abstillen aus med. gründen und nachts noch weiterstillen?

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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tania
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Re: abstillen aus med. gründen und nachts noch weiterstillen

Beitrag von tania »

dein kind ist noch sehr klein. ich faende daher die option, ueber pumpe die milchproduktion aufrechtzuerhalten und waehrend dieser zeit stillfreundlich zuzufuettern (keine flasche!) zumindest probierenswert. kann gut sein, dass dein kind wieder zur brust zurueckkommt.

fuer deine untersuchung wuensche ich dir alles gute!
tania mit sohn *09 und sohn *12
elikat

Re: abstillen aus med. gründen und nachts noch weiterstillen

Beitrag von elikat »

so, nun habe ich nochmal darüber nachgedacht.

also eigentlich ist für mich klar das ich diese untersuchung machen muss und dabei auch die milch entsorgt werden muss, ich mache die nicht zum ersten mal und kenne das prozedere. natürlich sind ärzte da oft übervorsichtig, aber ich denke doch das die informationen die ich bisher darüber aus verschiedensten ecken bekommen habe richtig sind.
das schilddrüsenforum in dem ich mich herumtreibe ist übrigens ein sehr gutes - genauso wie dieses forum hier ;).

ich möchte gern versuchen sie nachts weiterzustillen, kann mir dazu jemand gute tipps geben? die linke brust wird immer noch verschmäht, manchmal geht es wenn ich sie von hinten anlege, weiß ned wie der fachausdruck dazu heißt...
die milch wird schon ganz schön weniger, also der milchstau der ersten woche ist weg. was kann ich denn tun um den milchfluss aufrecht zu erhalten in den 2 wochen, soll ich extra abpumpen? oder reicht ausstreichen?
Mondenkind
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Re: abstillen aus med. gründen und nachts noch weiterstillen

Beitrag von Mondenkind »

Ich möchte mich hier als Ärztin auch noch mal zu Wort melden...

Ich glaube Dir, dass es ein gutes Schilddrüsenforum ist. Aber halt kein Stillforum. Ich befürchte, dass auch dort oft das weitergegeben wird, was landläufige Ärztemeinung ist und diese ist bzgl. des Stillens leider nur selten fundiert. Es ist wirlich abhängig vom Kontrastmittel. Bei PET-Scans wird ja mitunter auch FDG benutzt, das nicht in die Milch übergeht. Die Mutter darf dann das Kind nicht sehen, aber die abgepumpte Milch kann durch jemand anderes (am besten stillfreundlich) verfüttert werden. Nur so als Beispiel. OHne Kenntnis des KM können wir dazu also keine Aussage treffen.

Ärzte sind bzgl. des Stillens oft das, was man als "übervorsichtig" bezeichnen könnte. Die Nachteile für den Säugling, den er durch vorzeitiges, unnötiges Abstillen erleidet, werden dabei aber oft nicht bedacht bzw nicht als solche angesehen.

Tu das, was Du in Absprache mit Deinen Ärzten für richtig hälst. Das embryonaltoxikologische Institut in Berlin hilft da auch gern weiter. Es war mir aber ein persönliches Anliegen, hier nochmal für alle darzulegen, dass Pharmakologie und Laktation oft komplexer sind, als man es annimmt und es halt oft doch Möglichkeiten gibt, das Stillen zu schützen. Dies entspricht nämlich auch der Philosophie dieses Forums.

Ich wünsche Dir auf jeden Fall alles Gute für Deine Nachsorgeuntersuchung!
Liebe Grüße, Mondenkind, Modteam Stillberatung

Sei ein Mensch! M. Reif

Mondenkind mit K1 (3/08) und K2 (3/11)
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