Wir haben uns mit unseren Untermietern auf dem Dachboden inzwischen arrangiert und leben in friedlicher Co-Existenz.

Seitdem wir alle Ritzen in der Decke, die zum Dachboden gingen, geschlossen haben, haben wir keine mehr in der Wohnung. Auf dem Dachboden, den wir eh nicht nutzen, dürfen sie unseretwegen wohnen und uns die Mücken vom Leib halten.
Erfahrungsgemäß waren es auch hier eher die kleinen Babys, die immer neugierig in irgendwelche Löcher geguckt haben und dann schonmal runtergepurzelt sind. Und die kommen dann leider nicht mehr alleine zu ihrer Mama zurück. Entweder schafft diese es, zu ihnen zu kommen und sie zurückzutragen, oder aber man müsste nachhelfen und das Baby dahin halten, wo es vermutlich runtergefallen ist, so dass es wieder hochkrabbeln kann. So hat es uns der Nabu-Mann geraten.
Gesundheitlich bedenklich sind lebende Fledermäuse nicht. Und tote auch nicht, würde ich mal so sagen. Ich denke, dass bei euch im Dachboden oder unter den Dachschindeln so wie bei uns eine Kolonie von Mamas mit ihren Babys lebt. Du kannst mal schauen, ob du am Dachboden irgendwas erkennen kannst, zum Beispiel kleine Kotkrümmelchen, ähnlich wie Mäusekot. In der Regel liegt das aber außen unter ihrem Einflugloch, weil sie sich eher draußen entleeren. Du könntest also mal ums Haus laufen und in Mauernähe schauen, ob du Spuren findest.
Auch, wenn die Vorstellung von Fledermäusen vielleicht nicht so toll ist, gerade, wenn man tote Babys findet, würde ich nichts weiter unternehmen. Das sind sehr nützliche und geschützte Tierchen, die kaum noch ein Zuhause finde, wo sie ihre Jungen großziehen können. Solche Mutterstuben sind auch nur ein paar Wochen bewohnt; wenn die Kinder größer sind, fliegen alle aus und suchen sich ein neues Zuhause. Wir hatten die Tage auch ein Baby im Flur gefunden, die werden also momentan mobil, und dann dauert es nicht mehr lange, bis alle ausgezogen sind.