Da ich momentan ein wenig verzweifelt bin, hoffe ich mir hier Ratschläge und Tipps zu erhalten wie wir vielleicht doch noch eine schöne Stillbeziehung schaffen können.
Meine kleine Prinzessin ist 3 Monate alt. Sie ist meine zweite Tochter und nachdem das Stillen bei meiner großen aufgrund fehlender Unterstützung schön nicht geklappt hat, war es mein sehnlichster Wunsch es diesmal zu schaffen.
Leider verlief die Geburt nicht ganz so toll. Die kleine Maus hing 38h in meinem Becken fest, wir hatten grünes Fruchtwasser und das Krankenhaus hat leider nicht reagiert und sah keinen Grund sie zu holen. Nach langem Kampf wurde sie dann schlussendlich doch per Kaiserschnitt geholt. Das anlegen klappte auch direkt von Anfang an sehr gut. Leider hatte sie direkt in der ersten Nacht mit den Folgen des Fruchtwassers zu kämpfen und spuckte braune Brühe wodurch die Kinderkrankenschwester meinte ich solle sie lieber nicht mehr anlegen da es zuviel für den kleinen Magen wäre. Nunja, das stillen im Krankenhaus klappte sehr gut, jedoch blieb der Milcheinschuss aus. In unserer letzten Nacht im Krankenhaus konnte sie auf einmal nicht mehr andocken und weinte über Stunden. Am nächsten Morgen dasselbe Spiel woraufhin ich ein Stillhütchen bekam mit dem es auch dann wieder klappte, nur leider kam nicht viel Milch und die Hebamme meinte wir müssten zufüttern. Zuhause besorgte ich mir die Medela Symphony und begann zu pumpen, wo leider auch nie viel kam. Nach wenigen Tagen zuhause lag ich leider fast 3 Wochen mit heftigster Grippe und fast 2 Wochen davon mit über 40 Fieber flach, woraufhin leider fast nichts mehr an Milch kam und die kleine sich nur noch selten anlegen lies. Wie sich später herausstellte hatte die kleine eine gestauchte Wirbelsäule durch die Geburt und nach 3 Sitzungen bei der Osteopathin klappte es dann ab und an wieder. Die Hebamme meinte ich würde wohl zu dem Typ Frau gehören bei denen pumpen nichts bringen würde. Ich habe meine kleine immer wieder in der ganzen Zeit versucht mit Stillhütchen anzulegen und an manchen Tagen stillt sie damit als hätte sie nie was anderes getan.
Wir mussten auch einiges an Flaschen ausprobieren und sie akzeptiert nur Sauger die Brustwarzenähnlich sind.
Ich habe versucht mich mit dem Gedanken anzufreunden, dass ich nun das zweite Flaschenkind habe, aber ich merke, dass ich mit diesem Gedanken einfach nicht zurecht komme und es mich einfach nur traurig macht
Also habe ich wieder mit dem pumpen angefangen und versuche die kleine an die Brust zu bekommen. Zwischenzeitlich hatte ich sogar soviel Milch, dass meine Brüste gespannt haben, die Milch raus lief und die zweite Seite automatisch mit auslief wenn die kleine an der anderen Seite gesaugt hat. Dennoch kam beim pumpen nicht viel. Leider lässt sich die kleine oft nicht anlegen.
Ich habe mir ein Brusternährungsset zugelegt und eine Stillberaterin vor Ort kontaktiert die uns den richtigen Umgang damit gezeigt hat, aber die kleine akzeptiert das Brusternährungsset nicht so richtig. Leider ist die Stillberaterin vor Ort keine große Hilfe, denn sie meint wir sollen 2-3x täglich mit dem Brusternährungsset stillen und das wars. Eine andere Stillberaterin gibt's hier im Umkreis leider nicht.
Ich habe die letzten 2 Tage immer wieder den Sauger gewechselt und das akzeptiert die kleine Recht gut.
Ebenso habe ich den Schnuller reduziert und ihr stattdessen öfter meinen Finger angeboten, was sie bisher nie toleriert hat, aber mittlerweile klappt das auch.
Gibt es nach dieser Zeit noch eine Chance die kleine wieder an die Brust zu bekommen, sodass wir zumindest ein Teilzeitstillen erreichen? Das wäre erstmal mein erstes Ziel, wobei ich mich über ein Vollstillen umso mehr freuen würde.
Hier noch die Beantwortung der Fragen:
Ist Euer Baby ein Junge oder ein Mädchen?
Ein Mädchen
* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, wenn ja, mit was (Muttermilch, Formulanahrung)? Schreibt bitte die Mengen auf (wie oft und wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
Sie bekommt alles was ich an Muttermilch abgepumpt bekomme, auch wenn es nur wenige Tropfen sind und bekommt zwischen
5-7 Flaschen pre am Tag. Die Menge variiert sehr stark. In den letzten 2 Wochen lässt sie oft mehr als die Hälfte noch in der Flasche.
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: Wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
Ich versuche sie immer wieder anzulegen, aber es klappt leider nicht täglich. Nachts schläft sie meist durch
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig hat es Stuhlgang?
5-6x Pipi und 1-2x Stuhl
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
Bis zur letzten Nacht im Krankenhaus lief alles bestens und ab da verweigerte sie die Brust. Wenn sie es schafft mit Stillhütchen anzudocken trinkt sie auch ohne Probleme
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
Aktuell nutzen wir die Lansinoh und die Avent Flaschen
Schnuller und Stillhütchen
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
3x bei der Osteopathin, nächster Termin im Juni
Stillberatung gab es ein Treffen
Hebamme kam zuletzt Ende März
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen könnten? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
Nichts bekanntes
* Falls dieses Kind nicht Dein erstes ist, beschreibe bitte kurz Deine Stillerfahrung mit Deinem/Deinen größeren Kind/ern.
Die große wurde im Krankenhaus gestillt, schlief immer wieder an der Brust ein und aufgrund fehlender Unterstützung der Hebamme wurde sie schnell ein Flaschenkind