heute Morgen hatte ich mit Georg ein ziemlich tiefschürfendes Gespräch darüber, wer zuerst auf der Welt war. Das Thema bespricht er sehr gerne. Dann kam er ins Grübeln, wo er denn dann war, als es mich noch nicht gab. Da müsse er doch auch in irgendeinem Bauch gewesen sein? Ich habe ihm dann erklärt, dass es ihn da auch noch nicht gab. Wo er aber dann gewesen sei? Das wisse man nicht, habe ich geantwortet.
Jedenfalls habe ich ihn dann gefragt, wie es denn gewesen sei in Mamas Bauch. "Da war ganz viel Wasser! Ich habe immer gebadet!", und er strahlte richtig. "Echt, ganz viel Wasser?" - "Ja, und ich bin geschwommen und getaucht." "Und was war dann?" - "Dann wollte ich raus aber es ging nicht." - "Und dann?" - "Dann war ich draußen und Du warst weg."...
Krass, oder? Ich schwöre, wir haben das nie so besprochen, keine Bücher geschaut, in denen das mit dem Wasser thematisiert wurde usw. Ich war übrigens während und nach der Geburt immer bei ihm, aber fürs Baby muss die Mama ja tatsächlich so, wie es sie kannte, verschwunden sein, also dass sie es ganz umgeben hat, oder? Wahrscheinlich meinte er das.
Er sprach total offen und gerne darüber und hatte auch nicht diesen Blick, den ich mittlerweile kenne, wenn er sich was zurechtphantasiert
Dieses Gespräch ist sehr wertvoll für mich.
An die Geburt seiner Schwester und daran, dass es sie einmal nicht gegeben hat, erinnert er sich übrigens nicht mehr.



