milchstau, eitrige warzen etc in den ersten tagen vermeidbar

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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reenchen
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milchstau, eitrige warzen etc in den ersten tagen vermeidbar

Beitrag von reenchen »

hallo ihr lieben,

hatte schon mal gepostet, dass ich bei meiner ersten maus sehr viele probleme mit dem stillen vor allen in den ersten tagen und wochen nach der geburt hatte.
u.a.: extrem harte und riesige brüste, die mega schmerzten. eitrige und blutige brustwarzen. die eine war übrigens schön eingerissen und so kluftig verwachsen. bei der anderen hatte mir die krankenschwester im KH ein stück haut mit abgefetzt, als sie versuchte meine fest klebende stilleinlage von der brsut zu rupfen. wobei ich das auch hin bekommen hätte; dachte eigentlich, dass sie aus fachlicher sicht mehr ahnung davon gehabt hätte...
ausserdem wurde ich im KH regelrecht gefoltert. zu zweit haben sie meine brüste bearbeitet (gedrückt, gestrichen,... "gemolken"), damit die viele milch raus käme. ich sollte auch immer abpumpen nach dem stillen, denn die milch sollte ja schliesslich raus (wobei man damit doch eigentlich der brust siganlisiert, dass soooo viel milch gebraucht werden würde...???).
hatte dann eine halbe tablette vom arzt bekommen, die die frauen nach der geburt bekommen, die gar nicht stillen wollen. später gab´s dann doch noch die andere hälfte, weil es nicht so viel brachte...

ausserdem sollte ich im KH die brüste kühlen. wobei sich dabei aber wiederrum die kanäle etc verengen und die kleine beim stillen dann noch mehr kämpfen muss...
dass ich unmittelbar vorm stillen ein wärmekissen auflegen soll, verriet mir erst meine hebi, als ich schon ein paar tage voller verzweiflung zu hause mit meinen brüsten rum kämpfte.
sie gab mir dann auch ein öl, womit ich die milchdrüsen vorm stillen massieren sollte. weiss nur nicht mehr, wie das öl hiess...

kurz um. wie kann ich es verhindern, wieder so mit meinen brüsten, warzen, schmerzen usw. käpfen zu müssen???
gibt es da ein "patentrezept"?
liebe grüsse, reenchen.

Wenn aus Liebe Leben wird, bekommt das Glück einen Namen :-).

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Iris
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Re: milchstau, eitrige warzen etc in den ersten tagen vermeidbar

Beitrag von Iris »

Au weh, das gönn ich ja nichtmal meiner schlimmsten Feindin (die ich gar nicht hab).
Weißt du denn, wie es überhaupt dazu kam, dass die Warzen so wund wurden?
Das Wichtigste ist, dass du häufig und richtig anlegst. Durch häufiges Anlegen verhinderst du, dass der Milcheinschuss überhaupt so schlimm werden kann (beim zweiten Kind habe ich ihn fast nicht gespürt) und außerdem saugt das Kind dann auch nicht so verzweifelt und heftig, was deine Warzen schont.
Richtiges Anlegen: Das Kind soll unbedingt mehr als nur die Brustwarze in den Mund nehmen, sondern auch einen Teil des Bruswarzenhofs. Die Lippen sind nach außen gestülpt. Ohr, Schulter und Hüfte bilden eine Linie.
Zur Pflege der BWen reicht es normalerweise aus, Speichelreste und Mumi auftrocknen zu lassen. Verwende (falls überhaupt nötig) Stilleinlagen aus Seide und/oder Baumwolle, die nicht so schnell verkleben. Falls die BWen doch wund werden, kann Lanolin verhindern, dass sie verkrusten.
Kühlen ist tatsächlich die empfohlene Methode beim Milcheinschuss, aber unmittelbar vor dem Stillen muss die Brust dann doch warm sein. Zwischendurch Kühlen ist nur sinnvoll, wenn es dir guttut und du überhaupt nennenswerte Stillpausen machst. :wink:
Fachlich gut gemachte :!: Brustmassage wirkt tatsächlich Wunder, aber das was du da über dich ergehen lassen musstest, klingt würdelos und kontraproduktiv. Dann mach es lieber selbst und streiche mit leichtem Druck mit der ganzen Hand vom Brustansatz zur BW hin die ganze Brust aus und leg dann dein Kind an (bzw. wenn es nicht will, drücke dann ein wenig aus.)
Wunde Brustwarzen sind jedenfalls kein Schicksal. :wink:
Vielleicht gibt es dir ja auch Sicherheit, wenn du frühzeitig noch in der Schwangerschaft Kontakt zu einer Stillgruppe/-beraterin aufnimmst.
Iris mit Großer -10/05- und Kleiner -02/08- , erzogen und geimpft
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Iris
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Re: milchstau, eitrige warzen etc in den ersten tagen vermeidbar

Beitrag von Iris »

Ergänzung: Häufiges Anlegen heißt: Mindestens 8-12 Mal pro 24 Stunden, bei Bedarf auch öfter!
Iris mit Großer -10/05- und Kleiner -02/08- , erzogen und geimpft
Meli 307
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Re: milchstau, eitrige warzen etc in den ersten tagen vermeidbar

Beitrag von Meli 307 »

au weia, das klingt ja bitterböse!
such dir rechtzeitig vorher ne gute stillberaterin die auf die richtige Saug-und Anlegetechnik achtet.Dann werden die Warzen erst gar nicht wund.ich hatte bisher Ruhe davor!
Mir hat viel geholfen, daß ich mich frühzeitig informiert habe und die stillberatung im Vorfeld organisiert war-auch wenn ich sie dann gar nicht gebraucht habe( meinem vorbildlichen Stillkind sei dank).
Jetzt weißt du ja worauf es ankommt und läßt solche Sachen nicht mehr einfach mit dir machen-das ist schon viel wert.
Ich hatte in der SS Horrorvorstellungen von den ersten beiden stilldesastern.Diesmal hatte ich Glück und ein problemloses Stillkind gekriegt.so kann es auch kommen!
Gruß Meli
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reenchen
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Re: milchstau, eitrige warzen etc in den ersten tagen vermeidbar

Beitrag von reenchen »

vielen dank für eure antworten!
Iris hat geschrieben:Au weh, das gönn ich ja nichtmal meiner schlimmsten Feindin (die ich gar nicht hab).
Weißt du denn, wie es überhaupt dazu kam, dass die Warzen so wund wurden?
hab noch vergessen dazu zu erwähnen, dass ich diese - aus meiner sicht - hässlichen schlupf- oder hohlbrustwarzen habe. die sind abgesehen davon, dass da kein richtiger, fester nippel vorsteht wie bei normalen warzen, sehr zart. würde sagen, dass die haut da besonders dünn ist. auf jedenfall sind die sehr, sehr weich.
vielleicht lag es daran, kombiniert mit den verengten milchkanälen vom kühlen, wodurch die kleine noch kräftiger saugen musste.

ich musste in den ersten 2 wochen meine kleine immer zum trinken wecken, da sie von alleine nach 5 h immer noch nicht wach war und ich nicht einschätzen konnte, ob sie dann eventuell verhungern könnte oder so was...
und ab ca. der 2. woche dauerte das stillen eeeeeeeeeeeeeeewig! über 1 h!!! und selbst dann knisterte sie noch mal abgepumpte milch oder diese hypoallergene nahrung aus der flasche weg (ab ca. 7. woche)...

dadurch dass meine maus in den ersten lebenswochen auf einmal nur noch die rechte brust wollte (wegen KISS) und ich eine langzeit-stillerin wurde; nur mit dieser einen brust, hab ich jetzt links noch diese hässliche schlupfbrustwarze und rechts eine vorstehende brustwarze. wobei die trotzdem nicht wie eine normale aussieht. kann ich nicht beschreiben. aber andere betroffene frauen wissen sicher was ich meine... denn sie ist immernoch pumpel weich und nicht fest.

wie kann ich es hinbekommen, dass das zweite baby auch meine linke warze nimmt? denn die rechte ist doch jetzt soooooooooo schön bequem vorgearbeitet, während sie bei der linken seite erst mal kämpfen muss, bis die warze raus gekommen ist... :-(
Iris hat geschrieben:...Verwende (falls überhaupt nötig) Stilleinlagen aus Seide und/oder Baumwolle, die nicht so schnell verkleben...
mit denen hatte ich mich halb tod gejuckt. wobei ich jetzt nicht mehr weiss, ob´die eine seite aus wolle oder baumwolle bestand... hatte ich damals von der hebi bekommen. jedenfalls juckten meine brüste mega mässig in den bereichen wo diese stilleinlagen waren. als ich sie weg liess, war es nach kurzer zeit vorbei.
abends lief ich dann halb nackt durch die wohnung und nachts legte ich nur mulltücher darauf. war zwar ne tierische schweinerei, wenn die milch im schlaf lief, aber dank nässeschutz im bett und alles ist ja waschbar, war dies für mich damals die angenehmste variante luft an meine brüste zu lassen. hatte immer das gefühl, dass sie glühen würden (fassten sich aber nicht heiss an).
Meli 307 hat geschrieben: Mir hat viel geholfen, daß ich mich frühzeitig informiert habe und die stillberatung im Vorfeld organisiert war...

Jetzt weißt du ja worauf es ankommt und läßt solche Sachen nicht mehr einfach mit dir machen-das ist schon viel wert....
ich hatte meine damalige hebi in dem sogenannten geburtsvorbereitungskurs zum thema stillen angesprochen. sie meinte, dass ich mir keine sorgen machen soll; man es mir im KH schon alles zeigen und erklären würde; ich fragen ohne ende stellen könnte; es das einfachste von der welt sei etc. aber nix von dem traf zu!!! :-(
liebe grüsse, reenchen.

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Iris
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Re: milchstau, eitrige warzen etc in den ersten tagen vermeidbar

Beitrag von Iris »

Auch mit Flach- oder Hohlwarzen kannst du normalerweise beschwerdefrei stillen. Das Kind saugt ja nicht an der Warze, sondern melkt die Milchkanäle am Warzenhof mit den Kauleisten aus und saugt dabei die Warze ein.
Ich kopier dir mal eine Antwort von Nicole aus einem anderen Thread ein:
Zunächst könntest du mal schauen, ob Du Hohlwarzen (eingezogen) oder Flachwarzen hast. Dazu drückst Du den Brustwarzenhof etwa 2,5 cm hinter dem Brustwarzenansatz zusammen. Tritt Deine Brustwarze jetzt hervor, handelt es sich nicht um eine echte Hohlwarze, und es ist meist keine besondere Behandlung notwendig. Zieht sich die Brustwarze zurück oder nimmt sie eine konkave Wölbung an, ist es eine echte Hohlwarze.

Hohlwarzen kommen in unterschiedlichen Ausprägungen vor. Manche Brustwarzen sind nur leicht eingezogen, und ein Baby mit normaler Saugfähigkeit kann sie ohne Schwierigkeiten herausziehen (Probleme können frühgeborene oder anderweitig saugschwache Neugeborene haben). Andere Brustwarzen sind mäßig bis stark eingezogen, was bedeutet, dass sie sich beim Zusammenpressen stark zurückziehen, auf die gleiche Höhe oder vielleicht sogar noch hinter den umgebenden Brustwarzenhof. Eine tief eingesunkene Brustwarze macht das Ansaugen und Stillen möglicherweise problematisch. Sollte dies der Fall sein, kann eine Behandlung zum Herausziehen der Brustwarze während der Schwangerschaft in Frage kommen.

Zum Stillen bekommt das Baby zwei Reflexe mit auf den Weg: Den Suchreflex und den Saugreflex.

Der Suchreflex: Wenn Du die Wange Deines neugeborenen Babys sanft streichelst, wird es den Kopf zur gestreichelten Seite hin wenden und mit geöffnetem Mund Deine Brust suchen.

Diesen Suchreflex gilt es, vor allem bei flachen oder Hohlwarzen auszunutzen, damit das Baby gleich richtig zufasst und den Warzenhof mit Brustwarze in den Mund nimmt.

Der Saugreflex: Der Saugreflexpunkt des Babys befindet sich am Übergang vom harten zum weichen Gaumen des Babys. Wird dieser Reflexpunkt berührt, beginnt das Baby intensiv zu saugen.

Hier ist quasi auch das Hindernis bei den nicht hervortretenden oder eingewölbten Brustwarzen zu suchen, weil kein Reiz am hinteren Gaumen ausgelöst werden kann.

Das Tragen von Brustwarzenformern (z.B. von Medela oder Ameda) hilft, dass die Brustwarzen hervortreten und besser fassbar sind. Die Hormonveränderungen während der Schwangerschaft erhöhen die Elastizität der Haut einer Frau. Die Brustwarzenformer nutzen diese natürliche Dehnbarkeit durch sanften, aber fortwährenden Druck und ziehen die Brustwarze heraus.

Brustwarzenformer werden in den letzten Wochen (evt. drei Monaten) der Schwangerschaft verwendet, es ist auch sinnvoll sie in der ersten Zeit nach der Geburt vor dem Stillen zu tragen. Sie müssen jedoch keinesfalls ununterbrochen getragen werden.

(Eine weitere Stillhilfe ist die Niplette. Auch diese zieht die Brustwarzen heraus und formt diese. Die Erfahrungen mit diesem Hilfsmittel sind allerdings nicht überzeugend und außerdem kann die Niplette bei manchen Frauen wehenauslösend wirken. Deswegen ist hier eher Vorsicht geboten.)

Nach der Geburt können der Einsatz einer Milchpumpe, aber auch andere Stimulationsmethoden, helfen, die Brustwarze unmittelbar vor dem Stillen herauszuziehen und dem Baby das Fassen der Brustwarze erleichtern.

Es ist sehr, sehr wichtig, dass Du auf das korrekte Anlegen achtest und lass Dir in der Klinik nicht gleich die Brusthütchen aufschwatzen, denn es funktioniert mit etwas Geduld und Übung in den meisten Fällen ohne!

Ratsam ist es auf jeden Fall, dass Du Dir vor Ort eine Stillberaterin suchst, die Dich schon während der Schwangerschaft begleitet und auf das Stillen vorbereitet. Du wirst sehen, mit den Erfahrungen, die Du schon in der Stillzeit mit Deinem Sohn gesammelt hast, und der Unterstützung, die Du hier erhalten wirst und die die Stillberaterin vor Ort Dir zukommen läßt, wirst Du Dein neues Baby ganz toll stillen können.
Zu den Stilleinlagen: Kann es sein, dass du auf Wolle allergisch reagierst? Vielleicht magst du das Gefühl auf der Haut auch einfach nicht. Dann probier halt die Seide-Stilleinlagen. Die habe ich auch lieber - ich finde, dass sie sich wunderbar anfühlen.
Zur Stilldauer: Es ist normal, dass deine Tochter über eine Stunde an der Brust lag. Dass sie sich danach noch die Flasche reingehauen hat, könnte verschiedene Gründe haben: Euer Stillstart war ja massiv gestört, was ihr sicher Schwierigkeiten gemacht hat, die Brust effizient auszumelken. Sie hat vermutlich v. a. durch die Flaschenfütterung Schwierigkeiten gehabt, das Saugen zu lernen. Die Flasche stimuliert den Saugreflexpunkt (s. o.) massiv, sodass die Kinder meist lossaugen und die Flasche wegzischen, auch wenn sie gar keinen Hunger haben. Gleichzeitig werden sie an diesen starken Reiz am Gaumen gewöhnt und saugen eben nicht, wenn dieser ausbleibt. Und gerade Flach-/Hohlwarzen stimulieren den Saugreflexpunkt eben viel geringer bzw. erst mit ein bisschen Vorarbeit durch das Kind.
Iris mit Großer -10/05- und Kleiner -02/08- , erzogen und geimpft
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Nimue1212
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Re: milchstau, eitrige warzen etc in den ersten tagen vermeidbar

Beitrag von Nimue1212 »

Also wegen der Brustwarzen brauchst du dir bestimmt keine Sorgen machen. Ich habe auch Flachwarzen, aber keines meiner Kinder hatte großartig Probleme damit!

Zum Milcheinschuß: bei mir ist der auch immer sehr schlimm und schmerzhaft gewesen!

Die Nachsorgehebamme, die ich bei Olivia hatte hat meinem Mann gezeigt, wie er meine Brust ganz sanft ausstreichen kann (vorher gut wärmen). Das war sehr angenehm!

Bei Nottie habe ich auch immer schön Wärme drauf getan, dann ausgestrichen (soviel, dass sich die Brust nicht mehr so heiß und hart angefühlt hat) und nach dem Stillen gekühlt. Außerdem habe ich von der Hebi Mercurialis perennis 10% Salbe von Weleda zum Einreiben bekommen. Und natürlich anlegen, anlegen, anlegen...
Liebe Grüße
Anika mit Lisa (03/95), Livie (07/06), Nottie (03/08 ) und

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Meli 307
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Re: milchstau, eitrige warzen etc in den ersten tagen vermeidbar

Beitrag von Meli 307 »

such dir vor allem eine gute hebi die sich mit Stillproblemen auskennt und frag sie vorher danach.Leg dir auch schon in Frage kommende Stilberaterinnen bzw deren Telefonnummern zurecht damit du sie im notfall schnell findest.
Allein zu wissen daß du jemand hast der auch zu dir nach Hause kommt wenns brennt macht dich sicherer.
Ich hab auch eher flache Warzen(gehabt, seit dem Stillen nicht mehr :lol: ), aber das ist in den seltensten Fällen wirklich ein Problem sofern das Kind korrekt saugt.Denn die richtige Saugtechnik ist das A und O dabei.
Wir werden das schon hinkriegen!!
Gruß Meli
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Dickkopf-Mama
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Re: milchstau, eitrige warzen etc in den ersten tagen vermeidbar

Beitrag von Dickkopf-Mama »

Ich hatte auch ein Problem mit einem extremen Milcheinschuss. Ich sah aus wie Lara Croft in den ersten Tomb Raider Computerspielen (mit Eckiger Oberweite :roll: ). Ich habe es auch mit Kühlen versucht und musste dann immer sofort wieder aufwärmen, weil Karl dann gleich wieder trinken wollte. Das war echt doof. ich habe dann angefangen ertsmal immer nur eine Seite anzubieten und die andere zu kühlen, weiß aber nicht ob man so ein vorgehen allgemein Empfehlen kann. Mir hat es geholfen.
Liebe Grüße von Meike mit drei Dickköpfen ( * 2007),( * 2010) und (*2013)
reenchen
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Re: milchstau, eitrige warzen etc in den ersten tagen vermeidbar

Beitrag von reenchen »

...Flachwarzen hast. Dazu drückst Du den Brustwarzenhof etwa 2,5 cm hinter dem Brustwarzenansatz zusammen... Zieht sich die Brustwarze zurück oder nimmt sie eine konkave Wölbung an, ist es eine echte Hohlwarze.[/quote]
...dann hab ich diese hohlbrustwarze. links auf jeden fall. rechts hab ich ja jetzt so was wie ne zipfelmütze :wink: ...
Iris hat geschrieben: (Eine weitere Stillhilfe ist die Niplette. Auch diese zieht die Brustwarzen heraus und formt diese. Die Erfahrungen mit diesem Hilfsmittel sind allerdings nicht überzeugend und außerdem kann die Niplette bei manchen Frauen wehenauslösend wirken. Deswegen ist hier eher Vorsicht geboten.)
genau diese niplette von avent hab ich mir gerade in einer internet-apotheke bestellt, gestern bekommen und bisher 1x getestet. war ein sau blödes gefühl. hatte immer das gefühl, dass mein puls schneller rasen würde. mir war die ganze zeit beim tragen so flau, komisch, irgendwie anders als normal... nach dem abmachen bzw. nach dem es von alleine abgefallen war, ging´s mir schlagartig besser :roll:
die brustwarzenformer von z.b. medea hatte ich auch schon mal gesehen. so wie die aussehen, hatte ich mir allerdings keine wirkung damit vorstellen können. bei diesen nipletten klang alles einleuchtend, was da passiert... allerdings fand ich bisher noch keinen hinweis irgendwo im netz, dass es auch wehenauslösend wirken kann. ist ja nicht gerade ermunternd, da ich bei der ersten schon mit frühzeitigen wehen zu kämpfen hatte und mein gyn meinte, dass ich generell dazu neigen würde... bisher hatte ich aber zum glück noch keine wehentätigkeit gespürt. bei meiner "grossen" waren sie damals zu diesem zeitpunkt schon aktiv...
Iris hat geschrieben: Zu den Stilleinlagen: Kann es sein, dass du auf Wolle allergisch reagierst? Vielleicht magst du das Gefühl auf der Haut auch einfach nicht. Dann probier halt die Seide-Stilleinlagen. Die habe ich auch lieber - ich finde, dass sie sich wunderbar anfühlen.
Zur Stilldauer: Es ist normal, dass deine Tochter über eine Stunde an der Brust lag. Dass sie sich danach noch die Flasche reingehauen hat, könnte verschiedene Gründe haben: Euer Stillstart war ja massiv gestört, was ihr sicher Schwierigkeiten gemacht hat, die Brust effizient auszumelken. Sie hat vermutlich v. a. durch die Flaschenfütterung Schwierigkeiten gehabt, das Saugen zu lernen. Die Flasche stimuliert den Saugreflexpunkt (s. o.) massiv, sodass die Kinder meist lossaugen und die Flasche wegzischen, auch wenn sie gar keinen Hunger haben. Gleichzeitig werden sie an diesen starken Reiz am Gaumen gewöhnt und saugen eben nicht, wenn dieser ausbleibt. Und gerade Flach-/Hohlwarzen stimulieren den Saugreflexpunkt eben viel geringer bzw. erst mit ein bisschen Vorarbeit durch das Kind.
gut möglich, dass ich auf wolle allergisch reagiere. hatte auch alles so roto pünktchen (keine pickel, sondern eher nur flecke) auf meinen brüsten. und das hat gejuckt!!!
du bist die erste die sagt, dass es normal war, dass die kleine damals so lange stillte. mich hatte jeder, vor allem mein mann und sogar meine eigene hebamme fast wie eine ausserirdische abgestempelt!!! das würde nicht normal sein... aber ich hatte es trotz nur rum gemaule anderer weiter durchgezogen!!! es war seelisch ein echter kampf für mich denn irgendwie waren alle gegen mich, gegen das was ich tat... ich hatte wochenlang mehr geheuelt als dass ich glücklich war. richtig glücklich war ich immer nur, wenn ich vollkommen alleine mit meiner kleinen war; wenn niemand um mich rum war, der über irgendwas wieder nölte oder oberkluge ratschläge von "achzehnhundertknack" gab...
ich bin leider viel zu spät auf dieses forum hier aufmerksam geworden. das hätte mir mit sicherheit so einige schlaflose nächte erspart...
und wegen diesen 8 wochen "betreuung" meiner nachsorgehebamme, will ich diese frau beim 2. kind nicht haben!!! hoffe, dass die neue anders ist. sie arbeitet auch in einem anderen krankenhaus als beleghebamme. dann könnten die chancen gut stehen.
jedenfalls tut es mega gut zu wissen, dass ich anscheint doch nicht alleine bin!!! seufts.

wie lange sollte man die brust vor dem stillen eigentlich wärmen?

in den ersten tagen soll man das baby nur 5 min je brust anlegen. später glaube auf 10, dann auf 20 min je seite steigern - wenn ich mich noch recht erinnere.
wieviele tage soll man eigentlich diese etappenzeiten anwenden?
hatte damals irgendwann mal nachgefragt wann ich denn mal die zeit steigern kann. hätt ich das nicht getan, hätte ich vermutlich die ganze krankenhausaufenthaltszeit nur jeweils 5 min lang gestillt...

@iris: du schreibst:
Ergänzung: Häufiges Anlegen heißt: Mindestens 8-12 Mal pro 24 Stunden, bei Bedarf auch öfter!
auch da hatte meine hebi gesagt, dass ich die zeiten langsam mal auf alle 4 h reduzieren soll. (meine maus war erst 3 wochen alt.) hab das aber nicht gemacht, weil meine kleine keine 4 h ohne essen aushielt und ich eher auf die kleine als auf meine hebi hörte... hatte zu dem zeitpunkt schon zweifel, ob das alles seine richtigkeit hat, was diese frau so alles labert...
und dann meinte sie noch, dass ich den milchfluss noch mehr anregen würde, wenn ich die kleine ständig anlegen würde...

was mir noch einfällt: meine kleine hatte irgendwann (mit vielleicht 4-5 wochen???) angefangen zu würgen, nachdem sie kurz an der linken brust saugte.
was kann denn das sein??? meine hebi meinte damals, dass da vielleicht die milch mmit einmal rausgeschossen kam. aber wenn ich diese brust abpumpte, schoss da ewig nix. rechts im gegensatz schon viel eher.
unterschiedlich von rechts zu links schmecken kann ja die milch kaum, oder?
liebe grüsse, reenchen.

Wenn aus Liebe Leben wird, bekommt das Glück einen Namen :-).

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