Unsere Entwicklung im Langzeitstillen...

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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nuku
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Unsere Entwicklung im Langzeitstillen...

Beitrag von nuku »

Will einfach ein paar Gedanken, Erkenntnisse und Sorgen loswerden....
Gero ist mittlerweile fast 3,5 Jahre und das Stillen ist noch immer das Wichtigste auf der Welt. In den letzten Monaten habe ich folgende "Erleichterungen" bemerkt: Es gibt kein nächtliches Dauernuckeln mehr ( :D ), ich kann ihn Nachts nach einer Weile abdocken, wir habens tagsüber auf 1x zu Mittag reduziert und stillen bereits seit etwa 1 Jahr nur mehr zu Hause. Diese Veränderungen waren völlig problemlos. Das Mittagsstillen lässt er ausfallen, wenns wirklich Action gibt. Aber jede weitere Veränderung/Einschränkung ist zur Zeit unmöglich. Ich trage die Hoffnung, dass sich die nächsten Schritte auch so automatisch ergeben. Mein Freund ist allerdings der Meinung "dieses Kind stillt sich nie freiwillig ab, wieso sollte er etwas aufgeben, dass so angenehm ist".

Habe übrigens eine Theorie zum Stillen: Stillen ist der sanfte Abschied von der Ganzheit, die wir mit unserer Geburt verlassen und nach der wir unser ganzes Leben streben. Es ermöglicht unseren Kindern, sich langsam auf die Welt einzustellen. Mein Sohn bestätigt mir dies: "Mama, wenn ich Nuku mache, ist alles wieder gut" ...

Er geht jetzt für 2,5 Stunden pro Tag in den Kindergarten und im ersten Monat der Eingewöhnung hat er nachts auf mir gewohnt :?. Hat sich jetzt aber eingependelt.

Mehr fällt mir grade nicht ein, hoffe ich hab euch nicht gelangweilt,

Alles Liebe, G+G
Gero wurde am 22.09.05 geboren

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milkshake
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Re: Unsere Entwicklung im Langzeitstillen...

Beitrag von milkshake »

ich finde das hört sich echt gut an und sehr sanft - dein sohn hat glück gehabt :D

ich habe bei meiner tochter schon viel früher still-regeln und -grenzen eingeführt, obwohl ich wußte, daß sie lieber grenzenlos gestillt hätte. wir stillen schon seit sie 2 jahre alt ist morgens und abends im bett und selten direkt nachmittags nach dem kiga (so gegen 15 uhr, sie ist 5 1/2 std. im kiga). nachts stille ich sie schon seit ihrem 16. lebensmonat nicht mehr.

ich finde es immer toll, wenn ich von müttern lese die so lange nach bedarf stillen, ich hatte leider nicht die kraft dazu. aber meine tochter und ich haben weiterhin eine schöne stillbeziehung und sie weiß, daß sie in besonderen situationen - dringender trost oder krankheit - mehr stillen darf. ich glaube für sie ist es jetzt ok wie es ist.

manchmal stelle ich fest wie schön es doch ist immer noch eine so intime beziehung zum kind zu haben und freue mich richtig, daß ich SuT kennengelernt habe, denn ich glaube fast, daß dieses forum einen gewissen anteil an unserem lzs hat :mrgreen:

viel freude noch am stillen :D
Flieg, geliebte Susi, flieg!
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°°° Wird's besser? Wird's schlimmer? fragt man alljährlich. Seien wir ehrlich: Leben ist immer lebensgefährlich! (Erich Kästner) °°°
Hanka
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Re: Unsere Entwicklung im Langzeitstillen...

Beitrag von Hanka »

chapeau, chapeau!!!! 3, 5 Jahre...wahnsinn!!! früher hätte ich (aus mangel an erfahrung) den kopf geschüttelt... jetzt als selber stillmama wünsche ich euch, dass ihr ein liebevolles ende findet, wann auch immer ihr (du?) es für angemessen haltet! ich kann mir zwar nach wie vor nicht vorstellen, so lange zu stillen... aber ausschließen will ich es auch nicht..aber weil ich auch denke "wie kann ich es ihm nur wegnehmen, wo er es so braucht?" ...

alles gute für eure stillbeziehung
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nuku
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Re: Unsere Entwicklung im Langzeitstillen...

Beitrag von nuku »

whoopsy2006 hat geschrieben:
ich finde es immer toll, wenn ich von müttern lese die so lange nach bedarf stillen, ich hatte leider nicht die kraft dazu. aber meine tochter und ich haben weiterhin eine schöne stillbeziehung und sie weiß, daß sie in besonderen situationen - dringender trost oder krankheit - mehr stillen darf. ich glaube für sie ist es jetzt ok wie es ist.

:D
Sag nicht leider. Ich glaube, dass der Schutz der eigenen Grenzen eines der wichtigsten Dinge ist, die man seinem Kind mitgeben kann. Damit lehrst Du es Rücksichtnahme und ebenso später auch die eigenen Grenzen zu schützen. Ich bin mir in meiner Situation nicht ganz sicher, ob meine persönliche Grenze noch nicht erreicht ist, oder ob ich mich selbst zu wenig wichtig nehme. Ich finde, dass es sehr ausgeglichen klingt, wie Ihr das macht.
Alles Liebe, G+G
Gero wurde am 22.09.05 geboren

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