Die Katastrophe namens Schlaf

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

Moderator: Giraeffchen

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Nelly2012
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Re: Die Katastrophe namens Schlaf

Beitrag von Nelly2012 »

Nein, du bist definitiv nicht unfähig!!!! Man merkt, dass du dir sehr viele Gedanken machst und sehr auf dein Kind eingehst. Das ist super!
Habe mich heute aber selbst bei dem Gedanken ertappt, dass mein Kind mir das Gefühl gibt, alles falsch zu machen.
Deine Schilderungen klingen für mich so, als würde evt. eine Blockade die Kleine quälen und vom Tiefschlaf abhalten. Wart ihr einmal bei einem (guten) Osteopathen?


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Nusserl
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Re: Die Katastrophe namens Schlaf

Beitrag von Nusserl »

Ich will nur kurz schreiben dass es ganz sicher besser wird. Mein Baby hat das erste Lebensjahr nur mit vollem Körperkontakt geschlafen (ausser in der Krippe, da war sogar der Kiwa okay)
Jetzt ist sie 5.5 Jahre alt. Um Viertel vor neun bringe ich sie in ihr Bett. Das steht tatsächlich in ihrem Zimmer. Ich deck sie zu, geb ihr einen Kuss und schalte ihren CD Player ein. Dann geh ich wieder ins Wohnzimmer runter. Nach 5-10 Minuten schläft sie.

Kind Nr. 2 ist da übrigens viel einfacher. Die dreht sich zum Einschlafen weg von mir. Voll cool.

Bei Nr. 3 hoffe ich nun wieder auf so ein easy Kind.
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Dobby
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Re: Die Katastrophe namens Schlaf

Beitrag von Dobby »

Ich musste mit meiner Tochter auch immer extrem tanzen. Sie schlief auch immer nur auf meinem Arm. Mit ca. 7 Monaten habe ich sie ab und zu tagsüber mal in ihr Bett gelegt. Je nachdem wie ich gerade Lust hatte und es ging irgendwann besser. Wenn sie gleich wieder aufgewacht ist, habe ich einfach wieder getanzt :-) und sie auf meinem Arm gelassen. Bei ihr hat auf jeden Fall erst der Tagschlaf gut geklappt. Kurze Zeit später hab ich sie ausquartiert und erst ging es gut dann totale Katastrophe und jetzt eigentlich wieder ganz gut. Ich war mit ihr vor ein paar Wochen beim Osteopathen.
Bei uns hat mein Mann oft Wunder bewirkt, weil ich eigentlich immer nachts alles mache und wenn er dann mal ran muss ist er nicht vorbelastet. Ich bin fest davon überzeugt innere Ruhe bzw. ne Scheißegal Einstellung hilft. Ich denke jetzt jeden Abend egal wann sie pennt, irgendwann wird sie es ja mal machen. Aber ich fühle mit dir, man hat irgendwann überhaupt keine Kraft mehr und vor allem absolut keine Nerven mehr.
Ich wünsche Euch alles Gute auf das es schnellstmöglich besser wird.
Ich lege meine Kleine immer halb auf den Bauch direkt neben der Herzschlagspieluhr, das klappt bei ihr(jetzt endlich;-))
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Carraluma
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Re: Die Katastrophe namens Schlaf

Beitrag von Carraluma »

Einschlafstillen klappt grad nicht bei euch, oder? Falls du es schon einige Zeit lang nicht mehr versucht hast, ist es vielleicht noch ein paar Versuche wert. Nachdem es bei uns von 4-6 Monate kaum geklappt hat, klappt das seitdem wieder sehr gut, wenn sie gut müde ist. Ich bin darüber so froh, weil ich dabei ja auch ruhen oder schlafen bzw lesen oder hören kann und nicht mehr auf den Pezzi muss.
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Sabina
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Re: Die Katastrophe namens Schlaf

Beitrag von Sabina »

Minalou, du klingst sehr sympathisch! Ich wünsch dir, dass du die Schlafsituation auch mit so viel Humor nehmen kannst, wie du sie hier beschreibst.

Meine Tochter ist nun bald 13 Monate, schläft fast jeden Abend auf meinem Bauch bis ich ins Bett gehe und nuckelt teilweise die ganze Nacht. Es ist grauenvoll.

Aber es wird besser. Das weiss ich. Das hab ich schon mal so erlebt. In sechs Monaten ist es vorbei, wirst sehen. Ommmmm.
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Pupu
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Re: Die Katastrophe namens Schlaf

Beitrag von Pupu »

Habt ihr mal probiert, was passiert, wenn ihr sie abends einfach wach lasst? Also ungefähr so: wenn sie den Schlaf einfordert, mit ihr ins Familienbett gehen und dort stillen. Wenn sie dabei einschläft: gut. Wenn nicht: wieder mit ins Wohnzimmer nehmen und dort spielen lassen, während ihr euch auf die Couch setzt. Da darf sie dann mit euch kuscheln, spielen, krabbeln üben... Und in regelmäßigen Abständen, immer wenn du das Gefühl hast, sie könnte jetzt eventuell müde genug sein, wieder im Bett versuchen. So hättet ihr vielleicht wenigstens noch ein Bisschen was vom Abend...

Wir haben in solchen Phasen auch manchmal das Schlafsofa ausgezogen, unser Bettzeug rübergeholt, das Licht gedimmt und sozusagen das Familienbett ins Wohnzimmer verlegt. Und dann einfach einen Film angemacht und auf der Couch/Bett zusammengesessen, während Kindlein über uns drübergurkte und spielte, zwischendurch stillte, und irgendwann doch aufgab und vor Erschöpfung umfiel.

Soviel zum Trost: die Phasen, in denen sie etwas neues lernen (krabbeln, laufen etc) und entwicklungstechnisch gerade einen riesigen Sprung machen, sind schlaftechnisch die schlimmsten. Vielleicht schläft sie ja in ein paar Wochen doch wieder in der Nonomo?

Ich hab hier übrigens auch ein Kind, was jedesmal aufgewacht ist, wenn im anderen Zimmer eine Obstfliege gehustet hat :roll: Bei ihr war es tatsächlich so, dass sie besser schlief, wenn sie im anderen Zimmer schlief. Da wurde sie im Wohnzimmer gestillt und dann hat der Papi sie im Kinderzimmer ins Bett gebracht (nicht ohne Protest, aber sie hat es recht schnell akzeptiert) und dort schlief sie viel länger am Stück als im Familienbett :shock: Eine Zeitlang schliefen also Quatschbanane und Papi im Kinderzimmer und ich mit der Wildgurke im Familienbett. Fühlte sich seltsam an, führte aber für alle zu mehr Schlaf. Zumindest in der ersten Hälfte der Nacht, aber auch das ist ja schon viel wert. Mittlerweile schläft sie aber ebenfalls mit im Familienbett, man muss also nicht drauf verzichten :)

Ein Besuch zum Osteopathen ist sicherlich ebenfalls eine gute Idee, und unbedingt eine bessere Tragehilfe! Ich habe im Kopf, dass JPMBB elastisch sind, stimmt das so? Wenn ja: ordentliches gewebtes Tuch anschaffen! Es ist SO viel bequemer!

Ich wünsch euch starke Nerven und viel Durchhaltevermögen :)
Lg aus Finnland von Pupu mit Wildgurke 🥒 (02/09), Quatschbanane 🍌 (08/11) und zwei Minimöhrchen 🥕🥕 (07/17)

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MissT
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Re: AW: Die Katastrophe namens Schlaf

Beitrag von MissT »

Hey... Mein erster Gedanke war wahhhh das ist mit 10 Monaten ggf immer noch so??? Mein Zweiter war: ohm.

Ich glaube fest daran dass es vorbei geht. Es MUSS!

Alternative zum Pezzi so ein Ikea Poeng oder was in die Richtung.... So hättet ihr was zum Anlehnen und kann mit wenig Aufwand in Bewegung bleiben.

Beim Gewicht kann ich widerum mithalten. Mein 8,5kg Bröckchen wird zB wechselnd getragen (Wxt, Rucksack, frl hübsch).... Beim Rückentragen kann man auch eher was machen daheim.

Wg Geräuschen ist mir bei uns aufgefallen, dass es wichtig ist die Geräuschkulisse beim Einschlafen gleich zu haben wie im Schlaf. Deshalb läuft hier dann oft Musik.... Dann stören ein paar gewechselte Worte auch nicht so, als wenn es vorher ruhig war.

Und sei nicht zu frustriert von deinem Mann... Meiner hat so Abwandlungen zwar noch nicht ist nachts zB aber keine Alternative weil er da nur anfängt mich anzuzicken. Da hilft nur gemeinsam Zeitpunkte zu finden wo es tags möglich ist. Wir sind da auch noch ganz am Anfang.

Tap...tap...tap... vom Wischteil.
Der Traurigste aller Tage ist der an dem man nicht gelacht hat. Charlie Chaplin

es grüsst MissT mit Schnurpel (9/13)
minalou
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Re: Die Katastrophe namens Schlaf

Beitrag von minalou »

Hallo (gibt es eigentlich einen Smiley mit tiefen, dunklen Augenringen?),
ich freu mich sehr, dass ich so nette, zusprechende Antworten von euch bekomme!
Das JPMBB hat einen wohl vergleichsweise sehr geringen elastischen Anteil, aber es hat einen, ja. Bis jetzt empfand ich dies eigentlich als Vorteil, weil das Mädchen ja immer im Schuckelmodus sein muss und durch die Elastizität sie immer schön gehüpft ist. Ich werde jetzt aber auf jeden Fall Ausschau nach einer Alternative halten. Einen Bondolino haben wir auch noch, finde ich aber nicht so gut und anschmiegsam wie ein Tuch (und einen Sling, der ist aber zum schlafen wohl nicht so geeignet, oder?) Meine Schwester hat meine ich ein Hoppediz TT, das werde ich die Tage auf jeden Fall mal testen. Genauso wie eine andere Bindetechnik (bis jetzt immer die WXT). Wäre der Rucksack eine passende Alternative? Rücken trau ich mich glaube ich noch nicht. Eine Trageberatung habe ich bei meinen ersten Recherchen nicht ausfindig machen können. (Hallo Aschaffenburger, falls ihr jemanden kennt?!?). Aber ich probier es erstmal so, ich denke, das wird schon hinhauen.
Einen Ikea Poeng haben wir uns zu diesem Zwecke auch schon gekauft MissT (was wir ein Geld schon in diese Schlafthematik investiert haben, wahnsinn!) und ich kann ihn öfters mal dafür auch nutzen, das verschafft dann schon Erleichterung (dooferweise haben wir das Fußhöckerchen dazu vergessen, das muss beim nächsten Ikea-Besuch unbedingt mit. Vielleeeeeiiiicht darf ich so dann auch mal Mittags schlummern?). Das Mädchen ist übrigens erst 7 Monate geworden, Hoffnung, dass es zum 10. Monat nicht mehr so ist, darfst du also für dein Baby noch haben :)
Pupu, für mich wäre das vollkommen in Ordnung, sie nach dem allabendlich missglückten Einschlafstillen mit ins Wohnzimmer zu nehmen. Ab und an machen wir das auch, wenn ich merke, da fehlt noch ein Stück zum wirklichen Schlafmüdesein. Dann ist sie auch vermeintlich gut drauf (letzte Woche habe ich aus Frust, weil sie einen weiteren Abend torpediert, den Fernseher angemacht. Sie hat begeistert mitgeschaut. Im Nachhinein wünschte ich nur, ich hätte wenigstens Arte geschaut und nicht das Dschungelcamp :mrgreen: ). Naja, vermeintlich gut drauf, weil in nullkommanix das lachende Mädchen die Sirene anstellt. Und dann ist sie nur sehr schwer wieder zu beruhigen. Hach, wie mans macht, macht mans verkehrt :( Es ist einfach immer so wahnsinnig unenspannt. Sie geht sofort von null auf 100, den richtigen Zeitpunkt abzupassen, sie zu schnappen und wieder angenehm in den Schlaf zu begleiten ist fast unmöglich. Shit, echt. Aber ich denke, ich werde dies weiterhin, bzw verstärkt so handhaben und weiterversuchen. Einfach, um wenigstens die Zwischenzeit, in der sie gut drauf ist, zu genießen. Und, weil ich den Punkt von MissT gar nicht verkehrt finde: Geräuschkulisse zum Einschlafen, damit das Husten der Obstfliege im Nebenraum (hehe, zu gut!) nicht mehr so wahnsinnig laut erscheint. Wenn wir draußen unterwegs sind, funktioniert das doch auch. Ich versuche es mal.
Es ist für mich im übrigen wirklich total ok, dass mein Mädchen Hilfe benötigt zum Einschlafen. Mein Freund und ich sind auch sehr gerne bereit, ihr diese zu geben. Nur, dass das Ganze IMMER in Stress und Dramatik ausartet, macht uns so fertig. Schlafen soll doch etwas angenehmes sein. Ich möchte nicht, dass sie Schlafen mit Stress und Ärger und Weinen verbindet, das ist doch nix :cry:

Ich habe übrigens alle Einträge sehr genau durchgelesen und nehme sie mir zu Herzen, falls ich vergessen habe, auf etwas einzugehen tut es mir leid. Heute bin ich wirklich ziemlich belämmert im Kopf, nachdem ich nach ca 10 Mal stillen in der Nacht ab halb 5 gar nicht mehr einschlafen konnte...

Das Ganze mit Humor zu nehmen, gelingt mir leider nicht immer (siehe meine Jammerei). Wenn sie mal wieder trotz größter Bemühungen unsererseits nicht einschlafen will, laufe ich auch schimpfend wie ein Rohrspatz durch die Wohnung und spreche meine Tochter nur noch mit Vor- UND Nachnamen an :oops:

Ach ja, gibt es irgendwo im Netz eine idiotensichere Anleitung, wie man ein schlafendes Baby aus dem Tragetuch bekommt?
Nusserl
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Re: Die Katastrophe namens Schlaf

Beitrag von Nusserl »

Ja sich dir eine gute Trageberatung. Lass dir den Rucksack zeigen und das Känguru. Beim Känguruh kann du das schlafende Baby leicht samt Tuch ablegen (meine Grosse ist trotzdem nach 5-10 min aufgewacht)

Gute Tücher sind Kreuzköper. Hoppediz ist gut, Didymos DAS Tuch schlecht hin. Mittlerweile gibt es auch andere gute Anbieter.
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Astria
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Re: AW: Die Katastrophe namens Schlaf

Beitrag von Astria »

Hauptsächlich müde! Bei uns beginnt allerdings nun auch die Krippeneingewöhnung, da trägt mal jemand anders unser Kind...
Was du beschreibst mit dem Stillen und dann loskrabbeln - ist seit zwei Wochen auch so bei uns, leider möchte das Kind gleichzeitig krabbeln und stillen :shock:
Mädchen 05/2013
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