Da muss man aber auch Glück haben, oder? Eine gute RB für so junge Kinder und dann auch noch guten Unterricht dazu, das ist hier echt schwierig. Wir hatten zum Glück eine gute Kinderreitschule in der Nähe (naja, alleine konnten die Kinder auch nicht dorthin, aber die Autofahrt war nicht weit), wo die Ponys im Offenstall standen und das ganze Jahr über auf der Weide waren. Das war ein absoluter Glücksfall, einen Hof mit so viel eigenem Land drum gibts hier nicht oft. Die Inhaberin hatte dort auch ein sehr genaues Auge auf die Zusammensetzung der Herde und die Bedürfnisse der einzelnen Pferde. Zwei von den Ponys waren z.B. nicht die ganze Zeit mit in der Herde, weil sie nachts ihre Box brauchten.lala hat geschrieben: 08.09.2023, 09:59 Deshalb hat meine Tochter nur auf RB Pferden mit entsprechend Unterricht Reiten gelernt, weil ich bei Boxenhaltung im Reitverein einfach Bauchschmerzen hatte.
Der Pferde-Fred
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Elena
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Re: Der Pferde-Fred
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Re: Der Pferde-Fred
Ja, vermutlich, bei uns kam hat sich eines ganz gut zum anderen gefügt...Elena hat geschrieben: 08.09.2023, 10:09Da muss man aber auch Glück haben, oder? Eine gute RB für so junge Kinder und dann auch noch guten Unterricht dazu, das ist hier echt schwierig. Wir hatten zum Glück eine gute Kinderreitschule in der Nähe (naja, alleine konnten die Kinder auch nicht dorthin, aber die Autofahrt war nicht weit), wo die Ponys im Offenstall standen und das ganze Jahr über auf der Weide waren. Das war ein absoluter Glücksfall, einen Hof mit so viel eigenem Land drum gibts hier nicht oft. Die Inhaberin hatte dort auch ein sehr genaues Auge auf die Zusammensetzung der Herde und die Bedürfnisse der einzelnen Pferde. Zwei von den Ponys waren z.B. nicht die ganze Zeit mit in der Herde, weil sie nachts ihre Box brauchten.lala hat geschrieben: 08.09.2023, 09:59 Deshalb hat meine Tochter nur auf RB Pferden mit entsprechend Unterricht Reiten gelernt, weil ich bei Boxenhaltung im Reitverein einfach Bauchschmerzen hatte.
Ich hatte ja als Wiedereinsteigerin Glück und durfte ein Schulpony einer Ponyreitschule mitreiten, wo es den Ponies echt gut geht und ein großer Einsteller-Aktiv-Stall dabei ist. Dann bekam ich dort eine RB (die Besitzer sind die Eltern eines Grundschulkameraden meiner Tochter, daher kam der Kontakt zustande). Und damit war ich halbwegs "bekannt" im Stall und konnte so leichter was für meine Tochter suchen, wie wenn ich von außerhalb gekommen wäre. Und es hilft natürlich bei der Suche sich selbst auszukennen, weil die Besitzer ja kein Kind alleine am Stall und Tier haben wollen (zu recht). Ja, und so ging es dann halt weiter, auch nach dem Stallumzug meiner RB, meine Tochter kam mit, nach dem Tinker-Pony hat sie dort jetzt wieder eine nette Stute. Unterricht ist hier meist auch kein Problem.
Ehrlicherweise muss ich aber dazusagen, dass meine Tochter durchaus wegen Reitschule überlegt hat und ich es wohl auch unterstützt hätte mit dem Gedanken an viele andere Jugendliche und den Freizeitwert dadurch. Es gab dann mal Probestunden, aber schlussendlich fand meine Tochter das Konzept RB (und die Freiheit, die sie dadurch hat) und die Anbindung "unseres" Stalles besser. Sie kommt alleine öffentlich hin, fährt aber auch oft mit mir und ich bin froh, dass sie so wenigstens 3x die Woche an der frischen Luft ist.
Viele Grüße von lala mit größerer Tochter (03/05) und kleinerer Tochter (11/07).
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Francisam
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Re: Der Pferde-Fred
Ich bin da ganz bei Traeumi - aber im Grunde sind wir uns da alle einig, glaube ich.
Ich glaube, dass grundsätzlich jedes (!) Pferd für artgerechte Herdenhaltung geeignet ist. Und gleichzeitig bin ich mir sicher, dass ganz viele Pferde das nie gelernt haben.
Und - und das wiegt eigentlich viel schwerer -, dass ein Großteil der Haltungskonzepte schlecht gemacht sind.
Wenn die Fläche zu klein, das Futter zu wenig, die Herdenzusammenstellung unpassend, die Fluktuation zu groß, die Umgebung zu stressig… (you name it) ist, dann ist es kein Wunder, dass viele Pferde damit nicht klar kommen und die "Ruhe" in der Box vermeintlich bevorzugen. Liegt dann aber nicht am ungeeigneten Pferd, sondern am schlechten Management.
Ich möchte und werde mein Pferd nie mehr in eine geschlossene Box stellen. Besonders den Ausdruck "über Nacht" finde ich geradezu absurd. Im Sommer kommen die Boxenpferde bei uns ganztägig in der Herde auf die Wiese und "über Nacht" rein. Tatsächlich geht die Weidezeit aber nur von 9 bis 16/17 Uhr, bleiben also Minimum 16 Stunden Boxenzeit. Selbst wenn dann noch Bewegung plus Pflege von zwei Stunden dazukommen, sind es immer noch locker 14 Stunden rumstehen. Das passt doch hinten und vorne nicht zu den natürlichen Bedürfnissen eines Pferdes?!
Leider ist der Offenstall bei uns auch alles andere als optimal, aber aus Gründen ein gangbarer Kompromiss für mich.
Sieben Wallache auf einer langweilig rechteckigen Fläche von ca. 500 qm plus überdachte Liegefläche (die jeden Tag mit Stroh übergestreut und nur alle zwei Monate oder so gemistet wird…). Gefüttert, sowohl Kraftfutter als auch Heu, wird in Fressständern, in die die Pferde selbstständig reinlaufen und rückwärts wieder raus. Nach vorne und zu den Seiten sehen sie nichts, hören aber natürlich alles. Wenn es irgendwo rumpelt, rennen die sensiblen oder rangniedrigen Pferde also rückwärts raus, um zu checken, was los ist.
Sehr entspanntes Fressen. Nicht
Noch dazu wird in der Weidezeit kein (!!) Heu gefüttert - es sei denn, man bucht und bezahlt es extra. Was nicht alle Besitzerinnen im Offenstall nötig finden, was wiederum bedeutet, dass im Moment nur drei von sieben Pferden abends Heu bekommen… man kann sich ausmalen, wie die Stimmung dann ist, besonders für die rangniedrigen… rausholen sollte man sein Pferd in der Zeit natürlich auch nicht, sonst wird das Heu in der Zeit von den anderen gefressen.
Sobald das Heu gefressen ist (und das ist spätestens um 20 Uhr der Fall), gibt es nur Stroh, bis es am nächsten Tag um 9 Uhr auf die Weide geht.
Meiner ist zum Glück der Stellvertreter des Herdenchefs und kommt so weit gut klar. An die blöden Fressständer hat er sich zum Glück gewöhnt bzw ist abgestumpft.
Auf der Pro-Seite steht aber auch etwas: perfekt befestigter Boden und deshalb nirgendwo Matsch, gute Futterqualität, gutes Weide-Management, Full-Service, top Böden in der Halle und auf dem Platz, sehr aufmerksame Stallbesitzer, die wirklich ein Auge auf die Pferde haben und ich kann mit dem Fahrrad hinfahren - für mich super wichtig.
Trotzdem ist mir völlig klar, dass das keine optimale Offenstall-Haltung ist und ich mache die ganzen Zugeständnisse nur mangels Alternative.
Ich glaube, dass grundsätzlich jedes (!) Pferd für artgerechte Herdenhaltung geeignet ist. Und gleichzeitig bin ich mir sicher, dass ganz viele Pferde das nie gelernt haben.
Und - und das wiegt eigentlich viel schwerer -, dass ein Großteil der Haltungskonzepte schlecht gemacht sind.
Wenn die Fläche zu klein, das Futter zu wenig, die Herdenzusammenstellung unpassend, die Fluktuation zu groß, die Umgebung zu stressig… (you name it) ist, dann ist es kein Wunder, dass viele Pferde damit nicht klar kommen und die "Ruhe" in der Box vermeintlich bevorzugen. Liegt dann aber nicht am ungeeigneten Pferd, sondern am schlechten Management.
Ich möchte und werde mein Pferd nie mehr in eine geschlossene Box stellen. Besonders den Ausdruck "über Nacht" finde ich geradezu absurd. Im Sommer kommen die Boxenpferde bei uns ganztägig in der Herde auf die Wiese und "über Nacht" rein. Tatsächlich geht die Weidezeit aber nur von 9 bis 16/17 Uhr, bleiben also Minimum 16 Stunden Boxenzeit. Selbst wenn dann noch Bewegung plus Pflege von zwei Stunden dazukommen, sind es immer noch locker 14 Stunden rumstehen. Das passt doch hinten und vorne nicht zu den natürlichen Bedürfnissen eines Pferdes?!
Leider ist der Offenstall bei uns auch alles andere als optimal, aber aus Gründen ein gangbarer Kompromiss für mich.
Sieben Wallache auf einer langweilig rechteckigen Fläche von ca. 500 qm plus überdachte Liegefläche (die jeden Tag mit Stroh übergestreut und nur alle zwei Monate oder so gemistet wird…). Gefüttert, sowohl Kraftfutter als auch Heu, wird in Fressständern, in die die Pferde selbstständig reinlaufen und rückwärts wieder raus. Nach vorne und zu den Seiten sehen sie nichts, hören aber natürlich alles. Wenn es irgendwo rumpelt, rennen die sensiblen oder rangniedrigen Pferde also rückwärts raus, um zu checken, was los ist.
Sehr entspanntes Fressen. Nicht
Noch dazu wird in der Weidezeit kein (!!) Heu gefüttert - es sei denn, man bucht und bezahlt es extra. Was nicht alle Besitzerinnen im Offenstall nötig finden, was wiederum bedeutet, dass im Moment nur drei von sieben Pferden abends Heu bekommen… man kann sich ausmalen, wie die Stimmung dann ist, besonders für die rangniedrigen… rausholen sollte man sein Pferd in der Zeit natürlich auch nicht, sonst wird das Heu in der Zeit von den anderen gefressen.
Sobald das Heu gefressen ist (und das ist spätestens um 20 Uhr der Fall), gibt es nur Stroh, bis es am nächsten Tag um 9 Uhr auf die Weide geht.
Meiner ist zum Glück der Stellvertreter des Herdenchefs und kommt so weit gut klar. An die blöden Fressständer hat er sich zum Glück gewöhnt bzw ist abgestumpft.
Auf der Pro-Seite steht aber auch etwas: perfekt befestigter Boden und deshalb nirgendwo Matsch, gute Futterqualität, gutes Weide-Management, Full-Service, top Böden in der Halle und auf dem Platz, sehr aufmerksame Stallbesitzer, die wirklich ein Auge auf die Pferde haben und ich kann mit dem Fahrrad hinfahren - für mich super wichtig.
Trotzdem ist mir völlig klar, dass das keine optimale Offenstall-Haltung ist und ich mache die ganzen Zugeständnisse nur mangels Alternative.
... mit Mini (13.02.2015), Mikrobe (10.12.2016) und Olezahn (06.10.2022)
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Francisam
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Re: Der Pferde-Fred
Passend zum Thema habe ich heute Abend noch ein schnelles Foto vom Pferd gemacht.
Ich war heute sehr spät am Stall und hab mich nur huschhusch gekümmert, und als ich ihn zurück aufs Paddock gebracht habe ist er direkt zu seinem Kumpel marschiert und hat ihn zum Fell kraulen animiert. Das war so ein richtig harmonischer, idyllischer Moment
Trotz aller Mängel fühlt sich mein Pferd dort offensichtlich wohl.
Ich war heute sehr spät am Stall und hab mich nur huschhusch gekümmert, und als ich ihn zurück aufs Paddock gebracht habe ist er direkt zu seinem Kumpel marschiert und hat ihn zum Fell kraulen animiert. Das war so ein richtig harmonischer, idyllischer Moment
Trotz aller Mängel fühlt sich mein Pferd dort offensichtlich wohl.
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Elena
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Re: Der Pferde-Fred
Das sieht schön aus.
Wie ist denn das bei euch - diese 500 qm Fläche sind außerhalb der Weidesaison der gesamte Platz, oder? Wie gut kommen Pferde damit klar, die nicht extra bewegt und gefordert werden? Also keine Senioren, sondern junge, fitte Pferde? Geht das mehrere Tage pro Woche oder brauchen sie täglich zusätzliche Bewegung?
Mein Wallach stand bei unserm Offenstallversuch auf einer ähnlichen Fläche in einer Herde von 6 Pferden. Und ich bin unsicher, ob das genug wäre, wenn er nicht täglich auch von mir bewegt wird. Das ist nämlich ein Problem dabei für mich: den einen oder anderen guten Offenstallplatz gibt es schon, aber nichts davon mit dem Rad erreichbar. Mit mittelkurzer oder längerer Autofahrt schon, aber dann eben mit begrenztem Platz und oft ohne Reithalle oder gut drainierten Platz, so dass man im Winterhalbjahr schauen muss, wie gut man klarkommt. Und ich würde es evtl. gar nicht täglich hinschaffen wegen der Entfernung.
Mein Wallach stand bei unserm Offenstallversuch auf einer ähnlichen Fläche in einer Herde von 6 Pferden. Und ich bin unsicher, ob das genug wäre, wenn er nicht täglich auch von mir bewegt wird. Das ist nämlich ein Problem dabei für mich: den einen oder anderen guten Offenstallplatz gibt es schon, aber nichts davon mit dem Rad erreichbar. Mit mittelkurzer oder längerer Autofahrt schon, aber dann eben mit begrenztem Platz und oft ohne Reithalle oder gut drainierten Platz, so dass man im Winterhalbjahr schauen muss, wie gut man klarkommt. Und ich würde es evtl. gar nicht täglich hinschaffen wegen der Entfernung.
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Alpaka
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Re: Der Pferde-Fred
Hier zwei nicht Senior Ponys (OK sind beide schon im besten Alter aber keine Rentner) im Offenstall, die nicht täglich "bewegt werden" müssen, da sie das selber tun (können). Ich habe da 0,0 Stress mit. Wir haben aber auch einen kleinen trail und daher viel Bewegungsanreiz.
Zum Thema "über Nacht in der Box" wollte ich noch sagen , dass beide Ponys nie drinnen schlafen. Hauptsächlich wird der Stall genutzt um sich tagsüber von Insekten auszuruhen. Nachts bin ich ja nicht dabei, kann sein , dass sie dann auch Mal drinnen stehen , aber liegen tun sie definitiv draußen.
Zum Thema "über Nacht in der Box" wollte ich noch sagen , dass beide Ponys nie drinnen schlafen. Hauptsächlich wird der Stall genutzt um sich tagsüber von Insekten auszuruhen. Nachts bin ich ja nicht dabei, kann sein , dass sie dann auch Mal drinnen stehen , aber liegen tun sie definitiv draußen.
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Alpaka
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Re: Der Pferde-Fred
Achso, Halle haben wir auch nicht, gehen ausschließlich ins Gelände.
Halle kenne ich und vermisse es im Winter aber leider schon ...
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Traeumi
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Re: Der Pferde-Fred
Ich find die Fläche schon eher klein auf den ersten Blick, aber sehe das so wie Francisam pragmatisch - das ist immerhin Pferdekontakt und Futter den ganzen Tag, bisschen Beine vertreten geht und Weide ja noch zusätzlich. Meiner würde wohl Bewegung zusätzlich brauchen für Muskulatur und Ausdauer, aber auch nicht abdrehen, wenn mal ein, zwei Tage nix passiert.
Wir haben einen sehr großen Auslauf, zwar ohne Trail, aber die 4 Heuraufen (zeitgesteuert, 10 Pferde) sind sehr weit auseinander und das Wasser ist nochmal an zwei verschiedenen Stellen weit weg. Zusätzlich haben sie viele
Unterstände. Ich hätte mir einen großen für alle gewünscht, statt viele Kleine, aber so ist es soweit ok. Auf die Wiese gehen sie so von 7/8 bis 13/14 Uhr im Sommer und bewegen sich da auch nochmal ordentlich. Wir haben nur eine Rundhalle, aber das reicht mir in Kombi mit zwei ordentlichen Plätzen.
Wir haben einen sehr großen Auslauf, zwar ohne Trail, aber die 4 Heuraufen (zeitgesteuert, 10 Pferde) sind sehr weit auseinander und das Wasser ist nochmal an zwei verschiedenen Stellen weit weg. Zusätzlich haben sie viele
Unterstände. Ich hätte mir einen großen für alle gewünscht, statt viele Kleine, aber so ist es soweit ok. Auf die Wiese gehen sie so von 7/8 bis 13/14 Uhr im Sommer und bewegen sich da auch nochmal ordentlich. Wir haben nur eine Rundhalle, aber das reicht mir in Kombi mit zwei ordentlichen Plätzen.
... mit (02/2015) & (12/2016) & (06/2022).
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Plueschwuschel
- alter SuT-Hase
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Re: Der Pferde-Fred
Elena, euren Weg verfolge ich gerne weiter!
Die Haltung hat für mich oberste Priorität: 24/7 Bewegung und Futter sind halt das Optimum für Wohlbefinden und Gesundheit. Inwiefern unser Pferd jetzt rund ums Jahr mit der Gruppenhaltung zurechtkommt, müssen wir abwarten - er hatte wohl zwei gute/unauffällige Jahre im Offenstall, ehe er zu uns kam (allerdings zeitweise zaunlich getrennt vom Rest der Herde, weil er Fohlen gejagt hat). Bisher geht es ihm gut in seiner Jungsherde (10 Wallache) und Sommerweide ist eh die schönste Zeit. Als er nach dem Umweiden auf eine sehr fette Koppel so aufgeschwemmt ist, war ich beunruhigt, aber es hat sich zum Glück nach ein paar Tagen reguliert.
Der Härtetest für diese Haltungsform kommt im Herbst/Winter: Mit Fressstationen (zwei überdachte Heuraufen mit an sich ausreichend Fressplätzen, dauerverfügbarer Slow Feeder). Die Pferde haben nach der Sommerweide 1,5-2ha Winterweide zur Verfügung, die angeblich ziemlich matschfrei bleiben. Liegeflächen gibt es, aber wie trocken die sein werden und wie sie auch angenommen werden - abwarten.
Die Herde ist insgesamt sehr ruhig und harmonisch, die Pferde kommen gut miteinander klar, es braucht zum Umweiden z.B. auch nur sehr wenige Leute, um alle 10 auf einen Schwung von A nach B zu führen.
Unserer ist im Moment noch der, der von allen anderen nach Belieben weggeschickt wird - er lässt es sich gefallen, ist wahrscheinlich rangniedrig - hoffentlich kommt er auch künftig zum Schlafen und Fressen...
Im Oktober kommt noch ein neues Pferd in die Gruppe, das kann die Dynamik nochmal verändern.
Was das Reiten betrifft, haben wir jetzt herausgefunden, dass er von seiner Vorbesitzerin keine 5x auf dem Platz oder in der Halle geritten wurde
Er hat noch starke Gleichgewichtsprobleme und das Sortieren der Beine fällt schwer - kein Antraben ohne Galoppsprünge, vor der Ecke geht ganz oft der Kopf hoch und er möchte lieber mit Schwung da durchgaloppieren
Es wird schon besser, meine Trainerin reitet ihn jetzt 2x/Woche, einmal draußen und einmal auf dem Platz. Draußen ein alter Hase, auf dem Platz ein Baby, sagt sie
Ich fühle mich mittlerweile wieder sehr sicher und komme soweit gut mit ihm zurecht, kann zumindest umsetzen, was ich im Unterricht lerne.
Für mich ist dieser kleine Hase wie mein täglicher Urlaub
Macht mich sehr glücklich.
Seinen eigentlichen Hauptjob (Kinderpferd) vernachlässigen wir etwas - die Große will nicht richtig und hat auch wenig Zeit und die Kleine benötigt selbst immer volle Aufmerksamkeit, weil sie sich schnell aufregt, schreit, wegrennt etc.
Das tut mir dann leid für die Mittlere, die hat wirklich viel Biss. Habe jetzt geplant, sie wöchentlich einmal früh aus dem Hort abzuholen und dann mit ihr zum Pferd zu gehen, ehe wir die Kleine holen.
Die Haltung hat für mich oberste Priorität: 24/7 Bewegung und Futter sind halt das Optimum für Wohlbefinden und Gesundheit. Inwiefern unser Pferd jetzt rund ums Jahr mit der Gruppenhaltung zurechtkommt, müssen wir abwarten - er hatte wohl zwei gute/unauffällige Jahre im Offenstall, ehe er zu uns kam (allerdings zeitweise zaunlich getrennt vom Rest der Herde, weil er Fohlen gejagt hat). Bisher geht es ihm gut in seiner Jungsherde (10 Wallache) und Sommerweide ist eh die schönste Zeit. Als er nach dem Umweiden auf eine sehr fette Koppel so aufgeschwemmt ist, war ich beunruhigt, aber es hat sich zum Glück nach ein paar Tagen reguliert.
Der Härtetest für diese Haltungsform kommt im Herbst/Winter: Mit Fressstationen (zwei überdachte Heuraufen mit an sich ausreichend Fressplätzen, dauerverfügbarer Slow Feeder). Die Pferde haben nach der Sommerweide 1,5-2ha Winterweide zur Verfügung, die angeblich ziemlich matschfrei bleiben. Liegeflächen gibt es, aber wie trocken die sein werden und wie sie auch angenommen werden - abwarten.
Die Herde ist insgesamt sehr ruhig und harmonisch, die Pferde kommen gut miteinander klar, es braucht zum Umweiden z.B. auch nur sehr wenige Leute, um alle 10 auf einen Schwung von A nach B zu führen.
Unserer ist im Moment noch der, der von allen anderen nach Belieben weggeschickt wird - er lässt es sich gefallen, ist wahrscheinlich rangniedrig - hoffentlich kommt er auch künftig zum Schlafen und Fressen...
Im Oktober kommt noch ein neues Pferd in die Gruppe, das kann die Dynamik nochmal verändern.
Was das Reiten betrifft, haben wir jetzt herausgefunden, dass er von seiner Vorbesitzerin keine 5x auf dem Platz oder in der Halle geritten wurde
Er hat noch starke Gleichgewichtsprobleme und das Sortieren der Beine fällt schwer - kein Antraben ohne Galoppsprünge, vor der Ecke geht ganz oft der Kopf hoch und er möchte lieber mit Schwung da durchgaloppieren
Es wird schon besser, meine Trainerin reitet ihn jetzt 2x/Woche, einmal draußen und einmal auf dem Platz. Draußen ein alter Hase, auf dem Platz ein Baby, sagt sie
Ich fühle mich mittlerweile wieder sehr sicher und komme soweit gut mit ihm zurecht, kann zumindest umsetzen, was ich im Unterricht lerne.
Für mich ist dieser kleine Hase wie mein täglicher Urlaub
Seinen eigentlichen Hauptjob (Kinderpferd) vernachlässigen wir etwas - die Große will nicht richtig und hat auch wenig Zeit und die Kleine benötigt selbst immer volle Aufmerksamkeit, weil sie sich schnell aufregt, schreit, wegrennt etc.
Nur drei können einander in die Mitte nehmen: Schulkind E. (12/11), Kindergartenkind H. (07/17), Baby P. (03/19)
und Sternenkind Jannis (07/10)
und Sternenkind Jannis (07/10)
-
Doro31
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- Beiträge: 2566
- Registriert: 08.02.2010, 12:15
Re: Der Pferde-Fred
Wie geht's Euch und Euren Pferden?
Ich musste gestern mal wieder innerlich den Kopf schütteln über meine Kuh-Phobikerin. Seit mehr als einem Jahr lebt nun eine Kuh (seit diesem Frühjahr mit Kalb) mit auf dem Hof. Nicht direkt in der Reitpferdeherde, sondern nebendran, bei den Jungtieren, die auf wechselnden Weiden rund um den Hof sind. Am Anfang war es mir unmöglich, mehr als 20m an diese Kuh heranzugehen mit meiner Ponydame, aber mittlerweile scheint sie diese Kuh zu kennen. Ich habe auch jede Gelegenheit genutzt, wenn die Kuh nahe am Zaun war, und habe mein Pferd möglichst oft hingeführt. Da ich ihr jedes Mal Leckerli gegeben habe, wenn wir die Kuh angeguckt haben, hatte ich irgendwann den Eindruck, sie guckt die Kuh manchmal mit Absicht an, auch aus weiterer Entfernung, und hofft auf eine Belohnung
Na ja, so 2-3m Abstand von der Kuh war dann jedenfalls kein Problem mehr.
Vor einer Woche ist die Kuh umgezogen auf eine Weide, die ein klein wenig weiter vom Hof weg liegt. Sie stand da friedlich 5m vom Zaun entfernt, als ich mein Pferd dran vorbeiführen wollte. Das Positive: Wir sind dran vorbeigekommen. Das Negative: Meine Pferdedame war der Meinung, dass diese Kuh ja nun was ganz anderes sein muss als die Kuh unten am Hof. Sie hat einen Kragen gemacht, der einem Hengst Ehre gemacht hätte, geblasen und geschnaubt, dass mir Angst und Bange wurde. Args!
Ich meine, ich sehe ja den Fortschritt. Vor zwei Jahren hätte ich keine Chance gehabt, an der Kuh vorbeizukommen. Aber ich hätte echt nicht gedacht, dass diese Kuh so bedrohlich wirkt, nur weil sie plötzlich den Standort gewechselt hat
Manchmal wüsste ich echt gerne, was in so einem Pferdehirn vor sich geht...
Ich musste gestern mal wieder innerlich den Kopf schütteln über meine Kuh-Phobikerin. Seit mehr als einem Jahr lebt nun eine Kuh (seit diesem Frühjahr mit Kalb) mit auf dem Hof. Nicht direkt in der Reitpferdeherde, sondern nebendran, bei den Jungtieren, die auf wechselnden Weiden rund um den Hof sind. Am Anfang war es mir unmöglich, mehr als 20m an diese Kuh heranzugehen mit meiner Ponydame, aber mittlerweile scheint sie diese Kuh zu kennen. Ich habe auch jede Gelegenheit genutzt, wenn die Kuh nahe am Zaun war, und habe mein Pferd möglichst oft hingeführt. Da ich ihr jedes Mal Leckerli gegeben habe, wenn wir die Kuh angeguckt haben, hatte ich irgendwann den Eindruck, sie guckt die Kuh manchmal mit Absicht an, auch aus weiterer Entfernung, und hofft auf eine Belohnung
Vor einer Woche ist die Kuh umgezogen auf eine Weide, die ein klein wenig weiter vom Hof weg liegt. Sie stand da friedlich 5m vom Zaun entfernt, als ich mein Pferd dran vorbeiführen wollte. Das Positive: Wir sind dran vorbeigekommen. Das Negative: Meine Pferdedame war der Meinung, dass diese Kuh ja nun was ganz anderes sein muss als die Kuh unten am Hof. Sie hat einen Kragen gemacht, der einem Hengst Ehre gemacht hätte, geblasen und geschnaubt, dass mir Angst und Bange wurde. Args!
Ich meine, ich sehe ja den Fortschritt. Vor zwei Jahren hätte ich keine Chance gehabt, an der Kuh vorbeizukommen. Aber ich hätte echt nicht gedacht, dass diese Kuh so bedrohlich wirkt, nur weil sie plötzlich den Standort gewechselt hat
Doro mit den drei Blondschöpfen (11/09, 07/12 und 02/15)