Milchstau, Brustentzündung und wieder Milchstau
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Josie2013
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Re: Milchstau, Brustentzündung und wieder Milchstau
Nein, beides nicht. Auch während der Mastitis sah die Brust bis auf die Rötung unauffällig aus und die Schmerzen treten an dieser Brust auch nur im Zusammenhang damit jetzt neu auf. Bisher hatte ich eigentlich immer Probleme mit der anderen Brust, da hatte ich früher oft starke Ansaugschmerzen und auch immer mal mit Mastitis zu tun.
Vielleicht war die letzte Entzündung nicht ganz ausgeheilt.
Vielleicht war die letzte Entzündung nicht ganz ausgeheilt.
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Josie2013
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Re: Milchstau, Brustentzündung und wieder Milchstau
Ich war heute bei der Gynäkologin. Sie war etwas ratlos, eine Möglichkeit für die sichtbare Entzündung wäre, dass das Antibiotikum nicht ausreichend wirksam war. Den Knoten in der Nähe der Achsel hat sie auch gefunden und kann ihn nicht klar zuordnen. Ist auf dem Ultraschall nicht darstellbar gewesen, und schwer zu tasten, aber erwischt hat sie ihn. Sie meinte, dass sie nicht weiß, was es ist. Lymphknoten jedenfalls nicht. Vielleicht Drüsengewebe. Die Schmerzen in der Brustwarze würde sie auch am ehesten auf einen Vasospasmus zurückführen. Wenn die Entzündung schlimmer wird, soll ich sofort wieder kommen, wenn alles gleich bleibt, in 2 Wochen, wenn es mit der Entzündung besser wird, nur für den Knoten, sobald ich den Eindruck habe, dass er wächst. Ansonsten in ein paar Wochen checken lassen.
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Theolino
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Re: Milchstau, Brustentzündung und wieder Milchstau
Oh Mensch, noch immer kein Ende in Sicht. Das tut mir sehr leid. So wie ich mich erinnere, ist dies ja nicht Dein erstes Stillkind, richtig? Das unter der Achsel tastbare Gewebe, kennst Du das aus anderen Stillzeiten? Bei mir im Kopf springt auch das Stichwort zusätzliches Drüsengewebe auf. Was ist den nun der Rat der Gyn für die aktuelle Entzündung? Behandelst Du den Vasospasmus?
Theolino mit Lieblingssohn 01/15 und Lieblingstocher 06/17
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Josie2013
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Re: Milchstau, Brustentzündung und wieder Milchstau
Genau, es ist mein 4. Stillkind. Solche Knubbel kenne ich nicht in der Lage. Es ist zu hoch für gestaute Milch zb. Ich taste meine Brust nicht so häufig ab, aber an sich "kenne" ich den normalen Zustand.
Was gegen Drüsengewebe spricht ist, dass der Knoten wehtut bei Berührung. Und generell schmerzt es in der Achselgegend dort, so als hätte man ein viel zu enges Shirt an, das kneift unterm Arm. Das ist neu und ich hätte es vom ersten Gefühl her im Zusammenhang mit der Brustentzündung eingeordnet. Da kann ja das Lymphgewebe durchaus mal arbeiten. Aber die Ärztin sagte, dass es nicht die Lymphknoten seien.
Die Entzündung soll ich mit den üblichen Mitteln behandeln. Kühlen und vorm Stillen anwärmen. Und ausruhen. Wenn es schlimmer wird oder innerhalb von zwei Wochen nicht weg ist, will sie ggf ein anderes Antibiotikum probieren. Was mich so irritiert ist die Art, wie sich die Brustentzündung jetzt gerade zeigt. Nämlich gar nicht so eindeutig wie ich es sonst kenne mit Verhärtungen in der Brust, darüber ein roter oder lilaner Streifen, Krankheitsgefühl, Kopfschmerzen. Ich habe quasi nur diese größere rote Fläche auf der Brust, fast ein Viertel sind bedeckt. Und dann diese stechenden Schmerzen und der Druckschmerz mit dem Knoten in der Achselgegend. Schüttelfrost und Gliederschmerzen hatte ich nur am letzten Sonntag noch einmal. Ich fühle mich gerade eher erschöpft, aber nicht so sehr krank wie sonst bei Brustentzündungen.
Den Vasospasmus soll ich eigentlich mit hochdosiert Magnesium und Calcium behandeln, aber ich scheue davor ehrlich gesagt zurück. Magnesium gilt ja bei Krämpfen inzwischen als obsolet und ich habe damit in der Vergangenheit wirklich schlechte Erfahrungen gemacht, als ich es in den Schwangerschaften wegen vorzeitiger Wehen hochdosiert genommen hatte und bei Absetzen chronische Kopfschmerzen entwickelt habe. Das möchte ich nicht noch einmal erleben. Ich bin mir auch mit der Diagnose nicht sicher. Die Ärztin übrigens auch nicht, das war so ein "Klingt irgendwie am ehesten danach". Aber kann sowas so spät in der Stillzeit plötzlich auftreten? Ich finde übrigens nicht, dass die Beschwerden dazu richtig passen.
Ich überlege eher, ob ein Teil der Schmerzen vom Rücken her kommen könnte. Das konnte mir die Ärztin nicht beantworten. Ich habe fortgeschrittene Schulterarthrosen mit Impingementsyndrom, also praktisch Dauerschmerzen und dadurch auch viel Verspannungen. Könnte doch sein, dass das auch mal bis nach vorn zieht?
Was gegen Drüsengewebe spricht ist, dass der Knoten wehtut bei Berührung. Und generell schmerzt es in der Achselgegend dort, so als hätte man ein viel zu enges Shirt an, das kneift unterm Arm. Das ist neu und ich hätte es vom ersten Gefühl her im Zusammenhang mit der Brustentzündung eingeordnet. Da kann ja das Lymphgewebe durchaus mal arbeiten. Aber die Ärztin sagte, dass es nicht die Lymphknoten seien.
Die Entzündung soll ich mit den üblichen Mitteln behandeln. Kühlen und vorm Stillen anwärmen. Und ausruhen. Wenn es schlimmer wird oder innerhalb von zwei Wochen nicht weg ist, will sie ggf ein anderes Antibiotikum probieren. Was mich so irritiert ist die Art, wie sich die Brustentzündung jetzt gerade zeigt. Nämlich gar nicht so eindeutig wie ich es sonst kenne mit Verhärtungen in der Brust, darüber ein roter oder lilaner Streifen, Krankheitsgefühl, Kopfschmerzen. Ich habe quasi nur diese größere rote Fläche auf der Brust, fast ein Viertel sind bedeckt. Und dann diese stechenden Schmerzen und der Druckschmerz mit dem Knoten in der Achselgegend. Schüttelfrost und Gliederschmerzen hatte ich nur am letzten Sonntag noch einmal. Ich fühle mich gerade eher erschöpft, aber nicht so sehr krank wie sonst bei Brustentzündungen.
Den Vasospasmus soll ich eigentlich mit hochdosiert Magnesium und Calcium behandeln, aber ich scheue davor ehrlich gesagt zurück. Magnesium gilt ja bei Krämpfen inzwischen als obsolet und ich habe damit in der Vergangenheit wirklich schlechte Erfahrungen gemacht, als ich es in den Schwangerschaften wegen vorzeitiger Wehen hochdosiert genommen hatte und bei Absetzen chronische Kopfschmerzen entwickelt habe. Das möchte ich nicht noch einmal erleben. Ich bin mir auch mit der Diagnose nicht sicher. Die Ärztin übrigens auch nicht, das war so ein "Klingt irgendwie am ehesten danach". Aber kann sowas so spät in der Stillzeit plötzlich auftreten? Ich finde übrigens nicht, dass die Beschwerden dazu richtig passen.
Ich überlege eher, ob ein Teil der Schmerzen vom Rücken her kommen könnte. Das konnte mir die Ärztin nicht beantworten. Ich habe fortgeschrittene Schulterarthrosen mit Impingementsyndrom, also praktisch Dauerschmerzen und dadurch auch viel Verspannungen. Könnte doch sein, dass das auch mal bis nach vorn zieht?
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Theolino
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Re: Milchstau, Brustentzündung und wieder Milchstau
Definitiv ja. Muskuläre Verspannungen etc. können ausstrahlen. Vielleicht ist da eine zweite Meinung eine Idee? Wegen des zusätzlichen Drüsengewebes, da würde ich dann auch eher nicht davon ausgehen, wenn es in den Stillzeiten davor nicht da war. Mich irritiert das Vorgehen des Abwartens etwas, nachdem es Dir nach wie vor so schlecht geht... Vielleicht ist da eine zweite Meinung eine Idee? Lecitin wäre bei den rez. Staus eine Überlegung wert sozusagen als Prophylaxe.
Theolino mit Lieblingssohn 01/15 und Lieblingstocher 06/17
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Josie2013
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Re: Milchstau, Brustentzündung und wieder Milchstau
Also einen Stau habe ich derzeit gar nicht mehr. Deshalb ist die Situation auch schwierig zu beurteilen. Was sollte oder könnte die Gynäkologin denn noch empfehlen außer noch etwas abwarten? Wenn sich die Situation verschlimmert, würde sie ja ein weiteres Antibiotikum ausprobieren, aber ich finde es schon richtig, dass sie da noch zurückhaltend ist, weil soviel Antibiose ja auch nicht ohne ist. Und die Beschwerden sind gerade so ganz anders als noch vor 3 Wochen. Da war es so eindeutig: Milchstau und dann fette Brustentzündung obendrauf mit Fieber und richtig Kranksein. Jetzt ist es gewissermaßen einfach dauerhaft diese große Rötung und die Schmerzen sind ganz anders. Nicht an einer bestimmten Stelle mit Verhärtung, sondern immer mal wieder stechend, brennend, zwischendurch. Manchmal juckt auch einfach die Haut. Und dazu eben die Knoten.
Zweitmeinung ist schwierig, hier gibt es keine Gynäkologen, zu denen man einfach so gehen könnte. Ich bin gerade selbst unsicher. So massiv schlecht geht es mir nicht wie vor 3 Wochen. Ich kann mit dem Abwarten leben.
Ich muss mal ganz ehrlich sagen, dass ich seit ein paar Tagen immer wieder die Sorge habe, dass es Krebs sein könnte. Vermutlich ist das völlig irrational. Und bestimmt hätte man es dann auf dem Ultraschall gesehen. Also ist gerade eher psychisch die Belastung, dass ich nicht weiß, was los ist. Ich hätte einfach gern gehört "Keine Sorge, das ist ein harmloser XY".
Im Moment bin ich sehr unglücklich mit dem Stillen, es ist gerade nur noch schmerzhaft und anstrengend. Eigentlich dachte ich, dass ich im Sommer langsam abstillen wollte, aber derzeit würde ich am liebsten sofort aufhören. So einfach ist es natürlich nicht.
Zweitmeinung ist schwierig, hier gibt es keine Gynäkologen, zu denen man einfach so gehen könnte. Ich bin gerade selbst unsicher. So massiv schlecht geht es mir nicht wie vor 3 Wochen. Ich kann mit dem Abwarten leben.
Ich muss mal ganz ehrlich sagen, dass ich seit ein paar Tagen immer wieder die Sorge habe, dass es Krebs sein könnte. Vermutlich ist das völlig irrational. Und bestimmt hätte man es dann auf dem Ultraschall gesehen. Also ist gerade eher psychisch die Belastung, dass ich nicht weiß, was los ist. Ich hätte einfach gern gehört "Keine Sorge, das ist ein harmloser XY".
Im Moment bin ich sehr unglücklich mit dem Stillen, es ist gerade nur noch schmerzhaft und anstrengend. Eigentlich dachte ich, dass ich im Sommer langsam abstillen wollte, aber derzeit würde ich am liebsten sofort aufhören. So einfach ist es natürlich nicht.
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Theolino
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Re: Milchstau, Brustentzündung und wieder Milchstau
Mich irritiert eben genau dieses Anhalten der Problematik, obschon eine Behandlung erfolgt ist. Dir geht es ja mitnichten gut. Und Du hast Sorgen, Das bewegt in mir die Frage, ob es nicht gut wäre das nochmal mit der Gyn zu besprechen. Hattest Du dort Deine Angst vor Krebs angesprochen? Denn alleine diese Angst zu haben beschäftigt doch die Nerven erheblich. Meine Gedanken zusätzlich: kannst du die muskulären Verspannungen angehen? Kannst Du die Bereiche vorsichtig dehnen? Wärmen? Vielleicht lassen sich die Schmerzen so reduzieren. Verspannte Muskeln im Rückenbereich können erhebliche Schmerzen im Brustbereich verursachen. SOOR ist nach wie vor ausgeschlossen?
Theolino mit Lieblingssohn 01/15 und Lieblingstocher 06/17
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Josie2013
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Re: Milchstau, Brustentzündung und wieder Milchstau
Ich hatte der Ärztin gesagt, dass ich mir Sorgen mache, ob es etwas ernstes sein könnte. Darauf ist sie nicht eingegangen. Deshalb habe ich sie gegen Ende der Untersuchung noch einmal direkt gefragt, ob es etwas Schlimmes sein könnte bzw ob sie es ausschließen kann. Darauf hat sie nicht direkt geantwortet, sondern meinte, dass man es normalerweise im Ultraschall sehen müsste, aber dass sie den Knoten nur tasten kann und das auch sehr erschwert und dass wir es beobachten. Also direkt über Krebs habe ich nicht mit ihr gesprochen.
Ich habe mich gerade mal über die aktuellen Fachinformationen über Soor in der Stillzeit belesen auf still-lexikon.de und bin überrascht. So einfach ist es ja offenbar nicht zu diagnostizieren. Ich dachte, man würde das der Brustwarze und dem Stillkind ansehen. Aber wenn ich das so lese, könnten ein paar Symptome anscheinend zu Soor passen... Dagegen sprechen könnte (muss nicht), dass mein Kind symptomlos ist und ich die Beschwerden nur an einer Seite habe und die Brustwarze unauffällig aussieht.
Ja, mit den Verspannungen könnte es natürlich dazu beitragen, aber ehrlich gesagt ist es eher so etwas, was ich noch zum "Ratespiel" aus der Not heraus überlegt habe, denn gerade jetzt geht es mir eigentlich dahingehend ganz ok. Da gab es in den letzten Jahren sehr viel schlimmere Zeiten, in denen ich auch mit Ibuprofen nicht schmerzfrei wurde und da hatte ich die jetzigen Probleme nicht.
Ich werde die Woche noch mal zuwarten und schauen, wie es mir damit geht. Im Moment halte ich es noch aus. Es wird immerhin nicht schlimmer. Spätestens in einer Woche würde ich mich wieder bei der Gynäkologin vorstellen, gerade wegen der Knoten.
Ich habe mich gerade mal über die aktuellen Fachinformationen über Soor in der Stillzeit belesen auf still-lexikon.de und bin überrascht. So einfach ist es ja offenbar nicht zu diagnostizieren. Ich dachte, man würde das der Brustwarze und dem Stillkind ansehen. Aber wenn ich das so lese, könnten ein paar Symptome anscheinend zu Soor passen... Dagegen sprechen könnte (muss nicht), dass mein Kind symptomlos ist und ich die Beschwerden nur an einer Seite habe und die Brustwarze unauffällig aussieht.
Ja, mit den Verspannungen könnte es natürlich dazu beitragen, aber ehrlich gesagt ist es eher so etwas, was ich noch zum "Ratespiel" aus der Not heraus überlegt habe, denn gerade jetzt geht es mir eigentlich dahingehend ganz ok. Da gab es in den letzten Jahren sehr viel schlimmere Zeiten, in denen ich auch mit Ibuprofen nicht schmerzfrei wurde und da hatte ich die jetzigen Probleme nicht.
Ich werde die Woche noch mal zuwarten und schauen, wie es mir damit geht. Im Moment halte ich es noch aus. Es wird immerhin nicht schlimmer. Spätestens in einer Woche würde ich mich wieder bei der Gynäkologin vorstellen, gerade wegen der Knoten.
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Re: Milchstau, Brustentzündung und wieder Milchstau
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