Du könntest sie auch erst an der rechten Brust anlegen, eine Weile trinken lassen und dann rüberschieben an die linke. Am problemlosesten geht das, wenn du sie auf das Stillkissen legst und mitsamt Stillkissen, ohne ihre Lage zu verändern, an die linke Brust schiebst. Dann merkt sie es vielleicht gar nicht. Wenn sie die linke Brust ganz verweigert, solltest du dort zumindest regelmäßig Milch ausstreichen, bis der Druck nachlässt, damit es dort zu keinem Stau kommt. Abpumpen würde ich nicht, weil dadurch die Produktion angeregt wird. Im blödesten Fall stillst du halt einseitig weiter. Allerdings wäre mir das lästig. Daher die obige Empfehlung.
Wie lange geht das denn schon so? Oft sind ja Blockaden der Grund für einseitige Brustverweigerung - hier könnte es also sinnvoll sein, einen Osteopathen oder einen KISS-Arzt zu konsultieren. Vielleicht schaust du mal, ob die Kriterien auf
dieser Seite auf deine Tochter zutreffen.
Zur Regulierung des MSR ist es oft hilfreich, über mehrere Stunden hinweg immer dieselbe Brust anzubieten und an der anderen - falls nötig - gerade so viel Milch auszustreichen, dass der Druck nachlässt.
Auch kannst du deine Tochter in der Hoppe-Reiter-Stellung stillen: Sie "sitzt" - natürlich gut abgestützt - auf deinem Oberschenkel und trinkt in aufrechter Haltung. Dadurch spritzt ihr die Milch nicht so in den Rachen. Jede Haltung, bei der die Milch gegen die Schwerkraft zum Kind kommt, ist gut.