Ich sehe es pragmatisch. Vor dem ersten Kind hatte ich auch Pläne a la ich pumpe was ab, und lasse meiner Mutter eine Flasche und das Baby da. Dann kam Kindelein raus, und hat immer geweint. Tagsüber oft, abends immer. Immer. Immer. Und hat uns so gleich von Anfang an auf Linie gebracht. Daher sehe ich vieles nur noch mit einem Schulzerzucken.
Ich konnte vor den Kindern tun und lassen, was ich wollte. Ins Kino geben, mir die Kante geben, nächtelang tanzen... 12 Stunden im Büro, tagelang auf Dienstreise, Leben für die Karriere... Und wenn ich will, kann ich das in wenigen Jajren wieder tun, soviel ich will. Es sind jetzt so wenige Jahre, wo unsere Kinder uns brauchen. BRAUCHEN. Wir brauchen Weggehen und Amüsieren nicht lebensnotwendig, es ist halt schön. Babys BRAUCHEN die Mama. Wenn wir ausgehen, ist das angenehmer Luxus, wenn Babys nachts nach uns weinen, sichern sie instinktiv ihr Überleben. Siehe die Frage von Kloeters(?): wer leider mehr?
Wir haben immer alles mit Kind gemacht, was mit Kind ging. Kino also seit 3,5 Jahren nicht abends. Aber es gibt auch Vorstellungen nachmittags
@ nuckeln: naja, die Brust ist das Original, der Schnuller ist nur der Ersatz. Meine Kinder haben beide einen Sauger außer der Brust (Däumchen / Schnuller). Trotzdem habe ich die Große abends im Halbstundentakt gestillt - fluchend. Bei der Kleinen hatte ich dann Smartphone und Klemmleuchte fürs Buch, und habe es mir bequem gemacht.
@ Weg gehen: wie gesagt, wir machen soviel wie möglich mit Kindern. Lesungen, Vernissagen, Galerien, Restaurant, Open Air Kino, Fernreisen.... Jetzt sind die Kinder klein, jetzt genießen wir sie. Ich treffe sooooo viele Grosseltern, die mir mehr oder weniger direkt sagen, dass sie es bereuen, nicht mehr Zeit mit ihren Kindern verbracht zu haben. Die Zeit vergeht wie im Flug, und kommt nicht zurück. Es sind sooooo wenige Jahre. Und ja. Sie lassen das Nuckeln freiwillig, ziehen freiwillig aus dem Familienbett aus. Nur eben nicht mit 9 oder 13 oder 18 Monaten.