Bin traurig, es geht dem Ende zu...

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

Moderatoren: Anjamaria01, klecksauge, SchneFiMa, Mondenkind

Antworten
Eva-M.
ist gern hier dabei
Beiträge: 79
Registriert: 19.02.2007, 20:32
Wohnort: Langenzenn

Bin traurig, es geht dem Ende zu...

Beitrag von Eva-M. »

Hallöchen

Einge von Euch kennen mich und mein Stillproblem ja: mangelnde Milchbildung wegen zuwenig Brustdrüsengewebe.

Ich habe Arvid bis vor 2,3 Wochen mit dem BES zugefüttert und dazwischen gepumpt (war also ein 2-Std-Rythmus). Naja, was heißt zugefüttert - eher fast vollernährt. Dann hatte ich irgendwie einen, ich nenn es mal Zusammenbruch. Nachts war mir speiübel, allein der Gedanke ihn zu stillen löste in mir Übelkeit aus. IN der Nacht hat dann mein Mann ihn gefüttert, ich habe gepumpt und die Nacht vor der Toilette verbracht (hab aber nicht gebrochen). Jedenfalls merkte ich, dass ich nicht mehr so weitermachen konnte. Hab dann mit meiner Hebi telefoniert, und sie sagte, ich soll mir keinen Stress machen und die Flasche geben, wenn er Stress an der Brust macht oder es mir nicht gut geht. Seitdem lief es eigentlich super - auch die Milch einigermaßen. Ich habe am Tag neben dem, was Arvid durch das Stillen mit BES bekommen hat, ca. 150 - 170 ml abgepumpt.

Nun ist Folgendes passiert:

Am WE sind wir das erste Mal zu viert weg gefahren - wir haben meinen Schwager mit Familie besucht. Hab das BES, Pumpe und alles mitgenommen. Ich habe am Freitag nochmal Globulis für die MIlchbildung genommen, weil ich Angst hatte, dass durch den Stress/Umstellung/andere Umgebung, die MIlch wegbleibt. In der Nacht von Freitag auf Samstag fing dann dierechte Brust an zu schmerzen, am Samstag tat sie extrem weh. Dazu kam Schüttelfrost, Gliederschmerzen und steigende Temperatur. Beim Pumpen kam auch kaum was, die Brust wollte mein Sohn nicht - wir hatten schon die letzten Tage viel Schwierigkeiten mit dem Stillen gehabt. Hab dann mit meiner Hebi gesprochen. Ich sollte alle 2 Stunden pumpen, versuchen Arvid anzulegen, vor dem Pumpen mit warem Umschlägen die Brust wärmen und hinterher sanft kühlen. Und ab 39°C Belladonna nehmen. Hab ich alles gemacht, die Nacht war furchtbar. Beim Pumpen kam aus der rechten Seite kaum noch MIlch. Obwohl diese Seite immer doppelt so viel MIlch gab als die linke Brust. Ich muss dazu sagen, dass ich vorher selten mehr als 30ml beim 2-Stündigen Pumpen hatte - einmal hatte ich es auf 50ml geschafft - da hab ich aber mal 5 Stunden nicht gepumpt oder den Kleinen angelegt. Im Laufe des gestrigen Tages ging die Temperatur dann runter, Abends war ich dann auf dem Rückweg bei der Hebamme. Sie sagte, dass es kein MIlchstau ist, es würde eher nach einem MIlcheinschuss aussehen, und dass ich erstmal alle 3 Stunden Pumpen sollte. Arvid versuche ich immer noch zuerst anzulegen, bevor er die Flasche bekommt...

Jedenfalls ist die rechte Brust immer noch recht schmerzhaft, jedoch schon etwas weicher. Leider ist die MIlch nicht wieder mehr geworden, so dass ich nun davon ausgehe, dass meine Stillgeschichte dem Ende zugeht. Ich wollte ja eh bald mit dem ganzen aufhören, aber ich wollte entscheiden, wann es soweit ist...

Arvid hat nun 10 Wochen jeden Tag seine kleine Portion Mumi bekommen, ich habe alles durch: zufüttern mit BES,Auffangen der Milch mit milchauffangschalen, Globulis, 2-Stündiges Pumpen, Akkupunktur, "Milchstrich" (Cranio Sakral), alkoholfreies Hefeweizen, Malzbier, Melasse, Schlehensaft, Globulis, sogar Paspertin (hab ich aber nicht vertragen). Dazu kam, dass Arvid direkt nach der Geburt eine Neugeboreneninfektion bekam und wir in die Kinderklinik mussten nachdem wir aus der Frauenklinik entlassen wurden, er wieder (nachdem wir eine Woche zu Hause waren) in die Kinderklinik musste weil er Blut in der Windel hatte, er eine MIlcheiweißallergie hat und ich mich aufgrund dessen auch komplett milcheiweißfrei ernähren muss. Außerdem hab ich ja schon eine Tochter, die auf mich oft verzichten muss und zwischendurch arg krank war, dazu lag mein Mann zwischenzeitlich wieder im Krankenhaus (er war ein paar Wochen vor der Geburt schonmal 3 Wochen im Krankenhaus). Trotz allem hab ich nicht aufgegeben und die lächerlichen 20 - 30 ml Mumi über den Tag gesammelt.

ich bin hin und hergerissen. Einerseits hat das Abstillen Vorteile: ich habe mehr Zeit für meine große Tochter, kann Nachts länger schlafen, auch mal meinem Mann den Kleinen geben (hab ich in der letzten Zeit öfter gemacht, weil er trotz BES nicht an die Brust wollte und ich dann während mein Mann ihn gefütter hat, abgepumpt hab) und bin insgesamt freier, weil ich nicht alle 2 Stunden pumpen muss... Hab zwar eine Handpumpe, aber da kommt bei mir gar nichts raus - hab es öfter probiert. Obwohl ich kaum Milch hab, tut mir nach 2 Stunden die Brust weh.

Naja, aber dass es nun sooo plötzlich geht, hätte ich nicht gedacht. Ich denke, dass ich wegen 20 ml jetzt nicht mit dem ganzen Kram wieder anfangen werde. Wenn ich wenigstens die Hälfte der von Arvid benötigten Trinkmenge abgepumpt hätte, dann wäre es wieder was anderes. Aber wegen so einer geringen Menge mich derart stressen!? Einerseits denke ich, dass es immerhin ein bisschen ist - besser als nichts. Aber andererseits bin ich ganz schön gestresst und hetz mich echt ab und denke oft, dass ich die Zeit mit Arvid eher und besser genießen könnte.

Ich fühl mich wieder als Versagerin, obwohl alle sagen, dass das was ich geleistet habe echt toll und bewundernswert ist. Meine Hebis (die richtige Hebi und die Vertretungs-Hebi) meinten, dass sie keine Frau kennen, die das so durchgezogen hat wie ich. Die Vertretungs-Hebi hat selber ein Kind von 9 Monaten und sie meinte, dass sie das nie sooo lange durchgehalten hätte wie ich, wenn es bei ihr mit dem Stillen nicht geklappt hätte. Und meine eigentlich Hebi sagte vorhin am Telefon noch, dass ich mehr geleistet habe, als manche Frau, die über ein Jahr stillt, und dass ich stolz auf mich sein kann. Mein Mann ist auch superstolz auf mich. Warum bin ich es dann nicht???

Ich habe auch schon Angst vor dem Rückbildungs- und Pekip-Kurs. HInterher bin ich wieder die Einzige, die die Flasche geben muss und dann blöde Fragen kommen, bzw. ich mich schlecht fühle weil alle anderen Stillen können. Nicht falsch verstehen: ich gönne es jeder Mutter!!! Aber in mir löst das halt eine Traurigkeit aus. Obwohl mein Verstand sagt, dass ich alles gegeben habe was nur ging, fühl ich mich als Mutter 2. Klasse...

Entschuldigt bitte mein Jammerposting, ich muss mir das mal von der Seele schreiben, mein Mann ist schon ganz genervt und meine Hebi kommt erst morgen - der werd ich das auch bestimmt nochmal erzählen...
Liebe Grüße
Eva mit Frederike und Arvid und Sven ganz fest im Herzen

Bild Bild

Verzweifle nicht, wenn du deinen Kindern nicht das Beste von allem bieten kannst. Gib ihnen einfach das Beste von dir selbst.

"Manchmal denkt man es ist stark festzuhalten.Doch es ist das Loslassen, das wahre Stärke zeigt!"
rosenholz
Profi-SuTler
Beiträge: 3307
Registriert: 05.02.2009, 13:46

Re: Bin traurig, es geht dem Ende zu...

Beitrag von rosenholz »

Hallo Eva- M.
erstmal sei ganz lieb gedrückt!!!!
Mensch, da hast Du ja einiges hinterDir. Und Respekt, daß Du bis dahin durchgehalten hast.!!!
Ich kann DIch verstehen, daß Du nicht sicher weißt, ob Du entgültig aufhören sollst, oder nicht.
Du hast aber soviel geleistet, hast alles versucht, und wenn es nicht klappt und Dich total fertig macht,
hat es keinen Wert, denn Du mußt auch mal zur Ruhe kommen. Ich denke, da ist Stress ein großer Faktor!!!
Ich habe auch schon Angst vor dem Rückbildungs- und Pekip-Kurs. HInterher bin ich wieder die Einzige, die die Flasche geben muss und dann blöde Fragen kommen, bzw. ich mich schlecht fühle weil alle anderen Stillen können. Nicht falsch verstehen: ich gönne es jeder Mutter!!! Aber in mir löst das halt eine Traurigkeit aus. Obwohl mein Verstand sagt, dass ich alles gegeben habe was nur ging, fühl ich mich als Mutter 2. Klasse...
Da mußt Du aber drüber stehen!!! Nur Mut dazu!!! Du hast alles gegeben, mehr ist nicht mehr möglich.

Ich wünsche Dir, daß Du für Dich die richtige Entscheidung triffst, und Du dann auch mal wieder zur Ruhe kommst.
Wie alt ist denn dein Kind?

LG Mäuselein
jusl
Jusl Almighty
Beiträge: 16020
Registriert: 19.03.2007, 10:54
Wohnort: nördlich des Weißwurstäquators

Re: Bin traurig, es geht dem Ende zu...

Beitrag von jusl »

Liebe Eva-M.,

ich lese aus Deinen Zeilen: Du trauerst. Du trauerst um die problemlose Stillzeit, die Ihr nicht hattet, um ein selbstbestimmtes harmonisches Ende, um die Sicherheit, der Natur einfach ihren Lauf lassen zu können. Du magst nicht von anderen Müttern als "nichtstillende" wahrgenommen werden; vielleicht magst Du auch nicht mit anderen Müttern in einen Topf geworfen werden, die "aus Spaß" eben nicht stillen, einfach weil sie nicht wollen.

Mich erinnert Dein Bericht an eine Bekannte, die als jugendliche ein Bein verloren hat: sie hat getrauert um die unbeschwerte Jugend, um das in die Disko gehen Können wie alle anderen; dass sie nicht spontan irgendwo mit hingehen/rennen/klettern konnte; sie wollte nicht als Behinderte wahrgenommen werden (v.a. nicht von den Jungs ;-)), mochte nicht immer erklären, wieso sie so humpelig läuft... kurz: sie wollte so sein wie alle anderen, war es aber nun mal nicht.
Irgendwann hat sich die Trauer aber ausgeschlichen: sie hat es geschafft, ihr Schicksal sinnvoll und angemessen in ihr Leben zu integrieren. Sie hat die zweifellos vorhandenen Einschränkungen so gut es ging aufgefangen (mit entsprechenden "Ersatzmaßnahmen" wie Protese usw), und all dies ist ein Teil von ihr geworden, woran sie gewachsen ist.

Bitte, gib auch Dir Zeit zur Trauer! Das dauert, sich damit abzufinden: dass es nicht so läuft, wie man es sich gewünscht hat. Nimm Dir alle Zeit, die Du brauchst. Rede (oder schreibe oder male...) darüber, akzeptiere Deine Gefühle und teile sie mit Menschen, die Dich verstehen. ABER: bleib nicht dabei stehen! Mache Dir bewusst, dass es DURCHAUS GELINGT, die Nachteile des Nichtstillens AUFZUFANGEN (zu diesem Thema gibt es ein sehr gutes Infoblatt von LLL - kennst Du das?).
Du hast schon soviel Durchhaltevermögen, Vernunft und Sensibilität bewiesen - ich bin absolut sicher, dass Dir das gelingen wird.

LG und alles Gute,
Julia
Leila
Dipl.-SuT
Beiträge: 5284
Registriert: 21.05.2008, 20:17
Wohnort: In der schönsten Stadt der Welt - Rostock

Re: Bin traurig, es geht dem Ende zu...

Beitrag von Leila »

Liebe Eva,

fühl dich erst mal gedrückt. Ich kann deine Situation so gut verstehen. Mir ging es auch so, ich wollte unbedingt stillen, und war auch ao weiß, daß ich meine Tochter fast ohne zufüttern satt bekommen habe. Tja, und dann kam der 5.2.2008. Ich wurde mit einer lebensbedrohlichen Infektion (Bauchhöle, es waren Keime beim KS hinengekommen, und ich habe es 10 Tage nicht bemerkt) ins KH eingeliefert, Not-Op, 2 Tage Intensiv-Station, und 4 Wochen Intravenös Antibiotika und starke Schmerzmittel (Morphin, was langsam ausgeschlichen wurde. Leila war zu der Zeit gerade 10 Tage alt. Ich durfte nicht stillen, und hätte auch keine Kraft gehabt, dies zu tun. Nach den 4 Wochen (davon 2 im KH) habe ich noch mal versucht, zu relaktieren, aber ich war einfach zu schwach und Leila hatte sich an die Flasche gewöhnt. Es hat halt nicht sein sollen.

Ich traure heute noch ein bißchen der Stillbeziehung, die leider viel zu kurz war, hinterher. Bin neidisch und traurig, wenn ich andere Mütter sehe, die einfach so stillen (unsere Nachbarin hat vor ner Woche entbunden und alles läuft prima), und bin sauer, wenn ich sehe und höre, wenn junge Frauen nicht stillen wollen, weil es "unbequem" ist. Aber: Ich lebe, bin wieder soweit gesund und komme mit dem Flasche geben eigentlich ganz gut zurecht. ICh handhabe die Flasche wie stillen. Bei bedarf, soviel sie will. Sie bekommt die 1er von Holle, da es leider keine Pre von denen gibt, und ich Hipp, Alete und Co nicht unterstützen möchte. Das ist für uns der beste Kompromiss. Leila ist jetzt gut 14 Monate alt, wird immernoch hauptsächlich von milch ernährt. Halt alles wie beim Stillen, nur eben aus der Flasche. Vielleicht ist das ja auch für dich ein Kompromiss?

ICh bin in Gedanken ei dir, denn ich weiß, wie weh es tut, wenn man sich eingestehen muß, daß die eigentlich natürlichste Sache der Welt, sein kind selber zu ernähren, so nicht funktioniert. Aber es ist nicht deine Schuld, kein Versagen. Es soll halt einfach nicht sein, und es wird seinen Sinn haben, daß es so ist.

Viele liebe Grüße

Anja
Teenie-Töchter 01/2008 und 06/2010

"Alles im Leben hat seine Zeit,
jedes Ding hat seine Stunde unter dem Himmel.
Für das Geboren werden gibt es eine Zeit
und eine Zeit für das Sterben." Kohelet

"God, grant me the serenity to accept the things I cannot change,
courage to change the things I can,
and wisdom to know the difference." Reinhold Niebuhr
Eva-M.
ist gern hier dabei
Beiträge: 79
Registriert: 19.02.2007, 20:32
Wohnort: Langenzenn

Re: Bin traurig, es geht dem Ende zu...

Beitrag von Eva-M. »

Danke für eure lieben Antworten *knuddel*

Ja, ich trauer wirklich und bin richtig doll traurig - und weiß gar nicht so genau warum. Ich wollte doch abstillen, ich wollte es doch stressfreier haben und wieder freier sein - wie man es mit vollstillen und ja - auch mit Flasche ist (so war ich nicht wirklich flexibel: alle zwei Stunden pumpen bzw. Kind stillen - unterwegs pumpen war nicht möglich weil es mit der Handpumpe die ich habe nicht klappt).

Ich meine, selbst beim Pumpen war es nur wenig Milch. Aber immerhin waren es am Tag so 150 bis 170 ml. Und gestern waren es schon knapp 30,40 ml weniger. Beim Pumpen seh ich deutlich, dass es aus der rechten Brust wesentlich weniger geworden ist. Naja, ich wollte ja eh abstillen, aber dass ich so hin und her gerissen sein werde, das hätte ich nicht gedacht. Ich weiß, dass ich alles getan habe, dennoch habe ich ein schlechtes Gewissen, dass ich nun aufhöre. Aber das Stillen mit dem BES ist sehr stressig geworden - für Arvid und für mich. Früher war es ja schön, aber irgendwann war es echt teilweise ein Kampf. Dann hab ich ja beschlossen, es lockerer zu nehmen und dann lief es auch richtig gut. Aber das Abstillen hat irgendwie so was endgültiges.

Bei meiner Tochter hat das Stillen ja auch nicht geklappt, da hab ich bloß schon im Krankenhaus Abstilltabletten bekommen. Da nahm ich mir vor: beim nächsten Mal wirst du kämpfen, was ich diesmal ja auch getan habe. Ich bin ja auch froh, dass alles gemacht zu haben. Vielleicht bin ich jetzt bloß am Ende meiner Kraft angelangt. Dazu kam ja immer noch die Erkrankungen meines Mannes - er hat Colitis Ulcerosa und lag im Dezember - da war ich ja im 9./10. Monat für 3 Wochen im Krankenhaus, und vor kurzem lag er mit einem schlimmen Hautausschlag (auch eine Autoimmunerkrankung) für eine Woche im Krankenhaus. Dazwischen hatte meine Tochter und er die Grippe, außerdem war ich mit Arvid ja noch 10 Tage im Krankenhaus, wo seine Milcheiweißallergie festgestellt wurde.

Ich weiß gar nicht, warum ich derzeit nicht glücklich bin: meinem Mann geht es besser, seine Haut heilt gut ab, meine Tochter ist wieder fit (hatte zwischendurch auch noch eine Mandel- und MIttelohrentzündung), Arvid lächelt mich immer an - da geht mir das Herz auf... Vielleicht bin ich auch böse auf meinen Körper, bzw. auf meine Brust - sie ist weder schön noch funktioniert sie so wie so sollte. Sie ist sehr asymetrisch, ich überlege, ob ich sie mir nicht nächstes Jahr korrigieren lasse... Nach dem Stillen jetzt ist sie - trotz mangelnder Milch - noch unansehnlicher geworden... Es hört sich wahrscheinlich blöd an, aber das könnte ich ihr noch "verzeihen", wenn sie wenigstens ihren Dienst erfüllt hätte... :oops:

Nachher kommt meine Hebamme und schaut sich die Brust mal an -sie tut immer noch ziemlich weh - vorher war es direkt hinter der Brustwarze hart und fest, aber nun "wandert" das nach oben... Ich wollte ja langsam abstillen, aber nun überlege ich echt, ob ichs nicht beschleunigen sollte - mit Salbei-Tee und (sofern die Brust nicht mehr schmerzt) mit einem eng sitzendem BH. Bei meiner Freundin, die wenigstens noch beim Pumpen auf 80ml kam, war die Milch innerhalb von 3 Tagen komplett weg - bei 20 ml pro Pumpen müsste es doch genauso schnell gehen oder? Das Problem ist auch, dass wir über Ostern in die alte Heimat fahren und ich dann nicht mehr Pumpen müsste - heißt weniger Stress, mehr Platz im Auto (dann müsste ich die Pumpe ja nicht mehr mitnehmen), weniger Kosten (hab die Pumpe vom Arzt nur bis zum 10.04. verschrieben bekommen)... Aber wie ist das denn mit der Brust - hängt sie dann wohlmöglich schneller oder ist das bei der geringen Milchmenge egal???
LucieLu
hat viel zu erzählen
Beiträge: 215
Registriert: 28.03.2009, 21:47
Wohnort: Berlin-Prenzlauer Berg

Re: Bin traurig, es geht dem Ende zu...

Beitrag von LucieLu »

Liebe Eva-M.,

Du bist eine tolle und wunderbare Mutter und hast sehr viel geleistet und alles gegeben, was in der Macht stand!
Mach Dir bitte keinen Kopf über andere Mütter/Leute!
In meinem Rückbildungskurs ist eine Mutter, die hatte einfach keine Milch mehr. Ich finde das ganz o.k, wenn das Kind jetzt die Flasche bekommt. Was soll sie denn sonst machen? Ich hatte auch nicht das Gefühl, dass irgendjemand komisch darauf reagiert hat. Die Mutter hat das uns erklärt, warum sie jetzt füttert und dann war das auch i.O. :)

Lass Dich umarmen!

Andrea
LG
Andrea

Bild
Leila
Dipl.-SuT
Beiträge: 5284
Registriert: 21.05.2008, 20:17
Wohnort: In der schönsten Stadt der Welt - Rostock

Re: Bin traurig, es geht dem Ende zu...

Beitrag von Leila »

Also ich glaube nicht, daß das Hängen was mit der Milchmenge zu tun hat. So viel ich weiß, liegt das am Bindegewebe, je nach dem, wie kräftig es ist. Ich finde meine Brust auch alles andere als schön, aber ich werde nichts daran ändern, so bin ich nun mal. Stress tut weder dir noch deiner Familie gut. Und du hast wirklich sehr lange und ausdauernd gekämpft. Respekt. Hm, bei mir war das Abstillen einfach, ohne Tee oder engem BH, irgedwann war einfach keine Milch mehr da. Mußte auch nichts ausstreichen oder so... :oops: Kann dir da also nicht helfen.

Viele liebe Grüße


Anja
Teenie-Töchter 01/2008 und 06/2010

"Alles im Leben hat seine Zeit,
jedes Ding hat seine Stunde unter dem Himmel.
Für das Geboren werden gibt es eine Zeit
und eine Zeit für das Sterben." Kohelet

"God, grant me the serenity to accept the things I cannot change,
courage to change the things I can,
and wisdom to know the difference." Reinhold Niebuhr
Antworten

Zurück zu „Stillforum“