Ich bin neu in diesem Forum und bin erstaunt über die zahlreichen Erfahrungsberichte über das Stillen und kann garnicht aufhören, mich weiter durchzulesen.
Da dachte ich ich könnte ja mal meine Stillgeschichte und aktuellen Sorgen und Ängste teilen. Vielleicht kennt jemand ja solch eine ähnliche Situation.
Meine Stillgeschichte:
Bei K1 habe ich mich sehr doll über das Stillen gefreut da es ja überall auch so suggeriert wird dass das natürlich der Welt auch sehr einfach ist.
Wonach ich schnell realisiert, dass es nicht so ist.
Ich hatte mich vor der Geburt von K1 nicht ausreichend über das Stillen informiert, da ich mich nicht verrückt machen wollte und einfach auf mein Gefühl und auf die Erfahrung meiner Hebamme vertraut habe.
Ein paar Tage nach der Geburt kam der Milcheinschuss, der sehr doll war. In den weiteren Tagen darauf merkte ich, dass ich zu einer Überproduktion der Milch sowie einen verstärkten Milchspender Flex habe und ständig ausgelaufen bin. Zu der Zeit klappte das Stillen eigentlich ganz gut. Trotzdem hatte ich das Gefühl, dass mein Kind nicht genügend Milch bekommt und nicht richtig angelegt ist. Trotz zu viel Milch nahm K1 nicht ausreichend zu, spuckt viel und hatte Probleme mit dem Reflux. (rückblickend, glaube ich, dass es an dem falschen Anlegen lag, dass mein Kind nicht ausreichend Milch bekam.) daraufhin wurde uns geraten, mit Pre zu zu füttern.
Dennoch fragte ich mich. Warum nimmt mein Kind nicht zu, wenn ich extrem viel Milch habe und ständig auslaufe. Zu der Zeit wusste ich natürlich nicht, dass ich hätte abpumpen können und ihr das mit Stillfreundlichenmaßnahmen zu füttern hätte können. Unsere Hebamme war eine ganz liebe Maus, aber fachlich war sie nicht gut fortgebildet. Ich bettelte darum, mir zu helfen und bekam dennoch keine ausreichende Hilfe.
Die Überproduktion der Milch sowie die Abnahme meines Kindes waren eine sehr belastende Situation damals für mich bis schlussendlich die Milch sich verringert hat. Trotzdem hatte ich den Gedanken im Kopf. Ich wollte so gerne stillen, aber körperlich und geistig konnte ich nicht mehr. Ich habe sämtliche Milchförderne Maßnahmen gemacht, wo man ja heutzutage weiß, dass Nix bringt außer Anlegen. Hätte ich damals die nötige Unterstützung sowie das Fachwissen gehabt, hätte ich es mit Sicherheit geschafft, mein Kind lange stillen zu können.
Aktuell:
Nun erblickte im November 24 K2 das Licht der Welt. Ich hatte mich in der Schwangerschaft schon bereits ausgiebig informiert und belesen, was das Thema Stillen angeht. Dennoch war die Situation mit K1 sehr traumatisiert für mich, dass ich gar nicht erst wusste, ob ich wirklich stillen möchte, und habe mir diese Option offen gelassen. Durch die sämtlichen still Probleme hatte ich mich vor der Geburt erst gegen eine Hebamme entschieden, dann aber kurz vorher doch eine in Anspruch genommen.
Im Krankenhaus hatte ich K2 direkt angelegt, und das klappte soweit auch gut. Denn ich wusste stellen darf nicht weh tun nicht Schmerzen. Das stillen hat sehr gut geklappt er hat sehr schnell gut zugenommen und gedeihte super. Dennoch hatte ich das Gefühl das er nicht richtig angelegt ist(Lippenbläschen schnalzen, nicht ausreichende Mundöffnung etc) da sein Mund nur etwas mehr als die Brustwarze umfasste. Ich hatte aber dennoch keine Schmerzen beim Stillen. Trotzdem hatte ich die Sorgen und Ängste von K1 im Kopf das ich mich in etwas herein steigere oder unbegründet mir einen Kopf machen, da er ja vom Gewicht her und allem weiteren super war. Laut meiner Hebamme sollten Saugbläschen und schnalzen normal sein, was ich aber durch mein ausreichendes informieren, wusste, dass es nicht normal ist. Ich fragte sie, nach Tipps, wie ich es hinbekommen könnt, ihr seinen Mund weiter zu öffnen. Ihre Worte waren ich sollte versuchen beim stillen den Unterkiefer etwas runterzuziehen. Ich merkte aber, dass das nicht funktioniert.
Er kommt jede Stunde an zum Trinken oder eher und trinkt immer nur den ersten Milchbender Reflex sehr gut da der bei mir ja gut ausgeprägt ist und sofort da danach bekommt ihr Schwierigkeiten und schläft meistens sofort ein. Er kann seinen Mund nicht weiter aufmachen. Da ich mein ungutes Gefühl, dass etwas nicht stimmt oder nicht richtig ist nicht loslassen wollte. Da ich ja eigentlich unbedingt gerne stillen wollte habe ich noch mal die Steuerberaterin die ILCBC Zertifiziert ist um Rat gefragt. Nach ihrer Einschätzung hat er ein hinteres, verkürztes Zungenband. Was auf seine Störproblematik zurückzuführen ist. Dennoch kann er an der Brust trinken und Zungenbeweglichkeit ist definitiv da. Sie meinte man könnte dies durch trennen lassen, muss es aber nicht unbedingt und sollen um Einschätzung einer Logopädin bitten. Wir sind erst mal gegen das durch trennend des hinteren Zungenbandes aus persönlichen Gründen. Zudem möchte ich erst andere mögliche Ursachen ausschließen können, die auf seine Steuerproblematik zurückzuführen sind.
Auch wenn unser Stillen momentan nicht perfekt ist, liebe ich das Stillen. Ich möchte es ungern aufgeben. Ich will voll stillen weiterhin.
Ich könnte die ganze Zeit weinen, weil dieses Thema für uns Frauen natürlich sehr emotional ist.
Ist hier jemand, dessen Kind trotz eventuell verkürzten hinteren Zungenband stillen kann oder es nicht daran lag.
Ich hoffe ich konnte es einigermaßen gut erklären