Hallo ihr Lieben,
ich brauche mal euren Rat und eure Erfahrungen. Mein Sohn ist jetzt 10 Monate alt und er ist ein totales Stillkind. Er nimmt absolut nichts anderes an, weder Schnuller noch Fläschchen oder sonstige Beruhigungsmethoden. Ich bin langsam wirklich am Ende meiner Kräfte.
Mein Mann kann mir den Kleinen leider überhaupt nicht abnehmen, weil er sonst nur schreit und sich nicht beruhigen lässt. Das schlaucht mich enorm, weil ich quasi immer für ihn da sein muss.
Was die Situation zusätzlich erschwert: Er lässt sich beim Stillen von jeder Kleinigkeit ablenken und die Brust ist für ihn manchmal wie ein Spielzeug. Er spielt damit nur herum und zupft daran, sodass es langsam richtig weh tut. Es fühlt sich an, als würde er gar keine richtige Mahlzeit mehr zu sich nehmen, sondern nur noch nebenbei ein bisschen nuckeln. Man sagt ja immer, dass es ab der Beikost einfacher wird, aber bei uns wird es irgendwie nur schlimmer.
Ich frage mich langsam, ob es vielleicht mein "Fehler" war, weil ich ihm die Brust bei jeder Gelegenheit angeboten habe. Ist es ein Fehler, die Brust bei Weinen, Stößen, Frustration oder sonstigen Dingen anzubieten, oder soll er auch einfach mal weinen? Kennt das jemand von euch in dem Alter? Wie wurde es bei euch besser? Wir haben schon mit der Beikost angefangen, aber eine Mahlzeit wird dadurch noch nicht ersetzt.
Ich würde mich so freuen, von euch zu hören.
Baby 10 Monate Stillen ist momentan der Horror
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Lottilin
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Sommermama2017
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Re: Baby 10 Monate Stillen ist momentan der Horror
Es ist definitiv kein Fehler, als Trost zu stillen. Das war halt in der Vergangenheit halt einfach praktisch (war bei uns bei L auch so).
Mahlzeiten "ersetzen" muss 1. ja auch noch gar nicht sein und 2. war es zb bei uns auch so, das kam bei L erst viel später.
Wenn DICH das so nervt, dann darfst du da aber auch was ändern. einerseits könntest du Ablenkungen möglichst minimieren, zb im verdunkelten Schlafzimmer stillen.
Andererseits vielleicht konsequent abdocken, wenn gespielt wird, aufstehen (könnte aber auch nerven, wenn er dann alle 5 Minuten zwei Schluck trinken möchte...).
Ansonsten war das Alter bei vielen glaub ich anstrengend. Krabbeln wird gelernt, manche auch schon laufen, viel Neues... Das kann sich durchaus wieder entspannen.
Alles Gute!
Mahlzeiten "ersetzen" muss 1. ja auch noch gar nicht sein und 2. war es zb bei uns auch so, das kam bei L erst viel später.
Wenn DICH das so nervt, dann darfst du da aber auch was ändern. einerseits könntest du Ablenkungen möglichst minimieren, zb im verdunkelten Schlafzimmer stillen.
Andererseits vielleicht konsequent abdocken, wenn gespielt wird, aufstehen (könnte aber auch nerven, wenn er dann alle 5 Minuten zwei Schluck trinken möchte...).
Ansonsten war das Alter bei vielen glaub ich anstrengend. Krabbeln wird gelernt, manche auch schon laufen, viel Neues... Das kann sich durchaus wieder entspannen.
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Liebe Grüße von Sommermama mit L. 07/17 und A. 01/21
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Juli90
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Re: Baby 10 Monate Stillen ist momentan der Horror
Ich kann dir auch nur aus meiner aktuellen Erfahrung berichten, dass du bestimmt nichts falsch machst. Meine Jungs sind 11 Monate (korrigiert 10) und könnten unterschiedlicher nicht sein. Der eine ist ein „Musterknabe“, was das Stillen angeht: immer konzentriert bei der Sache, dockt nach exakt 5 min selbst ab, lächelt mich an und spielt glücklich weiter. Und dann ist da noch der andere: zappelt rum, beißt in die Brustwarze, dockt ständig ab und an etc.
Ich habe sie bestimmt nicht bewusst anders behandelt und trotzdem verhalten sie sich gerade so unterschiedlich - und beides ist sicherlich irgendwie „normal“. Denn vor gut einem Monat haben sie sich genau anders herum verhalten. Alles nur eine Phase und so.
Also halte irgendwie durch, wenn es für dich noch geht. Konkret könntest du es noch im Liegen probieren mit dem Stillen. Das hilft bei uns immer, da ich ihn dann nicht irgendwie festhalten muss und dann ist er oft viel ruhiger.
Zu deinem Zeiten Thema Beikost: Wir stillen auch noch sehr oft (mind. alle 3 Stunden), weil sie keine so großen Esser sind. Aber ich habe mich dazu entschlossen, mich darüber einfach zu freuen und es zu genießen, anstatt mir Sorgen zu machen. Die Stillzeit ist dann doch am Ende wahrscheinlich viel zu schnell vorbei und dann werden sie den Rest ihres Lebens noch genug essen.
Ich habe sie bestimmt nicht bewusst anders behandelt und trotzdem verhalten sie sich gerade so unterschiedlich - und beides ist sicherlich irgendwie „normal“. Denn vor gut einem Monat haben sie sich genau anders herum verhalten. Alles nur eine Phase und so.
Zu deinem Zeiten Thema Beikost: Wir stillen auch noch sehr oft (mind. alle 3 Stunden), weil sie keine so großen Esser sind. Aber ich habe mich dazu entschlossen, mich darüber einfach zu freuen und es zu genießen, anstatt mir Sorgen zu machen. Die Stillzeit ist dann doch am Ende wahrscheinlich viel zu schnell vorbei und dann werden sie den Rest ihres Lebens noch genug essen.
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Kirby
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Re: Baby 10 Monate Stillen ist momentan der Horror
Das klingt wie bei meiner Tochter, nur dass sie beim Stillen sich nicht hat ablenken lassen.
Nein, du machst nichts falsch und du hast du Situation nichts selbst verursacht. Dein Kind hat ein großes Saug- und Nähebedürfnis, akzeptiert nur das “Original” und noch kein großes Verlangen nach fester Kost. Alles ok für 10 Monate, aber sehr anstrengend.
Ich würde die nicht-stillenden Bezugspersonen ermutigen, sich etwas mehr zuzutrauen und andere Wege zu finden, das Kind zu beruhigen. Bei uns hat das Tragen funktioniert, damit ich mal wieder länger außer Haus kann. Es wird auf jeden Fall von alleine besser, aber das kann dauern. Bei uns hat erst die Kita mit 19 Monaten Erleichterung gebracht. Dort war sie gut abgelenkt, ich war raus und die Profis dort wissen, wie man ein Kind beruhigen und ablenken kann und nehmen die Sehnsucht des Kindes nach Mama nicht persönlich.
Nein, du machst nichts falsch und du hast du Situation nichts selbst verursacht. Dein Kind hat ein großes Saug- und Nähebedürfnis, akzeptiert nur das “Original” und noch kein großes Verlangen nach fester Kost. Alles ok für 10 Monate, aber sehr anstrengend.
Ich würde die nicht-stillenden Bezugspersonen ermutigen, sich etwas mehr zuzutrauen und andere Wege zu finden, das Kind zu beruhigen. Bei uns hat das Tragen funktioniert, damit ich mal wieder länger außer Haus kann. Es wird auf jeden Fall von alleine besser, aber das kann dauern. Bei uns hat erst die Kita mit 19 Monaten Erleichterung gebracht. Dort war sie gut abgelenkt, ich war raus und die Profis dort wissen, wie man ein Kind beruhigen und ablenken kann und nehmen die Sehnsucht des Kindes nach Mama nicht persönlich.
Tochter 07/22 🧒
Sohn 05/25 👶🏻
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