Kurz vorm Aufgeben

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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stephanie79
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Kurz vorm Aufgeben

Beitrag von stephanie79 »

Hallo,
ich brauche aufmunternden Rat.

Ich stille seit Samstag alle 2 Stunden. Er trinkt innerhalb von 8 Min. beide Brüste leer und ist dann total quängelig.
Erst dachte ich er hat den nächsten Wachstumsschub. ABer 4 Tage zum einstellen ??

Als er heute nach jeweils ner Stunde wieder kam, Hab ich ihm nach 5 min. Stillen ´ne Flasche gemacht. Die Säuglingsmilch hat er nicht getrunken.
Hat zwar immer mal einen großen Schluk genommen, aber dann geleich dass Gesicht verzogen.
Einerseits bin ich ja froh, dass er die Flasche nicht getrunken hat, denn ich weis, dass es dann sehr schnell zum Abstillen umschlägt. Hab das leider bei meinem ersten Sohn erlebt.

Kann ich denn davon ausgehen, dass sich die Mumi Menge wieder anpasst, oder soll ich mich doch auf die Flasche einstellen.

Jona ist heute genau 4 Monate alt.

Danke für euren Rat.
Stephanie
jusl
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Re: Kurz vorm Aufgeben

Beitrag von jusl »

Ich hab jetzt Eure Vorgeschichte nicht parat - aber wieso glaubst Du, dass das Quengeln "zu wenig Milch" bedeutet??

LG,
Julia
stephanie79
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Re: Kurz vorm Aufgeben

Beitrag von stephanie79 »

jusl hat geschrieben:Ich hab jetzt Eure Vorgeschichte nicht parat - aber wieso glaubst Du, dass das Quengeln "zu wenig Milch" bedeutet??

LG,
Julia

Ich merke wie er an der Brust saugt aber nichts mehr herausbekommt.
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Mamma Mia
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Re: Kurz vorm Aufgeben

Beitrag von Mamma Mia »

Hi Stephanie,
ich fand bei meiner großen den 4 Monats Wachstumsschub am schlimmsten... der hat am längsten gedauert, und ich hab auch ne Flasche gemacht, sogar mehrmals, trotzdem bin ich wieder zum Vollstillen zurück, dank einer Freundin, nach so 2 Wochen war den Spuk vorbei. Ich hab auch schon gehört, dass ganz viele wegen dieses Schubs das Zufüttern anfangen... Nicht umsonst flattern um diese Zeit viele Babynahrungswerbungen ins Haus *ab dem 4. Monat*
Halt durch, es geht bestimmt vorbei....
Was bei mir unheimlich geholfen hat war alkoholfreies Weißbier zur Milchsteigerung....
Lg Nina
mit großer Tochter (07/05), kleiner Tochter (07/08) und süßer Fratz
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ClauWi Trageberaterin GK :-)
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aeselschatz
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Re: Kurz vorm Aufgeben

Beitrag von aeselschatz »

Vielleicht kommen einfach mehrere Dinge zusammen?

Um den 4. Monat herum sind Babys oftmals routiniert genug, um innerhalb kürzester Zeit ihren Hunger zu stillen. Was vorher vielleicht eine halbe Stunde dauerte, ist plötzlich in wenigen Minuten schon "erledigt". Hier zeigt sich also der Lernerfolg :wink:

Dass er häufig Stillen möchte, könnte schubbedingt sein. Zum einen, weil er vielleicht tatsächlich mehr Kalorien für sein Wachstum benötigt, als er bei einer Stillmahlzeit in seinem kleinen Bauch aufnehmen kann. Die von dir erwartete Anpassung der Milchmenge erfolgt also, aber halt nicht pro gewohnter "Mahlzeit", sondern durch häufigeres Stillen. Zum anderen bedeutet Schub nicht nur Wachstum (und Milchmengensteigerung), sondern vor allem ein Entwicklungssprung für die Kleinen. Und in dieser Phase sind sie einfach auch sehr trost- und nähebedürftig (sein Geknatsche würde da ins Bild passen) - Bedürfnisse, die sich - neben Hunger - wunderbar an Mamas Brust stillen lassen :wink:

Ich persönlich empfinde deine Schilderungen nicht als bedenklich. Es ist sicher kein Hunger, der ihm die Laune trübt. Und 2 Stunden Stillabstände liegen eigentlich auch durchaus im Rahmen. Hab Vertrauen in euch beide - und Geduld!

Übrigens bringt die Flasche nicht nur die Gefahr des schnelleren Abstillens mit sich. Sie löst einfach niemals ein Milchmengenproblem, denn mit jeder Flasche wird der Brust der Reiz entzogen, das Bedarfssignal, das dein Baby durch Saugen sendet.
Liebe Grüße von ... Sandra

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jusl
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Re: Kurz vorm Aufgeben

Beitrag von jusl »

Übrigens bringt die Flasche nicht nur die Gefahr des schnelleren Abstillens mit sich. Sie löst einfach niemals ein Milchmengenproblem, denn mit jeder Flasche wird der Brust der Reiz entzogen, das Bedarfssignal, das dein Baby durch Saugen sendet.
DAS ist der wesentliche Punkt! ;-)

Wenn Dein Baby "vor Hunger" quengeln sollte (wobei ich da ganz leise Zweifel anmelde... wie ist denn die Gewichtsentwicklung??), dann still eben öfter! Häufiges Stillen (nicht "längeres Stillen"!) erhöht die Milchmenge; der Hauptteil der Milch immer während(!) des Stillens selbst gebildet. Der Milchspendereflex funktioniert bei vielen Frauen ebenfalls besser, wenn nicht besonders lang, aber besonders oft gestillt wird. Wenn Dein Baby z.B. erstmals loslässt, oder Du merkst, dass der starke Milchfluss weniger wird, macht kurz ne Pause, einmal Windelwechseln oder einmal zusammen zum Briefkasten gehen oder sowas, und dann stillt Ihr "noch mal neu". Die meisten Babys kommen mit "kleinen, aber häufigen" Mahlzeiten auch am besten zurecht. ;-)

LG;
Julia
Lösche Benutzer 1828

Re: Kurz vorm Aufgeben

Beitrag von Lösche Benutzer 1828 »

Für mich hört sich das auch ganz normal an - gerade mein erstes Kind hatte eigentlich immer solche Stillabstände und war gesund,munter und kugelrund dabei.
sternchen84
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Re: Kurz vorm Aufgeben

Beitrag von sternchen84 »

Kann mich hier nur anschließen, für mich hört sich das auch alles normal an. Emily ist bis zum 6Monat alle 2 stunden zum trinken gekommen oder sogar als noch öfters...und von nachts wollen wir gar nicht reden, da kommt sie wenn sich zähne ankündigen oder sie gerade schubt u. U. auch alle stunde. Hin und wieder kommt es auch bei uns vor, dass die Milch ewig dauert bis sie einschießt und emily motzt dann auch rum, aber ich denke das ist alles völlig normal.
Rechtschreibfehler dürfen aufs iPad geschoben werden;-)


Liebe Grüße
Jessi mit der Mausi (02/2008), dem Bärchen(10/2011), dem Käferchen (08/2019)an der Hand und unser geliebtes Sternenkind (01/2011) fest im Herzen
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Drachenblut
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Re: Kurz vorm Aufgeben

Beitrag von Drachenblut »

Schließ mich auch mal an.

Als Felix 4 Monate alt war, hab ich nur geheult und dachte, ich mach alles falsch. Ich wollte zu stillen aufhören und das Tragen und das FB sein lassen, weil ich nicht mehr konnte und Felix sooo unzufrieden war. Und das hat lange gedauert!!! Ich denk da echt heute noch mit Schrecken an die Zeit zurück!

Was mir geholfen hat: mir hat hier jemand gesagt, dass er mich jetzt, wo er so unzufrieden ist, besonders braucht. Ich hatte damals gefragt, ob ich ihn nicht vielleicht doch mal weinen lassen müsste. Und da wurde mir folgendes gesagt: Stell Dir vor, ein Dir nahestehender Mensch stirbt. Du bist traurig und weinst und bist untröstlich. Nach einer Woche weinst Du immer noch. Da sagt Dein Mann, der Dich bisher getröstet hat: Okay, ich hab Dich jetzt so lange getröstet, und trotzdem weinst Du. Ich hör jetzt mal auf mit Trösten, das bringt ja eh nix. Will man natürlich nicht. Und so geht es jetzt wahrscheinlich Deinem Zwerg. Auch wenn er unzufrieden ist (und es liegt, wie schon andere gesagt haben, höchstwahrscheinlich nicht am Stillen), und untröstlich ist, braucht er Dich jetzt. Denn alleine weinen ist noch viel schlimmer, als jemanden dabei zu haben. Und er wird auch viel eher damit aufhören, wenn Du für ihn da bist. Also gib ihm, was er braucht, auch wenn er nicht sofort zeigt, dass er damit zufrieden ist. Es wird bestimmt dauern, aber es geht vorbei!!!
LG Drachenblut mit ihrer 3köpfigen Brut :-)

Erfahrungen sind wie Apfelkuchen:
am besten selbstgemacht!


(Tochter 1997, Sohn 1998, Sohn 2007)
stephanie79
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Re: Kurz vorm Aufgeben

Beitrag von stephanie79 »

Wir habens geschaft.

Danke für die vielen tipps und "Durchhalteparolen".

Heute haben wir bisher gewohnt, alle 3 Std gestillt und anschließend war er zufrieden. Wärend ich ja die ganze zeit vorher merkte dass er nach dem Stillen noch sehr unzufrieden war.

Ich bin froh, dass ich durchgehalten habe.

Danke nochmal
Stephanie
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