Mein Baby muss 4 Stunden nüchtern bleiben. Wie schaffe ich das?

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ShinyCheetah
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Re: Mein Baby muss 4 Stunden nüchtern bleiben. Wie schaffe ich das?

Beitrag von ShinyCheetah »

Also schnelles Googlen ergibt, dass direkt nach der Narkose die Übelkeit oft ziemlich groß ist und man darum besser noch mit Essen und Trinken warten sollte. Das ist für ein Baby natürlich total schwer zu verstehen. Ein bisschen vielleicht vergleichbar mit einem MD-Infekt, wo das kranke Kind am liebsten die Wasserflasche exen würde (oder das ausgehungerte Baby direkt riesige Mengen aus der Brust holt) - nur um dann alles sofort wieder zu erbrechen. Vielleicht hilft dann kurz stillen, dann ablenken, tragen; dann wieder kurz stillen etc.?
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Kaba
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Re: Mein Baby muss 4 Stunden nüchtern bleiben. Wie schaffe ich das?

Beitrag von Kaba »

Wir durften direkt stillen. Es gab wohl auch im Aufwachraum schon ein Fläschchen mit Glucoselösung..

(ich ärger mich bis heute noch über die Schwester, die meinte "Man merkt, dass sie gestillt wird, die Flasche wollte sie gar nicht. Und sie wollte direkt auf den Arm, Sie tragen sie bestimmt viel rum? Jaja, beim ersten Kind kann man das noch machen!" Das Baby war 10 Wochen alt und wurde gerade unter Vollnarkose operiert!!!! Da kann man sich doch einen Kommentar a la "verwöhntes erstes Kind" bitte sparen...).

..ich würde wohl fragen, ob danach stillen nicht doch schon möglich ist. Oder liegt es vielleicht daran, dass im Mund operiert wird?
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Adjoa
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Re: Mein Baby muss 4 Stunden nüchtern bleiben. Wie schaffe ich das?

Beitrag von Adjoa »

Mein Kind hat übrigens ausschließlich während der Zeit, in der es im Krankenhaus nicht stillen durfte, Flasche und Schnuller akzeptiert. Vielleicht ist das bei euch auch so.
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delfinstern
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Re: Mein Baby muss 4 Stunden nüchtern bleiben. Wie schaffe ich das?

Beitrag von delfinstern »

ShinyCheetah hat geschrieben: 29.06.2023, 08:51 Also schnelles Googlen ergibt, dass direkt nach der Narkose die Übelkeit oft ziemlich groß ist und man darum besser noch mit Essen und Trinken warten sollte. Das ist für ein Baby natürlich total schwer zu verstehen. Ein bisschen vielleicht vergleichbar mit einem MD-Infekt, wo das kranke Kind am liebsten die Wasserflasche exen würde (oder das ausgehungerte Baby direkt riesige Mengen aus der Brust holt) - nur um dann alles sofort wieder zu erbrechen. Vielleicht hilft dann kurz stillen, dann ablenken, tragen; dann wieder kurz stillen etc.?
Meins darf dann trotzdem soviel trinken wie es will und beim stillen kommt ja doch weniger als aus dem Glas Wasser. Wasser kotzt sich einfacher als nix 🙊
Liebe Grüße
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Amarantha
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Re: Mein Baby muss 4 Stunden nüchtern bleiben. Wie schaffe ich das?

Beitrag von Amarantha »

Die aktuelle S1 Leitlinie zur perioperativen Nüchternheit bei Kindern empfiehlt für Muttermilch eine Nüchternheit von 3 Stunden. Die 4 Stunden sind veraltet. Sobald das Kind wach genug zum stillen ist, darf es stillen.
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Amarantha
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Re: Mein Baby muss 4 Stunden nüchtern bleiben. Wie schaffe ich das?

Beitrag von Amarantha »

Ah, gerade noch gesehen. Bei OP im Mund entscheidet der Chirurg, wann die Nahrungsaufnahme wieder möglich ist.
Wenn es nur um die Narkose geht, gilt das, was ich gerade schrieb.
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ShinyCheetah
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Re: Mein Baby muss 4 Stunden nüchtern bleiben. Wie schaffe ich das?

Beitrag von ShinyCheetah »

delfinstern hat geschrieben: 29.06.2023, 09:31
ShinyCheetah hat geschrieben: 29.06.2023, 08:51 Also schnelles Googlen ergibt, dass direkt nach der Narkose die Übelkeit oft ziemlich groß ist und man darum besser noch mit Essen und Trinken warten sollte. Das ist für ein Baby natürlich total schwer zu verstehen. Ein bisschen vielleicht vergleichbar mit einem MD-Infekt, wo das kranke Kind am liebsten die Wasserflasche exen würde (oder das ausgehungerte Baby direkt riesige Mengen aus der Brust holt) - nur um dann alles sofort wieder zu erbrechen. Vielleicht hilft dann kurz stillen, dann ablenken, tragen; dann wieder kurz stillen etc.?
Meins darf dann trotzdem soviel trinken wie es will und beim stillen kommt ja doch weniger als aus dem Glas Wasser. Wasser kotzt sich einfacher als nix 🙊
Ich hab das halt immer situativ gemacht. Wenn ich gemerkt habe, beim Stillen (bei intensivem Stillen kam da VIEL) musste das Kind nach kurzer Zeit wieder brechen und es ging ihm danach schlecht, hab ich stattdessen Sekunden gezählt und nach 1 min oder so abgebrochen und dann erstmal mit leichtem Schaukeln und Singen wieder zum Einschlafen gebracht. Bei F hatte ich es aber auch schon, dass ich ihn einfach sich hab "vollstillen" lassen, dann hat er 20 min gedöst, dann kam alles retour. Fand ich aber OK, weil in 20 min schon einiges aufgenommen wird. Muttermilch ist ja optimal, wenn schnell was im Körper ankommen soll, egal ob Nährstoffe oder Flüssigkeit.

Ich wollte hier aber gar nicht vom Thema ablenken. Wenn die Empfehlung in den Leitlinien ist, 3h vorher Pause, nach Aufwachen wieder stillen, würde ich mich danach richten (und nicht nach veralteten Ansichten von Ärzten).
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Re: Mein Baby muss 4 Stunden nüchtern bleiben. Wie schaffe ich das?

Beitrag von avalonne »

Amarantha hat geschrieben: 29.06.2023, 09:52 Die aktuelle S1 Leitlinie zur perioperativen Nüchternheit bei Kindern empfiehlt für Muttermilch eine Nüchternheit von 3 Stunden. Die 4 Stunden sind veraltet. Sobald das Kind wach genug zum stillen ist, darf es stillen.
Danke für die Infos. In dem Wisch, den ich unterschreiben musste, standen auch 3 Stunden Nüchternheit bei Muttermilch, „sofern der Arzt es nicht anders verordnet“. Der Kiefer-Mund-Chirurg hat 4 Stunden angesprochen und der Anästhesist im Gespräch dann auch. Auf Nachfrage warum 1 Stunde länger, war die Antwort des Anästhesisten, dass bei so kleinen Babys die Muttermilch länger verdaut wird, als bei größeren Babys der Fall wäre und sie auf Nummer sicher gehen wollen. Ich muss gestehen, dass ich die Begründung schon unlogisch fand, weil doch Neugeborene schon sehr schnell Milch verdauen, warum sollten plötzlich 5 Monate alte Baby-Mägen länger brauchen?
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avalonne
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Re: Mein Baby muss 4 Stunden nüchtern bleiben. Wie schaffe ich das?

Beitrag von avalonne »

Amarantha hat geschrieben: 29.06.2023, 09:54 Ah, gerade noch gesehen. Bei OP im Mund entscheidet der Chirurg, wann die Nahrungsaufnahme wieder möglich ist.
Wenn es nur um die Narkose geht, gilt das, was ich gerade schrieb.
Ich meine wir dürfen direkt danach stillen, da die Wunde sehr klein sein wird. Von der Übelkeit nach Narkose hat mir niemand was erzählt. Umso dankbarer bin ich für die Tipps diesbezüglich. Ich habe die Übelkeit gar nicht auf den Schirm, aber das kann gut sein, dass sie auftritt.
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Aranyen
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Re: Mein Baby muss 4 Stunden nüchtern bleiben. Wie schaffe ich das?

Beitrag von Aranyen »

Wenn das Baby wegen Übelkeit nichts bei sich behält, dann kannst du um eine Infusion mit Glukose bitten. Mein Sohn bekam das eigentlich immer nach der OP, damit er hydriert war und sich gut ausschlafen konnte. Als wir letztes Mal länger als die 4 Stunden nüchtern warten mussten habe ich die Schwester auch um eine Infusion gebeten, damit er nicht dehydriert. Infusion ist ja kein Problem. Und mit Glucose hält es den Blutzuckerspiegel etwas hoch, damit der Hunger sich in Grenzen hält.
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Kartenchallenge „Mehr als Worte“ auf Seite 28
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