Welche Anschaffung (Hilfen/Mittel/Kleidung) sind sinnvoll?

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Ehut

Re: Welche Anschaffung (Hilfen/Mittel/Kleidung) sind sinnvoll?

Beitrag von Ehut »

fynn hat auch traubenzuckermist bekommen und wir stillen immer noch :) auch wenn das KH sich nullkommanull an unsere "Bedingungen" gehalten haben, was das stillen anbelangt, es klappt dennoch!

nur nicht den mut verlieren!
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Iris
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Re: Welche Anschaffung (Hilfen/Mittel/Kleidung) sind sinnvoll?

Beitrag von Iris »

Danke, dass Ihr alle in die gleiche Kerbe haut, wie ich es auch getan hätte. :wink:
Liebe Eva-M., du wirst dein Kind stillen. Einfach nur stillen. Tu es oft, tu es in Ruhe. D. h. das Wichtigste wird sein, dass jemand Dir den Rücken freihält, für Dich einkauft und kocht und v. a. Deine Große betreut bzw. dir dabei hilft und oberwichtig: Privatsphäre rund um die Geburt. Ich persönlich würde mich auch möglichst früh nach Hause begeben (oder ganz zu Hause bleiben). Falls das nicht geht - auch im KH kann man dafür sorgen, in Ruhe gelassen zu werden.
Hast Du bereits Kontakt zu einer guten Stillberaterin vor Ort? Wenn nicht, sorge dafür.
Zum Thema Zucker: Gibt es Anzeichen für eine Unterzuckerungsgefahr? Mir fiele da Makrosomie ein (also ein im Durchschnitt zu großes Kind) in Verbindung mit Gestationsdiabetes bei dir. Ansonsten kannst du Unterzuckerung am besten vermeiden, indem du so oft wie möglich stillst.
Mehr als Still-BH und Stilleinlagen aus Baumwolle und/oder Seide habe ich nicht angeschafft. Stillunterhemden finden manche praktisch, aber du kannst, falls du auf ein Unterhemd nicht verzichten willst, auch erstmal ein Spaghetti-Top anziehen, das du zum Stillen einfach runterziehst.
Iris mit Großer -10/05- und Kleiner -02/08- , erzogen und geimpft
jusl
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Re: Welche Anschaffung (Hilfen/Mittel/Kleidung) sind sinnvoll?

Beitrag von jusl »

Ich schließe mich Iris an - SILBE FÜR SILBE. :D

(Und: Finger weg von massiv invasiven Stillhilfsmitteln wie Feeder, BES, Syntocinonspray und co - diese gehören sämtlich in die Hände von Fachleuten, weil sie ganz klar auch Risiken und unerwünschte Nebenwirkungen haben. Sich sowas "vorsorglich" zu besorgen, hat keinerlei Vorteile!)

LG,
Julia
Eva-M.
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Re: Welche Anschaffung (Hilfen/Mittel/Kleidung) sind sinnvoll?

Beitrag von Eva-M. »

Ich muss gleich weg, möchte nur kurz schreiben (melde mich nachher nochmal!):

Erstmal: DANKE für eure lieben Worte!!!

Ich hab hier zwar noch keine Stillberaterin, aber eine suuuuuuuuuuuuuuperliebe Hebamme, die sich sehr ums Stillen bemüht. Sie meinte, sie hätte ein BES da, aber bisher hätten ihre Frauen das kaum gebraucht. Sie meinte, dass jede ihrer Mütter mindestens 6 Wochen gestillt haben, bei manchen ging es trotz aller Bemühungen nicht länger. Sie arbeitet in einem Geburtshaus und ist suuuperlieb. Sie würde auch ins KH kommen, wenn ich da Probleme bekäme. :D

Ich hab meine Tochter mit KS bekommen, diesmal strebe ich eine Normale Geburt an und würde dann auch schnell nach Hause wollen. Aber leider kann mir niemand versprechen, dass es nicht doch im KS endet, daher will ich in diesem Fall auch gewappnet sein.

Meine Tochter war sehr schwer - 4.105 g und hatte kurz nach der Geburt einen BZ von 28. Gestern meinte eine Hebi, dass das extrem niedrig war und kurz vorm Koma :shock: Dann natürlich lieber zufüttern als ein krankes Kind!

So, muss nun weg, ich meld mich nachher. Knuddel euch alle!
Liebe Grüße
Eva mit Frederike und Arvid und Sven ganz fest im Herzen

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Verzweifle nicht, wenn du deinen Kindern nicht das Beste von allem bieten kannst. Gib ihnen einfach das Beste von dir selbst.

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Iris
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Re: Welche Anschaffung (Hilfen/Mittel/Kleidung) sind sinnvoll?

Beitrag von Iris »

Klar, bei extremer Unterzuckerung muss gehandelt werden. Allerdings frage ich mich, wie es dazu kam. Hattest du denn einen Gestationsdiabetes? Bist du jetzt darauf untersucht worden? Das Kindsgewicht allein macht ja kein Unterzuckerungsproblem. Der Unterzucker entsteht dann, wenn das Kind im Mutterleib einen Überzucker der Mutter mit eigener Insulinproduktion mitbearbeitet hat. Dadurch produziert es u. U. nach der Geburt zu viel Insulin. Ich habe das jetzt sehr laienhaft ausgedrückt, weil ich es nicht besser kann :oops: und hier auch meine Grenze als Stillberaterin erreicht ist. Ich schreibe dies nur, weil du Angst vor einer erneuten Unterzuckerung hast und hier evt. einfach mal nachfragen könntest, was dein(e) Gyn, deine Hebamme und auch die Klinik darüber denken.
Iris mit Großer -10/05- und Kleiner -02/08- , erzogen und geimpft
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Re: Welche Anschaffung (Hilfen/Mittel/Kleidung) sind sinnvoll?

Beitrag von purzel2008 »

Ein Blutzuckerwert von 28 ist eine klare Indikation für eine Kohlenhydratgabe. Bitte darum, dass dieses mit einer Spritze verabreicht wird. Wurde bei Dir in der 1. und der derzeitigen Schwangerschaft ein Glukosetoleranztest gemacht? Weiß Dein FA von der Unterzuckerung des 1. Kindes? Ich hatte einen insulinpflichtigen Schwangerschaftsdiabetes und habe mir auch Sorgen gemacht, dass mein Kind nach der Geburt unterzuckern könnte. Dank einer sehr strengen Blutzuckereinstelleung in den Tagen vor der Geburt war dies nicht der Fall. Leider war wegen meines Diabetes keine ambulante Geburt möglich, aber nach 26h waren wir zu Hause, das war auf jeden Fall hilfreich für's stillen.

Ansonsten kann ich mich den anderen nur anschließen. Sorg für möglichst viel Ruhe, Gelassenheit und Unterstüzung. Lass Dir nicht reinreden und lass Di nicht verunsichern. Still einfach.

Meine Still-Shirts, die ich anfangs zum Stillen in der Öffentlichkeit sehr praktisch fand, ziehe ich jetzt wo es so kalt ist gerne zum Schlafen an, damit ich beim Stillen nicht friere.

hast Du mit Deiner Hebamme aufgearbeitet, woran es lag, dass Du beim ersten Mal solche Probleme hattest? Vielleicht willst Du deswegen doch noch eine Stillberaterin kontaktieren, die ja als Außenstehende eventuell noch andere Ideen hat?
lg von s. mit 05/08, 11/09 und 06/16
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Re: Welche Anschaffung (Hilfen/Mittel/Kleidung) sind sinnvoll?

Beitrag von katinka-b »

ich hab die anderen Beiträge jetzt nur überflogen...
Ich würde dir empfehlen nicht gleich am Anfang mit Globulis und Co den Stillprozess durcheinander zu bringen.

Milchbildungstee fand ich gut...Außerdem hab ich noch Maisbarttee getrunken, das schwemmt die Gelbstoffe aus dem Babaykörper...

Als die Milch eingeschossen ist hab ich Weißkohlblätter auf meine Brüste gelegt, das hat total gut geholfen und ist nicht so ne Sauerei wie Quarkwickel...
Den Kohl hab ich auch im Kühlschrank gelagert, damit er schon kalt ist...

Gegen wunde Brustwarzen hilft noch, viel Luft dranlassen, am besten die erste Woche oben ohne verbringen oder nen weites flatter Shirt anziehen...

Um die Milchbildung in Gang zu kriegen, viel Körperkontakt...

Ich hab die ertste Zeit nichts gebraucht, keine Stillbhs ect.

Versuch Ruhe zu finden und versuch dich auf das Geschehen einzulassen!

lg
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Re: Welche Anschaffung (Hilfen/Mittel/Kleidung) sind sinnvol

Beitrag von Mondenkind »

Eva-M. hat geschrieben:Sie meinte, dass jede ihrer Mütter mindestens 6 Wochen gestillt haben, bei manchen ging es trotz aller Bemühungen nicht länger. Sie arbeitet in einem Geburtshaus und ist suuuperlieb.
Habe zu diesem Satz, der mich stutzig macht, eben viel geschrieben. Dann hatten wir nen Stromausfall, jetzt ist alles weg und ich hab nicht mehr so viel Zeit.

Laß Dich von sowas nicht verunsichern. Du wirst bestimmt länger als 6 Wochen stillen. Aber wenn es Probleme geben SOLLTE, was ja gar nicht sein muß, dann such Dir im Zweifelsfall trotzdem eine Stillberaterin. Die Fachleute fürs Stillen sind die Stillberaterinnen, nicht die Hebammen. Und "suuuuperlieb" reicht halt nicht immer, man braucht auch Fachwissen.

Nochmal alles Gute!
Liebe Grüße, Mondenkind, Modteam Stillberatung

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Re: Welche Anschaffung (Hilfen/Mittel/Kleidung) sind sinnvoll?

Beitrag von Eva-M. »

Sowohl in der ersten SS als auch in dieser wurde ein Glukose-Toleranz-Test gemacht - beide Male war/ist alles super in Ordnung.

Ich habe mit mehreren Hebis und Ärzten über die Stillprobleme gesprochen. Alle sind der Meinung, dass es am traumatischen KS lag und an der mangelnden Unterstützung.

Milch produziere ich bereits seit der 17. SSW. War bei meiner großen auch so.. Daher bin ich ja davon ausgegangen, dass das Stillen klappen wird. Ach ja: bei meiner Tochter hatte ich eine GM-Entzündung gehabt und Medis bekommen, allerdings weiß ich nicht, welche. Ob es auch daran gelegen haben könnte? Oder einfach nur daran, dass meine Tochter schon 100 ml HA-Milch aus der Flasche bekommen hat?

Das KH, wo ich evtl. hingehe, hat eine IBCLC-Stillberaterin (auch eine Hebi), meint ihr, ich sollte sie mal anrufen und ihr meine Geschichte schildern?

Ich würde ja auch gern ins Geburtshaus gehen, aber ich bin im Moment so unsicher mit allem. Ich vertraue weder meinem Körper, noch dem Krankenhaus. Ich bin auch von nichts richtig überzeugt. Ist das GH nach einem KS besser oder doch das Krankenhaus (habe übrigens auch B-Sreptokokken, wo ich unter der Geburt Antibiotika bekommen sollte -was ich im GH nicht bekäme..)
Liebe Grüße
Eva mit Frederike und Arvid und Sven ganz fest im Herzen

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Re: Welche Anschaffung (Hilfen/Mittel/Kleidung) sind sinnvoll?

Beitrag von Iris »

Eva-M. hat geschrieben: Das KH, wo ich evtl. hingehe, hat eine IBCLC-Stillberaterin (auch eine Hebi), meint ihr, ich sollte sie mal anrufen und ihr meine Geschichte schildern?
Ja, gute Idee, aber rechne damit, dass das nicht gratis ist - IBCLCs arbeiten nicht ehrenamtlich.
Iris mit Großer -10/05- und Kleiner -02/08- , erzogen und geimpft
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