meine Vergangenheit und das mache ich bei meinem Kind anders

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Rica
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meine Vergangenheit und das mache ich bei meinem Kind anders

Beitrag von Rica »

Was habt ihr (als Kind) erlebt, was ihr bei euren Kindern anders machen werdet?

Zwar hab ich die ersten Jahre im Schlafzimmer meiner Eltern verbringen dürfen, aber als wir umgezogen sind, musste nachts die Tür von meinem Zimmer immer zu sein. Seitdem habe ich angst im dunkeln.
- Nie werde ich mein Kind allein im dunkeln lassen, wenn es das nicht möchte.

Ich glaube, als meine Mutti meinen Stiefvati kennenlernte (ich war 3) musste ich es hinnehmen, das ich weniger liebe bekam. Ich wurde ein wütendes, zorniges und stures Kind. Ich glaube, sie verstand nicht warum.
- Sollte ich einen Mann finden, der mit uns leben möchte, dann werde ich immer darauf achten, das mein Kind nicht zurückstecken muss und wenn doch, dann so, das sie nicht darunter leiden muss.

Ich habe bei dem letzten Streit mit meinen Eltern gemerkt, das sie gar nicht wirklich hinter mir stehen. Diese Situation und Erkenntnis tat mir unheimlich weh und ich habe mir geschworen
- egal was mein Kind anstellen wird, egal wie böse sie zu mir sein wird, ich werde IMMER für sie da sein.
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Lyra
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Re: meine Vergangenheit und das mache ich bei meinem Kind anders

Beitrag von Lyra »

Meine Mum hat sich während meiner Pubertät mit meiner kleinen Schwester zusammen über meine Pickel lustig gemacht. Das von meiner Schwester war ja zu verkraften (ist halt unter Geschwistern so), aber das von meiner Mum werd ich nie vergessen
- Ich werde mich NIE über das Äußere meines Kindes lustig machen. Ich werde ihr immer sagen, wie hübsch sie ist!

Es gab eine Zeit da mussten wir immer aufessen. Das führte einmal dazu, dass sich meine Schwester übergeben musste.
- Wenn mein Kind keinen Hunger mehr hat, werd ich sie nie zwingen aufzuessen!
Viele liebe Grüße
Lyra mit dem Mann, der Püppi (09/08), dem kleinen Mann (04/11) und einem * (05/10) für immer im Herzen.
Schau doch mal in meinem Blog die Rumpelbutze vorbei.
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Es ist ein alchemistischer Augenblick, in dem sich Wissen in Verstehen verwandelt.
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Taura
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Re: meine Vergangenheit und das mache ich bei meinem Kind anders

Beitrag von Taura »

Da fallen mir auch einige Dinge spontan ein

- Lavinia muss nicht aufessen, wenn sie keinen Hunger mehr hat
- ich will sie nie in ihrer Würde herabsetzen
- ich will keine körperliche Gewalt anwenden
- sie soll immer das Gefühl haben, dass ich hinter ihr stehe, egal was passiert
Liebe Grüsse

Michaela mit L. (14.07.05 - 26. SSW; eigentlicher ET 27.10.05)

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sabine-sh
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Re: meine Vergangenheit und das mache ich bei meinem Kind anders

Beitrag von sabine-sh »

Hallo,
ich wünsche mir, dass unsere Tochter sich immer von uns geliebt und bedingungslos akzeptiert fühlt! :D
Ich will sie auf keinen Fall emotional unter Druck setzen- das fand ich bei meinen Eltern immer so schlimm!

LG

Sabine
Sabine mit kleinem Mädchen 06/07
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kÜRBISHEXE
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Re: meine Vergangenheit und das mache ich bei meinem Kind anders

Beitrag von kÜRBISHEXE »

Vieles.
Man hat mich z.B. schreien lassen. Wann, wie lange und wie oft weiß ich nicht und ich will es auch irgendwie gar nicht wissen. Meine Mama lebt leider nicht mehr und zu meinem Vater habe ich erst seit Lowis Geburt wieder so richtig Kontakt.
Ich weiß nur, dass es meiner Mama auch gegen den Strich ging und sie das eigentlich nicht wollte, sie aber von meiner Oma (also ihrer Mutter) dazu gedrängt wurde. Ich könnte das nicht. Wenn Lowis wach wird und weint, bin ich oder mein Mann oder beide sofort bei ihm und auch sonst. Ok, wenn er mal ein wenig knoddert, weil er gerade in dem Moment was will und ich aber eben mal noch schnell aufs Klo muss oder noch 2 min was machen muss...aber das ist ja kein wirkliches weinen

Stillen. Ich wurde nicht gestillt, obwohl meine Mama mich gerne gestillt hätte. Ich war aber ein BEL-Kind und kam per Sectio und es war wohl üblich, dass die Mutter Antibiotika bekam. Lowis wird so lange gestillt, wie er das will und wie es für mich auch ok ist und das ist es noch nach wie vor und ich genieße es (fast immer).

Keinen Druck, wenn Lowis mal in der Schule ist. Ich habe die Schule gehasst und war auch nie bei den Besten und schon gar nicht in Mathe und Physik und das waren die Lieblingsfächer meines Vaters und die Erwartungshaltung war groß. Da kam ich wohl in einen Teufelskreis. Vor lauter Angst, dem nicht gerecht werden zu können, hab ich schlechte Noten geschrieben, mein Vater reagierte dann immer ziemlich sauer und hatte eigentlich keinerlei Verständnis. So hat sich das immer weiter hochgeschaukelt. Ich hasse rechnen heute noch....Lowis soll mal keine Angst haben, wenn er schlechte Noten mit nach Hause bringt oder auch mal eine (oder mehrere) Ehrenrunde(n)dreht.

Versuchen Streitereien mit meinem Mann zu vermeiden. Habe oft die Streitigkeiten meiner Eltern mitbekommen - sie haben sich dann scheiden lassen als ich 16 war. Es gelingt nicht immer, aber ich denke, es hält sich echt in Grenzen und wir vertragen uns auch ziemlich schnell wieder!!!

Und NIEMALS körperliche Gewalt anwenden. Ich wurde ein paar mal geschlagen (es war nicht oft, aber es kam eben vor)und dass soll mir nicht passieren. Das wird durch nichts, aber auch rein gar nichts gerechtfertigt.

Mehr Entscheidungsfreiheit und Mitbestimmung im alltäglichen Leben. Ich wollte eigentlich nicht zur Konfirmation gehen, da ich mit Kirche nichts am Hut hatte (habe) und wir eigentlich auch immer nur an Weihnachten in der Kirche waren, vielleicht noch an Ostern und das wars dann aber auch. Doch wollten meine Eltern das. Ich wusste nicht, dass ich mit 14 Jahren das Recht der Religionsentscheidung habe oder wenn ich es gewusst hätte, habe ich es nicht geschafft,
meinen Eltern klar zu machen, dass das allein meine Entscheidung ist.

Und einfach viel mehr Vertrauen in mein Kind zu haben, als es meine Eltern hatten.


Mehr fällt mir im Moment nicht ein, aber es gibt bestimmt noch den ein oder anderen Punkt

LG Heike
Liebe Grüße von H. mit den beiden wilden Kerlen

"Komm ich trag Dich, durch die Leute.
Hab keine Angst, ich gebe auf Dich Acht!" (Campino)
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Seerose
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Re: meine Vergangenheit und das mache ich bei meinem Kind anders

Beitrag von Seerose »

Rica hat geschrieben:Was habt ihr (als Kind) erlebt, was ihr bei euren Kindern anders machen werdet?
Ich hab hier schonmal reingeklickt und mir fällt so absolut nichts ein.. Was ja nun ganz schön ist, denn auch wenn mein Verhältnis zu meiner Mutter heute sehr zwiespältig ist, meine Kindheit war schon sehr schön und sehr nah an SuT-Prinzipien.

Aber zwei Sachen sind mir nun doch noch eingefallen.

Ich war 3, 4 oder 5, keine Ahnung und hatte keine Lust mein Zimmer aufzuräumen, meine Mutter hatte mich wohl schon öfter aufgefordert. Da klopfte es plötzlich an der Tür und meine Mutter hatte sich eine Weihnachtsmannmaske aufgesetzt und schaute ohne hereinzukommen nur mit dem Kopf ins Zimmer und rügte mich mit verstellter Stimme. Mich hat das unglaublich in Angst versetzt damals und es ist ja auch kein Wunder, daß ich bis heute noch diese Situation vor Augen habe. Als ich das später mal meiner Mutter erzählte, war sie mehr als erstaunt und meinte, es sollte doch nur Spaß sein. So etwas in der Richtung möchte ich bei meiner Tochter absolut unterlassen.

Mein Vater hat mich als Kind sehr, sehr häufig gefragt was los sei, ich würde so blaß aussehen. Das hat mich unglaublich genervt, um nicht zu sagen äußerst verärgert. Was konnte ich schon für meine Hautfarbe?? (Zudem war ich ein Kind, das nie krank war und somit war die Frage nach meiner Gesundheit eh recht dämlich)

Sind nur Kleinigkeiten, aber vielleicht fällt mir noch etwas ein. :wink:
__________________________________________________

Liebe Grüße,
Seerose
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Tinchen73
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Re: meine Vergangenheit und das mache ich bei meinem Kind anders

Beitrag von Tinchen73 »

Ich wollte als Kind/Jugendliche immer Klavier lernen und durfte nicht!!!!
Meine Kinder sollen die Hobbys ausüben dürfen, die sie auch wollen - auch wenn sie für mich unverständlich sind.

Meine Eltern haben mich nie zu irgendwelchen Veranstaltungen gefahren - ich sollte immer den Bus nehmen (Absolute Pampa, Bus fuhr nur bis 20 Uhr/jede Stunde)
Meine Kinder werden zwar auch mit den öffentlichen fahren müssen, aber wenn keine fahren oder es zu spät sein sollte, werden wir sie jederzeit bringen oder holen!! Ich war mit 17 (!!!) das erste Mal im Kino, weil um die Uhrzeit kein Bus mehr fuhr und da hatte ne Freundin dann den Führerschein und hat mich mitgenommen!!
Liebe Grüße, Bettina mit H.&L.(03/02) und N.(10/08) und ***
Lösche Benutzer 1828

Re: meine Vergangenheit und das mache ich bei meinem Kind anders

Beitrag von Lösche Benutzer 1828 »

Alles :cry: ...

Ich hatte eine furchtbare Kindheit - mit Stockschlägen, Erniedrigung, totalem Verlassensein (ich mußte mich mit 10 um meine neugeborene Schwester kümmern..., alle Ämtergänger fü rmeine Mutter erledigen, mußte allein zum Arzt, wenn ich krank war usw.), wenig Geld (wir Kinder hatten oft tagelang nichts (!) zu essen.

Ich möchte alles anders machen..........
Gewitterwölkchen

Re: meine Vergangenheit und das mache ich bei meinem Kind anders

Beitrag von Gewitterwölkchen »

Ich mache auch so ziemlich alles anders. :?

Ich mag irgendwie grad nicht ins Detail gehen...... ich möchte unser Kind zu der Persönlichkeit reifen lassen, die er ist, und nichts anderes aus ihm machen. Wenn ich das Wort "brav" höre, wird mir schlecht.
neroli

Re: meine Vergangenheit und das mache ich bei meinem Kind anders

Beitrag von neroli »

ich mag auch gar nicht aufzählen, WAS ich anders mache...

eigentlich alles...

unser baby bekommt die bedingungslose liebe....
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