Welches Instrument spielt ihr?
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Vemala
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Re: Welches Instrument spielt ihr?
Schlagzeug ist auch cool, zwei Freund*innen von M spielen auch.
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schokoliebe
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Re: Welches Instrument spielt ihr?
Das klingt richtig toll mit der Bläserklasse, Vemala. So macht Musizieren bestimmt Spass!
Mein Sohn hat nur ein paar Monate Klavier gespielt, aber er hatte wirklich überhaupt keinen Spass dabei und ist leider auch nicht musikalisch, daher hat er wieder aufgehört.
Eigentlich hab ich mir früher immer gewünscht, eine Familie zu haben die zusammen musiziert.
Mein Sohn hat nur ein paar Monate Klavier gespielt, aber er hatte wirklich überhaupt keinen Spass dabei und ist leider auch nicht musikalisch, daher hat er wieder aufgehört.
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Viola
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Re: Welches Instrument spielt ihr?
Ich hänge noch Mal hier dran.
Ich hatte als Kind 7 Jahre Geigenunterricht, bin aber leider nur so weit gekommen, dass es richtig gut und sauber klingt.
Nun hat meine 8 jährige seit paar Monaten Geige lernen wollen und hat nun seit diesem Schuljahr Unterricht. Sie übt nicht wirklich gerne und ist leider schnell frustriert, wenn es nicht so klappt, wie sie sich es vorstellt. Sie spielt jetzt immer noch nur leere Seiten, was sie frustriert. Trotz dem Frust sagt sie, sie liebt ihre Geige und das Geigen spielen.
Doch sie hat mich motiviert selbst wieder anzufangen und ich versuchte gerade mit wieder die Stücke zu erarbeiten, die ich schon Mal konnte. Gleichzeitig frage ich mich ob mir nicht sowohl Talent wie auch genügend Zeit für dieses schwere Instrument fehlt. Es klingt einfach nach wie vor nicht richtig gut.
Was aber schon Spaß macht ist zusammen mit meiner Tochter zu spielen - da ist sie dann auch mehr zum Üben motiviert.
Doch generell frage ich mich schon ob bedürfnisorientierte Erziehung nicht im Widerspruch zu Instrument lernen steht...
Ich hatte als Kind 7 Jahre Geigenunterricht, bin aber leider nur so weit gekommen, dass es richtig gut und sauber klingt.
Nun hat meine 8 jährige seit paar Monaten Geige lernen wollen und hat nun seit diesem Schuljahr Unterricht. Sie übt nicht wirklich gerne und ist leider schnell frustriert, wenn es nicht so klappt, wie sie sich es vorstellt. Sie spielt jetzt immer noch nur leere Seiten, was sie frustriert. Trotz dem Frust sagt sie, sie liebt ihre Geige und das Geigen spielen.
Doch sie hat mich motiviert selbst wieder anzufangen und ich versuchte gerade mit wieder die Stücke zu erarbeiten, die ich schon Mal konnte. Gleichzeitig frage ich mich ob mir nicht sowohl Talent wie auch genügend Zeit für dieses schwere Instrument fehlt. Es klingt einfach nach wie vor nicht richtig gut.
Was aber schon Spaß macht ist zusammen mit meiner Tochter zu spielen - da ist sie dann auch mehr zum Üben motiviert.
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Elena
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Re: Welches Instrument spielt ihr?
Ich glaube, das Problem ist, dass die wenigsten Eltern sich täglich mit ihrem Kind zusammen hinsetzen zum Üben. Sondern dass es bei vielen im Grundschulalter heißt: Du willst Klavier lernen? Okay, dann musst du aber auch üben, ne? Und dann nickt das Kind, das aber eigentlich nie gelernt, hat, sich täglich zum Üben zu motivieren. Und in der Realität klappt das dann gar nicht. Ich kann nachvollziehen, dass es für viele Eltern (zu)viel ist, täglich mit dem Kind zu üben - vor allem, wenn es dann noch mehrere Kinder und/oder mehrere Instrumente sind. Aber nach meiner Erfahrung bringen leider die wenigsten Kinder im Kindergarten- oder Grundschulalter von selbst die Disziplin zum regelmäßigen Üben auf. Meine wirklich begabte 10jährige muss ich zumindest zum Üben anhalten, ich muss nicht zwangsläufig danebensitzen, aber es ist megaviel effektiver, wenn ich es tue. Ich plane also praktisch täglich, wie sie das Üben am besten so in ihren Tag integriert, dass es sie am wenigsten "stört". Eigentlich stört nicht das Üben selbst, sondern das Aufhören von etwas anderem (spielen) und das anfangen mit Üben.schokoliebe hat geschrieben: 02.11.2023, 17:40 In unserem Umfeld sind echt viele Kinder, die anfangen ein Instrument zu lernen und dann nach 2,3 Jahren die Lust verlieren und aufhören. Ich frage mich wirklich, ist es nicht besser die Kinder noch ein paar Jahre zum Üben anzuhalten? Es ist irgendwie Zeitgeist, vieles kurz auszuprobieren und dann wieder aufzuhören, das ist schade.
Meine Mittlere (12 Jahre) übt tatsächlich beide Instrumente fast täglich von sich aus und hat das auch vor 2 Jahren schon getan. Aber ich finde sie da eher untypisch.
Meine Große hat jetzt mit 14 mit Klavier aufgehört. Schade, aber ich konnte sie da gut verstehen. Sie hat viele andere Hobbys, ihr Herz hängt nicht dran, sie kann sich schwer zum Üben motivieren, sie hasst es vorzuspielen. Auch mit Horn wollte sie aufhören, aber das haben wir abbiegen können. Sie übt zwar nur so zweimal pro Woche, aber sie kommt in ihrem eigenen Schneckentempo voran und hat Spaß daran. Das finde ich total ok für sie. Für die Kleinste wäre das nicht okay, sie WILL mehr lernen und können, braucht dafür aber von mir den Tritt in den Hintern. Und den bekommt sie auch, im Gegensatz zur Großen. Bei der Großen werde ich nur darauf hinwirken, dass sie das Hornspielen nicht so bald aufgibt. Sie hat nämlich bereits mehrfach Erlebnisse im Ensemble gehabt, die sie richtig toll fand. Vielleicht packt es sie irgendwann doch noch etwas.
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Elena
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Re: Welches Instrument spielt ihr?
Meinst du, weil man sich bzw. das Kind auch mal zum Üben zwingen muss? Für mich hat "ich will jetzt lieber Legospielen als üben" nichts mit einem Bedürfnis im Sinne der bedürfnisorientierten Erziehung zu tun, sondern mit dem reinen Lustprinzip. Und ich finde es immens wichtig, dass man sich davon auch mal frei machen kann und sich für etwas entscheiden kann, das einem jetzt gerade in dieser Sekunde keinen Spaß macht, weil man weiß, dass man davon ganz doll profitieren wird. Dass meine Kinder das lernen, ist eigentlich eines meiner wichtigsten Ziele für sie. Das ist ein Grund, warum ich Instrumentalunterricht als sehr wertvoll ansehe.Viola hat geschrieben: 02.11.2023, 20:16
Doch generell frage ich mich schon ob bedürfnisorientierte Erziehung nicht im Widerspruch zu Instrument lernen steht...
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Viola
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Re: Welches Instrument spielt ihr?
Das finde ich eine gute Perspektive.Elena hat geschrieben: 02.11.2023, 20:31
Meinst du, weil man sich bzw. das Kind auch mal zum Üben zwingen muss? Für mich hat "ich will jetzt lieber Legospielen als üben" nichts mit einem Bedürfnis im Sinne der bedürfnisorientierten Erziehung zu tun, sondern mit dem reinen Lustprinzip. Und ich finde es immens wichtig, dass man sich davon auch mal frei machen kann und sich für etwas entscheiden kann, das einem jetzt gerade in dieser Sekunde keinen Spaß macht, weil man weiß, dass man davon ganz doll profitieren wird. Dass meine Kinder das lernen, ist eigentlich eines meiner wichtigsten Ziele für sie. Das ist ein Grund, warum ich Instrumentalunterricht als sehr wertvoll ansehe.
Ich finde jetzt schon seit ich mein Kind zum üben treibe, haben wir hier eine Dynamik in der Familie, die wir vorher nie hatten. Und mehr als 5-10 min spielen ist hier auch echt nicht drin.
Ich frag mich da schon ob ich das Kind lieber nach ihren Wünschen selbst unterrichten sollte, anstelle des teuren wöchentlichen Unterrichts, für den ich dann schon will, dass sie auch übt.
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Elena
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Re: Welches Instrument spielt ihr?
Kann ich verstehen, dass das nicht so leicht ist. Ich glaube, da gibts auch kein Patentrezept. Ich habe über viele Jahre hinweg bei sehr unterschiedlichen Kindern sehr unterschiedliche Strategien probiert und vieles hat nicht funktioniert, manches dann aber schon.Viola hat geschrieben: 02.11.2023, 20:38Das finde ich eine gute Perspektive.Elena hat geschrieben: 02.11.2023, 20:31
Meinst du, weil man sich bzw. das Kind auch mal zum Üben zwingen muss? Für mich hat "ich will jetzt lieber Legospielen als üben" nichts mit einem Bedürfnis im Sinne der bedürfnisorientierten Erziehung zu tun, sondern mit dem reinen Lustprinzip. Und ich finde es immens wichtig, dass man sich davon auch mal frei machen kann und sich für etwas entscheiden kann, das einem jetzt gerade in dieser Sekunde keinen Spaß macht, weil man weiß, dass man davon ganz doll profitieren wird. Dass meine Kinder das lernen, ist eigentlich eines meiner wichtigsten Ziele für sie. Das ist ein Grund, warum ich Instrumentalunterricht als sehr wertvoll ansehe.
Ich finde jetzt schon seit ich mein Kind zum üben treibe, haben wir hier eine Dynamik in der Familie, die wir vorher nie hatten. Und mehr als 5-10 min spielen ist hier auch echt nicht drin.
Ich frag mich da schon ob ich das Kind lieber nach ihren Wünschen selbst unterrichten sollte, anstelle des teuren wöchentlichen Unterrichts, für den ich dann schon will, dass sie auch übt.
Meine 12jährige lässt sich von mir nicht so gerne etwas sagen. Manchmal kommt sie zu mir und will, dass ich das Üben begleite, weil sie weiß, dass das was bringt. Aber manchmal wird sie dann auch launisch und bockig. Bei ihr würde es niemals funktionieren, wenn ich sie unterrichten würde.
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- blauelagune
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Re: Welches Instrument spielt ihr?
Ich unterschreibe bei Elena. Hier üben die Kinder hintereinander in immer derselben Reihenfolge, es sei denn es kommt was dazwischen. Die üben alle täglich und die beiden Großen pro Instrument mindestens 30 Minuten. Das ist total ritualisiert hier.
Das eigene Kind unterrichten ist schon schwierig. Aber komplett ohne Ausbildung und mit eigenen maximal Grundkenntnissen ist das doch völlig hoffnungslos. Bei Geige kommt es auch auf die Haltung an, da gibt es so viel zu beachten..Und einen Lehrer nimmt man ernster als die eigene Mutter.
Das eigene Kind unterrichten ist schon schwierig. Aber komplett ohne Ausbildung und mit eigenen maximal Grundkenntnissen ist das doch völlig hoffnungslos. Bei Geige kommt es auch auf die Haltung an, da gibt es so viel zu beachten..Und einen Lehrer nimmt man ernster als die eigene Mutter.
mit den drei Jungs (08/09) und (06/12) und (06/16)
- blauelagune
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Re: Welches Instrument spielt ihr?
Also ich hab das jetzt so verstanden, dass Du auch eher nur Grundkenntnisse hast.
Für die Stunde bereitet man sich ja doch eher vor und ist motiviert etwas zu machen..
Für die Stunde bereitet man sich ja doch eher vor und ist motiviert etwas zu machen..
mit den drei Jungs (08/09) und (06/12) und (06/16)
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Vemala
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Re: Welches Instrument spielt ihr?
Oh, da ist viel Wahres dran, Elena! Üben begleiten musste ich auch viel, auch nach der Schulschließung, auch bis vor kurzem noch.
Ich kann nicht Klavier spielen, aber ich kann Noten lesen und einigermaßen hören und ihr so helfen. Ich hätte sie ohne das nicht so begleiten können und einiges an Frust abfedern. Wenn sie nicht üben wollte, hat oft geholfen, dass ich angeboten habe, dabei zu sein.
Auch die Klarinette hat in den ersten Tagen zu Frust geführt, weil es schnell gequietscht hat. Wäre sie da mit Querflöte oder Posaune gestanden, hätte ich auch nicht helfen können…
Sie ist aber auch sehr ungeduldig mit sich selbst. Sie muss immer und immer wieder erleben, dass Üben hilft. So langsam sickert es durch. Klavier übt sie inzwischen ziemlich selbstständig. An Klarinette erinnere ich, aber wahrscheinlich hat die enge Begleitung beim Klavier schon geholfen.
Ich kann nicht Klavier spielen, aber ich kann Noten lesen und einigermaßen hören und ihr so helfen. Ich hätte sie ohne das nicht so begleiten können und einiges an Frust abfedern. Wenn sie nicht üben wollte, hat oft geholfen, dass ich angeboten habe, dabei zu sein.
Auch die Klarinette hat in den ersten Tagen zu Frust geführt, weil es schnell gequietscht hat. Wäre sie da mit Querflöte oder Posaune gestanden, hätte ich auch nicht helfen können…
Sie ist aber auch sehr ungeduldig mit sich selbst. Sie muss immer und immer wieder erleben, dass Üben hilft. So langsam sickert es durch. Klavier übt sie inzwischen ziemlich selbstständig. An Klarinette erinnere ich, aber wahrscheinlich hat die enge Begleitung beim Klavier schon geholfen.
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