Kind weint bei jedem Aufwachen
Moderator: Giraeffchen
- Atsusa
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Kind weint bei jedem Aufwachen
Gerade sitze ich bei einem Puzzle im Büro, während mein Partner unseren einjährigen Sohn ins Bett bringt. Ich höre K durch die Wand weinen - sein müdes, unzufriedenes Weinen, das jeder ausser mir aushalten muss, wenn er K zum Schlafen bringen will.
K schläft bei uns im Bett seit Anfang an. Einschlafstillen funktioniert sehr gut, haben wir jetzt auch ein Jahr lang dankbar genutzt. Das Beistellbett dient nur als Ablagefläche, denn ohne Brust wird er immer sehr schnell wach. Stichwort Mama-Radar.
So langsam geht es mir aber an die Substanz, ich habe seit knapp 20 Monaten keine Nacht durchgeschlafen. Deshalb bringt jetzt seit ein paar Tagen mein Partner K ins Bett, damit ich ein bisschen Zeit für mich habe und auch in der Hoffnung, dass sich K daran gewöhnt, dass man auch ohne Brust gut schlafen kann. Mir scheint auch, dass ich ihn jeden Abend etwas weniger lang höre. Körperkontakt braucht K auch bei Papa, damit er einschlafen kann.
Was uns aber mehr besorgt und rädert als das Weinen beim ins-Bett-gehen ist, dass K auch bei jedem wach werden weint. Tags und nachts. Tagsüber hört es schnell auf, wenn man ihn hoch nimmt und er ganz wach wird. Spätestens beim Aufstehen ist die Welt meistens wieder in Ordnung.
Aber in der Nacht ist das echt schwierig. K dreht sich häufig weg und schläft dann eine Weile ruhig und tief. Aber etwa halbstündlich wird er halb wach und meldet sich. Wenn dann nicht mindestens Körperkontakt da ist, fängt er an zu weinen. Und das Weinen hört ohne Brust nicht mehr auf.
Manchmal steh ich auch in der Nacht auf, weil ich mal muss. Wenn K dann anfängt zu Wimmern, lege ich die Hand von meinem Partner auf K, damit er sich nicht alleine fühlt. Oft weint er dann aber erstrecht, das kann sich zu einem regelrechten Brüllen steigern. Ich weiss nicht, wie nah er dann am Wachzustand ist. Das Brüllen hört erst auf, wenn ich zurückkomme und ihn an die Brust nehme. Manchmal guckt er mich dann laut schniefend durch halb geöffnete Augen vorwurfsvoll an, bevor er wieder einschläft.
Mein Partner hält das nachts sehr schlecht aus, fängt dann meistens an, auf K einzureden ("Was ist denn da los? Es gibt doch keinen Grund zu weinen..."), worauf dieser mit noch schrecklicherem Gebrüll antwortet und mein Partner entnervt aufsteht und ins Bad stapft. Ob hier das Huhn oder das Ei zuerst war, kann ich nicht sagen.
Kennt ihr dieses ständige Weinen/Brüllen? Woher kommt das? Leidet unser Sohn? Wie viel ist normal? Wie geht ihr damit um? Ferbern ist für uns ausgeschlossen, aber vielleicht gibt es ja humanere Methoden, die ihr uns raten könnt...
K schläft bei uns im Bett seit Anfang an. Einschlafstillen funktioniert sehr gut, haben wir jetzt auch ein Jahr lang dankbar genutzt. Das Beistellbett dient nur als Ablagefläche, denn ohne Brust wird er immer sehr schnell wach. Stichwort Mama-Radar.
So langsam geht es mir aber an die Substanz, ich habe seit knapp 20 Monaten keine Nacht durchgeschlafen. Deshalb bringt jetzt seit ein paar Tagen mein Partner K ins Bett, damit ich ein bisschen Zeit für mich habe und auch in der Hoffnung, dass sich K daran gewöhnt, dass man auch ohne Brust gut schlafen kann. Mir scheint auch, dass ich ihn jeden Abend etwas weniger lang höre. Körperkontakt braucht K auch bei Papa, damit er einschlafen kann.
Was uns aber mehr besorgt und rädert als das Weinen beim ins-Bett-gehen ist, dass K auch bei jedem wach werden weint. Tags und nachts. Tagsüber hört es schnell auf, wenn man ihn hoch nimmt und er ganz wach wird. Spätestens beim Aufstehen ist die Welt meistens wieder in Ordnung.
Aber in der Nacht ist das echt schwierig. K dreht sich häufig weg und schläft dann eine Weile ruhig und tief. Aber etwa halbstündlich wird er halb wach und meldet sich. Wenn dann nicht mindestens Körperkontakt da ist, fängt er an zu weinen. Und das Weinen hört ohne Brust nicht mehr auf.
Manchmal steh ich auch in der Nacht auf, weil ich mal muss. Wenn K dann anfängt zu Wimmern, lege ich die Hand von meinem Partner auf K, damit er sich nicht alleine fühlt. Oft weint er dann aber erstrecht, das kann sich zu einem regelrechten Brüllen steigern. Ich weiss nicht, wie nah er dann am Wachzustand ist. Das Brüllen hört erst auf, wenn ich zurückkomme und ihn an die Brust nehme. Manchmal guckt er mich dann laut schniefend durch halb geöffnete Augen vorwurfsvoll an, bevor er wieder einschläft.
Mein Partner hält das nachts sehr schlecht aus, fängt dann meistens an, auf K einzureden ("Was ist denn da los? Es gibt doch keinen Grund zu weinen..."), worauf dieser mit noch schrecklicherem Gebrüll antwortet und mein Partner entnervt aufsteht und ins Bad stapft. Ob hier das Huhn oder das Ei zuerst war, kann ich nicht sagen.
Kennt ihr dieses ständige Weinen/Brüllen? Woher kommt das? Leidet unser Sohn? Wie viel ist normal? Wie geht ihr damit um? Ferbern ist für uns ausgeschlossen, aber vielleicht gibt es ja humanere Methoden, die ihr uns raten könnt...
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Seifenblasenfrau
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Re: Kind weint bei jedem Aufwachen
Unser Kleinster ist nachts schon ein gutes Jahr abgestillt und weint trotzdem bei jedem Aufwachen. Er wälzt sich und braucht dann eine Weile, sich zu beruhigen und weiterzuschlafen. Mir fällt es auch sehr schwer, da lange geduldig zu bleiben und ein "Jetzt sei doch endlich mal ruhig" ist noch eins der netten Dinge, die ich da so sage
(keine Empfehlung aber Verständnis)
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Der Kleine 09/22
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- Nienna
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Re: Kind weint bei jedem Aufwachen
Mein Kleiner hat bis vor ein paar Wochen auch bei jedem Aufwachen geweint. Oder eher gebrüllt wie am Spieß. Ohne Stillen hätte ich das nicht überlebt, wir stillen immer noch fleißig. Vor ein paar Wochen hat er aber angefangen, sich manchmal anzukuscheln und sein Wort für Stillen zu jammern. Damit kann ich leben, da steh ich nämlich nicht gleich im Bett und krieg nen Herzinfarkt vor Schreck
die Abstände sind auch etwas besser geworden, außer wenn er zahnt
Ich weiß nicht ob dir das hilft, vermutlich nicht. Ich wollte dir nur sagen: es ist nicht ungewöhnlich und du bist nicht allein
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Nienna
mit dem kleinen Rettungsflugsaurier (11/2022) und der wilden Tigerraupe (07/2020)
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erdbeerbrot
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Re: Kind weint bei jedem Aufwachen
Mein 2017er Kind war auch so ein Kandidat, der nachts dauernd schreiend aufwachte.
Mit ca 12-14 Monaten war es, glaube ich, nochmal richtig doll. Irgendwann mit so ca 2 wurde es immer besser. Das Thema Schlaf ist bei ihm immer noch etwas schwierig, aber jetzt eigentlich nur noch das Einschlafen.
Mit ca 12-14 Monaten war es, glaube ich, nochmal richtig doll. Irgendwann mit so ca 2 wurde es immer besser. Das Thema Schlaf ist bei ihm immer noch etwas schwierig, aber jetzt eigentlich nur noch das Einschlafen.
Mit 12/2017 und 06/2020
- ShinyCheetah
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Re: Kind weint bei jedem Aufwachen
F war auch so. Lange her.
Er ist hochsensibel. Ich glaube, für ihn war das Übergangsgefühl beim Wachwerden oder Einschlafen einfach wahnsinnig unangenehm.
Es hat sich verwachsen
Er ist hochsensibel. Ich glaube, für ihn war das Übergangsgefühl beim Wachwerden oder Einschlafen einfach wahnsinnig unangenehm.
Es hat sich verwachsen
mit Sohn F (Ende September 18)
und Tochter V (Ende Juni 21)
The trick to happiness wasn't in freezing every momentary pleasure and clinging to each one, but in ensuring one's life would produce many future moments to anticipate. Shallan Davar/Brandon Sanderson
und Tochter V (Ende Juni 21)
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- Lavendeltreppe
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Re: Kind weint bei jedem Aufwachen
Biete vierjähriges Kind, das bei jedem Aufwachen schreit. Schon immer. Da sie auch oft im Schlaf Worte schreit und generell unruhig schläft, sind wir uns recht sicher, dass sie schlecht träumt.
Wir haben uns ein bisschen dran gewohnt, aber vielleicht ist das auch nur die Müdigkeit.
Wir haben uns ein bisschen dran gewohnt, aber vielleicht ist das auch nur die Müdigkeit.
mit Frühlingstroll - 20 und Frühlingskobold - 22
„ […] and we will be restoring normality just as soon as we are sure what is normal anyway.“
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Kaba
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Re: Kind weint bei jedem Aufwachen
Das Kind fängt an zu brüllen, wenn es beim nachts wach werden nicht die Brust bekommt? Das halte ich mit gerade einem Jahr für völlig normales, absolut unbedenkliches Babyverhalten. "Gelöst" hab ich das mit zur Seite drehen und Brust auspacken
Wird er auch halbstündlich wach, wenn er direkt neben dir schläft?
Kaba mit Milchmädchen (09/19) und kleiner Vorfreude (6/22)
- Atsusa
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Re: Kind weint bei jedem Aufwachen
Wow, ihr seid ja spitze! So schnell so viele Antworten, vielen Dank!
Er beruhigt sich nur schnell wieder, weil ich dann eben auch fix die Brust auspacke und er weiterschlafen kann. Manchmal schläft er auch 1-2 Stunden am Stück. Dann gibt es wieder Nächte, nach denen ich mich frage, ob ich überhaupt in den Tiefschlaf gekommen bin.
Einmal haben die zwei sogar im Schlaf miteinander geredet!
Ja, er wird auch regelmässig wach, wenn ich da bin. Manchmal hab ich sogar, den Eindruck, dass er dann öfter kommt, aber das soll ja auch nicht unüblich sein.Kaba hat geschrieben: 16.07.2024, 22:23 Wird er auch halbstündlich wach, wenn er direkt neben dir schläft?
Er beruhigt sich nur schnell wieder, weil ich dann eben auch fix die Brust auspacke und er weiterschlafen kann. Manchmal schläft er auch 1-2 Stunden am Stück. Dann gibt es wieder Nächte, nach denen ich mich frage, ob ich überhaupt in den Tiefschlaf gekommen bin.
Lavendeltreppe hat geschrieben: 16.07.2024, 22:19 Da sie auch oft im Schlaf Worte schreit und generell unruhig schläft, sind wir uns recht sicher, dass sie schlecht träumt.
Das ist interessant. Ich selber bin hochsensibel. Und mein Partner redet im Schlaf regelmässig, ebenso der Kleine. Nach Albträumen klingt das aber nur selten. Eher ein verarbeiten von wasauchimmer.ShinyCheetah hat geschrieben: 16.07.2024, 22:05 Er ist hochsensibel. Ich glaube, für ihn war das Übergangsgefühl beim Wachwerden oder Einschlafen einfach wahnsinnig unangenehm.
Einmal haben die zwei sogar im Schlaf miteinander geredet!
Doch, das hilft schon sehr, danke!Nienna hat geschrieben: 16.07.2024, 21:43 Ich weiß nicht ob dir das hilft, vermutlich nicht. Ich wollte dir nur sagen: es ist nicht ungewöhnlich und du bist nicht allein![]()
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- Sabina
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Re: Kind weint bei jedem Aufwachen
Du bist wirklich nicht allein aber ich fürchte, dass sich das noch etwas zieht bis ihr besser schlafen könnt. Ich will nicht spoilern. Nur so viel: ich spreche aus Erfahrung. 

Signaturen sind halt doch praktisch für die Mitleser:innen…
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Kambly
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Re: Kind weint bei jedem Aufwachen
Mein Grosser war ein katastrophaler Schläfer. Viel wach, liess sich nur durch stillen beruhigen, der Mann hatte keine Chance, ihn ins Bett zu bringen oder ihn gar nachts zu beruhigen.
Ab ca. 1.5 wurde es deutlich besser (und liess sich auch friedlich von andern ins Bett bringen), mit 2 schlief er wunderbar nachts und meistens durch (als das Baby kam dann natürlich nicht mehr…!).
Ich will auch nicht spoilern! Aber bei Kinderschlaf ist so vieles möglich, es ist so individuell.
Wir haben übrigens nichts verändert und weiterhin begleitet. Ich finde es aber gut, wenn du deine Bedürfnisse spürst und nun den Partner abends in den Schlaf begleiten lässt.
Meiner trägt hier manchmal das Baby in der Trage in den Schlaf und legt es dann ab. Vielleicht wäre das auch eine Möglichkeit?
Ab ca. 1.5 wurde es deutlich besser (und liess sich auch friedlich von andern ins Bett bringen), mit 2 schlief er wunderbar nachts und meistens durch (als das Baby kam dann natürlich nicht mehr…!).
Ich will auch nicht spoilern! Aber bei Kinderschlaf ist so vieles möglich, es ist so individuell.
Wir haben übrigens nichts verändert und weiterhin begleitet. Ich finde es aber gut, wenn du deine Bedürfnisse spürst und nun den Partner abends in den Schlaf begleiten lässt.
Meiner trägt hier manchmal das Baby in der Trage in den Schlaf und legt es dann ab. Vielleicht wäre das auch eine Möglichkeit?
Kambly mit kleinem 🦊 (5) und kleiner 🧚🏼♀️ (2.5)