vegane ernährung
Moderator: britje
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Re: vegane ernährung
ich bin mit 8 jahren vegetariern geworden, seit 1 1/2 jahren lebe ich vegan.
auf die idee meiner tochter fleisch zu geben wäre ich nie gekommen! mit ihrem papa hatte ich aber auch mal ein streit-gespräch, da war sie erst wenige monate alt.
er war, ähnlich wie dein freund, der meinung, dass sie doch alles probieren sollte. und das, obwohl er selbst vegetarier ist.
ich sehe das anders. als kind ist man sich einfach nicht so bewusst, dass für das stück fleisch ein tier unnötigerweise sterben musste. ich habe es erst so richtig mit acht jahren begriffen und wurde dann schlagartig vegetarierin. ich war da richtig traurig, dass bis dahin immer fleisch gegessen habe.
mein freund und ich haben das thema dann erstmal ruhen lassen und seine meinung hat sich tatsächlich geändert.
mina darf fleisch probieren, wenn sie irgendwann wirklich versteht was fleisch ist.
jetzt lebt sie zu 95% vegan, ab und an bekommt sie mal ein demeter-ei und ganz, ganz selten etwas käse vom papa.
auf die idee meiner tochter fleisch zu geben wäre ich nie gekommen! mit ihrem papa hatte ich aber auch mal ein streit-gespräch, da war sie erst wenige monate alt.
er war, ähnlich wie dein freund, der meinung, dass sie doch alles probieren sollte. und das, obwohl er selbst vegetarier ist.
ich sehe das anders. als kind ist man sich einfach nicht so bewusst, dass für das stück fleisch ein tier unnötigerweise sterben musste. ich habe es erst so richtig mit acht jahren begriffen und wurde dann schlagartig vegetarierin. ich war da richtig traurig, dass bis dahin immer fleisch gegessen habe.
mein freund und ich haben das thema dann erstmal ruhen lassen und seine meinung hat sich tatsächlich geändert.
mina darf fleisch probieren, wenn sie irgendwann wirklich versteht was fleisch ist.
jetzt lebt sie zu 95% vegan, ab und an bekommt sie mal ein demeter-ei und ganz, ganz selten etwas käse vom papa.
- himbär
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Re: vegane ernährung
vielen dank für eure vielen antworten. ja ihr habt recht es ist auch ein großes beziehungsproblem. nur leider ist es kein problem, welches ich einfach ignorieren kann. sicher mein kind wird nicht 100 % vegan leben in unserer gesellschaft, selbst wenn er von uns beiden vegan erzogen würde. die versuchung ist einfach zu groß für ein kind, dass meine motivation nicht verteht und in einer welt lebt an der es an jeder ecke unveganes leckereien gibt. aber ich werde es ihm nicht geben oder zubereiten und solange ich für eine gute und ausgewogene ernährung sorge muss das von meinen partner akzeptiert werden, so wie ich akzeptieren werde, dass er ihm von seinem essen geben wird. in sofern bin ja bereit unseren sohn "entscheiden" zu lassen
und siehe da ich bin noch am tippen dieser zeilen und endlich war er zu einem ruhigen gespräch bereit. wir haben uns geeinigt, dass jeder ihn essen läßt, was er für richtig hält. ohne ihm zu erzählen wie doof die ernährungsform des anderen ist (denn davor hatte ich schon angst, es gibt dauernd dumme kommentare von freunden und verwandten und ich möchte nicht das mein sohn in so einer weise manipuliert wird). allerdings haben wir uns vorgenommen ihm, wenn er alt genug ist zu erzählen wie fleisch und co hergestellt werden (altersgerecht natürlich) und wenn er alt genug ist hoffe ich natürlich, dass er sich für meinen weg entscheidet und wer weiß ob sich mein freund nicht auch überzeugen läßt (schließlich schmecken ihm die veganen sachen ja). aber das liegt noch in ferner zukunft und wir haben beschlossen das lockerer zu sehen und uns dann jeweils vor dem nächsten schritt erst konkrete gedanken zu machen. da ist mir ein riesen stein vom herzen gefallen.
also vielen dank euch für den austausch! einen wunderschönen muttertag!
und siehe da ich bin noch am tippen dieser zeilen und endlich war er zu einem ruhigen gespräch bereit. wir haben uns geeinigt, dass jeder ihn essen läßt, was er für richtig hält. ohne ihm zu erzählen wie doof die ernährungsform des anderen ist (denn davor hatte ich schon angst, es gibt dauernd dumme kommentare von freunden und verwandten und ich möchte nicht das mein sohn in so einer weise manipuliert wird). allerdings haben wir uns vorgenommen ihm, wenn er alt genug ist zu erzählen wie fleisch und co hergestellt werden (altersgerecht natürlich) und wenn er alt genug ist hoffe ich natürlich, dass er sich für meinen weg entscheidet und wer weiß ob sich mein freund nicht auch überzeugen läßt (schließlich schmecken ihm die veganen sachen ja). aber das liegt noch in ferner zukunft und wir haben beschlossen das lockerer zu sehen und uns dann jeweils vor dem nächsten schritt erst konkrete gedanken zu machen. da ist mir ein riesen stein vom herzen gefallen.
also vielen dank euch für den austausch! einen wunderschönen muttertag!
- Teazer
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Re: vegane ernährung
Hallo himbär,
habe die anderen Antworten nicht gelesen. Entschuldige also bitte doppelte Antworten.
Erst mal zum Ernährungstechnischem: Gerade bei veganer Ernährung finde ich das natürlich lange stillen bzw. eine Orientierung an der WHO Empfehlung sehr wichtig. Evtl. Nährstoffdefizite, die auch bei omnivorer Ernährung entstehen können, können so leichter abgefedert werden. Ich schreibe das, weil Du von stilen bis zur Beikostreife schreibst....
Als zweites ist es wichtig, dass Du während der Stillzeit besonders auf Deine tägliche B12-Menge achtest, weil das B12 in der Muttermilch aus der Nahrung und nicht aus dem Speicher stammt.
Ich denke (hoffe), dass Du Dich mit der gesunden veganen Ernährung bereits befasst hast und daher weiß, worauf Du bei Dir selbst und Deinem Kind achten musst.
Jetz schreibe ich mal, wie es bei uns läuft: Wenn ich koche, ist das Essen vegan. Mausi lebt eigentlich lacto-vegetarisch. Das bedeutet, dass sie neben dem veganen Familienessen auch kleine Mengen Frischkäse, Joghurt und Hartkäse isst. Ganz selten isst sie bei Papa mal zwei Bissen Wurst (Fleisch hat sie bisher gleich wieder ausgespuckt). Mein Mann und ich ich haben uns auf den vegetarischen Mittelweg geeinigt. Er bietet ihr aktiv kein Fleisch an. Wenn sie welches möchte, bekommt sie es. Extra welches für sie kochen tue ich nicht. Ich koche auch kein Fleisch für meinen Mann. Ansonsten isst sie aber auch angereichterte vegane Produkte (sie liebt Vanille-Sojamilch
).
Ich gebe zu, wenn die Schwiegereltern triumphierend etwas Wurst in das Kind bekommen haben oder sie lieber Papas als meine Weißwurst isst, dann grummelt es in meinem Bauch und ich bin traurig, dass mein unschuldiges Baby unwissend Leid produziert. Aber ich versuche das nicht zu verbalisieren, denn sie kann noch nicht verstehen, warum ich das nicht esse, was ihr Papa verspeist.
Ihr solltet wirklich intensiv darüber reden. Wovor hat Dein Partner Angst, wenn Ihr einen anderen Weg geht als "alle" anderen? Essen ist ein Thema, dass Euch ständig begleitet. Deshalb ist es wichtig, dass Ihr da eine Linie fahrt. Sonst wird es da ständig Grabenkämpfe geben untere denen Euer Kind leiden wird.
habe die anderen Antworten nicht gelesen. Entschuldige also bitte doppelte Antworten.
Erst mal zum Ernährungstechnischem: Gerade bei veganer Ernährung finde ich das natürlich lange stillen bzw. eine Orientierung an der WHO Empfehlung sehr wichtig. Evtl. Nährstoffdefizite, die auch bei omnivorer Ernährung entstehen können, können so leichter abgefedert werden. Ich schreibe das, weil Du von stilen bis zur Beikostreife schreibst....
Als zweites ist es wichtig, dass Du während der Stillzeit besonders auf Deine tägliche B12-Menge achtest, weil das B12 in der Muttermilch aus der Nahrung und nicht aus dem Speicher stammt.
Ich denke (hoffe), dass Du Dich mit der gesunden veganen Ernährung bereits befasst hast und daher weiß, worauf Du bei Dir selbst und Deinem Kind achten musst.
Jetz schreibe ich mal, wie es bei uns läuft: Wenn ich koche, ist das Essen vegan. Mausi lebt eigentlich lacto-vegetarisch. Das bedeutet, dass sie neben dem veganen Familienessen auch kleine Mengen Frischkäse, Joghurt und Hartkäse isst. Ganz selten isst sie bei Papa mal zwei Bissen Wurst (Fleisch hat sie bisher gleich wieder ausgespuckt). Mein Mann und ich ich haben uns auf den vegetarischen Mittelweg geeinigt. Er bietet ihr aktiv kein Fleisch an. Wenn sie welches möchte, bekommt sie es. Extra welches für sie kochen tue ich nicht. Ich koche auch kein Fleisch für meinen Mann. Ansonsten isst sie aber auch angereichterte vegane Produkte (sie liebt Vanille-Sojamilch
Ich gebe zu, wenn die Schwiegereltern triumphierend etwas Wurst in das Kind bekommen haben oder sie lieber Papas als meine Weißwurst isst, dann grummelt es in meinem Bauch und ich bin traurig, dass mein unschuldiges Baby unwissend Leid produziert. Aber ich versuche das nicht zu verbalisieren, denn sie kann noch nicht verstehen, warum ich das nicht esse, was ihr Papa verspeist.
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Viele Grüße von Teazer (Stillmodteam)
"Mit einer Kindheit voller Liebe aber kann man ein halbes Leben hindurch für die kalte Welt haushalten." (Jean Paul)
AP estab. 2009, 2011 & 2014
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EhMikp
Re: vegane ernährung
Ich finde das klingt nach einem sehr vernünftigen Kompromiss. Und letztlich läuft es ja bei vielen gemischt essenden Familien so. Und ich denke unsere Kinder werden weise genug sein eines Tages ihre eigenen Entscheidung zu treffen.himbär hat geschrieben:vielen dank für eure vielen antworten. ja ihr habt recht es ist auch ein großes beziehungsproblem. nur leider ist es kein problem, welches ich einfach ignorieren kann. sicher mein kind wird nicht 100 % vegan leben in unserer gesellschaft, selbst wenn er von uns beiden vegan erzogen würde. die versuchung ist einfach zu groß für ein kind, dass meine motivation nicht verteht und in einer welt lebt an der es an jeder ecke unveganes leckereien gibt. aber ich werde es ihm nicht geben oder zubereiten und solange ich für eine gute und ausgewogene ernährung sorge muss das von meinen partner akzeptiert werden, so wie ich akzeptieren werde, dass er ihm von seinem essen geben wird. in sofern bin ja bereit unseren sohn "entscheiden" zu lassen
und siehe da ich bin noch am tippen dieser zeilen und endlich war er zu einem ruhigen gespräch bereit. wir haben uns geeinigt, dass jeder ihn essen läßt, was er für richtig hält. ohne ihm zu erzählen wie doof die ernährungsform des anderen ist (denn davor hatte ich schon angst, es gibt dauernd dumme kommentare von freunden und verwandten und ich möchte nicht das mein sohn in so einer weise manipuliert wird). allerdings haben wir uns vorgenommen ihm, wenn er alt genug ist zu erzählen wie fleisch und co hergestellt werden (altersgerecht natürlich) und wenn er alt genug ist hoffe ich natürlich, dass er sich für meinen weg entscheidet und wer weiß ob sich mein freund nicht auch überzeugen läßt (schließlich schmecken ihm die veganen sachen ja). aber das liegt noch in ferner zukunft und wir haben beschlossen das lockerer zu sehen und uns dann jeweils vor dem nächsten schritt erst konkrete gedanken zu machen. da ist mir ein riesen stein vom herzen gefallen.
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Oh wow, das finde ich wirklich beeindruckend, dass Du mit 8 Jahren Vegetarierin geworden bist. Da habe ich mir wahrlich noch keine Gedanken um's Essen gemachtameliemachtphotos hat geschrieben:ich bin mit 8 jahren vegetariern geworden, seit 1 1/2 jahren lebe ich vegan.
- himbär
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Re: vegane ernährung
auch dir vielen dank! ja stillen ist hier eh länger geplant. bin ja ganz begeistert, dass mein freund mich da unterstützt. im grunde genommen ist das ganze fleisch essen thema wahrscheinlich auch eher relevant wenn unser lütter so 1 jahr ist oder so und wirklich richtig mit isst am familientisch. davor gibts ja eh viel breie und fingerfood. vitamin b12 supplementier ich bereits länger, da mir das schon immer zu ungewiss war ob das pflanzliches b12 nun ebenso verwertet werden kann (die wissenschaft ist sich ja selbst noch nicht so einig). ansonsten befass ich mich halt regelmäßig mit dem thema und kiä weiß ja auch bescheid. überlege halt ob ab und zu ne kontrolle der werte sinnvoll sind, obwohl bei omnivorer ernährung macht das ja auch kaum einer und die meisten sind gesund.Teazer hat geschrieben:Hallo himbär,
habe die anderen Antworten nicht gelesen. Entschuldige also bitte doppelte Antworten.
Erst mal zum Ernährungstechnischem: Gerade bei veganer Ernährung finde ich das natürlich lange stillen bzw. eine Orientierung an der WHO Empfehlung sehr wichtig. Evtl. Nährstoffdefizite, die auch bei omnivorer Ernährung entstehen können, können so leichter abgefedert werden. Ich schreibe das, weil Du von stilen bis zur Beikostreife schreibst....
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Ich denke (hoffe), dass Du Dich mit der gesunden veganen Ernährung bereits befasst hast und daher weiß, worauf Du bei Dir selbst und Deinem Kind achten musst.
Jetz schreibe ich mal, wie es bei uns läuft: Wenn ich koche, ist das Essen vegan. Mausi lebt eigentlich lacto-vegetarisch. Das bedeutet, dass sie neben dem veganen Familienessen auch kleine Mengen Frischkäse, Joghurt und Hartkäse isst. Ganz selten isst sie bei Papa mal zwei Bissen Wurst (Fleisch hat sie bisher gleich wieder ausgespuckt). Mein Mann und ich ich haben uns auf den vegetarischen Mittelweg geeinigt. Er bietet ihr aktiv kein Fleisch an. Wenn sie welches möchte, bekommt sie es. Extra welches für sie kochen tue ich nicht. Ich koche auch kein Fleisch für meinen Mann. Ansonsten isst sie aber auch angereichterte vegane Produkte (sie liebt Vanille-Sojamilch![]()
).
Ich gebe zu, wenn die Schwiegereltern triumphierend etwas Wurst in das Kind bekommen haben oder sie lieber Papas als meine Weißwurst isst, dann grummelt es in meinem Bauch und ich bin traurig, dass mein unschuldiges Baby unwissend Leid produziert. Aber ich versuche das nicht zu verbalisieren, denn sie kann noch nicht verstehen, warum ich das nicht esse, was ihr Papa verspeist.
Ihr solltet wirklich intensiv darüber reden. Wovor hat Dein Partner Angst, wenn Ihr einen anderen Weg geht als "alle" anderen? Essen ist ein Thema, dass Euch ständig begleitet. Deshalb ist es wichtig, dass Ihr da eine Linie fahrt. Sonst wird es da ständig Grabenkämpfe geben untere denen Euer Kind leiden wird.
ja mir wird es dann wohl ähnlich wie dir gehen, aber damit habe ich beschlossen kann ich gut leben, solang ich keinem fleich kochen muss. aber das akzeptiert mein freund glaube ich langsam, wenn es was mit fleisch gab hat er es sowie so immer gekocht, also ändert sich nicht wirklich viel (ich glaub er hat gehofft wegen dem kleinen ändert sich das).
und nein grabenkämpfe will ich nun wirklich nicht, schließlich soll unser sohn unbeschwert aufwachsen.
- Teazer
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Re: vegane ernährung
Liebe himbär,
ich habe oft den Eindruck, dass Veggies sich vergleichsweise häufiger mit gesunder Ernährung beschäftigen als Omnivore. Diese gehen einfach davon aus, dass sie das Thema Mangelernährung nicht betrifft, so lange sie nur genügend Fleisch und Käse essen.
Ich habe immer gesagt, ich würde meine Kinder später regelmäßig testen lassen. Jetzt haben wir hier aber einen KiA, der auf seinem Aufklärungsbogen, den er bei der U2/3 rausgibt ausdrücklich vor vegetarischer Ernährung warnt.
Er weiß zwar, dass die Maus kein Fleisch isst, aber das akzeptiert er nur, weil ich ihm gezeigt habe, dass ich von Ernährung Ahnung habe. Wenn ich da jetzt viertel- oder halbjährig für einen Bluttest aufschlagen würde, würde er mich wahrscheinlich rund machen. Ihr habt da wirklich großes Glück!
Solange meine Kinder fit wirken, mache ich nichts. Aber ich achte trotzdem auf die Lebensmittel. Sie isst ja eher wie ein Vögelchen und sehr ausgewählt.
Da darf es schon mal ein angereicherter Saft und eben angereicherte (Soja-)Produkte geben, damit sie gut versorgt wird.
ich habe oft den Eindruck, dass Veggies sich vergleichsweise häufiger mit gesunder Ernährung beschäftigen als Omnivore. Diese gehen einfach davon aus, dass sie das Thema Mangelernährung nicht betrifft, so lange sie nur genügend Fleisch und Käse essen.
Ich habe immer gesagt, ich würde meine Kinder später regelmäßig testen lassen. Jetzt haben wir hier aber einen KiA, der auf seinem Aufklärungsbogen, den er bei der U2/3 rausgibt ausdrücklich vor vegetarischer Ernährung warnt.
Solange meine Kinder fit wirken, mache ich nichts. Aber ich achte trotzdem auf die Lebensmittel. Sie isst ja eher wie ein Vögelchen und sehr ausgewählt.
Viele Grüße von Teazer (Stillmodteam)
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- Papillon
- ist nicht mehr wegzudenken
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- Registriert: 21.03.2012, 16:56
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Re: vegane ernährung
Meine Gedanken zu dem Thema:
Zitat meiner Mutter: "Wenn (kleine) Kinder wüssten, was Fleisch ist/ was sie da essen, würden sie es nicht mehr anrührern" oder so ähnlich. Sprich, wenn man Kindern erklären würde, was Fleisch wirklich ist und wie es zubereitet wird (auch die Schlachtung etc.), dann könnten viele kein Fleisch mehr essen.
Wenn man die ersten Jahre seines Lebens kein Fleisch gegessen hat, ist die Hemmschwelle, doch Fleisch zu konsumieren, viel größer. Es gibt etliche, die nie in ihrem Leben Fleisch gegessen haben und es sich auch überhaupt nicht vorstellen könnten, diese Leiche in den Mund zu stecken.
Wenn es etwas gibt, das SEHR GUT ist, dass meinem Kind gut tut... warum sollte ich es meinem Kind vorenthalten? Wenn ich der Überzeugung bin, dass die vegane Ernährung die Beste ist, warum sollte ich meinem Kind dann Fleisch geben, nur "damit es selbst entscheiden kann/ ich ihm nichts aufoktroyiere"? Ein Kind kann früh genug selbst entscheiden. Bis dahin sollte ich ihm das möglichst Beste geben (sofern möglich) und es zu der Verantwortung hin erziehen, später einmal gut selbst entscheiden zu können.
Ich gebe meinem Kind auch keine Zigarette in den Mund und sag: Später kannst du dann mal selbst entscheiden, ob du rauchst oder nicht. Zugegeben, das ist ein krasser Vergleich, Fleisch und Rauchen, und vielleicht schreien einige auf. Aber ich denke, es verdeutlicht das Prinzip gut.
So, jetzt les ich aber erst mal die letzten Beiträge, hab noch nicht alles gelesen, vielleicht fällt mir ja noch was ein
Ach ja, noch was: in der Praxis sieht das natürlich noch bisschen anders aus. Klar, wenn der Papa Fleisch isst, dann greift dann Kind auch gerne mal zu.
Ich kann mich erinnern... wir haben zu Hause bis ich ca. 8 war selten Fleisch gegessen (also "normal"), danach waren wir vegan. Wir haben aber nie Schweinefleisch gegessen (aus religiöser Überzeugung - ich bin Christin). Bei einem Kindergeburstag hab ich dann aber doch mal zugegriffen, obwohl ich irgendwie wusste, dass da Schweinefleisch drin ist. Damals war ich so 7 oder 8 Jahre alt. Tja, das passiert, ich hatte auch ein schlechtes Gewissen
Aber irgendwie gehört es auch dazu, zum Erwachsen werden. Es ist aber dennoch ein Unterschied, ob ich das Schnitzel bei mir auf dem Tisch stehen hab, regelmäßig... und dann darf ich nicht zugreifen...
Lieben Gruß
Zitat meiner Mutter: "Wenn (kleine) Kinder wüssten, was Fleisch ist/ was sie da essen, würden sie es nicht mehr anrührern" oder so ähnlich. Sprich, wenn man Kindern erklären würde, was Fleisch wirklich ist und wie es zubereitet wird (auch die Schlachtung etc.), dann könnten viele kein Fleisch mehr essen.
Wenn man die ersten Jahre seines Lebens kein Fleisch gegessen hat, ist die Hemmschwelle, doch Fleisch zu konsumieren, viel größer. Es gibt etliche, die nie in ihrem Leben Fleisch gegessen haben und es sich auch überhaupt nicht vorstellen könnten, diese Leiche in den Mund zu stecken.
Wenn es etwas gibt, das SEHR GUT ist, dass meinem Kind gut tut... warum sollte ich es meinem Kind vorenthalten? Wenn ich der Überzeugung bin, dass die vegane Ernährung die Beste ist, warum sollte ich meinem Kind dann Fleisch geben, nur "damit es selbst entscheiden kann/ ich ihm nichts aufoktroyiere"? Ein Kind kann früh genug selbst entscheiden. Bis dahin sollte ich ihm das möglichst Beste geben (sofern möglich) und es zu der Verantwortung hin erziehen, später einmal gut selbst entscheiden zu können.
Ich gebe meinem Kind auch keine Zigarette in den Mund und sag: Später kannst du dann mal selbst entscheiden, ob du rauchst oder nicht. Zugegeben, das ist ein krasser Vergleich, Fleisch und Rauchen, und vielleicht schreien einige auf. Aber ich denke, es verdeutlicht das Prinzip gut.
So, jetzt les ich aber erst mal die letzten Beiträge, hab noch nicht alles gelesen, vielleicht fällt mir ja noch was ein
Ach ja, noch was: in der Praxis sieht das natürlich noch bisschen anders aus. Klar, wenn der Papa Fleisch isst, dann greift dann Kind auch gerne mal zu.
Ich kann mich erinnern... wir haben zu Hause bis ich ca. 8 war selten Fleisch gegessen (also "normal"), danach waren wir vegan. Wir haben aber nie Schweinefleisch gegessen (aus religiöser Überzeugung - ich bin Christin). Bei einem Kindergeburstag hab ich dann aber doch mal zugegriffen, obwohl ich irgendwie wusste, dass da Schweinefleisch drin ist. Damals war ich so 7 oder 8 Jahre alt. Tja, das passiert, ich hatte auch ein schlechtes Gewissen
Lieben Gruß
01/14 - 11/16 - 03/20
Efeu und ein zärtlich Gemüt,
heftet sich an und grünt und blüht,
kann es weder Stamm noch Mauer finden,
es muß verdorren, es muß verschwinden. (Goethe)
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- Papillon
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Re: vegane ernährung
Das ist aber schön!himbär hat geschrieben:und siehe da ich bin noch am tippen dieser zeilen und endlich war er zu einem ruhigen gespräch bereit.
Mein Freund isst ja auch alles. Wobei er nicht viel Fleisch isst. Wir kennen uns jetzt seit 5 Jahren und ich muss sagen, er rutscht immer mehr auf meine Seite
Den Gedanken hatte ich auch schon. Interessant ist ja, dass es auch hier Leute gibt (nicht nur in den Entwicklungsländern), die mangelernährt sind, weil sie nur Weißmehl-Produkte essen. Da fehlen dann die Mineralstoffe und (B-)Vitamine (und Ballaststoffe). Ein häufiges Symptom sind Kopfschmerzen. Wenn man dann ca. 4 Wochen auf Vollkorn umsteigt, verschwinden die Kopfschmerzen.Teazer hat geschrieben:ich habe oft den Eindruck, dass Veggies sich vergleichsweise häufiger mit gesunder Ernährung beschäftigen als Omnivore. Diese gehen einfach davon aus, dass sie das Thema Mangelernährung nicht betrifft, so lange sie nur genügend Fleisch und Käse essen.![]()
Das hat jetzt nicht direkt was mit vegetarisch/vegan/omnivor zu tun, aber wenn man sich Gedanken über seine Ernährung macht (und das machen sicher die allermeisten, die sich für eine vegane Ernährung entscheiden), dann greift man sicherlich auch eher zu Vollkornprodukten.
01/14 - 11/16 - 03/20
Efeu und ein zärtlich Gemüt,
heftet sich an und grünt und blüht,
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Re: vegane ernährung
so denke ich auch, ich unterschreib hier mal bei dir!Papillon hat geschrieben:Meine Gedanken zu dem Thema:
Zitat meiner Mutter: "Wenn (kleine) Kinder wüssten, was Fleisch ist/ was sie da essen, würden sie es nicht mehr anrührern" oder so ähnlich. Sprich, wenn man Kindern erklären würde, was Fleisch wirklich ist und wie es zubereitet wird (auch die Schlachtung etc.), dann könnten viele kein Fleisch mehr essen.
Wenn man die ersten Jahre seines Lebens kein Fleisch gegessen hat, ist die Hemmschwelle, doch Fleisch zu konsumieren, viel größer. Es gibt etliche, die nie in ihrem Leben Fleisch gegessen haben und es sich auch überhaupt nicht vorstellen könnten, diese Leiche in den Mund zu stecken.
Wenn es etwas gibt, das SEHR GUT ist, dass meinem Kind gut tut... warum sollte ich es meinem Kind vorenthalten? Wenn ich der Überzeugung bin, dass die vegane Ernährung die Beste ist, warum sollte ich meinem Kind dann Fleisch geben, nur "damit es selbst entscheiden kann/ ich ihm nichts aufoktroyiere"? Ein Kind kann früh genug selbst entscheiden. Bis dahin sollte ich ihm das möglichst Beste geben (sofern möglich) und es zu der Verantwortung hin erziehen, später einmal gut selbst entscheiden zu können.
Ich gebe meinem Kind auch keine Zigarette in den Mund und sag: Später kannst du dann mal selbst entscheiden, ob du rauchst oder nicht. Zugegeben, das ist ein krasser Vergleich, Fleisch und Rauchen, und vielleicht schreien einige auf. Aber ich denke, es verdeutlicht das Prinzip gut.
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Re: vegane ernährung
Ich sehe es genauso wie Papillon. Solange ein Kind noch nicht in der Lage ist, selbst zu entscheiden und ich als Erwachsener die Auswahl treffe, würde ich es auch nur vegan ernähren. Warum sollte ich es von Dingen probieren lassen, die ich selbst aus guten Gründen ablehne, nur weil es andere essen?
Und auch einem Kleinkind kann man erklären, dass man nicht möchte, dass es bei allem zugreift, was sich andere in den Mund stecken.
Nur weil es bei Erwachsenen z. B. gang und gäbe ist, Alkohol zu trinken oder alkoholische Pralinen zu essen, würde ich sowas trotzdem meinem Kind nicht anbieten, damit es eben alles kennenlernen kann.
Genauso ist es bei Allergien und Unverträglichkeiten, bei denen man dem Kind erklären muss, was es essen darf und was nicht. Verträgt es z. B. keine Kuhmilch, dann lernt es damit umzugehen und Alternativprodukte zu essen, auch wenn die komplette Kindergartengruppe ihre Milchshakes schlürft. Ich glaube nicht, dass es allein dadurch gleich zum Außenseiter werde würde. Warum sollte man also die vegane Ernährung nicht solange wie möglich an seine Kinder weitergeben, bis sie die Gründe verstehen, die dahinterstecken und wirklich eine eigene Entscheidung fällen können. Vielleicht macht es sie dann sogar stolz, dass sie in ihrem Leben noch nie Fleisch gegessen und damit kein Tier auf dem Gewissen haben.
Und auch einem Kleinkind kann man erklären, dass man nicht möchte, dass es bei allem zugreift, was sich andere in den Mund stecken.
Nur weil es bei Erwachsenen z. B. gang und gäbe ist, Alkohol zu trinken oder alkoholische Pralinen zu essen, würde ich sowas trotzdem meinem Kind nicht anbieten, damit es eben alles kennenlernen kann.
Genauso ist es bei Allergien und Unverträglichkeiten, bei denen man dem Kind erklären muss, was es essen darf und was nicht. Verträgt es z. B. keine Kuhmilch, dann lernt es damit umzugehen und Alternativprodukte zu essen, auch wenn die komplette Kindergartengruppe ihre Milchshakes schlürft. Ich glaube nicht, dass es allein dadurch gleich zum Außenseiter werde würde. Warum sollte man also die vegane Ernährung nicht solange wie möglich an seine Kinder weitergeben, bis sie die Gründe verstehen, die dahinterstecken und wirklich eine eigene Entscheidung fällen können. Vielleicht macht es sie dann sogar stolz, dass sie in ihrem Leben noch nie Fleisch gegessen und damit kein Tier auf dem Gewissen haben.
Unser Überraschungspaket ist nach 5 Jahren endlich da!
Unser Junge - geboren August 2017 - unendlich geliebt!
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