugverwirrung?
Vielleicht liegt es aber auch an ihren Problemen im Nacken mit den obersten beiden Halswirbeln, die bisher behandlungsresistent sind. Immer kurz nach der Behandlung ist alles besser, dann wird es wieder schlechter.
Teazer hat geschrieben:Versuch doch mal sie in der Wiegeposition wie beim Links-Stillen anzulegen, mit den Füßen nach außen.
Das habe ich versucht, aber ich denke, das liegt eher daran, dass die rechte Brust deutlich größer ist und eine Fast-Flachwarze hat. Sie müsste hier den Mund deutlich weiter aufmachen, was ihr entweder nicht gefällt oder nicht dauerhaft gelingt.
Insgesamt ist sie auch recht saugschwach und nuckelt oft nur. Sie hat allerdings auch eine Anämie, die mit Eisentropfen behandelt wird.
Teazer hat geschrieben:Wird die Gewichtsentwicklung engmaschig überwacht?
Ich wiege sie täglich direkt morgens nach ihrer Morgenmahlzeit incl. Zufütterung. Das ist unter der Woche ca. 8.15 Uhr, am Wochenende aber auch eine sehr ähnliche Zeit, plus/minus 30 Minuten.
Teazer hat geschrieben:Schön! Nimmst Du weiterhin Magnesium?
Magnesium muss ich immer nehmen, da ich sonst immer im Mangel bin. Ich musste es auch die ganze Schwangerschaft durch nehmen, weil ich sonst einen dauerharten Bauch hatte.
Die Kleine schläft mittlerweile nachts ca. 7-8 Stunden.
Teazer hat geschrieben:Eine so lange Pause ist für Deine Milchbildung nicht gut, insbesondere da das nächtliche Stillen die Produktion des Tages beeinflusst. Nachts sind nämlich die Rezeptoren für die Milchhormone sensibler als tagsüber.
Bei meiner Großen habe ich, bis sie 8 Monate alt war, jede Nacht 1x abgepumpt, da sie auch schnell durchschlief und sich nicht wecken lassen wollte.
Beim nächtlichen Pumpen kam aber nie viel... in den allerbesten Zeiten kam 1x 40ml, danach nie wieder, meist nur so um 20 ml, und die Milchproduktion wurde dadurch auch nicht besser.
Wenn ich jetzt nach dem Stillen pumpe, kommen immerhin ca. 20-25ml, d.h., ich habe danach und auch gefühlt mehr Milch als bei der Großen.
Trotzdem würde ich wirklich gerne die Ursache wissen... Lohnt es sich, sich aufzureiben oder werde ich nie zum Vollstillen kommen und muss nicht um 5ml mehr kämpfen... ?
Sollte ich das auch wieder so machen? Die Kleine schlafen lassen und 1x abpumpen (wann?)? Die 20 Minuten könnte ich machen... wenn ich die Kleine dafür wecken muss, sind jedes Mal 60-75 min weg... und ich kann tagsüber keinen Schlaf nachholen, weil die Kleine mich nicht lässt. Mit umgeschnürter Tragehilfe ist es einfach so unbequem, dass ich nicht wirklich schlafen kann... nur dösen...
Aktuell füttere ich 100 ml pro Mahlzeit zu.
Teazer hat geschrieben:Das ist eine große Portion. Wieviel fütterst Du in 24h? Ausschließlich PRE oder auch Muttermilch?
Ich füttere in 24h zwischen 550 und 650 ml nur PRE zu
Screenshot_2016-06-05-21-07-53.png
.
Ich denke aber, das könnte etwas zu viel sein, weil sie kräftig zugenommen hat.
Screenshot_2016-06-05-22-57-43.png
Teazer hat geschrieben:Möchtest Du bezgl. der Zufütterung von mir beraten werden?
Ja gerne, das wäre ganz, ganz toll! ;-)

So, ich hoffe, ich habe das mit dem Zitieren jetzt richtig hinbekommen... ist irgendwie sehr hakelig und zeitaufwändig... oder ich mache da noch was falsch, dass das so zeitaufwändig ist, keine Ahnung. ;-)

Liebe Grüße und DANKE

Nicki
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Teazer
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Re: Raynaud-Syndrom macht starke Schmerzen

Beitrag von Teazer »

Guten Morgen!
Nicki13 hat geschrieben:Oder ist das einfach nur eine "simple" Saugverwirrung?
Das war mein erster Gedanke beim Lesen.
Sie müsste hier den Mund deutlich weiter aufmachen, was ihr entweder nicht gefällt oder nicht dauerhaft gelingt.
Wurde kontrolliert, ob ihr Zungen- und/oder Lippenbänchen zu kurz. Ist ihre Kieferform auffällig?
Lohnt es sich, sich aufzureiben oder werde ich nie zum Vollstillen kommen und muss nicht um 5ml mehr kämpfen... ?
Ich kann Dir nichts versprechen. Aber ich bin mir sicher, dass wir gemeinsam noch viel erreichen können.
Sollte ich das auch wieder so machen? Die Kleine schlafen lassen und 1x abpumpen (wann?)? Die 20 Minuten könnte ich machen... wenn ich die Kleine dafür wecken muss, sind jedes Mal 60-75 min weg...
Es wäre besser als nichts, aber Dein Baby würde die Milchproduktion stärker ankurbeln. Warum würde es so lange dauern?
und ich kann tagsüber keinen Schlaf nachholen, weil die Kleine mich nicht lässt. Mit umgeschnürter Tragehilfe ist es einfach so unbequem, dass ich nicht wirklich schlafen kann... nur dösen...
Schläft sie tagsüber ausschließlich in der Trage?
Teazer hat geschrieben:
Nicki13 hat geschrieben:Möchtest Du bezgl. der Zufütterung von mir beraten werden?
Ja gerne, das wäre ganz, ganz toll! ;-)
Schön. Wir benutzen die gleiche App. :) Bitte schick mir die Sicherungskopie an die Mail-Adresse, die ich Dir gePNt habe. Ich hol dann die für mich wichtigen Daten raus.

Du fütterst momentan ausschließlich mit Flasche zu, oder?

Wenn ich alle Infos habe, dann schilder ich Dir meinen "Schlachtplan". :)

Viele Grüße,
Teazer (ModTeam-Stillberatung)
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Re: Raynaud-Syndrom macht starke Schmerzen

Beitrag von Teazer »

Liebe Nicki,

danke für Deine PN. Das ist natürlich richtig blöd gelaufen. :|

Das, was Du beschreibst, klingt für mich, als könntest Du anatomisch voll stillen und Du hättest ab Geburt schlicht mehr Unterstützung gebraucht, insbesondere auch was das Zufüttern angeht.

Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen können? Z.B. Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...)?

----

Für mich stellt sich die Situation wie folgt dar: Dein Baby hat durch die zu kurzen Bändchen suboptimal gestillt und dadurch Deine eventuell schwieriger in Gang zu bringende Milchbildung zu wenig angeregt. Das Stillhütchen hat die Stimulation noch zusätzlich eingeschränkt. Die Schmerzen durch die Vasospasmen waren auch nicht förderlich. Die lange Nachtpause lässt die günstige Hormonlage ungenutzt und die recht großen Zufütterportionen reduzieren die Nachfrage an der Brust. Stillhütchen und Flasche verhindern eine gute Stilltechnik. Alles zusammen hindert Deine Brust daran genügend Milch zu produzieren. Ich denke, dass wir noch einiges herausholen können, wenn Du

- auf eine stillfreundliche Zufüttermethode wechselst (das BES wäre optimal)

- öfter, kleinere Portionen zufütterst

- 10-12x in 24h stillst

- das Stillhütchen abgewöhnst (mehr dazu in der Linksammlung Stillwissen)

- nachts stillst

----

Ich weiß nicht, ob es zum Vollstillen reichen wird, denn Dein Baby ist ja schon über 2 Monate alt. Aber mehr Muttermilch direkt von der Quelle ist ein realistisches Ziel.

Was meinst Du dazu?

Viele Grüße,
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Teazer
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Re: Raynaud-Syndrom macht starke Schmerzen

Beitrag von Teazer »

Hallo Nicki,

danke für die Daten. Ich habe eine Liste angelegt, die ich Dich bitte ab jetzt täglich hier weiter zu führen:

22.03. 3760 g, Geburt
25.03. 3365 g, niedrigstes Gewicht
22.04. 3820 g
22.05. 4620 g, 2 Monate
23.05. 4665 g, 640 ml PRE
24.05. 4695 g, 420 ml PRE
25.05. 4745 g, 625 ml PRE
26.05. 4795 g, 705 ml PRE
27.05. 4815 g, 595 ml PRE
28.05. 4860 g, 380 ml PRE
29.05. 4800 g, 550 ml PRE
30.05. 4900 g, 640 ml PRE
31.05. 4900 g, 410 ml PRE
01.06. 4930 g, 610 ml PRE
02.06. 4975 g, 610 ml PRE
03.06. 5000 g, 620 ml PRE
04.06. 5070 g, 580 ml PRE
05.06. 5050 g, 555 ml PRE

Das Format sieht so aus:

15.07. 3800 g, 11x gestillt, 8x Becher, 500 ml PRE, 50 ml MuMi, 5x Urin, 1x Stuhl

Eine Stuhlwindel ist jede Windel mit Stuhl, egal ob mit Urin oder ohne. Reine Urin-Windeln werden als Urin gezählt.

Zum Rest schreib ich morgen. Ich sollte bald schlafen.

Viele Grüße,
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Re: Raynaud-Syndrom macht starke Schmerzen

Beitrag von Nicki13 »

Teazer hat geschrieben:Wurde kontrolliert, ob ihr Zungen- und/oder Lippenbänchen zu kurz. Ist ihre Kieferform auffällig?
Zungen- und Lippenbändchen wurden ja von der Oralchirurgin durchtrennt. Die hätte sicherlich etwas gesagt, wenn sie eine auffällige Kieferform wahrgenommen hätte.
Ich gehe eher davon aus, dass das Problem bei den beiden obersten Halswirbeln zu suchen ist.
Teazer hat geschrieben:Es wäre besser als nichts, aber Dein Baby würde die Milchproduktion stärker ankurbeln. Warum würde es so lange dauern?
Die Kleine ist nachts im absoluten Tiefschlaf und ich kann sie kaum wecken. Wach halten kann ich sie mit der geringen Milchproduktion auch nur sehr schlecht und so schlafen wir dann oftmals beide während des Stillens im Stuhl ein. ;-(
Wenn ein Kind so im Tiefschlaf ist - ist es dann nicht auch eher nicht so gut, es zu wecken?
Wie oft müsste ich denn stattdessen pumpen?
Teazer hat geschrieben:Schläft sie tagsüber ausschließlich in der Trage?
Tagsüber schläft sie nur in der Trage etwas länger, so z.B. heute 2x knapp 3h, was ich dann wiederum aber sehr lange finde. Ansonsten schläft sie max. 10-20 min und ist eben sehr quengelig und weinerlich. Ich muss sie immer in den Schlaf begleiten, was ich von meiner Großen eher nicht kenne.
Dadurch bin ich doch sehr kaputt, zumal die Große (3J, 11M) ja auch noch meine Aufmerksamkeit braucht.
Teazer hat geschrieben:Schön. Wir benutzen die gleiche App. :) Bitte schick mir die Sicherungskopie an die Mail-Adresse, die ich Dir gePNt habe. Ich hol dann die für mich wichtigen Daten raus.
Du fütterst momentan ausschließlich mit Flasche zu, oder?
Die Sicherungskopie habe ich dir gemailt.
Zufütterung mache ich ausschließlich über den Becher.
Mit der Flasche fing sie sofort an, an der Brust anders zu saugen.
Bisher saugt sie mit den MAM-Stillhütchen, die schön dünn sind, fast genauso, wie an der linken Brust, an die sie sich ja ca. 1-2 Minuten lang anlegen lässt, auch wenn ich sie dort immer 3-4-mal anlegen muss, weil sie sich immer nach unten zur Brustwarze vorarbeitet.
Teazer hat geschrieben:Das, was Du beschreibst, klingt für mich, als könntest Du anatomisch voll stillen und Du hättest ab Geburt schlicht mehr Unterstützung gebraucht, insbesondere auch was das Zufüttern angeht.
Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen können? Z.B. Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...)?
Ich hatte die gleichen Probleme mit der schlechten Milchproduktion ja schon bei meiner Großen. Dort wurde jedoch das Zungenbändchen nie von einer Oralchirurgin begutachtet, sondern auch nur von den Stillberaterinnen im Krankenhaus. Vielleicht wäre dort auch ein Durchtrennen notwendig gewesen.
Sie hatte jedoch auch Probleme im Brustwirbel- und Nackenbereich ... die vermutlich von den sehr schnellen Austreibungsphasen herrühren, wie mir die Physiotherapeutin sagte.
Ich hatte weder bei der Großen noch jetzt bei der Kleinen einen deutlichen Milcheinschuss. Die Brust war etwas wärmer als sonst, aber das war auch alles.

Das Zufüttern wurde jetzt bei der Kleinen über die Stillberaterin von der Menge her festgelegt. Wegen der Schmerzen durch die kaputten Brustwarzen und "geprellten" Warzenvorhöfe habe ich mit dem Becher zugefüttert, auch wenn sie mir einige Male vorschlug, das BES zu nehmen.
Das ging zu diesem Zeitpunkt absolut nicht... ich habe volle 8 Wochen mit Schmerzmitteln gestillt und trotzdem sehr oft vor Schmerzen geweint und mir auch Füllungen zerbissen.
Ich hatte nie eine OP... übergewichtig bin ich schon leicht (1,68m groß, 79kg vor der Schwangerschaft, aktuell 85kg).
Die Schilddrüse habe ich dieses Mal während der Schwangerschaft von den freien Werten her im obersten Drittel eingestellt und nach der Entbindung alle 2 Wochen kontrolliert und immer langsam gesenkt. Die letzte Blutentnahme ist jetzt bald 2 Wochen her. Ich hatte aber das T3, das ich zusätzlich zum T4 nehme, erst vor 4 Tagen nochmal gesenkt, weil ich so irre geschwitzt hatte.

Wie oft sollte ich nachts minimum stillen/abpumpen? (Schlaf nachholen tagsüber ist nicht so gut möglich, daher kann ich das Optimum vermutlich nicht schaffen, oder?)
Wie lange sollte ich nachts abpumpen?
Wie oft sollte ich an der Pumpe (Lansinoh) auf die Taste für den MSR gehen?

Das Abgewöhnen des Stillhütchens versuche ich seit Anfang der Benutzung regelmäßig. Bisher "büßte" ich aber jeden Versuch, dass die rechte Brustwarze sofort total kaputt war und ich tagelang mit der Heilung beschäftigt war.
Ich denke, ich warte damit noch ein bissle ab in der Hoffnung, dass die Physiotherapeutin noch etwas bessern kann, versuche das aber regelmäßig weiter.
Heute konnte ich in der zweiten Runde des Wechselstillens immerhin beide Seiten jeweils ca. 3-4 Minuten anlegen. Das war absoluter Rekord! :-)

So, jetzt hoffe ich, habe ich alles beschrieben..

Liebe Grüße und gute Nacht

Nicki
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Re: Raynaud-Syndrom macht starke Schmerzen

Beitrag von Teazer »

Nur noch kurz: von Still-/Pumpbeginn bis zum nächsten Still-/Pumpbeginn, sollten tagsüber max. 2h und nachts max. 3h vergehen. Mehr morgen.

Viele Grüße,
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Re: Raynaud-Syndrom macht starke Schmerzen

Beitrag von Nicki13 »

Nachtrag: Oh, du hast in der Zwischenzeit auch geschrieben.
OK, das vorgegebene Format des Protokollierens mache ich dann ab morgen. Vielen Dank fürs Herausziehen der Gewichts- und Mengendaten!

Ui, das ist ja das gleiche hammerharte Protokoll, wie ich es in den ersten Lebenstagen durchführen sollte. Hoffentlich halte ich das durch, da es ja die ältere Schwester auch noch gibt mit Wünschen und Bedürfnissen.
Ich probiere es mal für einige Tage...

Schlaf gut und gute Nacht

Nicki
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Re: Raynaud-Syndrom macht starke Schmerzen

Beitrag von Teazer »

Guten Morgen Nicki! :)
Nicki13 hat geschrieben:Wenn ein Kind so im Tiefschlaf ist - ist es dann nicht auch eher nicht so gut, es zu wecken?
Wir müssen dem Grund für diesen Tiefschlaf auf den Grund gehen, denn die allermeisten wachen nachts auf um zumindest im Halbschlaf zu stillen. Wie groß und wann ist die letzte Flaschenmahlzeit? Wo schläft Deine Kleine?
Ich muss sie immer in den Schlaf begleiten, was ich von meiner Großen eher nicht kenne.
Dann war Deine Große ein Anfängerbaby. ;)
Dadurch bin ich doch sehr kaputt, zumal die Große (3J, 11M) ja auch noch meine Aufmerksamkeit braucht.
Das kann ich gut nachvollziehen. Kann Dich jemand im Alltag entlasten? Geht die Große in den Kindergarten?
Bisher saugt sie mit den MAM-Stillhütchen, die schön dünn sind, fast genauso, wie an der linken Brust, an die sie sich ja ca. 1-2 Minuten lang anlegen lässt, auch wenn ich sie dort immer 3-4-mal anlegen muss, weil sie sich immer nach unten zur Brustwarze vorarbeitet.
Hast Du mal intuitives Stillen ausprobiert?
Wie lange sollte ich nachts abpumpen?
10 min sollten es mindestens sein.
Wie oft sollte ich an der Pumpe (Lansinoh) auf die Taste für den MSR gehen?
Ist das die, die zu einem schnellere Intervall wechselt? Dann drück ihn, wenn die Milch nicht mehr fließt.
Heute konnte ich in der zweiten Runde des Wechselstillens immerhin beide Seiten jeweils ca. 3-4 Minuten anlegen. Das war absoluter Rekord! :-)
Super! Bleib dran. Das ist für ein paar Tage etwas arbeitsintensiv, zahlt sich aber langfristig aus.
Ui, das ist ja das gleiche hammerharte Protokoll, wie ich es in den ersten Lebenstagen durchführen sollte. Hoffentlich halte ich das durch, da es ja die ältere Schwester auch noch gibt mit Wünschen und Bedürfnissen.
Ich probiere es mal für einige Tage...
Meinst Du die Stillabstände? Mit diesen kommst Du auf 8-12x stillen in 24h. Das entspricht der Häufigkeit, die die meisten Frauen für eine gute Milchbildung und die meisten Babys für gutes Gedeihen brauchen. Das ist im Grunde genommen nur eine strukturierte Form eines durchschnittlichen Stillalltags mit dem Ziel, alles aus Deiner Milchbildung heraus zu holen, was möglich ist.

Deine Große wird sicher verstehen, dass ihre kleine Schwester öfter Essen braucht als sie. Ich weiß, dass es nicht immer einfach ist die Bedürfnisse mehererer Kinder unter einen Hut zu bringen. Aber große Geschwister haben ein gutes Gespür dafür, dass die Kleinen bedürftiger sind. Und wenn das Stillen gut läuft, öffnet das auch wieder neue Zeiträume, weil das Sterilisieren, Abpumpen und Nachfüttern wegfällt oder weniger wird.


Viele Grüße,
Teazer (ModTeam-Stillberatung)
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Re: Raynaud-Syndrom macht starke Schmerzen

Beitrag von Nicki13 »

Liebe Teazer,

ich antworte jetzt mal ohne Zitate, weil ich nur ganz kurz Zeit habe, ehe ich sie wieder stillen muss.
Die Umsetzung des Zeitplanes ist für mich erstmal schwierig… Mit den Kita-Bringe- und Abhole-Rhythmen falle ich aus dem 2-h-Rhythmus raus. Dafür trinkt sie dann abends im 1-1,5-h-Rhythmus.
Meine Große hat sich schon ganz gut ans Stillen gewöhnt, aber es ist für sie insbesondere nach der Kita noch ganz schwierig zu akzeptieren, dass erstmal die Kleine gestillt werden muss. Sie ist nach der Kita immer sehr müde und grantig und kann das dann schlechter verstehen.

Abends die letzte Mahlzeit ist eigentlich immer eine kombinierte Brust-Becher-Mahlzeit, außer gestern Abend, da hat sie auch nur noch etwas aus der Brust getrunken und dann doch wieder die ganze Nacht durchgeschlafen:
Um 21.30 Uhr letzte „komplette“ Mahlzeit Brust und Becher (70ml),
23.00 Uhr nochmal für eine Viertelstunde genuckelt
Bis heute Morgen um 7.30 Uhr, als wir sie geweckt haben zum Stillen, durchgeschlafen.

So ist das eigentlich die letzten Nächte immer gewesen. Sie schläft durch und das Wecken (habe ich letzte und diese Nacht allerdings nicht probiert) gestaltet sich sehr schwierig und dadurch dauert das immer über 1h mit einer Mahlzeit und dem ganzen Drumherum (wecken, wachwickeln und wachbewegen, dann Stillen mit ganz viel Einschlafen und nur nuckeln, dann gibt’s gerne nochmal eine Stuhlwindel und dann kann ich irgendwann auch wieder ins Bett gehen).

Kann das tiefe Schlafen an der Anämie liegen?
Die Abendmahlzeit ist ja gar nicht extrem viel oder sogar wie gestern nur sehr wenig…
Meine Kleine schläft bei mir im Bett oder so wie heute ausnahmsweise mal in ihrem Bettchen direkt neben meinem, da ich dort die Sensormatten drunter habe, weil es mich etwas verunsichert hat, dass du meinst, dass es nicht so normal ist mit dem tiefen schlafen.
Meine Große hat auch immer so tief geschlafen – allerdings haben wir auch bei ihr allerdings erst mit 2 Jahren bei der ersten Blutuntersuchung wegen dieser Schlaf“sucht“ einen Eisenmangel festgestellt.
Sie hat eine Stoffwechselstörung (KPU).

In der Tragehilfe schläft sie dann auch gerne mal 2-3 Stunden, wenn ich sie nicht rausnehme.
Ohne Tragehilfe schläft sie max. 10-20 Minuten oder kommt gar nicht in den Schlaf.

Meine Versuche, ohne Stillhütchen zu stillen, habe ich erstmal wieder abgebrochen.
Sie reißt permanent den Kopf zurück, sodass sie mir schon mit Stillhütchen wehtut. Ohne macht sie es noch häufiger und macht mir damit alles kaputt.
Sie ist seit 5 Tagen extrem zappelig an der Brust – vielleicht ist das der 12-Wochen-Schub (sie war 8 Tage über ET) und ist jetzt 11 Wochen und 1 Tag alt?

Die Große geht in den Kindergarten, allerdings bin ich diejenige, die sie bringen und abholen muss, damit mein Schatz nicht ewig lange arbeiten muss.
Das ist eigentlich gar nicht so viel, aber wir hatten bei der Kleinen die letzten Wochen auch viele Termine mit Osteopath, Physiotherapeutin, Kinderorthopädin, Kinderendo, Kinderarzt usw.
Das Problem ist halt mehr das, dass ich nur mit der Kleinen in der Tragehilfe mal die Augen für einen kurzen Moment zumachen kann, aber das ist seeehr unbequem und damit schlafe ich dann auch nicht wirklich gut, da die Kleine sich immer so hochdrückt, dass sie mit ihrem Köpfchen unter meinem Kinn in der Halskuhle klemmt, sodass ich keine bequeme Position einnehmen kann.

Intuitives Stillen habe ich ausprobiert. Sie „krabbelt“ auch brav hoch, schafft aber rechts nicht, anzudocken, weil die Warze so flach ist und in der Position anscheinend zu ungünstig liegt (Brustwarze hängt nach unten im Stehen).
Sie leckt dann immer und dann wird alles so rutschig, dass sie es erst recht nicht mehr mit dem Andocken schafft.
Auch mit der Stillberaterin hatte ich das ausprobiert… mit ihrer Hilfe war sie kurz dran, aber rutschte auch immer ab, weil sie die Brustwarze so in die Länge ziehen musste, um dranbleiben zu können, sobald das Köpfchen zur Seite kippte.

Genau, die Pumpe wechselt in einen schnelleren Rhythmus, wenn ich die Taste drücke.
Beim Pumpen kommt eigentlich immer nur max. 1-2 Minuten was, dann ist es vorbei.
Die linke Brust liefert beim Pumpen mehr, die rechte soll diejenige mit mehr Brustdrüsengewebe sein und scheint beim Stillen mehr zu liefern, da ich sie dort etwas länger schlucken höre.
Einen zweiten oder dritten Milchspendereflex kann sie nur selten auslösen und wenn, dann erst lange, lange später.
Das klappt auch an der Pumpe eigentlich nicht wirklich.

Wie oft bzw. in welchen Zeiträumen können denn die Kinder bei funktionierender Milchproduktion MSRs auslösen?
Vielleicht ist das ja doch des Rätsels Lösung?
Das hat bei meiner Großen an der Pumpe auch nicht gut geklappt.
Soweit ich das bei der Kleinen beobachtet habe, ist das sowohl beim Stillen als auch beim Pumpen schwierig, auch wenn es beim Stillen etwas besser zu sein scheint.
Wenn sie es beim Stillen schafft, einen zweiten MSR auszulösen, dann saugt sie 3-4-mal und hört dann auf. Ob dann Ende ist oder ob sie den dann nicht nutzt, kann ich nicht wirklich sagen.
Meine Hebi hatte auch schon vermutet, dass es am mangelnden MSR liegt und hatte mir Oxytocin-Ampullen zum Sprühen gegeben.
Auch die Stillberaterin hatte mir Agnus Castus-Kügelchen gegeben, aber das hatte nicht wirklich einen Effekt.
Hast du da noch eine Idee?

Leider hat es heute Nacht nicht geklappt mit dem 2-maligen Abpumpen, weil ich beim zweiten Mal irgendwie den Wecker ausgemacht haben muss und wieder eingeschlafen sein muss. Ich kann mich daran noch nicht einmal erinnern. Der Wecker zeigte aber die richtige Zeit an und war auch aktiviert.
Das muss ich nächste Nacht besser hinbekommen… werde den Wecker so hinstellen, dass ich aufstehen muss, um ihn auszuschalten. ;-)

So, jetzt noch die aktuellen Daten von gestern:

22.03. 3760 g, Geburt
25.03. 3365 g, niedrigstes Gewicht
22.04. 3820 g
22.05. 4620 g, 2 Monate
23.05. 4665 g, 640 ml PRE
24.05. 4695 g, 420 ml PRE
25.05. 4745 g, 625 ml PRE
26.05. 4795 g, 705 ml PRE
27.05. 4815 g, 595 ml PRE
28.05. 4860 g, 380 ml PRE
29.05. 4800 g, 550 ml PRE
30.05. 4900 g, 640 ml PRE
31.05. 4900 g, 410 ml PRE
01.06. 4930 g, 610 ml PRE
02.06. 4975 g, 610 ml PRE
03.06. 5000 g, 620 ml PRE
04.06. 5070 g, 580 ml PRE
05.06. 5050 g, 555 ml PRE
06.06. 5070 g, 9x gestillt, 8x Becher, 530 ml PRE, 35ml MuMi
07.06. 5070 g, 10x gestillt, 7x Becher, 500 ml PRE, 5x Urin, 3x Stuhl

Die geringere Anzahl an Bechermahlzeiten entsteht oft dadurch, dass sie dann einschläft oder sowieso schon an der Brust nur wenig getrunken und überwiegend genuckelt hat.

Eine Frage habe ich noch:
Wie definiere ich „Nacht“, also ab wann beginnt der 3-h-Abstand?

Liebe Grüße

Nicki
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Brianna
Prof. Dr. SuT
Beiträge: 7059
Registriert: 13.11.2013, 12:33

Re: Raynaud-Syndrom macht starke Schmerzen

Beitrag von Brianna »

Ich habe Nacht so definiert: erstes Stillen im Bett und dann drei Stunden ab Beginn, damit ich möglichst lange schlafen konnte. Dann nochmals drei Stunden ab Stillbeginn. So bekam ich am meisten Schlaf.
J 05/13 L 12/15
Antworten

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