Um 22:30 Uhr bricht die Hölle los... (3 Jahre)

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

Moderator: Giraeffchen

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BerlinerMammut
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Um 22:30 Uhr bricht die Hölle los... (3 Jahre)

Beitrag von BerlinerMammut »

Hier schreibt eine völlig übermüdete Mama, wenn der Text keinen Sinn ergibt liegt es daran :roll:

Wir schlafen seit Jannuar zu viert im Familienbett. Eltern, 3,5 Jahre und Baby 8 Wochen (jetzt).
Seit ca 5 Tagen wacht sie eigentlich jede Nacht um 22:30 Uhr mit "Nein!! Nein!! NEEEEIN!" auf. Schluchzend bis zum würgen und hoch und schrill schreiend ist die Reaktion auf jeder Frage, so wie es eben nur kleine Kinder können.

Leider zieht sich das aktuell so 2 Stunden. Unter anderem dadurch, dass entweder nur ich kuscheln soll und natürlich beim runter kommen das Baby mich braucht oder weil das Pipi auf der Toilettte raus kommt obwohl es natürlich nicht raus sollte...

Hat irgendjemand eine Idee?
Ist das ein typisches Alter für so etwas?

Wir kennen keinen Auslöser und auch das Mäusken kann nicht sagen was los ist. Dabei ist sie dazu am nächsten Tag eigentlich gut im Stande (ich wollte mir nicht die klebrigen Hände waschen, weil ich schon so müde war. Da war zu viel).

Da das Baby nicht dauerhaft immer wieder aufwachen soll tragen wir sie meistens irgendwann raus wenn kein rannkommen ist.

Irgendwer irgendeine Idee?
Zombihafte Grüße ^^
Mäusken 9/21

Brüderchen 12/24

... mit der MaMo auf der Hüpfmatte in den Schlaf gewippt 🦘
Kambly
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Re: Um 22:30 Uhr bricht die Hölle los... (3 Jahre)

Beitrag von Kambly »

Oh nein! Das klingt sehr, sehr anstrengend.

Der Auslöser könnte doch sehr gut das Baby sein. Bei uns hat sich die erste grosse Krise des grossen Bruders auch nachts gezeigt. Er schlief sooo, sooo schlecht, weinte und schrie im Schlaf (oder halb wach). Zuvor schlief er durch, nachhher lange Zeit nicht mehr. Und es zeigte sich auch nicht direkt nach der Geburt, sondern einige Wochen später.
Geholfen hat hier nur, VIEL Liebe geben, Nähe und Sicherheit. Es wurde dann langsam wieder besser und jetzt ist es kein Thema mehr und er schläft wieder sehr gut.
Kambly mit kleinem 🦊 (5) und kleiner 🧚🏼‍♀️ (2.5)
Kieselstein
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Re: Um 22:30 Uhr bricht die Hölle los... (3 Jahre)

Beitrag von Kieselstein »

Also erstmal (()) - Schlafentzug ist die Hölle!

Ich kann mich erinnern, dass das Kind so ab 2,5/3 bis vor ca. einem Jahr nachts richtig übel drauf war. Er ist zwar nicht schreiend aufgewacht, aber spätestens auf der Toilette wurde es laut. Dann musste oft noch was gegessen werden und bis wir wieder so richtig geschlafen haben waren auch 1,5 bis 2 Stunden vorbei.
Es war schlimm und es gab nichts, das dauerhaft geholfen hätte. Aber es ist vorbei gegangen, wie so Vieles. Ich hoffe, deine Maus findet bald wieder zu ruhigeren Schlaf!
Mit dem Kind 6/2019
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ShinyCheetah
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Re: Um 22:30 Uhr bricht die Hölle los... (3 Jahre)

Beitrag von ShinyCheetah »

Ich erinnere mich noch, dass ich die Zeit "Kleinkind + Baby" (bei uns mit 2,9 Jahren Abstand) extrem fordernd fand - wegen des Kleinkinds ;) Also das Baby war auch nicht ohne, aber 90% meiner Energie ging in F.
Das spezielle Problem hatten wir allerdings nicht und auch V hat sowas gerade nicht, obwohl sie ja im gleichen Alter ist. Was ich bei ihr aber gerade sehr auffällig finde, ist, wie viel sich kognitiv tut. Sie erzählt uns so kluge Sachen, knüpft Verbindungen und zieht Schlussfolgerungen, auf die wir nicht gekommen wären. Gestern Abend im Bett hat sie mir erzählt (nachdem wir ein Buch über ein Kind mit Höhenangst gelesen haben), sie hätte "Höhlenangst" (sic ;) ), wenn es in einer Höhle ganz dunkel wäre und man nichts mehr sehen könnte, wie in der Geschichte von dem kleinen Löwen, die mein Mann ihr erzählt hätte (+ viele Details der Geschichte - mein Mann meinte hinterher, das müsse schon einige Wochen her sein). Also, Angst, Unbekanntes etc. beschäftigt sie gerade sehr. Vielleicht ist beim Mäusken ja gerade was ähnliches los und sie verarbeitet nachts irgendwelche Dinge im Traum und kommt dann zu erschreckenden Schlussfolgerungen?
Generell ist Nachtschreck in dem Alter, glaube ich, nicht ungewöhnlich.
Ich drücke euch auf jeden Fall die Daumen, dass diese Phase nicht lange anhält (()).
mit Sohn F (Ende September 18)
und Tochter V (Ende Juni 21)


The trick to happiness wasn't in freezing every momentary pleasure and clinging to each one, but in ensuring one's life would produce many future moments to anticipate. Shallan Davar/Brandon Sanderson
acma
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Re: Um 22:30 Uhr bricht die Hölle los... (3 Jahre)

Beitrag von acma »

Das klingt sehr anstrengend, ich hoffe, es kommen bald ruhigere Nächte.

Hierzu eine Idee:
BerlinerMammut hat geschrieben: 01.03.2025, 07:12 oder weil das Pipi auf der Toilettte raus kommt obwohl es natürlich nicht raus sollte...
Bei uns war eine Weile lang auch das Pipi um 23:00 Uhr kaum lösbar. Egal, was ich gemacht habe, sie hat vor Wut gebrüllt. (Zudecken, aufheben, ins Bad tragen, nicht ins Bad tragen, aufs Töpfchen setzen, nicht aufs Töpfchen setzen, aufs Klo setzen,... egal was.) Ich glaube, sie wurde vom Pipi-Drang geweckt und war wütend, weil sie noch so müde war.

Irgendwann haben wir es ein wenig aufgelöst, indem wir vor dem Schlafengehen ganz genau abgemacht haben, was wir tun. Also "wenn du in der Nacht aufwachst, dann trage ich dich genau so, und dann setzen wir uns aufs Klo, und dann sitzt du auf dem Boden, während ich mir die Hände waschen, und dann...".

Das hilft vielleicht zumindest bei der Orientierung mitten in der Nacht.

Ich hoffe, es ist sowas vergleichsweise "einfaches" und ihr könnt bald besser schlafen.
acma mit Knöpfchen (08/21)
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