Einfach nicht drauf eingehen. Meine Mama und meine Schwiegermama geben uns natürlich auch Tips und versuchen uns auch sanft in ihre Richtung zu Pushen. ABER wir sind uns einig, wie wir was machen wollen und tun das einfach. Unser Vorteil ist da wohl auch die räumliche Trennung zu beiden Elternpaaren. Ausserdem bekommen sie immer ein glücklich lachendes Enkelchen geliefert, daß auch gerne bei Omas und Opas ist (nach 30 Minuten Eingewöhnungsphase).
Unser Kleiner hat bis vor ca. 2 Wochen auch noch nachts ein Fläschen bekommen / gewollt. Inzwischen ist es sehr selten geworden, daß er nachts trinken möchte. Aber das heisst nicht automatisch, daß der kleine Kuschelzwerg durchschläft.

Er schläft natürlich auch mal super nachts durch, aber oft genug ist er nachts unruhig, wach, quengelig usw. Und das hat zu 90% nichts mit der Nachtmilch zu tun. (Hab heute die Erklärung für die letzten Nächte gefunden - wir haben ein 7-Zahn-Monster nun.

)
Aber vermeide es einfach, auf die Sticheleien einzugehen. Die beiden Damen stehen nachts nicht auf, sondern du. Und damit ist das dein persönliches Pech. Und wenn man mal genauer nachfragt bzw. nach dem leben-und-leben-lassen-Prinzip seine Einstellung vertritt, dann erfährt man von vielen älteren Mamas auch Sachen, die sie sooooooo nie zugeben würden (ala "Natürlich kamen die Kleinen nachts in unser Bett und durften dann dort weiterschlafen.", "Damals hatten wir nur ein Bett. Wo hätte das Baby denn schlafen sollen?"). Viele trauen sich einfach nicht, sowas zuzugeben. Woher diese Einstellung kommt, weiß ich nicht, ist mir aber vielmals so untergekommen. Eine Bekannte aus unserer Nachbarschaft (wir haben sie in der Stillgruppe zum ersten Mal getroffen) vermied auch immer peinlichst das Schlafthema. Unbekümmert wie ich nun mal bin, hab ich halt erzählt, daß wir alle in einem Bett schlafen und siehe da, auch noch "so eine".

Aber genausowenig verurteile ich Mamas und Papas, die das anders handhaben. Ich sag immer, jede Schlafsituation ist die optimalste, wenn alle drei (vier, fünf usw.) am nächsten Tag einigermassen erholt und glücklich aufwachen. Alles andere sind persönliche Vorstellungen, die jeder gerne individuell ausgestalten kann.
Mein Mann hatte gerade noch einen frechen Tip für dich: Das nächste Mal sagst du einfach, daß die genetische Disposition von deinen Eltern gelegt wurde und durch ihre Erziehung du zu dem Menschen geworden bist, der du nunmal bist. Also sind sie selber dran Schuld, daß du sturköpfiger bist, als sie dich gerne haben möchten.
liebe Grüße Tanya, Karsten und Florentin