Hallo,
ich geb auch mal wieder meinen Senf dazu

:
Und wenn jemand fragt: "Wie ist es denn im Wrangelkiez so?" - was ist denn dann "richtig" oder "objektiv" - dass es ein netter Kiez mit vielen Cafes ist, oder der Kiez, in dem 30% der jungen Leute unter 30 keinen Schulabschluss haben und die Polizei sich wegen dem bekannten Vorfall nicht mehr in Streifen zu nur zwei Beamten reintraut?
Für MICH persönlich ist es in erster Linie ersteres, denn die Schulabschlüsse interessieren mich nicht so dolle.
Weil ich ja zu den 30% keine engere Bindung habe, ich seh die vielleicht beim Bäcker oder an der Bushaltestelle. Ist vielleicht oberflächlich, aber Fakt. Und immerhin haben 70% nen Abschluss, also die Mehrheit.
Aber davon mal ab:
Im Prinzip sagen solchen Zahlen gar nichts über den Kiez aus. Dazu müsste ich erstmal wissen, wie sehen die Zahlen im restlichen Kreuzberg, in Gesamtberlin, bundesweit etc aus.....
Und mit den "rechten" Kiezen ist es halt so ne Sache.... wenn jetzt 8% die NPD Wählen dann ist das schockierend.
(Oder: Wenn ich einem anderen Kiez im Kindergarten 95% der Kinder nicht-deutscher Herkunft sind, dann wirkt das auf deutsche Eltern abschreckend)
Aber die Frage ist in beiden Fällen: Bringt es was, dann aus Prinzip NICHT in solche Kieze zu ziehen?
Den Rechten also quasi einen Raum zu schaffen, wo sie unter sich sind?
Ich denke: NEIN.
Die Berliner Bezirke sind so einer starken Wandelung unterlegen, was heute stimmt, ist morgen schon anders...
Ich würde ganz pragmatisch entscheiden: Wo gefällt es Euch, wo sind die Mieten günstig, wo ist Supermarkt / Schule / Café / U-Bahn in der Nähe etc....
Nette oder unnnette Nachbarn kannst du überall haben.
Die Zahlen kann man ja mal im Hinterkopf behalten, aber als Entscheidungsgrundlage würde ich das knicken.