Stillen nach Bedarf stresst mich irgendwie

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Umgedacht
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Re: Stillen nach Bedarf stresst mich irgendwie

Beitrag von Umgedacht »

Ich habe auch sehr ums Stillen gekämpft, aber dennoch die zunehmende Freiheit genossen. Gerade, weil sich meine Tochter ganz alleine abgestillt hatte war ich echt froh. Irgendwo an anderer Stelle habe ich schon oft geschrieben, dass die Beziehung von Brust und Tochter kein jähes Ende gefunden hat. Sie fummelt und kuschelt nachwievor meine Brust ohne Aussicht auf ein Ende.
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RegenbogenSchweinchen
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Re: Stillen nach Bedarf stresst mich irgendwie

Beitrag von RegenbogenSchweinchen »

Ich kann dein Gefühl in manchen Bereichen glaube ich nachvollziehen.

Meine Tochter hab ich sehr gerne gestillt, der Anfang war auch etwad holprig und ich war so happy als es dann ohne Probleme geklappt hat. Es war so unkompliziert, es hat mir geholfen eine Beziehung aufzubauen und ich war stolz das ich es kann und mich durchgekämpft habe.
Und dann hat mein Baby mit 4 Monaten nach Essen gegiert und sich schnell tagsüber außer zum einschlafen abgestellt und nochschneller auf die Flasche umgestellt als ich dann wieder arbeiten war und nicht zur Verfügung stand mit 1 Jahr.
Ich war schon sehr geknickt weil ich gerne länger gestillt hätte

Dann kam der mittlere, stillen hat super geklappt, mit der Schwangerschaft vom kleinen gab es für ihn nur noch zum einschlafen stillen weil es sehr unangenehm war und ich hab ihn gestillt bis er fast 5 Jahre war (zum einschlafen). Der kleine stillt jetzt noch zum einschlafen, und es ist auch unangenehm.
Und ich hab mich schon gefragt wieso ich nicht einfach abstille, es ist ja nur genuckel. Und ich denke es liegt am Ende der ersten stillbeziehung und daran das ich die Bedürfnisse anderer immer vor meine stelle. Daher gebe ich dem kleinen (und in der Schwangerschaft dem mittleren) was sie wollen. Und ich mag Veränderungen und 'beziehungsabbrüche' auch nicht. Das spielt da auch mit rein.

Vielleicht ist es bei dir auch so was in der Art?!

Was die periode angeht gibt es da ja eh keine Sicherheit. Ich kenne vollstillende Baby Mamas die haben direkt ihre periode wieder und welche die schon ewig lange stillpausen haben und trotzdem keine periode und ganz viel dazwischen.

Meine brüste hatten nie Probleme mit unterschiedlicher stillmenge, außer ganz am Anfang bis es sich eingespielt hat. Die Frage ist ja auch wie viel dein Kind wirklich noch trinkt oder ob es mehr nuckelt.
Lieben Gruß vom RegenbogenSchweinchen
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Mino93
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Re: Stillen nach Bedarf stresst mich irgendwie

Beitrag von Mino93 »

Kleine hat geschrieben: 15.01.2025, 05:48 Mein Großer hat mit ca 9 Monaten angefangen zu essen, davor war null Interesse, er brauchte wohl ein Raspelzähnchen im Mund 😂 Allerdings tat er das nicht wie die meisten Babies sondern mit Vollgas: er aß sofort alles und in kürzester Zeit in Massen. Er reduzierte das Stillen von 12-15x auf 4x innerhalb von vielleicht 4 oder 5 Wochen. Das war für meine Brust deutlich zu zügig, aber ich habe dann einfach über einem Waschbecken etwas ausgestrichen bis das Spannungsgefühl weg war.

Und es definitiv eine Umstellung, plötzlich Essen mitnehmen zu müssen. Aber Autonomieentwicklungen sind superwichtig. Wenn deine Kinder irgendwann lernen, eine Schleife an den Schuhen zu binden, dauert das am Anfang und wenn man schnell weg muss, ist man stark in Versuchung, das selbst zu machen… aber hey, sie können sich dann für den Rest ihres Lebens selbst Schuhe anziehen, wie cool!

Wenn mir ein Schritt schwer gefallen ist bzw fällt (Pubertät ist auch nochmal ne andere Nummer 😂😂), dann versuche ich das bezogen auf den Rest ihres Lebens zu sehen und da bekommen manchmal Kleinigkeiten eine ganz andere Dimension…
Hallo ,
Oh man dann ging es von 0 auf 100 mit dem Essen:-D das ist ja auch ne Umstellung! Genau, stillen ist so praktisch und einfach irgendwie. Fast schon nervig, dann auf einmal Essen überall mit nehmen zu müssen:-D.

Stimmt natürlich, es geht in Richtung Autonomie. Merke ich schon mit den Kleinen Dramen täglich. Und es ist wichtig. Es ist immer ein bisschen mehr los lassen. Das fällt mir generell nicht leicht.

Danke für den Tipp. Genau, ich sollte alles vllt mit bisschen Abstand betrachten, was bringt es Gutes in 5 Jahren oder so :) .
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Re: Stillen nach Bedarf stresst mich irgendwie

Beitrag von Mino93 »

Hanfrila hat geschrieben: 15.01.2025, 07:17 Mein Kind ist 22 Monate alt, also fast 2 und stillt noch sehr häufig, aber nuckelt eher.
Ich hab letztens einen Versuch gestartet nachts abzustillen und meine Brüste haben sich gar nicht gemeldet, als wir dann mal 8-9 Stunden gar nicht gestillt haben. Und davor alle 1-2 Stunden.

Auch so kann ich mal den ganzen Tag von morgens bis abends weg sein, obwohl die Trennung sonst maximal 6 Stunden sind und ich merke es gar nicht.

Es muss also gar nichts mit den Brüsten sein. Weil du auch mal sowas in der Richtung hören wolltest? Es geht auch ganz ohne Probleme. Allerdings habe ich nie extra versucht die Abstände möglichst gering zu halten, aber sie sind nicht gering, wenn’s nach dem Kind geht, am Wochenende will sie sehr viel. Es geht ihr aber nicht mehr um Essen, sondern halt Nähe.
Hallo Hanfrila,

Okay dann scheinen deine Brüste es super mitzumachen mit den Zeiten oder es wird wirklich nicht mehr so viel getrunken :).
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Re: Stillen nach Bedarf stresst mich irgendwie

Beitrag von Mino93 »

Schnecke106 hat geschrieben: 15.01.2025, 07:48 Ich kann das ein bisschen nachvollziehen. Bei der Großen habe ich sehr um das Stillen gekämpft und letztlich bis sie 1,5 Jahre alt war eine Mischung aus Stillen und Flasche (Zwiemilch) gemacht, dafür habe ich 18 Monate abgepumpt, zum größten Teil auch mit Wecker stellen nachts. Als das Stillen weniger wurde, habe ich mir sofort Sorgen um die Milchmenge gemacht, weil ich ja nie auf dem Vollstillniveau war. Die Angst keine Milch mehr zu haben war groß, es hat ein bisschen gedauert, bis ich quasi begriffen habe, dass es jetzt zwar weniger Milch gibt, diese aber für die Ernährung nicht ausschlaggebend ist und auch "ein paar Tropfen" noch gut sind.
Schnecke,
Das verstehe ich, dass es dir dann auch Sorgen gemacht hat. Du hast ja viel gekämpft. So lange abgepumpt! Wow.
Und dann soll oder darf es plötzlich weniger werden. Auch erstmal komisch.
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Re: Stillen nach Bedarf stresst mich irgendwie

Beitrag von Mino93 »

MCM18 hat geschrieben: 15.01.2025, 09:23 Ich denke wenn du abpumpst, damit die Brust nicht spannt, kann es das Problem vergrößern, da du schnell zu viel abpumpen kannst und dann ist ja quasi wieder Nachfrage da.
Ich würde da versuchen nur auszustreichen
Ja stimmt, außer ich möchte einen Vorrat anlegen :+D ist ja fast schade, so gute Milch einfach weg zu kippen. Aber ich wüsste auch nicht, was ich mit so viel Milch sollte. Sammelstellen gibt es gar nicht mehr so oder ?
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Re: Stillen nach Bedarf stresst mich irgendwie

Beitrag von Mino93 »

Kambly hat geschrieben: 15.01.2025, 13:42
Mino93 hat geschrieben: 15.01.2025, 01:37 Danke für die weiteren Beiträge.
Und dass die Brust das gut hinbekommt ohne dass man viel helfen muss.
Hier! 🙋‍♀️
Wir stillen noch relativ häufig. Einmal die Woche bin ich aber tagsüber weg nund es ist überhaupt kein Problem. Ich habe noch nie ahsgestrichen, noch habe ich schlerzende Brüste o.ä.
Auch kann ich am nächsten Tag wieder ganz normal stillen, auch in der gewohnten Häufigkeit.
Danke für deine Erfahrung. Das hört sich entspannt an :) 👍
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Re: Stillen nach Bedarf stresst mich irgendwie

Beitrag von Mino93 »

Umgedacht hat geschrieben: 16.01.2025, 16:03 Ich habe auch sehr ums Stillen gekämpft, aber dennoch die zunehmende Freiheit genossen. Gerade, weil sich meine Tochter ganz alleine abgestillt hatte war ich echt froh. Irgendwo an anderer Stelle habe ich schon oft geschrieben, dass die Beziehung von Brust und Tochter kein jähes Ende gefunden hat. Sie fummelt und kuschelt nachwievor meine Brust ohne Aussicht auf ein Ende.
Ja ich finde wir sollten jeden Schritt auch genießen können. Das muss ich noch in meinen Kopf bekommen 😄. Alleine abstillen ist wirklich super.
Die Brust ist also immernoch der Star 🌟:-D
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Re: Stillen nach Bedarf stresst mich irgendwie

Beitrag von Mino93 »

RegenbogenSchweinchen hat geschrieben: 16.01.2025, 19:18 Ich kann dein Gefühl in manchen Bereichen glaube ich nachvollziehen.

Meine Tochter hab ich sehr gerne gestillt, der Anfang war auch etwad holprig und ich war so happy als es dann ohne Probleme geklappt hat. Es war so unkompliziert, es hat mir geholfen eine Beziehung aufzubauen und ich war stolz das ich es kann und mich durchgekämpft habe.
Und dann hat mein Baby mit 4 Monaten nach Essen gegiert und sich schnell tagsüber außer zum einschlafen abgestellt und nochschneller auf die Flasche umgestellt als ich dann wieder arbeiten war und nicht zur Verfügung stand mit 1 Jahr.
Ich war schon sehr geknickt weil ich gerne länger gestillt hätte

Dann kam der mittlere, stillen hat super geklappt, mit der Schwangerschaft vom kleinen gab es für ihn nur noch zum einschlafen stillen weil es sehr unangenehm war und ich hab ihn gestillt bis er fast 5 Jahre war (zum einschlafen). Der kleine stillt jetzt noch zum einschlafen, und es ist auch unangenehm.
Und ich hab mich schon gefragt wieso ich nicht einfach abstille, es ist ja nur genuckel. Und ich denke es liegt am Ende der ersten stillbeziehung und daran das ich die Bedürfnisse anderer immer vor meine stelle. Daher gebe ich dem kleinen (und in der Schwangerschaft dem mittleren) was sie wollen. Und ich mag Veränderungen und 'beziehungsabbrüche' auch nicht. Das spielt da auch mit rein.

Vielleicht ist es bei dir auch so was in der Art?!

Was die periode angeht gibt es da ja eh keine Sicherheit. Ich kenne vollstillende Baby Mamas die haben direkt ihre periode wieder und welche die schon ewig lange stillpausen haben und trotzdem keine periode und ganz viel dazwischen.

Meine brüste hatten nie Probleme mit unterschiedlicher stillmenge, außer ganz am Anfang bis es sich eingespielt hat. Die Frage ist ja auch wie viel dein Kind wirklich noch trinkt oder ob es mehr nuckelt.
Hey,
Danke auch für deinen Bericht. Echt schade, dass Nr 1 so schnell abstillen wollte.
Da wäre ich auch traurig gewesen.

Cool, dass der mittlere dann 5 Jahre gestillt hat :)!
Und noch hast du einen jüngeren Stiller.

Ja, vielleicht ist es bei mir so ähnlich. Ich meinte immer, ich komme schnell mit Veränderungen klar. Ich brauche paar Tage dann geht's meist. Trotzdem denke ich mag ich es nicht. Hab auch bisschen Angst davor. Auch Beziehungsabbrüche mag ich nicht.

Genau, ne Sicherheit mit der Periode gibt's ja eigentlich nicht ... Und diese Stunden- Methode zählt eigentlich nur die ersten 6 Monate. Wie du schreibst , stimmt es da ja bei vielen leider schon gar nicht (vollstillen und Periode).

Meine Kinder trinken noch mehr als sie nuckeln. Ich höre das Schlucken und merke stark wie es von fest zu weich wird :-D... Danke durch das Tandem stillen hab ich noch ganz schön viel .
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Re: Stillen nach Bedarf stresst mich irgendwie

Beitrag von Pirouge »

Hier auch eine Ermutigung, zu vertrauen, dass deine Brust sich auf die geringere Nachfrage einspielt 🌸. Bei älteren Stillkindern war das bei mir kein Problem - auch wechselnde Abstände nicht. Ich kann mir gut vorstellen, dass dein Kind nach seinem Bedarf wieder beginnt nachzufragen, wenn du es nicht mehr so oft anbietest. Hier wurde es immer weniger, aber am Abendstillen und Troststillen haben die Kinder beide sehr sehr festgehalten. Wenn ihr reduziert, heißt es also nicht, dass dann bald Abstillen ansteht.
Für deinen Zyklus bist du selbst verantwortlich, nicht dein Kind.
2014 und 2019
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