Wie sieht der perfekte Stillstart aus? (lang)

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jusl
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Re: Wie sieht der perfekte Stillstart aus? (lang)

Beitrag von jusl »

Also ich würde mal behaupten, dass es wenn es wirklich nur um die ersten Stunden nach der Geburt geht, es bei "richtigen Stillberaterinnen" auch nicht anders zugeht als bei allen anderen Müttern :lol: - schließlich sind wir alle im Idealfall dann einfach randvoll gepumpt mit Hormonen und lernen gerade unser neues Baby kennen :D

Meine Stillstarts verliefen durchaus in Details unterschiedlich (irgendwie logo, waren ja auch unterschiedliche Kinder :lol: ), aber alle problemlos, was in entsprechend problemlose Stillzeiten mündete. Mein erstes Kind durfte zwar eine ganze Weile vollkommen ungestört auf meinem Bauch liegen, aber zum Stillen sind wir da irgendwie gar nicht gekommen vor lauter Staunen :lol: . Das erste Mal gestillt haben wir, NACH Waschen und Anziehen, etwa 1 Stunde nach der Geburt. Ich hab das alleine gemacht, ganz gemütlich unter einer dicken Decke. Zuhause (ambulante Geburt) lief es dann problemlos so weiter.
Mein zweites Kind habe ich zuhause geboren und ICH wollte gerne GANZ SCHNELL stillen :lol: aber mein Baby wollte nicht so recht... hab also auch so ein bisschen "in den Mund geschoben". Ich fand's wenig effektiv (das Zungenbändchen war arg kurz und machte in den ersten Tagen Problemchen), aber mein Kind nahm NULL ab und hatte bei der U2 schon mächtig zugelegt, offenbar bekam sie also doch einiges ab :lol:
Bei den Zwillingen ist es mir gelungen, die beiden auch ERST zu stillen und DANN erst messen/anziehen zu lassen usw, da war ich sehr stolz auf mich: mir war es suuuuperwichtig, dass das von Anfang an "richtig" läuft, da ich gar kein Risiko für irgendwelche Stillprobleme eingehen wollte, und deshalb sind wir auch gleich wieder ambulant abgehauen. "Hilfe" beim Anlegen oder so brauchte ich überhaupt nicht, da war ich schon Vollprofi - ich wollte ehrlichgesagt meine Babys GAR NICHT aus der Hand geben :lol: Die Taktik war offensichtlich genau richtig für uns :D

LG;
Julia
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Talgaro
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Re: Wie sieht der perfekte Stillstart aus? (lang)

Beitrag von Talgaro »

Bei uns war der Start im Geburtshaus unkompliziert: nach der Geburt zusammen ins Bettchen gekrochen, Baby zwischen den Eltern. Nach einer Weile schnappte sich der Kleine jeweils die Brust und saugt los, aber so heftig, dass ich jedesmal einen Schreck bekam. So einen Zug hatten sie später nicht mehr drauf. Später dann anziehen und Fahrt nach Hause, dort haben wir alle in Ruhe ausgeschlafen und ab dann wurde regelmäßig verlautbart, wann man gern was haben möchte. Ich mußte kein köpfchen randrücken und auch sonst nichts beachten. Die Hebammen haben sich das ein paar mal angesehen und für gut befunden. Wunde Brustwarzen hatte ich nur nach ein paar Tagen kurz, aber nicht schlimm nur etwas gereizt. Später hat mein Kleiner mal etwas ungünstig gesaugt (da war er schon ein paar Wochen alt), so dass ich zeitweise eine andere Stillhaltung angewandt habe, aber nach dem das vorbei war ging es ohne Probleme.
Liebe Grüße von Talgaro & ihren drei Räuberkindern (Juni 2002 - Juli 2006 - März 2010)
Ysabell
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Re: Wie sieht der perfekte Stillstart aus? (lang)

Beitrag von Ysabell »

Hallo

unser Stilltart war solala. Die Maus kam per KS, aber ich bin direkt aus dem OP wieder in den Kreißsaal geschoben worden und bekam mein nacktes Baby auf die Brust. Nach ein paar Minuten fing sie an zu suchen und wir haben die Hebamme reingerufen um zu helfen. Sie hat die kleine richtig in Positin gelegt, ließ mich mit der Brustwarze an der Lippe kitzeln nd Mademoiselle wußtegenau was zu tun war. Das ging also ziemlich gut und nichts mit randrücken oder so.
da die Maus spät abends geboren wurde haben wir es dann am nächsten Morgen nochmal versucht. Die Schwester auf der Station war aber eine Katastrophe. Hat die Maus im Nacken gepackt und an die Brust gedrückt. Sie meinte auch gleich sie dürfe und keinen Umständen an der Brust einschlafen oder nur nucken sondern müsse vom ersten Tag an beigebracht bekommen, dass an der Brust nur gegessen wird. Nächsten Tag wollte sie ihr dann sofort ein Teefläschchen in den Hals stecken, weil ich ja "immernoch" keinen Milcheinschuß hatte (nichtmal ganz 48 Stunden nach dem KS!). Das hab ich aber sehr entschieden abgelehnt und die gute Frau nie wieder gesehen.
Wirklich gelernt wie es geht, hab ich dann von einer Nachtschwester. Die hat Stunden an meinem Bett gesessen, gezeigt wie richtiges Anlegen geht, hat erklärt was es mit dem Clusterfeeding auf sich hat... Ab da hat das stillen dann richtig Spaß gemacht.

ich denke der perfekte Stillstart währe wirklich den Frauen genau zu zeigen und zu erklären wie das Anlegen funktioniert, worauf man achten muß um wund werden zu vermeiden, erklären was alles normal ist,... Denn iin meinem Bekanntenkreis hören die meisten Frauen auch wenn sie vorhatten zu stillen schnell wieder auf weil alles wund/ bluig/ entzündet ist oder sie glauben zu wenig MIlch zu haben, weil die kleinen gerade am Anfang Dauerstillen wollen

LG
Ysabell
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