Kinderzimmer aufräumen

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Kiki90
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Kinderzimmer aufräumen

Beitrag von Kiki90 »

Huhu!

Heute war es mal wieder so weit, das in unregelmäßigen Abständen stattfinde Kinderzimmer aufräumen des 8 jährigen. Wie handhabt ihr das? Lasst ihr die Kinder schon alleine aufräumen? Hier endet es regelmäßig in Streit, daher schreibe ich.

K1 hat ein eigenes Zimmer, so lange er vom Bett zur Tür kommt und keine Essensreste irgendwie rum stehen lassen wir ihn auch oft selbst entscheiden wann wie viel geräumt wird. Ab und zu bestehe ich aber auch einmal Boden komplett frei und saugen. Und davor und dabei gibt es jedes Mal so viel schlechte Laune und Streit, dass ich da mal hingucken muss.

Er ist ausdauernder playmobil Spieler, nutzt für seine aufgebauten Welten aber auch Lego, Kapla, gebasteltes, …. Wenn man ihn lässt, Baur er über Wochen daran, irgendwann ist es von außen nur noch Chaos, aber er spielt noch irgendwas. Wenn man fragt, ob wir zusammen aufräumen sollen, ist es immer Neeeeeeein, weil das Spiel noch nicht beendet ist. An markanten Daten bestehen wir trotzdem drauf, Geburtstage, vor Urlaub, Ende der Ferien, … eher unregelmäßig. Wir haben uns schon so oft vorgenommen, zb ein oder zwei mal die Woche fest aufzuräumen, aber das kriegen wir nicht hin.

Und wenn wir dann mal aufräumen, streiten wir uns oft, weil ich möchte, dass er mitmacht, und er dann irgendwas findet und sich damit beschäftigt. Es ist echt ein Riesen Chaos, bis man das alles durch sortiert hat. Alleine schafft er es nicht gut. Aber ich sehe auch nicht ein, Stunden alleine aufzuräumen. Heute zB war das letzte aufräumen erst 2 Wochen her und trotzdem haben wir 3.5h gebraucht.


Wie läuft das Aufräumen bei euch? Als er kleiner war und auch jetzt beim Sommerkind räumen wir einfach abends alles einmal gemeinsam weg, aber weil er so lange mit dem Bauen beschäftigt ist, passt das nicht gut. Doch regelmäßige Tage? Ihm die Verantwortung alleine geben? Nur spätestens vor dem Urlaub mag ich alles einmal aufgeräumt haben.

Ich bin gespannt, wie ihr das handhabt!
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Re: Kinderzimmer aufräumen

Beitrag von zwillingsmama2014 »

Meine Kinder haben ein Kinderzimmer zu dritt und auch dort werden immer gemischte Welten aus lego, Kapla und Brio aufgebaut. Bei uns hat sich aber seit über zwei Jahren die Regel etabliert, dass jeden Samstag aufgeräumt werden muss, damit der Saugroboter fahren kann. Am Anfang habe ich noch etwas unterstützt, allerdings auch eher passiv. Mittlerweile machen sie das alleine, natürlich nicht immer ohne Streit...
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anirahtaK
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Re: Kinderzimmer aufräumen

Beitrag von anirahtaK »

Ich hab erst mit 14 langsam angefangen wirklich selbst zu räumen und so ab 16 wollte ich es dann wirklich ordentlich haben. Darum bin ich bei Tochter da auch entspannt. Keine Bücher und keine Klamotten am Boden, mehr Regeln gibt es bisher nicht.
Ich merke, dass sie es ordentlich schöner findet und helfe ab und an. Streit gibt's nicht weil es mir das nicht wert ist, so oft wie ich als Kind geheult hab, wenn meine Mutter mal wieder mit ihrer Müllsack-Drohung ankam. (Hat sie nie gemacht, aber allein der Spruch mit der ätzenden Stimme... Mich schauderts immer noch)

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Zwergenaufstand
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Re: Kinderzimmer aufräumen

Beitrag von Zwergenaufstand »

Bei uns ist es auch so, dass ich den Staubsauger durch die Kinderzimmer schicken will und vorher muss es aufgeräumt sein. Aber ehrlich gesagt räume noch zu großen Teilen ich die Zimmer auf. Wobei die Kinder schon mitmachen, aber wie bei dir, das dauert ewig, ist nicht gründlich und sie finden was zum Spielen. Naja. Sie machen aber trotzdem mit. Beim älteren Kinder funktioniert es inzwischen aber eigentlich schon recht gut, sie mag es auch langsam ordentlicher und ist nicht mehr so verspielt.

Ich habe die Regel eingeführt, dass verschiedene Spielsysteme nicht gemischt werden dürfen. Denn solange ich mich noch um das Chaos kümmern muss, akzeptiere ich das nicht. Ich habe da echt die Krise gekriegt. Wenn man das ganze Kleinzeug auseinandersortieren muss, das dauert ewig. Wenn es nur zb Playmobil ist, kann man es wenigstens relativ schnell alles in den Playmobilkorb werfen. Das geht VIEL schneller. Ja, beschneidet die Kreativität vielleicht ein bisschen, aber wir haben eh genug von allem, da muss man das nicht mischen und ICH will das einfach nicht aufräumen müssen. Und sie sind damit wirklich komplett überfordert. Wenn es nicht vermischt ist, geht es viel besser, auch für die Kinder alleine.

Und man sollte öfters aufräumen, denke ich. Damit das Chaos dann halt noch nicht zu groß ist. Und hier ist das auch so, ich erkenne keine Spielwelt mehr, sie aber schon und wollen das eigentlich noch nicht abgebaut haben. Das ist mir aber ehrlich gesagt egal. Es wird staubig und krümelig, wenn ich nicht alle paar Tage den Roboter durchschicke. Und ich sehe auch, dass sie es eigentlich auch besser finden und wieder besser spielen können, wenn alles einmal weggeräumt wurde.
Manchmal machen wir Fotos von den Bauwerken vorm Aufräumen. Das ist für sie dann auch OK.
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Cecily
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Re: Kinderzimmer aufräumen

Beitrag von Cecily »

K2 (5) räumt weitestgehend allein auf.

K1 (9) räumt weitestgehend gar nicht auf.

Sonntags bestehe ich au freiem Boden (dann schmeißt er alles irgendwo drauf).

Kleinkram sage ich öfters an, z. B. Alle Greg Bücher ins Regal. Den Rest mache ich inzwischen. Ich halte die Streitereien einfach nicht mehr aus.

Die haben wir schon wegen der Hausaufgaben, wegen des Ranzens, der Zockzeit etc.

Andere Sachen werden langsam besser.
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Dorkas
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Re: Kinderzimmer aufräumen

Beitrag von Dorkas »

Oh weh, die Müllsack-Drohung kenne ich auch von meinem Papa, und ich muss gestehen, dass ich das auch schonmal sage. 8) Aber die Kinder wissen, dass ich das nur im Spaß sage.

Hier ist auch regelmäßig Chaos. Am besten hilft hier ordentlich ausmisten (es kommt halt sooo schnell wieder neues Zeug dazu), und für alles einen festen Platz zu haben. Also wenn es aufgeräumt ist, muss alles in den vorhandenen Schränken/Kisten Platz haben und nicht überquellen.

Wenn ich nicht mithelfe, ist aufräumen eher „unters Bett schieben und in die Spielküche stopfen“. Da helfe ich also lieber gleich mit. Ich weiß nicht, wie dein Kind tickt, aber mein Sohn ist ein Listentyp. Ich schreibe manchmal eine Liste mit Kategorien, die dann nach und nach abgehakt werden. Also z.B. „Bücher“, „Duplo“, „Kuscheltiere“ „Autos“ etc. So muss er sich nur auf eine Sache auf einmal konzentrieren und sieht nicht den kompletten Berg.

Bei euch ist es ja aber mit den Spielwelten nochmal anders. Wäre es vielleicht eine Möglichkeit, dafür einen Raum zu schaffen, der nicht auf dem Boden ist? Also vielleicht ein Etagenbett, das oben (oder unten) statt Matratze eine Fläche zum Playmobil-Spielen hat? So wäre es ein begrenzter, fest definierter Raum dafür, und der Boden wäre frei.
Dorkas mit dem Großen (11/2016) und der Kleinen (09/2019).
Sisqi
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Re: Kinderzimmer aufräumen

Beitrag von Sisqi »

Ich lese hier mal gespannt mit, denn genau das Problem haben wie hier auch. Bzw. sind meine Kinder, besonders der Große, Chaos-Schrecken. Die wandern weiter :wink: , wenn es im Spielzimmer zu chaotisch wird und irgendwann sind sie dann in unserem Schlafzimmer. 🙄
Bei meinen Eltern haben sie es locker geschafft zwei Zimmer plus Flur voll zu bauen (ca. 45 m^2).
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Herbstmenschin
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Re: Kinderzimmer aufräumen

Beitrag von Herbstmenschin »

Bei uns ist Samstags Haushaltstag, weil unter der Woche keine Zeit dafür bleibt. Da müssen Böden frei sein. Bei uns klappt es am besten mit einem festen Wochentag, an den man sich fast immer halten kann (manchmal lassen wir es auch mal eine Woche aus)
Damit ist geklärt, dass Dinge bis dahin stehen bleiben dürften aber dann auch weggeräumt sein müssen.

Die Kleine (8J) kann mit kleinschrittigen Anweisungen mit aufräumen, z.B. jetzt alle Puppensachen in die Kiste, jetzt suchst du dir alle Bücher und stellst die ins Regal. Jetzt alle Eisenbahnteile in die Box. Mein Vater hatte mir früher auch eine Liste zum abhaken gestaltet. Dafür muss ich aber auch im Zimmer sein oder direkter Umgebung und aufpassen, es driftet leicht zum spielen ab. Meist räume ich parallel auch bei ihr auf und mache 70% während sie 30 % macht. Seit sie eine Hausstaubmilbenallergie-Diagnose hat, will sie auch selbst regelmäßig gesaugt haben (am besten natürlich ohne selbst aufräumen zu müssen). Unter der Woche muss nur eine breite Schneise zum Bett sein, wobei sie mich durchaus bittet noch schnell aufzuräumen wenn eine Freundin kommt.
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schneebesen
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Re: Kinderzimmer aufräumen

Beitrag von schneebesen »

Ich bin täglich in den Kinderzimmern zum Lüften, da ich da nach system Durchzug im ganzen Haus mache. Dabei sammel ich evtl. Essensreste auf, wobei das hier ehr selten ist. Außerdem nehme ich Dinge mit, die nicht unbedingt ins Zimmer gehören, z.b. Bastelsachen oder Spielsachen die alle drei benutzen. Das ist aber nicht mehr, als ich unter einem mal wegtragen kann und auch nicht täglich.

Bei der großen (8) Versuche ich jetzt eine regelmäßige Aufräumeaktion einzuführen. Das ist momentan so alle 14 Tage etwa. Dabei geht es darum, dass am Ende gesaugt werden kann, das Bett bezogen werden kann oder der Schreibtisch wieder benutzt werden kann. Ich stelle dazu den Wecker auf 15 Minuten und wir räumen zusammen Dinge an ihren Platz. Ich schätze, dass ich etwas 70-80 % mache. Sie macht den Rest, oft nach kleinschrittiger Angabe. Sonst verliert sie sich im spielen. Wir haben ihr Zimmer zu Pfingsten mal wieder entrümpelt und etwas umgestellt und jetzt hat eigentlich alles einen festen Platz. Das macht es einfacher. 15 Minuten reichen gut, mit etwas mehr Eigeninitiative würden auch 10 Minuten reichen.
Spielwelten werden dann auch abgebaut bzw. Häuser oder so werden von mir vorsichtig auf den Tisch oder ins Regal gestellt. Wenn der Tisch voll ist, dann ist voll.

In dem Alter finde ich alleine putzen noch nicht notwendig. Mir ist es wichtig, dass sie jetzt lernt, dass Dinge ihren festen Platz haben sollten und dass es eine Kleinigkeit ist, es dorthin zurück zustellen. Deswegen begrenzen ich die Zeit und mache ihr immer wieder klar, was sie in der kurzen Zeit erreicht hat. Außerdem übe ich mit ihr wegwerfen/sich trennen können und dafür einen Blick entwickeln. Konkret heißt das, dass sie mir nach den 15 Minuten noch 10-15 Teile Abfall aus ihrem Zimmer entsorgen muss. Sie erkennt mittlerweile schneller verrotzte Taschentücher und bonbonpapierle und wirft auch Schnipsel schneller weg. Das ist definitiv Übungssache. Das letzte Mal habe ich mit ihr zum ersten Mal probiert, dass sie noch 5 Dinge findet, die nicht in ihr Zimmer gehören und die sie an ihren Platz zurück bringt. Meist möchte sie danach noch saugen. Bett alleine beziehen ist nicht ganz möglich, da Hochbett und das ist mit 4 Händen einfacher.

Putzen im Sinne von abstauben und feucht wischen oder Fenster putzen usw. mache ich, meist am Vormittag nach dem Aufräumen, dann geht's schneller. Das erwarte ich jetzt definitiv noch nicht.
unterwegs mit Frühlingsmädchen ´15, Sommerjunge ´17 und Herbstjunge `20

Meist unterwegs mit Handy, sorry für evtl. Rechtschreibfehler
Kiki90
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Re: Kinderzimmer aufräumen

Beitrag von Kiki90 »

Das beruhigt mich jetzt. Ich bin Aufräum-technisch auch ganz schlimm groß geworden, da gab es immer mal Mülltüten Aktionen meiner Mutter, oder mit dem Sauger ins Spielzeug oder so. Das fand ich als Kind richtig schlimm. Deswegen versuche ich immer das Gegenteil zu machen, aber irgendwie triggert es mich dann doch.

Essensreste gibt es keine, es ist einfach nur das Chaos. Und davon einfach so viel… vermutlich müssen wir wirklich häufiger aufräumen, damit es nicht so viel wird. Aber dann kommt jedes Mal „ich bin aber mitten im Spiel“… Es gibt für alles feste Plätze, die er auch kennt. Aufbauen klappt ja 🙈
Tragemama mit Winterkind 2015, Sommerkind 2020 und Herbstkind 2024
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