Ja, eigentlich ein sehr trauriges Thema, ich hatte mir das alles auch ganz anders vorgestellt. Eigentlich wollte ich eine beschwerdefreie Schwangeschaft, nur betreut von der Hebamme - evtl. eine Hausgeburt oder in's Geburtshaus und natürlich (!) wollte ich mind 6 Monate voll stillen...
Naja, musste dann aber doch alle 2 Wochen zum Arzt (Doppler), hatte sämtliche Beschwerden und Krankheiten,die man in der Schwangerschaft nur so bekommen kann und der kleine wurde 31+3 wegen HELLP dann per Kaiserschnitt geboren und ich sah ihn erst 1 Tag später, konnte ihn erst 4 Tage später auf dem Arm halten...
Dennoch klappte das mit der Milch wunderbar! Ich bin schon in der Schwangerschaft ausgelaufen, sobald ich irgendwas "süßes" sah (Hundewelpen oder Babybilder zB). Der Milcheinschuss kam schon am 2. Tag nach KS und ich hatte MASSENHAFT Milch. Ich hatte nach 10min pumpen 200ml
Naja...aber ich musste halt sehr viele Medikamente nehmen (Schilddrüse, Blutdrucksenker, Heparin, Magnesium und "Mestinon" - das enthält einen Botenstoff von den Nerven zu den Muskeln). Sie hatten nach dem KS eine Krankheit bei mir festgestellt (Myasthenia gravis falls ihr googlen wollt). Ich hatte schon ein schlechtes Gefühl zu stillen, weil im Beipackzettel stand man dürfte NICHT stillen damit, aber die Kinderärzte auf der Intensivstation haben sich wirklich für's stillen eingesetzt und mit Spezialisten gesprochen..."alles prima, sie dürfen dennoch stillen"
Joah und dann... bestand ich darauf, dass bei dem Kleinen ein Bluttest gemacht wird, wo nach den Antikörpern der Myasthenie geschaut wird (die werden zB über die Plazenta übertragen). Und siehe da - seine Antikörper waren SEHR hoch (normalwert 25 und er hatte über 420!). Dann ging es los. Der eine Arzt sagte es wird NICHT über die Muttermilch übertragen, der andere "war sich da nicht so sicher" - keiner wollte mir klip und klar sagen was ich tun sollte...
Ich hatte einfach kein gutes Gefühl mehr dabei und hab beschlossen abzustillen
Als Noah keine Muttermilch mehr bekam, ging es mit ihm schlagartig bergauf, er atmete besser und begann selbstständig zu trinken, sodass er schneller als geplant nach Hause konnte. Die Ärzte führten das im Nachhinein DOCH auf die Antikörper zurück und schrieben sogar im Entlassungsbericht sie hätten mir das abstillen empfohlen
So - das war's nun zur langen Vorgeschichte - sorry, dass es so lang geworden ist, nun zum eigentlichen Thema:
Seit DREI WOCHEN versuche ich abzustillen...zuerst mit Haufenweise Pfefferminz- und Salbeitee, sowie Kügelchen von der Hebamme...ICH hatte das Gefühl es wäre schon wesentlich besser, ich musste auch nach einer Woche nicht mehr abpumpen. Doch beim abtasten der Brust merkte meine Hebamme, dass doch noch Milch da ist und gab mir Abstilltabletten (irgendwas mit B - keine Ahnung wie die heißen). Da diese wohl ziemlich heftig sind (und es mir gesundheitlich eh nicht so sonderlich ging) , sollte ich nur alle 2 Tage eine halbe nehmen und weiterhin fleissig meinen Tee süffeln... Naja...ich kann Glück haben und ohne BH ein Shirt tragen ohne, dass was passiert aber wenn ich zB Noah füttere und keinen BH trage laufe ich aus ohne Ende
Was kann ich noch tun?! Ich möchte eigentlich vermeiden, diese Tabletten doch ganz und täglich zu nehmen, denn sie gehen ganz schön auf den Kreislauf...
Ich weiß, hier sind eher die Pro-Stiller (was ich ja eigentlich auch bin!) aber vielleicht kann mir die ein oder andere doch auch einen Tip geben?!
LG
asu

