Der Pferde-Fred
- jessy80
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Re: Der Pferde-Fred
Ich habe mein pony verkauft, als ich mit dem dritten Kind schwanger war, weil er zum rumstehen einfach zu jung war.
Es fiel mir infassbar schwer, aber wsr die richtige Entscheidung. Ich würde auch heute keinem Pferd gerecht werden können und das jederzeit dicke Tierarztkosten entstehen können und eine intensive Betreuung nötig werden kann...das hat mir so viele schlaflose Nächte bereitet.
Zumal die Kosten inzwischen für die Haltung auch immens gestiegen sind.
Inzwischen sind fast 10 Jahre vergangen und ich kann mir kein Pferd mehr in meinem Leben vorstellen, also in meiner Phantasie ja, aber in der Realität nicht.
Es fiel mir infassbar schwer, aber wsr die richtige Entscheidung. Ich würde auch heute keinem Pferd gerecht werden können und das jederzeit dicke Tierarztkosten entstehen können und eine intensive Betreuung nötig werden kann...das hat mir so viele schlaflose Nächte bereitet.
Zumal die Kosten inzwischen für die Haltung auch immens gestiegen sind.
Inzwischen sind fast 10 Jahre vergangen und ich kann mir kein Pferd mehr in meinem Leben vorstellen, also in meiner Phantasie ja, aber in der Realität nicht.
Räuberbande (04/02; 03/15; 07/16) *(02/14)
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Elena
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Re: Der Pferde-Fred
Oh ja, viermal am Tag Augensalbe...jessy80 hat geschrieben: 27.08.2025, 21:16das jederzeit dicke Tierarztkosten entstehen können und eine intensive Betreuung nötig werden kann...
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Plueschwuschel
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Re: Der Pferde-Fred
Den Mental Load rund ums eigene Pferd fand ich eigentlich sehr erfüllend. Ein Lebewesen bestmöglich zu umsorgen, sich in interessante Themen intensiv einzuarbeiten, mit Gleichgesinnten auszutauschen und dann im besten Falle zu sehen, dass Pläne funktionieren, war für mich schon sehr bereichernd.
Was wirklich schlaflose Nächte bereiten kann, sind unkalkulierbare TA-Kosten. OP-Versicherungen gehören ja schon fast dazu. Krankenvollversicherungen werden immer populärer, für die Beiträge könnte man z.T. auch Menschen krankenversichern.
Mein Pferd ist leider nach nur zwei gemeinsamen Jahren über die Regenbogenbrücke gegangen. Ich trage im Moment nicht genug Risiko- / Entschlussfreude in mir, um auf ein neues Pferd zuzugehen - hatte zwar schon gesucht, aber es passte immer irgendwas nicht. Zuletzt sagte ich ein Pony zu - und in dem Moment wurde es einen ganzen Batzen teurer. Viele Privatverkäufer:innen wollen keine AKU (geben es aber nicht offen zu). Ermüdend.
Nun habe ich eine RB an unserem Stall angenommen und bemerke jetzt schon, dass es einfach nicht das gleiche ist. Sicherlich wird irgendwann mittelfristig wieder ein Pferd bei uns einziehen.
Was wirklich schlaflose Nächte bereiten kann, sind unkalkulierbare TA-Kosten. OP-Versicherungen gehören ja schon fast dazu. Krankenvollversicherungen werden immer populärer, für die Beiträge könnte man z.T. auch Menschen krankenversichern.
Mein Pferd ist leider nach nur zwei gemeinsamen Jahren über die Regenbogenbrücke gegangen. Ich trage im Moment nicht genug Risiko- / Entschlussfreude in mir, um auf ein neues Pferd zuzugehen - hatte zwar schon gesucht, aber es passte immer irgendwas nicht. Zuletzt sagte ich ein Pony zu - und in dem Moment wurde es einen ganzen Batzen teurer. Viele Privatverkäufer:innen wollen keine AKU (geben es aber nicht offen zu). Ermüdend.
Nun habe ich eine RB an unserem Stall angenommen und bemerke jetzt schon, dass es einfach nicht das gleiche ist. Sicherlich wird irgendwann mittelfristig wieder ein Pferd bei uns einziehen.
Nur drei können einander in die Mitte nehmen: Schulkind E. (12/11), Kindergartenkind H. (07/17), Baby P. (03/19)
und Sternenkind Jannis (07/10)
und Sternenkind Jannis (07/10)
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Doro31
- alter SuT-Hase
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Re: Der Pferde-Fred
Ich habe das große Glück, dass meine Isi-Dame mit Vollverpflegung in einer Isi-Herde steht. Mental Load im Normalfall nahe 0, Hufschmied und nötige Impfungen werden von den Stallbesitzern organisiert, die Ponys haben täglich Weidegang. Als mein Pferd mit seiner Lungengeschichte akut krank war, habe ich natürlich schon mehr Zeit und Gedanken dort verbracht, aber das ist zum Glück nur eine begrenzte Zeitspanne gewesen.
Doro mit den drei Blondschöpfen (11/09, 07/12 und 02/15)
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Francisam
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Re: Der Pferde-Fred
Ich empfinde den Mental Load als sehr groß. Die Freude und der mentale Benefit, den ich aus der Zeit beim Pferd ziehe, ist auch groß und ich kann mir eigentlich kein Leben ohne (eigenes) Pferd vorstellen. Aber ja, die Belastung empfinde ich als immens.
Obwohl mein Pferd in Vollversorgung im gut geführten Offenstall steht und ich nicht jeden Tag hin muss und zwei Tage pro Woche meine tolle RB übernimmt. Mehr als zweimal pro Woche, wenn’s ganz gut läuft dreimal pro Woche, schaffe ich es nicht zum Stall; neben drei Kindern, anderen Haustieren, Haus, 25 Stunden Arbeit bleibt einfach nicht genug Zeit zur freien Verfügung.
Der Gedanke an viermal täglich Augensalbe löst bei mir echte Beklemmung aus - ich wüsste gar nicht, wie das gehen soll.
Und neben all den Gedanken, die ich mir um das Wohlergehen des Pferdes mache, sind die Kosten, selbst die planbaren, wirklich irre. Mein Stall ist im Umkreis sehr, sehr günstig für das gute Angebot, aber wenn ich alle Fixkosten überschlage, lande ich locker bei 600 Euro pro Monat. Wenn ich es zehnmal im Monat zum Stall schaffe, sind das also mindestens 60 Euro pro Besuch…
Ich liebe dieses Pferd sehr und ich ziehe sehr viel aus der Zeit, die wir miteinander verbringen. Aber ich weiß nicht, ob es nach ihm noch eins geben wird.
Was mich noch mehr beschäftigt als die Kosten und die Verantwortung, ist mittlerweile die Frage, ob ich Reiten (an sich und als Sport) noch mit meiner Idee von Tierschutz vereinbaren kann. Ich glaube nicht, dass Pferde sich aus freien Stücken für einen Menschen auf ihrem Rücken und ein Gebiss im Maul entscheiden würden.
Ich reite total gerne und ich liebe Springreiten, aber moralisch finde ich es seit einiger Zeit fragwürdig und komme für mich (noch) nicht zu einer Lösung.
Obwohl mein Pferd in Vollversorgung im gut geführten Offenstall steht und ich nicht jeden Tag hin muss und zwei Tage pro Woche meine tolle RB übernimmt. Mehr als zweimal pro Woche, wenn’s ganz gut läuft dreimal pro Woche, schaffe ich es nicht zum Stall; neben drei Kindern, anderen Haustieren, Haus, 25 Stunden Arbeit bleibt einfach nicht genug Zeit zur freien Verfügung.
Der Gedanke an viermal täglich Augensalbe löst bei mir echte Beklemmung aus - ich wüsste gar nicht, wie das gehen soll.
Und neben all den Gedanken, die ich mir um das Wohlergehen des Pferdes mache, sind die Kosten, selbst die planbaren, wirklich irre. Mein Stall ist im Umkreis sehr, sehr günstig für das gute Angebot, aber wenn ich alle Fixkosten überschlage, lande ich locker bei 600 Euro pro Monat. Wenn ich es zehnmal im Monat zum Stall schaffe, sind das also mindestens 60 Euro pro Besuch…
Ich liebe dieses Pferd sehr und ich ziehe sehr viel aus der Zeit, die wir miteinander verbringen. Aber ich weiß nicht, ob es nach ihm noch eins geben wird.
Was mich noch mehr beschäftigt als die Kosten und die Verantwortung, ist mittlerweile die Frage, ob ich Reiten (an sich und als Sport) noch mit meiner Idee von Tierschutz vereinbaren kann. Ich glaube nicht, dass Pferde sich aus freien Stücken für einen Menschen auf ihrem Rücken und ein Gebiss im Maul entscheiden würden.
Ich reite total gerne und ich liebe Springreiten, aber moralisch finde ich es seit einiger Zeit fragwürdig und komme für mich (noch) nicht zu einer Lösung.
... mit Mini (13.02.2015), Mikrobe (10.12.2016) und Olezahn (06.10.2022)
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Francisam
- ist nicht mehr wegzudenken
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Re: Der Pferde-Fred
Zum Thema Sarkoid: ich würde es nicht tun. Ich hatte zehn Jahre lang ein Pferd mit großem Sarkoid, das immer wieder Probleme gemacht hat. Zum Glück an einer Stelle, die keine Einschränkung beim Reiten bedeutet hat, aber das Ding hat über die Jahre immer mal wieder "gearbeitet", sich entzündet und verändert.
Das Pferd einer Stallkollegin hat immer wieder kleinere Sarkoide, von denen nun drei im Bereich der Sattellage und des Gurts operativ entfernt wurden und es wird noch Monate dauern, bis das so verheilt ist, dass man wieder satteln kann. Insgesamt geht sie von einer Pause von knapp fünf Monaten aus und im schlechtesten Fall kommen die Dinger an anderer Stelle einfach wieder.
Wenn ich ein Pferd primär als Reitpferd kaufen wollen würde, wäre das für mich eine Red Flag.
Das Pferd einer Stallkollegin hat immer wieder kleinere Sarkoide, von denen nun drei im Bereich der Sattellage und des Gurts operativ entfernt wurden und es wird noch Monate dauern, bis das so verheilt ist, dass man wieder satteln kann. Insgesamt geht sie von einer Pause von knapp fünf Monaten aus und im schlechtesten Fall kommen die Dinger an anderer Stelle einfach wieder.
Wenn ich ein Pferd primär als Reitpferd kaufen wollen würde, wäre das für mich eine Red Flag.
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Elena
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Re: Der Pferde-Fred
Hier ging es nur, weil ich nur 1,5 km vom Stall entfernt wohne. Einmal morgens um 7 hin, dann mittags, nachmittags nochmal und abends um 10.Francisam hat geschrieben: 01.09.2025, 21:55 Der Gedanke an viermal täglich Augensalbe löst bei mir echte Beklemmung aus - ich wüsste gar nicht, wie das gehen soll.
Spannende Frage. Ich habe mir nach den Problemen mit meinem Pferd eine Trainerin gesucht, mit der ich eigentlich nur etwas an den "Umgangsformen" meines Pferdes feilen wollte. Klarer Kommunizieren, besser respektiert werden, Distanzen einhalten und so. Die Trainerin arbeitet bevorzugt gebisslos und nach den Grundsätzen der Akademischen Reitkunst und mit sehr viel Körpersprache und nie gegen das Pferd. Sie bildet gerade ein eigenes Jungpferd aus - 5jährig und noch ohne Reitererfahrung kam es zu ihr. Sie hat nur einen kleinen Reitplatz am Stall und arbeitet dort, aber auch sehr viel im Gelände. Sie hatte das Jungpferd anfangs viel als Handpferd mit ihrer älteren Stute dabei, dann hat sie ganz klassisch angefangen, es an den Reiter zu gewöhnen. Sie hat das Pferd immer sehr gut im Blick, die Stimmung an dem Tag. Ein typisches Training mit ihrem Jungpferd sieht mittlerweile so aus, dass sie mit gebisslosem Zaum und Knotenzügeln ohne Sattel mit ihr in den Wald zieht, erstmal nur nebenher oder sogar hinterher läuft (das Pferd läuft streckenweise wie ein Hund mit ihr mit!), dann parkt sie das Pferd an einer Bank oder einem Baumstamm zum Aufsteigen ein, schaut dabei, ob das Pferd mitmacht und ruhig ist oder nicht. Wenn alles passt, steigt sie auf, reitet 5 Minuten, steigt wieder ab etc. Ihre ältere Stute hat sie ähnlich ausgebildet und reitet mittlerweile Lektionen der Hohen Schule mit ihr - gebisslos und sehr entspannt.Was mich noch mehr beschäftigt als die Kosten und die Verantwortung, ist mittlerweile die Frage, ob ich Reiten (an sich und als Sport) noch mit meiner Idee von Tierschutz vereinbaren kann. Ich glaube nicht, dass Pferde sich aus freien Stücken für einen Menschen auf ihrem Rücken und ein Gebiss im Maul entscheiden würden.
Ich reite total gerne und ich liebe Springreiten, aber moralisch finde ich es seit einiger Zeit fragwürdig und komme für mich (noch) nicht zu einer Lösung.
Ich arbeite mit meinem Pferd auch nur gebisslos (hat den unschätzbaren Vorteil, dass man keine Trense abzuwaschen hat nach dem Reiten!). Er hat das sehr schnell gelernt und auch indirekte Zügelhilfen aus der Akademischen Reitkunst schnell angenommen. Und er ist ein nicht herausragend intelligenter Warmblüter - ich denke, jedes Pferd kann auf gebisslos umsteigen, wenn man das will. Ich persönlich mag gebisslos mittlerweile viel lieber und finde es viel praktischer. Ich mache sowohl Bodenarbeit gebisslos als auch das Reiten (was ich wegen der komischen Ausraster meines Pferdes ohnehin nicht so oft mache).
Ich denke aber, ein Pferd kann auch mit Gebiss glücklich sein - und gebisslos unglücklich natürlich auch. Mein Pferd hat ja immer mal wieder Ausraster, bei den er wie ein Wilder losrast. Wenn er die nicht hat, ist er superkooperativ und bemüht, es dem Reiter/Menschen recht zu machen. Er wird supergerne gelobt und zeigt, was er kann.
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Doro31
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Re: Der Pferde-Fred
Elena, das klingt bei Dir total stimmig mit Deinem Pferd und seiner Ausbildung!
Mögt ihr mal ein bißchen mit mir Brainstorming machen? Ich mache mir gerade Gedanken um die Zukunft.
Ich bin jetzt 48 und meine Stute 13. Es ist also davon auszugehen, dass ich sie nicht bis an mein Lebensende reiten werde. Und jetzt stellt sich mir die Frage, ob ich sie in 1-2 Jahren vielleicht decken lassen könnte. Sie wäre dann 15, wenn ihr Fohlen kommt, und wenn das dann mit 5 so langsam anfängt, reitbar zu sein (ist ein Isländer, vor 4 werde ich es nicht anreiten), dann ist meine Dame 20 und könnte Stück für Stück mehr ihre Rente genießen.
Jetzt bin ich total hin- und hergerissen. Die Alternative wäre ja, einfach abzuwarten, bis ich merke, sie wird alt, und später nochmal ein jüngeres Pferd zu kaufen. Allzu spät möchte ich das aber auch nicht machen, denn irgendwie kann ich mir nicht vorstellen, mit über 60 nochmal einen Jungspund auszubilden. Und wenn ich meinem Mann die Preise für ältere, fertig ausgebildete Isländer zeige, muss er gut sitzen
Abgesehen davon, dass sowieso alles anders kommen kann, als man es sich vorstellt, habe ich bisher folgende Punkte auf meiner Liste:
Dafür spricht:
- die Hofbesitzer haben schon etliche Fohlen selbst gezogen, das Know-How ist also vorhanden, der Platz auch, und beim Einreiten bekomme ich Hilfe
- die Hofbesitzer planen für ihre eigene Stute auch nochmals Nachwuchs, Fohlengesellschaft wäre also vorhanden
- ein eigenes Fohlen!, und wenn das Fohlen nicht heimlich mitten in der Nacht kommt, werde ich bestimmt zur Geburt gerufen
- meine Stute ist wirklich gut gebaut, hat eine gute Gangverteilung, sauber getrennte Gänge, eine gute Abstammung, ist klar im Kopf (abgesehen von einer Kuh-Phobie...)
- ich kenne das Fohlen von kleinauf, kann über die Ausbildung und den Zeitraum entscheiden
- es wird trotz aller Kosten etwas günstiger sein als ein bereits eingerittenes Pferd
Dagegen:
- ich kann mein Pferd ein Jahr nicht reiten (oder zumindest nur unter extrem erschwerten Bedingungen, weil die Weiden direkt am Hof für die Reitpferde sind)
- meine Stute hat eine Allergie (vermutlich gegen Schimmelpilze, wurde aber nie 100% geklärt). Solange ich sie regelmäßig inhalieren lasse, ist die kein Problem, aber vererben könnte sie sich wahrscheinlich schon. Was, wenn das Fohlen das dann schlimmer hat als sie?
- ich hätte gerne wieder ein braunes Pferd
Ich weiß ja, dass man auf der Farbe nicht reiten kann, und dunkelbraun oder schwarz wäre auch ok für mich, aber bitte kein Fuchs 
- Aufwand mit Tupferprobe, Hengstsuche (da würde mir bestimmt meine Reitlehrerin helfen), Rossebestimmung etc.
Fällt euch noch was ein, was ich übersehen habe?
Mögt ihr mal ein bißchen mit mir Brainstorming machen? Ich mache mir gerade Gedanken um die Zukunft.
Ich bin jetzt 48 und meine Stute 13. Es ist also davon auszugehen, dass ich sie nicht bis an mein Lebensende reiten werde. Und jetzt stellt sich mir die Frage, ob ich sie in 1-2 Jahren vielleicht decken lassen könnte. Sie wäre dann 15, wenn ihr Fohlen kommt, und wenn das dann mit 5 so langsam anfängt, reitbar zu sein (ist ein Isländer, vor 4 werde ich es nicht anreiten), dann ist meine Dame 20 und könnte Stück für Stück mehr ihre Rente genießen.
Jetzt bin ich total hin- und hergerissen. Die Alternative wäre ja, einfach abzuwarten, bis ich merke, sie wird alt, und später nochmal ein jüngeres Pferd zu kaufen. Allzu spät möchte ich das aber auch nicht machen, denn irgendwie kann ich mir nicht vorstellen, mit über 60 nochmal einen Jungspund auszubilden. Und wenn ich meinem Mann die Preise für ältere, fertig ausgebildete Isländer zeige, muss er gut sitzen
Abgesehen davon, dass sowieso alles anders kommen kann, als man es sich vorstellt, habe ich bisher folgende Punkte auf meiner Liste:
Dafür spricht:
- die Hofbesitzer haben schon etliche Fohlen selbst gezogen, das Know-How ist also vorhanden, der Platz auch, und beim Einreiten bekomme ich Hilfe
- die Hofbesitzer planen für ihre eigene Stute auch nochmals Nachwuchs, Fohlengesellschaft wäre also vorhanden
- ein eigenes Fohlen!, und wenn das Fohlen nicht heimlich mitten in der Nacht kommt, werde ich bestimmt zur Geburt gerufen
- meine Stute ist wirklich gut gebaut, hat eine gute Gangverteilung, sauber getrennte Gänge, eine gute Abstammung, ist klar im Kopf (abgesehen von einer Kuh-Phobie...)
- ich kenne das Fohlen von kleinauf, kann über die Ausbildung und den Zeitraum entscheiden
- es wird trotz aller Kosten etwas günstiger sein als ein bereits eingerittenes Pferd
Dagegen:
- ich kann mein Pferd ein Jahr nicht reiten (oder zumindest nur unter extrem erschwerten Bedingungen, weil die Weiden direkt am Hof für die Reitpferde sind)
- meine Stute hat eine Allergie (vermutlich gegen Schimmelpilze, wurde aber nie 100% geklärt). Solange ich sie regelmäßig inhalieren lasse, ist die kein Problem, aber vererben könnte sie sich wahrscheinlich schon. Was, wenn das Fohlen das dann schlimmer hat als sie?
- ich hätte gerne wieder ein braunes Pferd
- Aufwand mit Tupferprobe, Hengstsuche (da würde mir bestimmt meine Reitlehrerin helfen), Rossebestimmung etc.
Fällt euch noch was ein, was ich übersehen habe?
Doro mit den drei Blondschöpfen (11/09, 07/12 und 02/15)
- Mausebär
- gehört zum Inventar
- Beiträge: 594
- Registriert: 28.01.2017, 10:22
Re: Der Pferde-Fred
Ein eigenes Fohlen würde ich mir nicht mehr ziehen, denn
1.) war es bei mir nicht günstiger als ein bereits ausgebildetes Pferd - wenn du erst 5 jährig anreitest, hast du ca. 4,5 Jahre Einstellgebühr gezahlt, dann noch Tierarzt und Hufschmied - also 50Monate à 250€ = 12500€, Hufschmied alle 8 Wochen à 60€ = 1620€, Tierarzt 1mal jährlich à 200€ = 1000€
Sind schon mal gut 15.000€ ohne dass du jemals oben gesessen bist und nur dann wenn das Pferd immer gesund war.
2.) was ist wenn dir das Pferd charakterlich und vom Reitgefühl her nicht gefällt?
Es ist schön, ein Fohlen vom ersten Moment an zu begleiten, es aufwachsen zu sehen und es selbst auszubilden! Aber es gibt doch auch einige Punkte die dagegen sprechen können und die man gut überlegen sollte.
Ich wünsche dir auf alle Fälle alles Gute und dass du die für dich passende Entscheidung triffst
1.) war es bei mir nicht günstiger als ein bereits ausgebildetes Pferd - wenn du erst 5 jährig anreitest, hast du ca. 4,5 Jahre Einstellgebühr gezahlt, dann noch Tierarzt und Hufschmied - also 50Monate à 250€ = 12500€, Hufschmied alle 8 Wochen à 60€ = 1620€, Tierarzt 1mal jährlich à 200€ = 1000€
Sind schon mal gut 15.000€ ohne dass du jemals oben gesessen bist und nur dann wenn das Pferd immer gesund war.
2.) was ist wenn dir das Pferd charakterlich und vom Reitgefühl her nicht gefällt?
Es ist schön, ein Fohlen vom ersten Moment an zu begleiten, es aufwachsen zu sehen und es selbst auszubilden! Aber es gibt doch auch einige Punkte die dagegen sprechen können und die man gut überlegen sollte.
Ich wünsche dir auf alle Fälle alles Gute und dass du die für dich passende Entscheidung triffst
Völlig verrückte Familie mit Mausebär 12/2016 und Knödl 10/2023 :smilie_und_kind:
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Doro31
- alter SuT-Hase
- Beiträge: 2566
- Registriert: 08.02.2010, 12:15
Re: Der Pferde-Fred
Danke für den Denkanstoß, Mausebär. Die Kosten wären bei mir doch um einiges geringer, weil das Fohlen im ersten Jahr, wenn es bei der Mutter mitläuft, nicht extra kosten würde, und danach ca. 130€ pro Monat. Und das mit dem Einreiten habe ich vielleicht etwas falsch ausgedrückt - ich würde schon 4 jährig einreiten, aber dann auch nur 2-3x pro Woche für eine Viertelstunde oder so reiten. So wird es dort jedenfalls momentan gehandhabt, um die Pferde nicht zu überfordern.
Im Moment geht meine Tendenz aber tatsächlich eher in Richtung gegen ein eigenes Fohlen. Da gibt es einfach so viele Unsicherheiten (nicht zuletzt, dass mein Job nicht mehr so 100%-ig sicher wirkt wie noch vor einem Jahr). Na ja, noch habe ich ja etwas Zeit, um mich zu entscheiden...
Im Moment geht meine Tendenz aber tatsächlich eher in Richtung gegen ein eigenes Fohlen. Da gibt es einfach so viele Unsicherheiten (nicht zuletzt, dass mein Job nicht mehr so 100%-ig sicher wirkt wie noch vor einem Jahr). Na ja, noch habe ich ja etwas Zeit, um mich zu entscheiden...
Doro mit den drei Blondschöpfen (11/09, 07/12 und 02/15)