Schreien nach Flasche

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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FloppyDisc
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Re: Schreien nach Flasche

Beitrag von FloppyDisc »

Das ist ja alles prinzipiell richtig, aber wenn das Kind beim clustern zufrieden(er) ist als nach der Flasche, gibt es vielleicht viele Gründe, aber ich würde dann auch versuchen daran zu schrauben, statt das Schreien zu akzeptieren. Also wenn die Zufütterung zu einem anderen Zeitpunkt oder mit einer anderen Methode dazu führt, dass das Baby abends seine Schreizeit mit Nuckeln verarbeiten kann, ist das doch sinnvoller als zu sagen "die schreien halt abends".
LG Floppy
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Brianna
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Re: Schreien nach Flasche

Beitrag von Brianna »

Ob und wie viel Zufütterung dein Baby braucht, kann ich dir nicht sagen. Wenn du weiterhin stillen möchtest, ist eine stillfreundliche Zufüttermethode und die Menge auf kleinere Portionen aufzuteilen sicher sinnvoll.
L musste Anfangs zugefüttert werden. Meine Hebamme schlug 100 ml täglich abends mit der Flasche vor, damit das Kind dann schön lange schläft.
Ich habe nach Beratung hier 100 ml in kleinen Portionen über den Tag verteilt gebechert, L tagsüber alle 2 Stunden und nachts alle 3 Stunden geweckt und sie 20 Minuten sehr aktiv zum Stillen animiert. Die Zufütterung gab es dann tagsüber nach jedem zweiten Stillen.
L brauchte die Zufütterung sehr bald nicht mehr, sie nahm gut zu und musste nicht mehr geweckt werden.
Die Mutter ihrer wenig älteren Freundin hatte die gleiche Hebamme. Sie bekam auch den Rat 100 ml abends mit der Flasche. Sie hat den Rat umgesetzt und das Stillen dann sehr bald ganz aufgegeben, weil es ja nicht klappt und das zweite Kind gar nicht mehr gestillt.
J 05/13 L 12/15
Lumos
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Re: Schreien nach Flasche

Beitrag von Lumos »

Nananix hat geschrieben: 29.09.2023, 12:33
FloppyDisc hat geschrieben: 29.09.2023, 07:42 Und ist dann satt und zufrieden und schläft tief und fest und du kannst auch in Ruhe was essen 🤞die Hoffnung stirbt immer zuletzt 😅
Amen 😂 Dieser Ablauf ist auch in meinen Kalender eingetragen, bloß der Sommerbär hält sich nicht dran…

Lumos ich glaube, es gibt vielfältige Gründe für das abendliche Weinen. Meine Tochter ist jetzt 3,5 und es dauert immer noch eine halbe Ewigkeit, herauszufinden, was sie zum Brüllen bringt und wir schaffen es bei weitem nicht jedes mal. Ich schließe mich den anderen insofern an, dass ich nicht glaube, dass abendliches Weinen mit der Fütterung zusammenhängt. Ich weiß aber, wie schwer es ist, das Thema Stillen/Füttern/Sättigung nicht in Verbindung mit dem abendlichen Weinen zu bringen. Ich habe das aktuell auch gerade wieder (Sommerbär weint abends viel, will Dauerkuscheln, zusätzlich Clusterfeeding betreiben und ich muss ruhig bleiben und mir jedes Mal vorsagen, dass es nicht an der zugefütterten Milchmenge liegt).

Zur Zufütterung: die Menge wurde Dir auch explizit so geraten, damit die Zunahme steigt? Mir kommt das nämlich tatsächlich auch ein bisschen wenig vor, falls das Kind wirklich nicht gut gedeihen würde (auch, wenn die Kleine erst 6 Wochen alt ist). Ich bin aber auch keine Stillberaterin und nur mitlesende Mama.
Also ich glaube nicht dass sie irgendwie Hunger hat, eher vlt Bauchweh. Die Menge hat mir die Ärztin so geraten. Sie hat dann auch gleich in einer Woche so ca 230g zugenommen, also sieht das jetzt ganz gut wieder aus von der Zunahme. Deswegen bin ich auch noch optimistisch dass wir das vollstillen wieder schaffen.
FloppyDisc hat geschrieben: 29.09.2023, 13:51 Das ist ja alles prinzipiell richtig, aber wenn das Kind beim clustern zufrieden(er) ist als nach der Flasche, gibt es vielleicht viele Gründe, aber ich würde dann auch versuchen daran zu schrauben, statt das Schreien zu akzeptieren. Also wenn die Zufütterung zu einem anderen Zeitpunkt oder mit einer anderen Methode dazu führt, dass das Baby abends seine Schreizeit mit Nuckeln verarbeiten kann, ist das doch sinnvoller als zu sagen "die schreien halt abends".
So seh ich das auch. Ich dachte halt vlt hat das noch jemand erlebt und hat ein paar Ideen oder Erfahrungen was ich noch probieren kann. Das ganze Baby-Ding ist ja doch noch recht neu für mich :)
Lumos
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Re: Schreien nach Flasche

Beitrag von Lumos »

Brianna hat geschrieben: 29.09.2023, 15:19 Ob und wie viel Zufütterung dein Baby braucht, kann ich dir nicht sagen. Wenn du weiterhin stillen möchtest, ist eine stillfreundliche Zufüttermethode und die Menge auf kleinere Portionen aufzuteilen sicher sinnvoll.
L musste Anfangs zugefüttert werden. Meine Hebamme schlug 100 ml täglich abends mit der Flasche vor, damit das Kind dann schön lange schläft.
Ich habe nach Beratung hier 100 ml in kleinen Portionen über den Tag verteilt gebechert, L tagsüber alle 2 Stunden und nachts alle 3 Stunden geweckt und sie 20 Minuten sehr aktiv zum Stillen animiert. Die Zufütterung gab es dann tagsüber nach jedem zweiten Stillen.
L brauchte die Zufütterung sehr bald nicht mehr, sie nahm gut zu und musste nicht mehr geweckt werden.
Die Mutter ihrer wenig älteren Freundin hatte die gleiche Hebamme. Sie bekam auch den Rat 100 ml abends mit der Flasche. Sie hat den Rat umgesetzt und das Stillen dann sehr bald ganz aufgegeben, weil es ja nicht klappt und das zweite Kind gar nicht mehr gestillt.
Vielen Dank für deine Erfahrungen, das ist echt hilfreich. Dann probier ich das mit dem Bechern nochmal.
Ich glaube das klang bei der Kinderärztin ganz ähnlich, inklusive "dann schläft sie auch länger" lol.
Aufwecken muss ich sie fürs Stillen gar nicht, 2 Stunden schläft sie untertags gerade eh nicht. Ich denke sie wacht immer wieder auf wenn der Bauch zwickt. Dass sie 20 Minuten aktiv trinkt ist allerdings echt eine Herausforderung.
Ich habe jetzt die letzten paar Tage aber eh nicht zugefüttert, hatte Angst dass sie dann wieder schreit, und morgen besorg ich dann eine Waage dann weiß ich mal ob die anderen Strategien vielleicht auch schon geholfen haben (Brust komprimieren, Bockshornkleesamen etc).
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ShinyCheetah
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Re: Schreien nach Flasche

Beitrag von ShinyCheetah »

Die Zeiten (2h Stillabstand tags, 3h Stillabstand nachts als Maximalabstand bei nicht ausreichend zunehmenden Babys) beziehen sich jeweils auf den Stillbeginn :) Also bspw. 18:00, 20:00, 22:00, 1:00, 4:00, 7:00, 9:00... unabhängig davon, wie lang das Stillen dann dauert. Aber wenn dein Baby eh zu den Kurzstillern gehört, macht es keinen großen Unterschied.

Ich unterschreibe im Übrigen bei Brianna. Auch sonst kam ja schon ganz viel. Ich drück dir die Daumen, dass sich das abendliche Schreien bald "verwächst". Bei meiner Tochter war das eine Zeit lang auch sehr ausgeprägt (und Tragen oder Stillen hat leider nicht geholfen), war dann aber irgendwann so mit 10 (?) Wochen vorbei.
mit Sohn F (Ende September 18)
und Tochter V (Ende Juni 21)


The trick to happiness wasn't in freezing every momentary pleasure and clinging to each one, but in ensuring one's life would produce many future moments to anticipate. Shallan Davar/Brandon Sanderson
Lumos
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Re: Schreien nach Flasche

Beitrag von Lumos »

Kleines Update:
Heute hat sie um 11:00 etwas Muttermilch in der Flasche gekriegt und bisher lässt sie sich weiterhin gut beruhigen und sie hatte keine solche Schreiattacken, yay 😁. Also bin ich mal optimistisch, dass ein früherer Zeitpunkt besser für uns funktioniert. Danke für eure Ideen!
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