Gartenplanung 2025
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Tyaris
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Re: Gartenplanung 2025
Edit: zu schnell abgeschickt:
Leider enthalten die undeklarierten Baumarktmischungen doch oft auch invasive Arten, weil sie eben schön aussehen.
Leider enthalten die undeklarierten Baumarktmischungen doch oft auch invasive Arten, weil sie eben schön aussehen.
Tyaris mit der Löwin (9/19) und der kleinen Wölfin (6/23) an der Hand und dem kleinen Vögelchen (12/25) im Arm und einen Sternchen (4/21) im Herzen
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Schlumpfine32
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Re: Gartenplanung 2025
Jein.Tyaris hat geschrieben: 01.03.2025, 14:32 Sind es nicht gerade die kleinen Trittsteine/Inseln, die den Tieren auch in einer zunehmend urbanisierten Welt das Überleben sichern? Und man kann durchaus im Garten auch Spezialisten beobachten, wenn man die passenden Pflanzen hat.
Um Gottes Willen, ich will wirklich niemandem seine heimischen Pflanzen ausreden. Ich finde das super toll und ich selber schaue auch extrem gerne, was sich bei mir alles verbessern lässt. Mein Eindruck ist nur, dass man damit dann eben auch oft Leute verschreckt und überfordert.
Ich habe zB auch die heimische Felsenbirne bei mir, weil ich das eben schon versuche. Die gibts aber fast nur im Online Handel. Mein Vater hat jetzt die japanische, statt Spire genommen. Auf mein zureden. Soweit ich weiß, ist der Unterschied zwischen dem Nutzen der heimischen und der lemarkii sehr gering? Oder weißt du da mehr?
Spezialisten... ist auch ein weites Feld. Ich habe zb sehr viele Scherenbienen im Garten. Die genaue Bestimmung gelingt mir nie aber bis auf die Hahnenfuß-Scherenbiene sind glaube ich alle oligolektisch auf Glockenblumen? Auf jeden Fall hat deren häufige Beobachtung durchaus dazu geführt, dass ich schaue dass möglichst viele Glockenblumen die Schnecken überleben und jedes Jahr ein gutes Angebot parat ist. Also ja, auch oligolektische Arten kann man im Garten fördern.
Nun ist es aber leider doch nicht ganz so einfach. Ein typischer investiver Neophyt der massiv in bestehende Lebensräume eindringt ist die kanadische Goldrute. Und die wird nicht nur von vielen Generalisten an Wildbienen extrem gerne genutzt sondern dient auch einigen einigen Spezialisten (oligolektisch auf Korbblütler) als wichtige Nahrungsquelle. Man kann also leider nicht sagen, dass Neophyten immer weniger besucht werden. Die Goldrute ist trotzdem sehr kritisch zu sehen, weil sie wichtige heimische Flora verdrängt. Ich würde sie nie pflanzen, lasse aber immer mal etwas stehen. Nun wohne ich mitten im Siedlungsgebiet und schätze das Verbreitungsrisiko hier nicht so hoch ein. Würde ich am Feldrand wohnen, würde ich sie eher entfernen.
Gleichzeitig gibt es einige Pflanzen die nur von absoluten Spezialisten besucht werden und für andere Bienen keinen Nutzen haben. Wenn dieser Spezialist dann nie vorbei kommt, war der Wert dann auch gering... Gleichzeitig bedeutet das eben auch den Erhalt und die potentielle Verbreitung dieser seltenen Pflanzen und vielleicht wird aus dem Samen der eigenen Pflanze dann ein regelmäßig besuchter Bestand.
Ringelblume und Phacelia hatte ich angeführt weil beide nicht heimisch sind und beide trotzdem unbedenklich und häufig und nützlich.
Bei de Wahl der Gehölze muss man leider sagen, dass die Auswahl an heimischen Gehölzen die üppig blühen und vor allem gut in de Göße begrenzt werden können nicht so wahnsinnig goß ist.
Ich habe in meinem Garten (Etwa 800qm Grundstück inkl wegefläche und Gebäudefläche) auch größere Gehölze. Da gibt es drei Apfelhochstämme, eine Hochstamm Kirsche, eine Haselnuss, einen Faulbaum, eine Berberitze, einen Kreuzdorn, einen Feldahorn, eine Heckenkirsche, einen Liguster, eine echte Quitte, zwei Zierquitten, verschiedene Johannisbeeren und eine Zierjohannisbeere, eine Eberesche, ein Stück Buchenhecke, zwei Kornelkirschen, zwei Zieräpfel, zwei Weißdorne, eine Schlehe, ein Pfaffenhütchen, eine Wildrosenhecke.
Einen Teich!!
Es gibt aber auch Spieren, falschen Jasmin und Duftjasmin, gefüllte Rosen und Astern... Kirschlorbeer (gut, der war schon da und kommt irgendwann weg)...
Mit Mutzelmade 10/22
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08u11
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Re: Gartenplanung 2025
Schlumpfine, ich bin total beeindruckt von Deinem Wissen. Wir sind hier in der Nachbarschaft gefühlt diejenigen, die am meisten auf Naturschutz achten. Wobei: wir wollen darauf achten. Aber mir fehlt schlicht das Wissen für vieles und auch die Zeit.
Daher: ich gebe zu, ich dachte gestern, als ich die vorigem Beiträge gelesen habe, zunächst auch: jetzt lassen wir mal die Kirche im Dorf!
Dann habe ich die Empfehlung von Tyaris aber doch gegoogelt, habe sofort etwas gefunden, was mir gefällt und habe es bestellt
. Daher: danke für den Tipp. 10 qm Schmetterlingswiese vom Naturschutzcenter. Ich hoffe nur, die ist jetzt wirklich umweltfreundlich. Zum Nachprüfen fehlen mir nämlich immer noch Zeit und Wissen. Achja: aufgehen und wachsen müsste die Samen dann auch noch
Daher: ich gebe zu, ich dachte gestern, als ich die vorigem Beiträge gelesen habe, zunächst auch: jetzt lassen wir mal die Kirche im Dorf!
Dann habe ich die Empfehlung von Tyaris aber doch gegoogelt, habe sofort etwas gefunden, was mir gefällt und habe es bestellt
Nina mit A. (11/2008), J. (03/2011), Minimaus (28/01/15), Babyzwerg (15/02/2019) und Weihnachtsengel im Herzen (Januar 2018, 10. Woche)
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Tyaris
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Re: Gartenplanung 2025
Das mit den Trittsteinen hatte ich so aus der Stadtökologie Vorlesung mitgenommenSchlumpfine32 hat geschrieben: 01.03.2025, 15:19Jein.Tyaris hat geschrieben: 01.03.2025, 14:32 Sind es nicht gerade die kleinen Trittsteine/Inseln, die den Tieren auch in einer zunehmend urbanisierten Welt das Überleben sichern? Und man kann durchaus im Garten auch Spezialisten beobachten, wenn man die passenden Pflanzen hat.
Um Gottes Willen, ich will wirklich niemandem seine heimischen Pflanzen ausreden. Ich finde das super toll und ich selber schaue auch extrem gerne, was sich bei mir alles verbessern lässt. Mein Eindruck ist nur, dass man damit dann eben auch oft Leute verschreckt und überfordert.
Ich habe zB auch die heimische Felsenbirne bei mir, weil ich das eben schon versuche. Die gibts aber fast nur im Online Handel. Mein Vater hat jetzt die japanische, statt Spire genommen. Auf mein zureden. Soweit ich weiß, ist der Unterschied zwischen dem Nutzen der heimischen und der lemarkii sehr gering? Oder weißt du da mehr?
Spezialisten... ist auch ein weites Feld. Ich habe zb sehr viele Scherenbienen im Garten. Die genaue Bestimmung gelingt mir nie aber bis auf die Hahnenfuß-Scherenbiene sind glaube ich alle oligolektisch auf Glockenblumen? Auf jeden Fall hat deren häufige Beobachtung durchaus dazu geführt, dass ich schaue dass möglichst viele Glockenblumen die Schnecken überleben und jedes Jahr ein gutes Angebot parat ist. Also ja, auch oligolektische Arten kann man im Garten fördern.
Nun ist es aber leider doch nicht ganz so einfach. Ein typischer investiver Neophyt der massiv in bestehende Lebensräume eindringt ist die kanadische Goldrute. Und die wird nicht nur von vielen Generalisten an Wildbienen extrem gerne genutzt sondern dient auch einigen einigen Spezialisten (oligolektisch auf Korbblütler) als wichtige Nahrungsquelle. Man kann also leider nicht sagen, dass Neophyten immer weniger besucht werden. Die Goldrute ist trotzdem sehr kritisch zu sehen, weil sie wichtige heimische Flora verdrängt. Ich würde sie nie pflanzen, lasse aber immer mal etwas stehen. Nun wohne ich mitten im Siedlungsgebiet und schätze das Verbreitungsrisiko hier nicht so hoch ein. Würde ich am Feldrand wohnen, würde ich sie eher entfernen.
Gleichzeitig gibt es einige Pflanzen die nur von absoluten Spezialisten besucht werden und für andere Bienen keinen Nutzen haben. Wenn dieser Spezialist dann nie vorbei kommt, war der Wert dann auch gering... Gleichzeitig bedeutet das eben auch den Erhalt und die potentielle Verbreitung dieser seltenen Pflanzen und vielleicht wird aus dem Samen der eigenen Pflanze dann ein regelmäßig besuchter Bestand.
Ringelblume und Phacelia hatte ich angeführt weil beide nicht heimisch sind und beide trotzdem unbedenklich und häufig und nützlich.
Bei de Wahl der Gehölze muss man leider sagen, dass die Auswahl an heimischen Gehölzen die üppig blühen und vor allem gut in de Göße begrenzt werden können nicht so wahnsinnig goß ist.
Ich habe in meinem Garten (Etwa 800qm Grundstück inkl wegefläche und Gebäudefläche) auch größere Gehölze. Da gibt es drei Apfelhochstämme, eine Hochstamm Kirsche, eine Haselnuss, einen Faulbaum, eine Berberitze, einen Kreuzdorn, einen Feldahorn, eine Heckenkirsche, einen Liguster, eine echte Quitte, zwei Zierquitten, verschiedene Johannisbeeren und eine Zierjohannisbeere, eine Eberesche, ein Stück Buchenhecke, zwei Kornelkirschen, zwei Zieräpfel, zwei Weißdorne, eine Schlehe, ein Pfaffenhütchen, eine Wildrosenhecke.
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Es gibt aber auch Spieren, falschen Jasmin und Duftjasmin, gefüllte Rosen und Astern... Kirschlorbeer (gut, der war schon da und kommt irgendwann weg)...
Und deckt sich ja auch mit den zwei größeren Naturschutzprojekten (Kleinste Insektenschutzgebiet Deutschlands und Tausend Gärten, tausend Arten)
Schwierig zu bekommen, stimme ich dir zu. Da geht quasi nur online oder eben über die lokalen Händler z.B. aus den beiden Projekten. Wir haben jetzt bei einer Sammelbestellung vom Naturbauhof Worpswede mitgemacht, die sind unschlagbar günstig, was heimische Gehölze angeht.
Zur Felsenbirne: genaueres weiß ich nicht, beim NABU Vortrag neulich hieß es, dass die Kupfer-Felsenbirne zunehmend in Ruderalflächen zu finden ist und eben deutlich konkurrenzstärker und vor allem größer als die heimische wird. Damit verdrängt sie lokal wohl schon andere Arten. Aber das war jetzt das erste Mal, dass ich einen so deutlich negativen Eindruck gehört habe.
Zur Goldrute: ja, Generalisten gehen dran, die würden aber auch an so ziemlich jede andere Blume gehen, die statt der Goldrute da steht. Auch oligolektisch auf Korbblütler würde andere Korbblütler genauso nutzen, nur eben ohne den Schaden auf der anderen Seite.
Warum sollten heimische Pflanzen, wenn die Spezialisten nicht im Garten sind, nicht mehr nützlich sein? Die Generalisten nutzen sie doch trotzdem, oder an was denkst du da gerade?
Entschuldige bitte, für die etwas chaotische Antwort, stillende vom Handy ist das Zitieren irgendwie nicht so einfach und ich bin schon ziemlich k.o. Aber die ersten 15 Busche sind gepflanzt
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Mondenkind
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Re: Gartenplanung 2025
Ich pikiere jetzt die ersten Tomaten und Chilis. 
Liebe Grüße, Mondenkind, Modteam Stillberatung
Sei ein Mensch! M. Reif
Mondenkind mit K1 (3/08) und K2 (3/11)
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Tyaris
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Re: Gartenplanung 2025
Genau das, trifft es ziemlich gut.Mondenkind hat geschrieben: 01.03.2025, 14:04 Es ist aber schon wichtig, darauf zu achten. Es ist halt Augenwischerei, sich einen Schmetterlingsflieder in den Garten zu holen und so zu tun, als täte man was für die Insekten. Also lieber Holunder oder Felsenbirne nehmen zB. Und eine Ecke mit Brennesseln stehen lassen. Oft sind die wertvollen, einheimischen und damit für die Tierwelt nützlichen Pflanzen halt nicht so fancy.
Klar soll jeder pflanzen, was ihm gefällt. Aber dann eben auch ehrlich mit /über die Konsequenzen sein.
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Bani
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Re: Gartenplanung 2025
Ach du meine Güte, ich muss mir schleunigst überlegen, ob ich dieses Jahr Tomaten ziehen will
Ich finde eure Tipps hier immer sehr hilfreich. Jetzt frage ich mich, welche Felsenbirne wir hier vor ein paar Jahren eingepflanzt haben…
Bani mit Sohn (05/12) und Tochter (07/14)
Jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise. Joachim Ringelnatz
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Waldbewohnerin
- alter SuT-Hase
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Re: Gartenplanung 2025
Aaah, ich habs schon seit Anfang Februar auf der to Do Liste und komme zu Nichts. Paprika müssten eigentlich schon längst in der Erde sein... Immerhin habe ich letzte Woche eine Runde Saatgut bestellt.
Welche Tomatensorten hast du denn so? Ich hab noch einige aus meinem Weihnachtsgeschenk letztes Jahr. Eine wilde Mischung, viele Mini und Wildtomaten. Da bin ich gespannt.
mit Waldwichtel 06/2019 und Zwergi 11/22
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Seifenblasenfrau
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Re: Gartenplanung 2025
Ich setze darauf dass mir ein paar Tomaten im Gewächshaus aus den runtergefallenen des letzten Jahres wachsen
nee, ich werde in der nächsten Woche noch paar dringende TO DOS abarbeiten und hab dann den Kopf frei für die Gartensaison. Ich werde wieder viele Sorten Tomaten pflanzen, das ist immer mein Spätsommer Highlight 
Die Große 08/15
Der Mittlere 04/18
Der Kleine 09/22
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RegenbogenSchweinchen
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Re: Gartenplanung 2025
Ich hab im letzten Jahr zum Leidwesen meiner nschbarnn(und mir selber, weil ich regelmäßig dran gekommen bin) brenesseln stehen lassen, beim Kompost. Hilfe waren die riesig, denen hat der Standort gut gefallen. Aber Tiere (also raupen) habe ich keine entdeckt. Also auf ein neues im neuen Jahr. Aber schmetterlinge waren im letzten Jahr ganz ganz selten hier bei uns,mit Ausnahme des kohlwrißlings (dem hat mein Kohlrabi im hochbeet gut geschmeckt).
Weiß jemand ob man alte Johannesbeer Hecken umsetzten kann?Ich habe bereits Johannisbeeren, aber die wachsen nicht wirklich. Der Boden ist zu lehmig. Wie lehmig er ist, wurde mir wieder bewusst als wir jetzt das Stück gepflastert haben fürs Carport. Die Johannisbeeren und der Rhabarber wachsen einfach nicht (trotzt großem pflanzlich mit viel kompost). Das nervt schon. Aber man kann wohl nichts anderes verlangen, früher wurden genau auf unserem Grundstück lehm für Töpferwaren herzustellen abgebaut.
Weiß jemand ob man alte Johannesbeer Hecken umsetzten kann?Ich habe bereits Johannisbeeren, aber die wachsen nicht wirklich. Der Boden ist zu lehmig. Wie lehmig er ist, wurde mir wieder bewusst als wir jetzt das Stück gepflastert haben fürs Carport. Die Johannisbeeren und der Rhabarber wachsen einfach nicht (trotzt großem pflanzlich mit viel kompost). Das nervt schon. Aber man kann wohl nichts anderes verlangen, früher wurden genau auf unserem Grundstück lehm für Töpferwaren herzustellen abgebaut.
Lieben Gruß vom RegenbogenSchweinchen
Mit Große Hexe (2016), Mittleren Räuber (03/2019) und kleinem Pirat (09/2021)
Mit Große Hexe (2016), Mittleren Räuber (03/2019) und kleinem Pirat (09/2021)