Vielen Dank für die Antwort und die verlinkte Anleitung zur Rückführung an die Brust.
Das heißt der beste Weg wäre über ein Stillhütchen? Look&Feel von der Flasche - macht also Sinn.
Ich habe auch schon gesehen, dass man Stillhütchen und BES kombinieren kann - das ist zwar etwas viel Arbeit alles immer parat zu haben aber scheint mir gerade für den Anfang sinnvoll um quasi den Milchfluss der Flasche zu simulieren.
Hauptschwierigkeit ist momentan tatsächlich ihn überhaupt an die Brust anzulegen (mit & ohne Stillhütchen). Sobald ich beginne ihn zu mir zu drehen - quasi zur Brust hin - blockt er ab, überstreckt sich und weint.
Wenn er die Augen geschlossen hat - quasi beim eindösen - gelingt es mir teilweise. Aber bei „vollem Bewusstsein“ - keine Chance.
Ich habe auch schon versucht erstmal nachts anzulegen, weil es dunkel ist. Aber diese „schreiphase“ bis er dann saugt ist echt schwierig für mich, weil dann der andere aufwacht und weint

Dann habe ich 2 weinende Kinder, bin super gestresst und es klappt erst recht nicht. Also wäre für mich der erste Schritt es tagsüber erfolgreich zu schaffen.
Ich habe auch überlegt die Flasche einfach wegzulassen, über den Becher zu füttern und die Brust anzubieten. Das einzige was mich davon abhält ist dass ich nicht will, dass er etwas negatives mit der Brust assoziiert. Aber das scheint mir fast als der einzige Weg. Dann muss ich in Kauf nehmen, dass er 2-3 Tage vielleicht super viel weint und sehr frustriert ist.
Unterstützung habe ich leider wenig. Ich bin von 8 bis 19:00 alleine mit zweien.
Ich versuche den Prozess mit kuscheln zu unterstützen, schlafe mit ihm auf dem Sofa um viel Körpereinsatz zu bieten und füttere das Fläschchen momentan neben der nackten Brust. Auch füttere ich derzeit immer zuerst mit dem Becher und erst wenn er anfängt zu verweigern mit der Flasche.
Pre zu geben kommt für mich überhaupt nicht in frage - ich habe so schon das Gefühl, einen schlechter zu behandeln als den anderen weil er die Flasche bekommt. Wenn das mit dem stillen nicht klappen sollte, würde ich solange abpumpen solange ich stille. Gerne würde ich es uns dreien etwas einfacher machen und beide voll stillen. Das abpumpen ist eben immer mit extra Aufwand verbunden. Alles immer sterilisiert dabei zu haben, die Milch nachts aufwärmen, mitten in der Nacht pumpen und und und. Wenn die Jungs es wollen würde ich gerne lange stillen. Mehrere Jahre. Ich finde es wirklich schön und genieße die innigen Momente.
Kürzlich habe ich auch ein Buch gelesen über Adoptivmütter die ihre Kinder (mehrere Monate alt) durch eine Relaktation nach mehreren Wochen Geduld zu stillen begannen. Die Babys waren zwischen 4 und 17 Monaten alt. Es ist also möglich. Das gibt mir Hoffnung. Sogar bei Frauen die ihr Baby nicht geboren haben.
Ich weiß, dass ich nicht aufgeben werde. Solltest du also noch irgendwelche Ideen haben - immer her damit
Schönen Abend & liebe Grüße von einer hoffnungsvollen und sturköpfigen
Veve98
Theolino hat geschrieben: 30.11.2024, 20:59
Liebe Veve98, herzliche Willkommen hier im Forum und Glückwünsche zur Geburt Deiner Zwillinge!
Du uns Deine Jungs habt schon eine ganz schöne Reise hinter Euch. Die Rückführung des einen Kindes und Pumpstillen seit nun schon fast 8 Monaten, eine mega Leistung und das parallel zum Alltag mit Zwillingen. Du hast da echt viel geschafft!
Der Werg zurück an die Brust nach dieser langen Zeit ist möglich, aber sicher nicht einfach. Dein kleiner Junge ist jetzt schon sehr lange das Trinken aus der Flasche gewohnt, so dass er vermutlich kein Konzept mehr hat, wie er aus der Brust trinken kann. Es gibt hier im Forum einige gelungene Rückführungen an die Brust. Hier findest Du eine BEschreibung, wie vorgegangen werden kann:
viewtopic.php?p=6289638#p6289638
Wichtig zu wissen ist, dass dieser Weg möglich ist und das Stillen beider Kinder brächte Euch sicherlich viel Benefit. Ihr habt zwei große Vorteile: zum einen hast Du durch das Pumpstillen und das Stillen des anderen Kindes ausreichend Milch. Das ist schon sehr viel wert! Dazu hält der Bruder die Milchproduktion durch das Stillen gut aufrecht, wovon das noch nicht stillgewohnte Kind profitieren kann. Zugleich braucht dieser Weg aber viel Kraft und Energie. Bei zwei kleinen Wundern ist das wichtig hzu bedenken. Wie gut bist Du derzeit im Alltag unterstützt? Was denkst Du?