Milchmenge nimmt ab

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Mauzi1402
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Milchmenge nimmt ab

Beitrag von Mauzi1402 »

Guten Morgen

Meine Tochter ist jetzt 7, korrigiert 4,5 Monate alt. Seit Entlassung aus dem Krankenhaus Stille ich sie voll. Sie bekommt zusätzlich abends, und wenn ich mal nicht zuahsue bin, eine Flasche mit abgepumpter muttermilch. Diese nimmt sie auch problemlos an. Schnuller nimmt sie nicht. Wir stillen nach Bedarf ca. alle 2 Stunden. Mal auch jede Stunde oder, wenn sie mittags länger schläft, alle 3 Stunden. 10-12 Stillmahlzeiten sind es sicher. Auf 5 nasse Windeln kommen wir auch. Stuhlgang mindestens einmal täglich.

Sie hat schon immer eher schleppend zugenommen. Das war laut Kinderarzt, Nachsorge und auch ibclc nie ein Problem und sie hat ihr (unterstes) perzentil gehalten. Seit ca 6 Wochen nimmt sie nur noch 50-100g pro Woche zu. In den letzten zwei Wochen waren es dann jeweils nur ca 40g und sie hat das 3% perzentil verlassen! Seit ca 2 Wochen ist sie auch immer wieder sehr unruhig an der Brust, dockt ab und wieder an und wirkt unzufrieden. Wenn ich dann versuche Milch auszustreichen kommt auch nichts (normalerweise funktioniert das gut).
Wir Wiegen immer unter gleichen Bedingungen mit einer 5g genauen Waage und ich erstelle eine Gewichtskurve anhand der who perzentile für Frühgeborene.

Ebenfalls seit ca zwei Wochen merke ich, beim Abpumpen, dass ich weniger Milch habe. Beim morgendlichen abpumpen (für die Flasche am Abend) kommen statt der gewohnten 50-100ml mittlerweile nur noch 10-30ml zusammen. Auch beim ausstreichen kommt fast nichts.
Ich habe in den letzten Tagen versucht, die Milchproduktion durch häufigeres pumpen anzuregen. Wenn ich zu anderen Tageszeiten als morgens Pumpe, kommen aber immer nur ein paar Tropfen. Wenn überhaupt... Meist hat meine Tochter dann auch vorher getrunken bzw. Ich möchte nicht pumpen, weil ich weiß, dass sie sich bald wieder meldet und trinken möchte.
Auch häufigeres anlegen hat bisher keine Veränderung gebracht.

Jetzt haben wir zuhause schon die (noch verschlossene) Packung Pre-Nahrung stehen. Ich möchte das zufüttern gern vermeiden, will aber natürlich vor allem, dass mein Kind gesund und satt ist! Die abendliche Flasche werde ich wohl bald durch pre ersetzen müssen (falls sie die Nahrung annimmt). Der Vorrat an abgepumpter Milch geht zur Neige.

Da ich natürlich leider so schnell keinen Termin bei einer Stillberatung bekomme und der Kinderarzt nicht mehr zu sagen weiß als "dann geben sie halt pre oder starten mit der Beikost" (Beikostreifezeichen sind weitestgehend erfüllt. Hin und wieder zeigt sie aber bei der Gabe der Eisentropfen mit dem Löffel, doch noch den Zungenstossreflex. Deshalb haben wir noch nicht gestartet. Bzw. haben überlegt zu starten, wollten das aber nicht mit einer evtl. nötigen parallelen Einführung von Pre-Nahrung machen) hoffe ich hier auf Hilfe.

Woran könnte der Rückgang der Milch liegen (meine Lebenssituation ist unverändert, ich habe keinen Stress und auch meine periode nicht) und was kann ich tun um die Milchmenge ggf. wieder zu steigern?

Wenn ich pre zufüttern muss, nach wie vielen Stillmahlzeiten sollte ich das tun?
Optimalerweise sollte ich dann ja auch, immer wenn ich zufüttere, auch abpumpen, oder? Macht das überhaupt Sinn, auch wenn dann kein Tropfen Milch kommt (so ist es nämlich, wenn ich Pumpe, nachdem sie getrinken hat. Die Brust ist dann "leer")?
Oder wäre der Beikost-Start sinnvoller - klar gibt es hier erst mal nicht wirklich viele Kalorien, aber wenn man zügig zu hochkalorischer Beikost übergehen würde (natürlich nur, wenn sie es gut annimmt) , wäre das ja evtl auch eine Option?

Ich bin ehrlich gesagt etwas verzweifelt und habe Angst, dass unsere, so hart erarbeitete Stillbeziehung, durch die zusätzliche Gabe von Pre-Nahrung kaputt geht...
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