Erster KiTa-Tag - Katastrophe...?

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Gluehsternchen
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Re: Erster KiTa-Tag - Katastrophe...?

Beitrag von Gluehsternchen »

Dann werd doch Tagesmutter ;)

Ne im Ernst, ich drück dir fest die Daumen!!!!
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Daria
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Re: Erster KiTa-Tag - Katastrophe...?

Beitrag von Daria »

So, nun halt ich Euch mal auf dem Laufenden:

Plan B? Gibt's nicht - Wir dachten einfach nie, dass eine KiTa SO sein könnte...
Und andere Betreuungsalternativen scheitern entweder daran, dass es keine Plätze gibt - so in einem Jahr wieder oder so. Oder - wenn sie denn freie Plätze haben, dann scheitert es an meinen Dienstzeiten. Mit Spätdienst geht da einfach gar nichts mehr. Danke Glüh* für Deine Tipps - leider aber nicht erfolgreich.

Tja, so habe ich mich also damit abgefunden, weiterhin zu Hause zu sein mit Theodor. Mir geht's eigentlich auch nicht um meine Arbeit oder Flexibilität oder sonstwas. Es geht mir darum, dass ich eigentlich möchte, dass mein Kind unter Kinder kommt und pädagogisch und menschlich wertvoll andere Umgebungen und andere Menschen kennenlernt.
Dass ich wieder arbeite, bringt mich in meiner Stellung nicht weiter. Geldlich ist es auch ein Witz, was bei einer 50%Stelle und Steuerklasse 5 rauskommt: Nämlich ungefähr so viel, dass ich Benzin kaufen kann, um zur Arbeit zu fahren und um die Kita zu bezahlen...naja, und einmal Einkaufen.
Es wäre einfach schön gewesen, wenn ich auch mal wieder was anderes nebenbei gemacht hätte und Theodor dafür anderweitig bereichert wird. Ich hab immer Angst, er kommt bei mir zu kurz mit Input und Spielen und Kümmern.
Aber ich will's auch nicht um jeden Preis. Bianca, ich kann das total nachvollziehen, ich hätte keine ruhige Minute wenn ich wüsste, das Theodor dort ist - ich glaub, ich hätte sogar Angst um ihn...

Das Gespräch mit der KiTa Leitung hat auf sich warten lassen - kein Termin, keine Zeit...blabla. Dann war es endlich soweit. Sie wollte aber eh nicht wirklich hören, warum wir nicht zufrieden sind. Aber persönlich nachgefragt, habe ich rausgehört, dass sie auch nicht glücklich ist mit der Situation in der Krippengruppe, aber scheinbar nichts dran ändern kann/will - weiss nicht, für mich eine Sache der Motivation und des Grundverständnisses meines Berufs, aber egal.
Rausgekommen sind wir schon aus dem Vertrag - halbwegs unbeschadet. Wir müssen den Eigenanteil für diesen Monat bezahlen (auch mal locker 265 Euro, dafür dass er zwei Tage mit uns dort war) - und dafür haben wir halt 4 Wochen Kündigungszeit statt 3 Monate.

So, dann die Regelung mit meinem Arbeitgeber. Meinen Vertrag kann ich ja nicht bis zuende erfüllen, weil dann Papa schon wieder arbeiten muss. Das ging ganz gut, dass ich eben vorher mehr arbeite, so dass ich den April auch noch volles Gehalt bekomme. Aber danach wird mir nahegelegt, zu kündigen. Denn einer neuen Elternzeit wird er nciht zustimmen - wer weiss wann ich dann wiederkäme und so lange könne er schliesslich meine Stelle auch nciht freihalten. Na, danke auch. Und auf 400 Euro Basis ein paar Tage im Monat - nee, das ist zu viel Aufwand und lohnt sich für ihn nicht. Na, nochmal danke.
Tja - so steh ich also da, das erste Mal in meinem Leben, dass mich einer einfach so "abserviert" sozusagen. Für mich echt eine neue Erfahrung. Bisher hab ich beruflich immer das bekommen, was ich wollte oder geplant hatte - Neuland :shock: Und vor allem so: Du wirst hier nicht gebraucht und bist eine Last. Doofes Gefühl.
Nichts desto Trotz mag ich ein paar Tage wenigstens was machen und so werde ich eben mal meine Fühler in anderer Richtung ausstrecken, vielleicht ergibt sich was.

Jetzt muss ich mal sehen, was ich so mit Theo anfangen kann. So unter neuen Voraussetzungen (eben dass er den Input nicht irgendwann eh in der KiTa bekommt) muss das Kind ja schliesslich anderweitig mit Synapsen-bildendem Material vollgestopft werden :lol:

Bleibt für mich nur die Frage, ob ich die Zustände, wie sie dort herrschen, so stillschweigend hinnehmen kann/will oder ob ich nicht irgendwie verpflichtet bin, jemandem davon zu erzählen. Ich mag da eigentlich nicht so wegschauen, aber andererseits halten bestimmt viele meine Sorgen auch für übertrieben. Kinder müssen schliesslich auch mal weinen und dass die zum Einschlafen schreien ist doch auch ganz normal, oder?
Was würdet Ihr denn machen, und wem soll ich sowas überhaupt erzählen?
*wieder stricken geh um mich abzuregen*
Viele Grüße von Daria mit Theo (02/08), Lotti (12/09) und Flora (07/12)
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Hauptstadtkind
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Re: Erster KiTa-Tag - Katastrophe...?

Beitrag von Hauptstadtkind »

Wir hatten auch so eine Erfahrung (wirklich ganz ähnlich) gemacht mit unserer 1. KiTa:

Nette Leiterin, beim Gucken alles super, Vertrag unterschrieben.

Dann:

- Kinder werden lange ignoriert, wenn sie weinen - Erzieherinnen unterhalten sich einfach weiter.

- Töpfchentraining ("ach, wir machen das nicht" ). :roll:

- Kleinstes Kind allein im Schlafzimmer weinen lassen, während die anderen Kinder im Bad gewickelt werden für den Mittagsschlaf.

- Bevorzugung der Lieblingskinder.

- Der Hammer schlechthin: Beim Mittagessen wird den Kindern der löffeln einfach in den Mund gezwungen, so dass es praktisch schon zu den Ohren rauskommt :shock: und dann die ewige Leier (ehrlich! alle paar Sekunden): Hände auf den Tisch. :shock:

Dachte, ich bin im falschen Film :shock: . DDR oder was??? Krass :shock: .

Hab dann erstmal eine Krankheit vorgeschoben und währenddessen fieberhaft eine andere Einrichtung gesucht.

Mit Leiterin gesprochen. Sie war weiterhin sehr nett. Auch die 3 Monate Kündigungsfrist. Haben dann die Monate noch bezahlt (irgendwas unter 75 Euro pro Monat) und mit der anderen Einrichtung das finanziell geregelt, dass es passte. :wink: Also ich versteh das vollkommen.

Aber krass, wenn du deshalb den Job verlierst :shock: ... Armes Deutschland...

Ich drück euch die Daumen, dass ihr trotzdem was findet. Guckt ihr auch in Kinderläden?

Au-Pair wäre für euch keine Alternative?
mit Großkind (7) und Kleinkind (3)

Es kommt nicht darauf an, wo jemand steht. Wichtiger ist, in welche Richtung er blickt. (Terry Pratchett)
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