ich bin durchs googlen auf dieses tolle Forum gestoßen und behellige euch gleich mit eurem Anliegen. Meine Tochter wird morgen 8 Wochen alt und mit dem Stillen hab ich von Anfang an so meine Probleme, die mich mittlerweile auch ziemlich belasten. Ich schreibe mal ein wenig frei und gehe später auf den Fragenkatalog ein.. Führendes Problem ist eigentlich aktuell eine extreme Unruhe beim Stillen mit teilweiser kompletter Stillunlust, nur eher kurzen Stillmahlzeiten einhergehend mit knapper Gewichtszunahme. Meine Tochter nimmt eigentlich kontinuierlich zu, jedoch an guten Tagen nur 20 g, teilweise deutlich weniger. Ich hatte bis vorletzte Woche Hebammenbetreuung und muss dazu sagen, dass meine Hebamme zufrieden mit uns war und keinen Anlass zur Sorge hatte sowie nie zum Zufüttern geraten hatte. Meine Tochter ist abgesehen von abendlichen Schreiphasen, die sich mittlerweile leicht am bessern sind, gesund und munter und altersentsprechend entwickelt. Die Ärztin bei der U3 hat die Gewichtszunahme allerdings als einzigen Punkt moniert und zur Zufütterung bzw. Anbieten von 1-2 Flaschen Pre bzw. abgepumpter MuMi geraten. Ich hab das ein paar Tage probiert, meine Tochter trank allerdings meistens nur 0-30 ml davon. Muttermilch trinkt sie etwas besser als Pre. Selten trinkt sie eine kleine Flasche mit 60 ml leer, aber nur mit mehrfachem Ansetzen und Pausieren. Nun könnte man sagen, dass das doch eigentlich Zeichen dafür ist, dass sie satt ist, aber ich bin mittlerweile so verunsichert, dass ich mir in nichts mehr sicher bin. Ich bin mit mittlerweile zumindest relativ sicher, dass es nicht an zu wenig Milch liegt. Davon ging auch meine Hebamme sehr sicher nicht aus. Ich habe relativ oft eher volle Brüste und meine Tochter zeigt trotzdem wenig Interesse am Stillen. Teilweise prustet und würgt sie auch beim Stillen, was ja oft mit zu starkem MSR in Verbindung gebracht wird. Allerdings laufen meine Brüste wenig aus und auch beim frühen Abdocken hab ich die Milch noch nie spritzen sehen. Dass das das (alleinige) Problem ist, glaube ich nicht. Des Weiteren trinkt sie mittlerweile meistens sehr kurz und meistens nur eine Brust. Sie trinkt teilweise so schludrig, macht dann noch viele Pausen etc., dass ich mir beim besten Willen nicht vorstellen kann, dass sie pro Tag > 500 ml trinkt. Ich hab mal gelesen, dass man nach 10 Minuten kontinuierlicher Saug-Schluck-Aktion davon ausgehen kann, dass das Baby genug bekommen hat. Davon sind wir weit, weit entfernt. Eine weitere Hypothese von mir ist, dass sie durch die Flasche manchmal zu ungeduldig ist, den (nächsten) MSR abzuwarten und vorher lieber meckernd abdockt.
Jetzt wollte ich ein paar Tage mal die Zufütterversuche und das Abpumpen sein lassen, in der Hoffnung, dass sich alles ohne Reingepfusche einpendelt. Das ging 2 Tage ganz gut, dann hat sie einen Tag allerdings so wenig getrunken und wirkte am Abend so unzufrieden, dass ich die schnell abgepumpten 40 ml MuMi in zwei Etappen verfüttert hab. Heute hab ich mal wieder auf gut Glück eine Flasche Pre probiert, nachdem sie erst hungrig gewirkt hat, dann aber nicht an die Brust wollte. Da hat sie 60 ml Pre in 2 Etappen getrunken. Ich denke mir allerdings, ohne zu wissen, wo denn eigentlich das Problem liegt, komm ich mit dem Zufüttern und Abpumpen auf gut Glück nicht weit bzw. mache vielleicht alles nur noch schlimmer. Wenn sie so wenig trinkt wie heute, hab ich allerdings auch Angst, dass meine Milchmenge zurückgeht.
* Ist Euer Baby ein Junge oder ein Mädchen?
Mädchen
* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, wenn ja, mit was (Muttermilch, Formulanahrung)? Schreibt bitte die Mengen auf (wie oft und wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
Aktuell so alle 2-3 Tage Versuch mit einer Flasche Pre bzw. abgepumpter Muttermilch. Davon trinkt sie meistens nur bis 20 ml. Selten mal 60 ml. Das meiste waren mal 80 pro Tag in mehreren Etappen.
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: Wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
Pro Tag geschätzt 8-10 Stillmahlzeiten. Dazwischen an schlechten Tagen unendlich oft gescheiterte Anlegeversuche. Sicher 15 mal aufwärts. Wenn ich den Ratschlag hör, man müsse das Baby einfach nur ganz oft anlegen, kann ich nur müde lächeln... Nachts ist es grundsätzlich besser als tagsüber. Tagsüber nimmt ihre Stillfreude mit fortschreitender Uhrzeit eher ab. Sobald wir im Bett liegen, ist ein Schalter geswitcht und das Stillen klappt wieder (einigermaßen).
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig hat es Stuhlgang?
Stuhlgang 4-5 mal pro Tag, Windel oft komplett voll. Stuhl ist machmal eher schaumig. Da die meisten Windeln auch Stuhl enthalten, lässt sich nicht genau sagen, ob auch genug Pipi drin ist. Würde aber sagen, auch das ist ausreichend.
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
Protrahierte Geburt mit nachfolgender Not-OP bei Plazentaretention. Habe sehr viel Blut verloren, auch eine Transfusion und viele Infusionen enthalten. Erstes Anlegen direkt nach der OP einige Stunden nach der Geburt. Meine Brustwarzen konnte sie allerdings nicht greifen, da diese durch die Infusionen so verflacht waren, dass ich zunächst mit Stillhütchen gestillt habe. Die konnte ich dann nach und nach ausschleichen. Gewichtsabnahme war unter 10% und die erste Gewichtszunahme im KH sehr gut, da hab ich allerdings etwas mehr zugefüttert (s.u.) und auch abgepumpt.
Die ersten 2 Flaschen Pre bereits in der zweiten Nacht als mir eine Nachtschwester einredete, dass müsse jetzt sein. War Blödsinn, wie ich im Nachhinein weiß. Die erste Gewichtsabnahme lag im Rahmen und Milcheinschuss hatte ich logischerweise noch nicht. Auf mein zaghaftes Fragen nach stillfreundlichem Zufüttern, meinte sie, man solle nicht alles glauben, was man im Internet liest, Babys könne man nicht mit Bechern füttern. In der darauffolgenden Nacht wurde meine Tochter in die Kinderklink verlegt bei V.a. Neugeboreneninfektion. Dort durfte ich mich erst am Folgetag als Begleitperson aufnehmen lassen, so dass sie auch in dieser Nacht die Flasche erhielt. Ab da zur Nacht wenige ml Pre, weil ich die extremen Clusterphasen im KH spätabends durch Schlafmangel nicht gepackt hab, psychisch durch den Kinderklinik-Aufenthalt sehr belastet war und Dauerstillen von der Kinderklinik aus aus unerfindlichen Gründen nicht gern gesehen war. Überhaupt hat dieser Aufenthalt viel in unserer Stillbeziehung verkorkst, da zunächst mal auf Stillproben bestanden wurde (bei einem klinisch kerngesunden Kind, das bis dahin noch eine gute Gewichtszunahme zeigte!) und das Pflegepersonal einen ziemlichen Gewichtsfetisch hatte. Davon hab ich mich leider nachhaltig und tiefgreifend verunsichern lassen.
Entlassen wurden wir 1 Woche nach Geburt und ab da hab ich zunächst nicht mehr zugefüttert. Allerdings zeigte die Gewichtszunahme dann auch einen kleinen Einbruch und ziemlich schnell kamen o.g. Probleme. Aus dreistündigem zufriedenen Clustern wurden unzufriedene 3 Minuten Stillsitzungen mit Treten, Strampeln und Schreien.
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
Kennt sie alles.
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
Hebamme, Kinderarzt wie gesagt 1 Termin. Osteopathin ist geplant.
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen könnten? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
Nein
* Falls dieses Kind nicht Dein erstes ist, beschreibe bitte kurz Deine Stillerfahrung mit Deinem/Deinen größeren Kind/ern.
Ist mein erstes Kind.
Gewichtsdaten sind noch sehr dürftig, da ich mir das Gewicht der Hebamme nicht notiert hatte:
19.09. 3410 g (Geburt KH)
26.09. 3600 (U2 KH)
02.11. 4140 g (Waage KiÄ)
13.11. 4440 g (Waage zu Hause)
17.11. 4410 g (Waage zu Hause)
Ob entweder der letzte oder vorletzte Wert nicht stimmt, weiß ich nicht. Das wäre sonst das erste mal, dass sie Gewicht verloren hätten.
Liebe Grüße