Dann stell ihm die Gegenfrage. Was wäre wenn Du ne Band hättest oder sonst ein zeitraubendes Hobby? Er muss es anerkennen, wirklich anerkennen, wie du ihm den Rücken frei hälst, für seine Arbeit,für seine Hobbys. Es ist genauso sein Kind! Dass fürs Kind nur die Mutter zuständig ist ist patriarchales 60er Jahre Denken. In einer gleichberechtigten Partnerschaft auf Augenhöhe werden alle Arbeiten, egal ob Erwerbsarbeit oder Care-Arbeit, gleich wichtig bewertet. Du brauchst Entlastung, um nicht kaputt zu gehen. Es sollte selbstverständlich für beide Elternteile sein, fürs Kind da zu sein.MiaSonne hat geschrieben: 22.03.2025, 18:04Ja, ich weiß das und sage das auch, wir reden/streiten oft darüber. Er ist der Meinung, dass er ja schon total viel macht und fragt mich dann auch oft was ich eigentlich machen würde, wenn er zum Beispiel noch eine Band hätte (er hat viele Freunde, die hobbymäßig Musiker sind…). Oder wenn er nur am Wochenende zuhause wäre wie sein Onkel damals als die Kinder klein waren…Kleine hat geschrieben: 22.03.2025, 17:31 Ganz ehrlich: Du arbeitest im Gegensatz zu deinem Mann 24/7… ohne Pause… nur, weil du nicht mit Geld bezahlt wirst, heißt das nicht, dass du nicht arbeitest…![]()
Bedürfnisse des Kindes überfordern mich
Moderator: Giraeffchen
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Re: Bedürfnisse des Kindes überfordern mich
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Amber mit dem Elftklässler (Mai 2009) und der Neuntklässlerin (Januar 2011)
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Re: Bedürfnisse des Kindes überfordern mich
Ich geh mal bewusst nicht auf den papa ein, dazu wurde schon viel geschrieben, eine direkte Hilfe bekommst du an dieser Stelle aber ja scheinbar nicht...
Ich musste das Krötenkind auch mehrmals nachts abstillen, weil mir genau das gleiche passiert ist wie dir: erst ist es super anstrengend, weshalb man dringend etwas ändern möchte, es klappt dann irgendwann ganz ok und dann ist irgendwas (Krankheit, Urlaub, einfach Müdigkeit), es bürgert sich ein, dass doch wieder nachts gestillt wird, das Kind wird wieder häufiger wach und dann ist man wieder am Anfang...
Ich möchte dich daher ermutigen es nochmal zu versuchen. Vielleicht müsst ihr dann zum ersten Stillen wirklich aufstehen (also Stillen und Bett entkoppeln) und vielleicht fühlt sich das erstmal schlimmer an als die Nächte jetzt, aber ich bin mir sicher, dass dein Kind bald versteht, dass es wirklich nicht lohnt zum stillen wach zu werden und es pendelt sich wieder auf die 1-3x aufwachen in der Nacht ein, die ihr schon mal hattet. Meine Tochter wollte gar nichts nachts haben, mein Sohn hatte tatsächlich Durst und hat dann aus seiner Wasserflasche getrunken, aber beide sind nach elner gewissen Übergangsphase viel viel seltener nachts aufgewacht als zu Stillzeiten. Durchhalten, du schaffst das
Ich musste das Krötenkind auch mehrmals nachts abstillen, weil mir genau das gleiche passiert ist wie dir: erst ist es super anstrengend, weshalb man dringend etwas ändern möchte, es klappt dann irgendwann ganz ok und dann ist irgendwas (Krankheit, Urlaub, einfach Müdigkeit), es bürgert sich ein, dass doch wieder nachts gestillt wird, das Kind wird wieder häufiger wach und dann ist man wieder am Anfang...
Ich möchte dich daher ermutigen es nochmal zu versuchen. Vielleicht müsst ihr dann zum ersten Stillen wirklich aufstehen (also Stillen und Bett entkoppeln) und vielleicht fühlt sich das erstmal schlimmer an als die Nächte jetzt, aber ich bin mir sicher, dass dein Kind bald versteht, dass es wirklich nicht lohnt zum stillen wach zu werden und es pendelt sich wieder auf die 1-3x aufwachen in der Nacht ein, die ihr schon mal hattet. Meine Tochter wollte gar nichts nachts haben, mein Sohn hatte tatsächlich Durst und hat dann aus seiner Wasserflasche getrunken, aber beide sind nach elner gewissen Übergangsphase viel viel seltener nachts aufgewacht als zu Stillzeiten. Durchhalten, du schaffst das
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mit Krötenkind 9/16 und "Paulchen" 5/19
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Reh
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Re: Bedürfnisse des Kindes überfordern mich
Ginge es, dass dein Partner morgens mit dem Kind aufsteht und es zur Tagesmutter bringt?
Bei mir klappt liegen Bleiben und weiter schlafen oft ganz gut, da finde ich teilweise erst richtig in eine Tiefschlafphase, die ich in der Nacht eben nicht hatte.
Tagsüber einschlafen, wenn ich schon mal richtig wach und "auf" war, geht gar nicht...
Bei mir klappt liegen Bleiben und weiter schlafen oft ganz gut, da finde ich teilweise erst richtig in eine Tiefschlafphase, die ich in der Nacht eben nicht hatte.
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Re: Bedürfnisse des Kindes überfordern mich
Wie ist es denn am WE? Wir haben da sehr früh etabliert, dass wir uns abwechseln mit dem frühmorgendlichen Aufstehen und der andere Ausschlafen kann. Das halten wir bis heute so. Vielleicht könntet ihr da erstmal ansetzen.
- JoJu
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Re: Bedürfnisse des Kindes überfordern mich
Bei uns ist auch ganz klar, dass jeder einen Tag am Wochenende ausschlafen darf. Und wenn bei mir gar nix geht, dann schlafe ich auch mal unter der Woche in einem Kinderzimmer ohne den Maijungen und der Papa ist nachts zuständig. Das klappt überraschend gut.
Wintermädchen (08.01.2015, ungeplante Hausgeburt)
Weihnachtsjunge (25.12.2016, ungeplante Alleingeburt)
Ungeplanter Herzenswunsch in 09/2018 zu den Sternen umgekehrt...und ein neues Wunder für Mai 2023 geschickt
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Erinnya
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Re: Bedürfnisse des Kindes überfordern mich
Das war bei uns auch immer so (war, weil es mittlerweile einfach nicht mehr nötig ist - in der Regel schlafen alle Kinder länger als wir)!JoJu hat geschrieben: 23.03.2025, 20:01 Bei uns ist auch ganz klar, dass jeder einen Tag am Wochenende ausschlafen darf.
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Re: Bedürfnisse des Kindes überfordern mich
Bei uns darf am Wochenende ich öfter ausschlafen, also derjenige, der eher nachts zuständig ist.
Kleine 02/21
Kleiner 06/23
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MiaSonne
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Re: Bedürfnisse des Kindes überfordern mich
Danke für alle Antworten! Ich sehe das alles sehr ähnlich und äußere es auch des Öfteren - die Frage ist nur wie konstruktiv das ist… Ich merke auf jeden Fall oft zu spät, dass ich schon wieder am Limit bin und schnauze ihn dann direkt an und mache Vorwürfe - gleichzeitig ist aber natürlich Fakt, dass ich die Versorgung unseres Kindes fast alleine übernehme. Wir stammen beide aus eher dysfunktionalen Elternhäusern und haben Schwierigkeiten gute Bewältigungsstrategien für Stress und Konflikte zu finden. Der Unterschied ist halt, dass ich (auch schon vor der Schwangerschaft) viel daran arbeite und auch Therapie mache bzw gemacht habe (ich bin zurzeit wieder auf der Suche nach einem Therapieplatz) und er sich mit solchen Themen nicht auseinandersetzen möchte. Und dazu kommt leider auch: ich bin ungeplant schwanger geworden als unsere Beziehung schon heftig kriselte. Einerseits war da viel Freude über die Schwangerschaft (auch bei ihm) und andererseits war da unsere instabile Partnerschaft - für ihn wäre ein Abbruch definitiv eine Option gewesen, für mich kam das nicht in Frage, das hätte ich emotional nicht gepackt. Wir hatten dann einige Tage Funkstille (wir wohnten damals noch getrennt) und dann ging es recht schnell: er suchte eine gemeinsame Wohnung, plante den Umzug und meinte dann, er hätte die Situation nun akzeptiert und freue sich einfach auf unser Baby. Nun ja…
Ich muss auch zugeben, ich hätte niemals gedacht, dass ein Kind zu bekommen mich so derart aus der Bahn werfen würde… Ich wusste, dass Kinder die ersten Jahren nicht zwingend durchschlafen und mehrmals nachts wach werden und dass Elternschaft eine Beziehung auf die Probe stellt - aber was dann die ersten 1,5 Jahre passierte, darauf war ich einfach nicht vorbereitet.
Ich muss auch zugeben, ich hätte niemals gedacht, dass ein Kind zu bekommen mich so derart aus der Bahn werfen würde… Ich wusste, dass Kinder die ersten Jahren nicht zwingend durchschlafen und mehrmals nachts wach werden und dass Elternschaft eine Beziehung auf die Probe stellt - aber was dann die ersten 1,5 Jahre passierte, darauf war ich einfach nicht vorbereitet.
mit Märzkind 2023
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MiaSonne
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Re: Bedürfnisse des Kindes überfordern mich
Achso, worauf ich eigentlich hinaus wollte:
Diese Ambivalenz gegenüber der Elternschaft hat mein Partner ja bis heute. Er liebt die Kleine sehr, ist im Umgang total liebevoll und macht viel Quatsch mit ihr - er schmeißt auch den Haushalt, da muss ich ihn nie um irgendetwas x-mal bitten, ganz so klischeehaft ist es dann auch nicht. Aber er sagt mir auch ganz offen, dass ihm die ganzen Verpflichtungen zu viel sind, er sich wie in einem Käfig gefangen fühlt und nichts dagegen hätte wieder kinderlos und Single zu sein. Ich finde diese Ambivalenz (zum Teil) auch nachvollziehbar, ich leide auch oft unter der Fremdbestimmung (und dem Schlafmangel…) - ich glaube das eigentliche Problem ist eben, dass er sich weigert sich damit und ganz allgemein mit sich selbst auseinander zu setzen… Wie gesagt, ich denke häufiger über Trennung nach, weil das für mich keine Basis ist. Ich habe aber a) Angst den Alltag als Alleinerziehende nicht zu packen und b) habe ich emotional gerade nicht die Ressourcen mich zu trennen. Meine Eltern haben sich ebenfalls sehr früh getrennt und die Auswirkungen waren schlimm für mich, ich habe meinen Vater eigentlich die gesamte Kindheit und Jugend unheimlich vermisst und meine Mutter konnte mich damit emotional nicht auffangen.
Diese Ambivalenz gegenüber der Elternschaft hat mein Partner ja bis heute. Er liebt die Kleine sehr, ist im Umgang total liebevoll und macht viel Quatsch mit ihr - er schmeißt auch den Haushalt, da muss ich ihn nie um irgendetwas x-mal bitten, ganz so klischeehaft ist es dann auch nicht. Aber er sagt mir auch ganz offen, dass ihm die ganzen Verpflichtungen zu viel sind, er sich wie in einem Käfig gefangen fühlt und nichts dagegen hätte wieder kinderlos und Single zu sein. Ich finde diese Ambivalenz (zum Teil) auch nachvollziehbar, ich leide auch oft unter der Fremdbestimmung (und dem Schlafmangel…) - ich glaube das eigentliche Problem ist eben, dass er sich weigert sich damit und ganz allgemein mit sich selbst auseinander zu setzen… Wie gesagt, ich denke häufiger über Trennung nach, weil das für mich keine Basis ist. Ich habe aber a) Angst den Alltag als Alleinerziehende nicht zu packen und b) habe ich emotional gerade nicht die Ressourcen mich zu trennen. Meine Eltern haben sich ebenfalls sehr früh getrennt und die Auswirkungen waren schlimm für mich, ich habe meinen Vater eigentlich die gesamte Kindheit und Jugend unheimlich vermisst und meine Mutter konnte mich damit emotional nicht auffangen.
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Re: Bedürfnisse des Kindes überfordern mich
Warum wärst du denn automatisch alleinerziehend im Falle einer Trennung? Meinst du, er würde sich komplett rausnehmen?