In 4 Wochen ist es schon soweit, dass mein Mutterschutz endet und ich wieder anfange zu arbeiten (Teilzeit, 20h). Ich werde voraussichtlich an vier Tagen pro Woche 5h arbeiten, Stillzeiten werden mir zugestanden, also bin ich an den vier Tagen ungefähr 5-6h nicht zu Hause. Mein Mann ist in Elternzeit und kümmert sich dann um die Kinder.
Jetzt muss ich also langsam konkret planen, wie es in meiner Abwesenheit laufen soll. Eine Milchpumpe habe ich schon, ob ich bei der Arbeit abpumpe oder zu Hause, muss ich noch schauen.
Bei Pia habe ich ja nach 8 Wochen wieder Vollzeit gearbeitet, da hat mein Mann die abgepumpte Milch per Flasche gefüttert, der Wechsel von Brust zur Flasche und zurück war für Pia überhaupt kein Problem. Bei Hannah sehe ich da evtl. Probleme, zumal sie auch den Schnuller ablehnt.
Wie sollte mein Mann also die Milch geben? Mit dem Becher? Oder was gibt es sonst noch für Alternativen?
Gibt es diese Trinkbecher von Medela eigentlich nur als Einweg-Becher? Dann bräuchten wir davon ja eine ganze Menge!
Sollten wir vorher "üben"? Oder einfach darauf vertrauen, dass mein Mann dann, wenn es soweit ist, schon irgendwie klar kommt ?
mit 07/02, 05/04, 03/06 und 10/08
Häng dein Herz an eine wackelnde Welt und dann wunderst du dich dass es runterfällt (Judith Holofernes).
Toll, dass Du da so sensibel dran gehst und Dir jetzt schon sinnvolle Gedanken machst!
Als stillfreundliche Zufüttermethoden gelten solche, bei denen das Baby keine neue Saugtechnik lernen muss. Bechern empfielt sich da, es ist einfach zu lernen und kostengünstig. Du kannst dafür diese Medela-Einwegbecher nehmen (diese kosten ca 80 cent, also nicht die Welt, und sind eindeutig mehrfach verwendbar/sterilisierbar!), oder jedes andere kleine Glas (z.B. dünnes Schnapsglas o.ä.), oder auch den Softcup, diesen empfinden viele Eltern als sehr bequem, weil kaum was verschüttet werden kann.
Allgemein wird empfohlen, NICHT vorher zu üben, wenn's ums Flaschefüttern geht. Denn: jeder Tag ungestörtes Stillen verringert das Risiko einer Saugverwirrung. Bei den stillfreundlicheren Zufüttermethoden hingegen kann ein kleiner Test , wenige Tage vorher, nicht schaden, denke ich - der Papa sollte dabei herausfinden, was den beiden einfach am besten liegt/mit welchem Becher es am besten klappt.
Hast Du eine gute Anleitung fürs Bechern? Oder kannst es Dir von einer Stillberaterin vor Ort zeigen lassen?
Auch wenn viele Stillberaterinnen ihn ablehnen, weil er ihnen zu sehr nach Sauger aussieht: der SpecialNeeds Feeder ist auch nicht schlecht (falls die anderen Möglichkeiten nicht klappen oder dem Baby nicht zusagen). Funktioniert durch Melken, nicht durch Saugen, daher auch sehr stillkompatibel. Leider sehr teuer, daher würde ich immer lieber erst das Bechern versuchen
Kirsten mit David (00), Fiona (02), Noel (04, LKGS, 8 Monate pumpgestillt) und Kendra (12/08, SGA-Baby, Stillen gelernt nach 6 Wochen, immer noch stillend)
Danke schön für Eure Ratschläge, damit habt Ihr mir wirklich geholfen!
Diesen Softcup hatte ich mir auf den Medela-Seiten schon einmal angeschaut, wusste aber nicht so recht, was ich davon halten soll. Ich denke, ich werde mir die Becher und so einen Softcup mal besorgen. Mein Mann ist grundsätzlich für alles bereit, muss er halt ausprobieren, wie es am besten klappt.
Das mit dem SpecialNeeds-Feeder werde ich auch im Hinterkopf behalten.
Eine Anleitung fürs Bechern habe ich nicht, wo gibt es denn so etwas? Eine Stillberaterin habe ich auch nicht.
Brauche ich dann überhaupt Flaschen und Sauger (abgesehen jetzt evtl. zum Aufbewahren der Milch)?
mit 07/02, 05/04, 03/06 und 10/08
Häng dein Herz an eine wackelnde Welt und dann wunderst du dich dass es runterfällt (Judith Holofernes).
ich denke, wenn deine Kleine keinen Schnuller nimmt, wird sie die Flasche wahrscheinlich auch ablehnen.
Du kannst es ja auch mit dem Löffel probieren. Soll auch ganz gut klappen.
Ich möchte dir nicht den Mut nehmen, aber dir trotzdem meine Geschichte erzählen. Ich arbeite auch Vollzeit, seit Valentin 5 1/2 Monate ist. Wir hatten auch gedacht, na, das wird schon klappen, schließlich hats bei Jakob ja auch geklappt, da bin ich auch recht früh wieder arbeiten gegangen, und mein Mann war zu Hause. Aber unser kleiner, süßer Valentin hat beschlossen, dass er nur bei Mama trinken will. Wir mussten nämlich mal ne Probe machen, als ich bei einer Freundin mit Stillproblemen und drei Wochen altem Baby war, um ihr ein bisschen Schlaf zu ermöglichen. Ich war acht Stunden weg - und Valentin hat auf mich gewartet!!! Drei Tage später noch ein Versuch - er hat es nicht akzeptiert. Dann haben wir gedacht, wenns hart auf hart kommt, akzeptiert ers schon. Aber ich gehe arbeiten, und er trinkt nichts, bis ich wieder komme, nicht aus dem Fläschchen, nicht aus dem Becher, nicht vom Löffel. Mein Mann ist echt hart im Nehmen, Jakob wollte damals auch nicht aus dem Fläschchen trinken, aber irgendwann war der Kohldampf halt zu groß. Aber Valentin wartet den ganzen Tag auf mich, da ist nichts zu machen.... Wir haben dann angefangen, vor der Zeit schon zuzufüttern (also, kurz vor dem vollendeten 6. Monat), damit er wenigstens etwas zu sich nimmt, und das klappt ganz gut. Ich stille, sobald ich zu Hause bin, ich stille, kurz bevor ich gehe, und natürlich in der Nacht. Also, so kanns natürlich auch laufen.... Ich hatte auch lange mit einer Stillberaterin gesprochen, was wir machen können, und sie hat irgendwann gemeint, wenn er wirklich nichts trinken will, dann ist das seine Entscheidung, und das müssen wir akzeptieren. Das hat uns irgendwie geholfen, die Situation auszuhalten.
Ich wünsche euch sehr, dass es bei euch gut klappt. Dass Babys auf die Mama warten, kommt wohl nur sehr selten vor. Die meisten, die ich kenne, und die früh wieder arbeiten gehen mussten, hatten keinerlei Probleme. Meine Hebamme (4 Kinder) nicht, mein Kinderarzt (er war zwei Jahre in Elternzeit, 4 Kinder) hatte nur mit einer Tochter Probleme, nach zwei Tagen und viel Gebrüll (da braucht man starke Nerven!!) hats auch bei ihm geklappt. Und bei uns hats bei Jakob ja auch funktioniert, wenn auch mit zwei Tagen Dauergemecker.
Wünsche dir alles Gute!! Zum Abpumpen noch: Fang doch jetzt schon an, einen Vorrat anzulegen. Immer mal pumpen, wenn deine Kleine nicht alles getrunken hat. Ich finde, das stresst dann nicht so kurz vorher, wenn dann plötzlich ein Vorrat her soll, deine Kleine aber vielleicht viel trinkt wegen Wachstumsschub.
Ich kann übrigens die Medela Swing wärmstens empfehlen. Damit kommt viel raus, und es ist nicht so unangenehm...
Karin mit drei Männern (Matthias, Jakob *15.08.2006 und Valentin *29.04.2008)