Den Kleinen still ich ja eh noch häufig, rein ernährungstechnisch braucht er ja auch noch viel Milch. Aber mit dem Grossen wirds mir einfach zu viel. Ich habe lange versucht, meine Stimmung zu kippen. Aber wenn er an die Brust will, bin ich meist genervt und ungeduldig, oft werd ich auch wütend, wenn er sich beim Trinken nur etwas "falsch" bewegt, Hände am falschen Ort hat... Zudem lässt er die Brust nie alleine los und nuckelt einfach leer weiter. Immerhin haben wir einen Weg gefunden, wie er mit ertragbarem Geschimpfe loslässt. Aber oft fahr ich ihn an und bin wohl richtig aggressiv im Tonfall. Natürlich tuts mir dann auch leid und ich sage ihm, dass nicht er schuld ist, dass es mir unangenehm ist. Ich möchte ihn nicht abstillen, ihm ist das noch sooo wichtig und mir irgendwie schon auch. Er ist sowieso ein sehr sehr anhängliches Kind und ist noch sehr auf mich fixiert.
Meine Lösung ist nun, dass ich auf einmal reduzieren möchte. Das will ich schon lange, habs aber immer rausgeschoben, da es sehr schwierig werden wird. Wollte auf den richtigen Zeitpunkt warten. In den nächsten Wochen hab ich also mein Tageskind nicht, der Frühling steht vor der Tür, zudem ist mein Mann zu Hause, da sein Geschäft und somit seine Stelle hopps.... Also, der Zeitpunkt ist perfekt.
Ich hab also mit meinem Grossen abgemacht, dass er nur noch morgens stillt. Am Mittag und Abend darf er ein Sticker aufkleben. Am Morgen nach dem Stillen kleb ich ein Stillbild auf (-> hab aus dem Bild
Mittags und Abends kann ihn mein Mann besser ablenken, als am Morgen im Halbschlaf. Zudem hat er am Morgen wohl wirklich Durst (kriegt und will keine Milchflasche). Deshalb behalten wir den Morgen bei. Evtl ändern wir dann das, wenns nicht stimmt.
Natürlich wärs mir lieber, er würde selber reduzieren, aber das fällt ihm nicht im Traum ein. Dieses Stickerbelohnungssystem wär ich gern umgangen, aber seh keine andere Lösung. Ich hoffe halt einfach, dass er durch diese Motivation etwas weniger traurig sein wird!
Immer wieder lese ich Berichte hier von viel älteren Kindern, die öfters stillen, aber ich schaff das psychisch einfach nicht. (Physisch ist das Tandemstillen kein Problem). Ich hab mir auch überlegt, schrittweise zuerst auf 2x zu reduzieren, aber dann haben wir den Stress ja auch 2x.
Anfangs Jahr hab ich mal den Versuch gestartet, ihn wieder nach Bedarf stillen zu lassen, damit evtl sein Bedürfnis dann etwas gestillt würde. Ich musste nach ein paar Tagen abbrechen. Ich konnte nicht mehr aufstehen, da er nonstopp an der Brust war. Haushalt oder sonst was war unmöglich, raus konnten wir kaum mehr.
Ich hab ihm (schon öfters) erklärt, dass er für mich sehr streng ist und auch, dass nicht mehr so viel Milch da ist und Ron noch viel braucht, weil er noch fast keine Zähne hat. Das versteht er soweit schon und findets auch wichtig, dass Ron noch viel kriegt. Ich möchte da keine Eifersucht schüren, trotzdem kann ich den Kleinen ja nicht ganz rauslassen. Kann ja nicht sagen, Milch ist alle für dich, aber für Ron hats. Deshalb hab ich ihm das mit den Zähnen so erklärt.
Mir tuts gut, das nun hier aufzuschreiben. Somit ist mein Entschluss "rechtskräftig"
Vielleicht habt ihr mir noch Tipps, Anregungen, Kritik oder einfach etwas Unterstützung und Zuspruch? Vielen Dank!







