Bei unserem Baby wurde nach der Entbindung eine isolierte Gaumenspalte diagnostiziert. Nach Verlegung in die Kinderklinik und einem mehrtägigen Aufenthalt, erhielt er eine Gaumenverschlussplatte, mit der er das Trinken an der Flasche im KH gut gelernt hat.
Das Trinken an der Brust hat durch die Trennung und die Fehlbildung leider nicht direkt geklappt. Uns wurde geraten, verschiedene Flaschensauger zu testen, die einen Übergang zur Brust unterstützen können. Bei den Saugern, die der Brust sehr ähnlich sind, hat er nicht genug herausbekommen, sodass wir noch zu anderen übergehen mussten. Meine Hebamme riet, ihm beide Sauger im Wechsel anzubieten, um die Technik für die Brust zu lernen und gleichzeitig genug Menge zu bekommen. Wir hatten schnell eine Saugverwirrung und die Brust wurde angeschrien.
Zudem wurde in der zweiten Lebenswoche ein zu kurzes Zungenbändchen festgestellt, das jedoch nicht weit genug geschnitten wurde. Dadurch, dass wir nicht wussten, was „normal“ ist, ist es erst nach weiteren 8 Wochen aufgefallen, da der Kleine nicht so stark zugenommen hat, wie erforderlich gewesen wäre. Nach dem zweiten Einschneiden kann er seine Zunge nun richtig bewegen, er trinkt deutlich mehr und wirkt ausgeglichener!
Er ist jetzt 10 Wochen alt und ich möchte die Rückführung an die Brust gerne verstärkt angehen. Aktuell versorge ich ihn zu 100% mit Muttermilch, die Milchproduktion läuft also zum Glück
Wir haben in den vergangenen Wochen immer wieder mal versucht, ihm die Brust anzubieten. Gelegentlich versuchte er das saugen, war jedoch schnell frustriert, weil nichts kam. Nun wollten wir ein BES einsetzen und er schreit die Brust nur noch an.
Ich bin für alle Tipps und Erfahrungen dankbar, die mir helfen, ihn zu unterstützen, das Trinken an der Brust zu erlernen. Ich weiß, dass es keine Garantie gibt, aber versuchen möchte ich es in jedem Fall!
Grüße, Skattel