Unsere 3. Tochter ist nun 1 1/2 Jahre jung und ich hab sie, bis sie von selbst ganz dringend nach fester Nahrung verlangte, voll gestillt. Vor zwei Monaten war ich dann das erste mal an einem Punkt wo sich - wo ICH - etwas ändern musste. Beim Einschlafstillen beruhigte sie sich nicht mehr wie sonst, und schlief nicht mehr dabei ein. ICH traf die Entscheidung, sie ab sofort nicht mehr zum Einschlafen zu stillen, sondern vorher in unserem Stillsessel im Wohnzimmer. Das klappte prima ...als es zum Stillen ging, schaute ich sie an und sagte ihr ganz bewusst, dass ich sie heute im Sessel stille und im Bett heute ohne Brust eingeschlafen wird.
Sie sagte ...Ja...und legte sich in Stillposition
So ...der nächste Punkt war nicht ganz so schön ...aber sehr wichtig für mich mit meinen nicht ganz 50 kg. Ich wurde krank und so geschwächt das ich kaum zum WC kam und wieder ins Bett. Mein Mann sprach meine Gedanken aus...Susi,ich möchte das du heute nicht stillst. Wir sagten ihr, dass ich krank bin und sie heute nicht stillen kann.
Das war bis zum Mittagschlaf ok ...und dann lagen wir gemeinsam im Bett und haben getrauert.
Wir schliefen gemeinsam ein ...sie hat mich ganz festgehalten. Abends schlief sie genauso ein ...nur ohne Weinen -ich auch.
Nachts habe ich sie gestillt, sie kam zwei mal, und am nächsten Tag setzte ich wieder die gleichen Grenzen ...ich wusste genau, wenn ich jetzt weiter stille fall ich um und da hat keiner was davon! Wir sind nämlich insgesamt 5.
Auch als ich wieder richtig gesund war, stillte ich sie nicht mehr zum Einschlafen ...und das war ok.
Der absolute Hammer kam aber vor zwei Wochen - wir wurden wieder krank aber nicht nur ich sondern ALLE 5.
Nach zwei Nächten war ich sowas von fertig das ich nur noch meine Ruhe wollte...nur einfach mal schlafen.
Sie muss das gespürt haben und sie schlief einfach mal eine Nacht durch.
Es ging noch weiter den Bach runter...ich musste ein Antibiotika nehmen, mit der Auflage vom Arzt damit nicht zu stillen.
Wir sagten ihr, dass ich krank bin und sie nicht stillen kann... wenn ich wieder gesund bin, kannst du wieder an der Brust trinken. Sie akzeptierte es.
Erst zwei Tage später (mit Hilfe von Forum und Embryotox ) getraute ich mir wieder sie anzulegen. Bis dahin verging eine Menge Zeit mit viel Schlaf, ohne Stillen, aber auch ohne viel Weinen.
Sie wachte die erste Nacht dreimal auf, und fragte nach der Brust. Ich sagte das ich sie da nicht trinken lasse, aber sie kann ein Wasser haben, wenn sie Durst hat...sie sagte nein ...nahm meinen Kopf zwischen ihre Hände und schlief wieder ein.
Seitdem schläft sie durch und nur einmal knurrte ihr kleiner Bauch so arg neben mir, das sie aufwachte und ...Mama nuckeln...verlangte. Ich stille sie tagsüber 3mal meist vor dem Schlafen oder danach.
Wir haben, denke ich, beide dazugewonnen und für mich ist es eine riesige, neue Freiheit, dass ich mich für´s Stillen nicht
gänzlich opfern muss, sondern genauso wie mein Kind sagen darf, was ich brauche oder was nicht.
Für mich mit meinen nicht ganz 50 kg ist das neu -
dass ich solche Grenzen setze und es ist gut zu merken, ich nehme meinem Kind damit nichts weg.
Lebensnotwendig damit ich für mich gesund bleibe und für meine Familie da sein kann.
Schön, dass ich das bei meinem 3. Stillkind lernen durfte...und umsetzen kann.
Viele liebe Stillgrüße von Marshmallowmami



