Nachts abstillen - unsere Erfahrungen

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

Moderator: Giraeffchen

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Marilu

Nachts abstillen - unsere Erfahrungen

Beitrag von Marilu »

Da ich wieder arbeite und so langsam merke, wie sehr mich das nächtliche Stillen (3-5x) doch belastet hat, haben wir vor 1 1/2 Wochen beschlossen, es mit dem nächtlichen Abstillen zu probieren (ich hatte Urlaub). Es klappt SUPER! Viel besser als erwartet. Als er 8 :shock: Monate alt war haben wir es schonmal probiert, das hat gar nicht gut funktioniert. Er war noch überhaupt nicht bereit dafür :cry: und so früh würde ich es auch gar nicht mehr versuchen.

Jetzt ist es was anderes gewesen, natürlich protestiert(e) er, ist ja klar, aber insgesamt akzeptiert er es sehr gut. Und nach der 1. Nacht hatte ich auch keinen platzenden Atombusen wie beim ersten Versuch vor 5 Monaten.

So klappt es bei uns:
Einschlafstillen gegen 19:30, danach geht nur noch der Papa hin und trägt/beruhigt/singt. Der Knirps ist nie allein!

1. Nacht: ab 22:00 4x aufgewacht; in Papas Armen immer wieder eingeschlafen; ablegen nicht möglich; geschlafen bis 8:00
2. Nacht: geschlafen bis 0:00, dann noch 2x aufgewacht geschlafen bis 7:30
3. Nacht: geschlafen bis 3:00 (vorher undenkbar!), danach unruhig, schlecht wieder in den Schlaf gefunden, ab 4:30 geschlafen bis 8:30
ab 4. Nacht: geschlafen bis ca 3:30, 1-2x kurz aufgewacht und von Papa beruhigt

heute (=10. Nacht) geschlafen bis um 5:30!!! Nach ca 30 min Papa hat er nochmal geschlafen bis um 8:15! Wahnsinn.

Mein Problem: Ich kann mit den unterbrechungsfreien Nächten gar nicht umgehen :roll: und schlafe ziemlich schlecht. Aber das reguliert sich sicher bald.

Und was ich jetzt total schön finde ist das morgendliche Stillen. Er macht morgens einen so ausgeglichenen Eindruck und stillt so ruhig und glücklich und ausgiebig wie eigentlich noch nie. Stillen ist bei uns immer mit Hektik verbunden, außer abends und jetzt morgens.

Also die Quintessenz: Er war alt genug und ich bin sicher, die langen Schlafphasen am Stück tun ihm auch gut. Und ich, für die wir den Abstillzirkus ja eigentlich veranstaltet haben, werde bestimmt auch bald wieder gut schlafen.

(mal sehen, was passiert, wenn die nächsten Zähne kommen....)
Marilu

Re: Nachts abstillen - unsere Erfahrungen

Beitrag von Marilu »

Achso, was ich noch vergessen habe: Wir sind nicht nach Gordon vorgegangen aus zwei Gründen:

1. Ich halte nichts von der Theorie, dass man nur durchschläft, wenn man wach abgelegt wird.
2. Ich bin sicher, dass ein Kind, das nachts oft gestillt wird, Hunger hat, wenn es auf einmal nachts nichts mehr bekommt (auch wenn es laut Alter "nichts mehr braucht"). Und wenn ich den Gordon richtig in Erinnerung habe, fällt die Stufe "wach ablegen und nicht mehr hochnehmen" mit der Stufe "nicht mehr Stillen" zusammen (kann aber auch sein, dass ich mich da täusche). Jedenfalls glaube ich, dass ein Kind, das nachts abgestillt wird, auch erstmal über den Hunger wegkommen muss und das geht in meinen Augen nur mit Körperkontakt.
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isyisy
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Re: Nachts abstillen - unsere Erfahrungen

Beitrag von isyisy »

Das hört sich ja (beneidenswert :oops: ) gut an!
Mir gefällt auch, dass du (bzw. dein Mann) ihm den Körperkontakt ermöglicht hast. Ich denke auch, dass ein Kind tatsächlich Hunger empfindet, wenn es plötzlich nachts nichts mehr bekommt. Wenn das bei euch durch den Körperkontakt gut aufgefangen werden konnte, war das sicher der richtige Weg!
Liebe Grüße
isy mit Großer (09/07) und Kleiner (04/10)


Hat dieser Satz fünf Wörter - oder sieben?
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juliajelle
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Re: Nachts abstillen - unsere Erfahrungen

Beitrag von juliajelle »

Oh, das hört sich aber toll an. Ich versuche ja gerade, mich damit abzufinden, dass ich die nächsten Jahre nicht mehr durchschlafen werde. Die letzten 6 Wochen war ich im Schnitt 8-10x pro Nacht wach. Der Kleine ist ja erst 5 Monate und da kommt das nächtliche Abstillen eh nicht in Frage. Aber fällt es nicht auch mit nem Jahr (oder knapp drüber) noch sehr schwer, seinem Kind die Brust nicht zu geben, wenn es danach verlangt?
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Re: Nachts abstillen - unsere Erfahrungen

Beitrag von Knutschi81 »

toll da es so super geklappt hat uns geht es ja gerade ähnlich aber bei uns klappt dsa beruhigen beim Papa nicht es klappt nur bei mir ah man ich will doch auch mal eien Nacht mehr als 1 Stunde am Stück schlafen!

Ich drück euch die Dauemn das es weiter hin so gut klappt!
Liebe Grüße Knutschi mit Knutschekugel und Grinsebacke


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Marilu

Re: Nachts abstillen - unsere Erfahrungen

Beitrag von Marilu »

Also um den Neid einmal einzudämmen :wink: , hier die letzte Nacht:

geschlafen bis 1/2 1; ab 5 der Papa 1 1/2 Stunden im Einsatz (immer wieder aufgewacht und geweint).

Außerdem klingt mein Ausgangspost auch so super-friedlich. Wenn ich schreibe "aufgewacht", heißt das schon "aufgewacht und sehr geweint".
juliajelle hat geschrieben:Aber fällt es nicht auch mit nem Jahr (oder knapp drüber) noch sehr schwer, seinem Kind die Brust nicht zu geben, wenn es danach verlangt?
Doch, ziemlich. Wenn er aufwacht, weint er schon herzzerreißend, besonders, wenn er merkt, dass nicht ich da bin. Aber da das kaum länger als 2 Minuten dauert, interpretiere ich das nicht als "Verlustangst" oder "Panik" oder so, sondern als lautstarke Beschwerde, dass nur der Körperkontakt da ist, und nicht auch die Brust.
Deshalb bin ich auch froh, dass der Papa mitmacht. Da fällt es glaube ich sowohl dem Sohn als auch mir leichter, sich umzustellen. Ich bin sicher, wenn ich ihn nur tragen würde, wäre er nicht nach 2 Minuten ruhig, sondern würde am Schlafanzug zerren und sich nicht so leicht mit dem "schwächeren Einschlafmittel" zufrieden geben.
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Daria
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Re: Nachts abstillen - unsere Erfahrungen

Beitrag von Daria »

Ach, das klingt alles in allem sehr schön und macht mir Mut für März, wenn es bei uns arbeitsbedingt irgendwann so weit sein wird.
Danke für's Erzählen!
Viele Grüße von Daria mit Theo (02/08), Lotti (12/09) und Flora (07/12)
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Jenny
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Re: Nachts abstillen - unsere Erfahrungen

Beitrag von Jenny »

Schoen, dass es so schnell geklappt hat!
Schlaefst Du jetzt im anderen Zimmer? Weint er wirklich nur 2 Min?
Ich frag nur deswegen, weil ich auch am Ueberlegen bin, nachts abzustillen und mir so meine Gedanken mache, wie ich es am besten anstellen kann.
Liebe Gruesse
Jenny

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Marilu

Re: Nachts abstillen - unsere Erfahrungen

Beitrag von Marilu »

Ja, er weinte wirklich nur 2 Minuten. Inzwischen wacht er auch jede Nacht so 2-3x auf und maunzt meist nur kurz auf, aber meistens schläft er ohne Hilfe wieder ein. Ansonsten versuchts der Papa mit reden "Es ist Schlafenszeit" oder so, oder dann (gaaaanz selten) mit herausnehmen und tragen. Bisher ist es nur 2x vorgekommen, dass es nicht so geklappt hätte. Einmal war er krank und einmal hat er gezahnt. Da kam ich dann ins Spiel.

Ich schlafe im Schlafzimmer und die Männer schlafen im Knirpszimmer. Wir hatten schon alle Kombinationen - alle im Schlafzimmer, Mama und Knirps im Knirpszimmer, Eltern im Schlafzimmer und Knirps im Knirpszimmer, Mama und Knirps im Schlafzimmer :D
Und seit dem nächtlichen Abstillen eben Männer im Knirpszimmer.

Man muss aber dazusagen, dass der Papa in Elternzeit ist und ich arbeite. Wenn es andersrum wäre, wäre es sicher nicht so leicht möglich gewesen, dass er in den ersten Nächten so viel wach war. Inzwischen geht es zwar viel besser, aber trotzdem schlafe ich wesentlich besser als er, da ich ja auch die "Maunzer" gar nicht mitbekomme.

Viel Erfolg bei eurem Versuch!
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