Ich habe das Buch auch nicht gelesen, aber ich glaube, es geht bei der Aussage nicht nur um simple Betreuung. Sondern darum, dass Kinder vom "Dorf" unterschiedliche Sicht- und Lebensweisen kennenlernen, sich in ganz unterschiedlichen Beziehungen zu ganz unterschiedlichen Menschen üben können etc. Entlastung gestresster Eltern ist da vielleicht ein Randaspekt.feuerdrache hat geschrieben: 31.05.2023, 21:46 Ich lebe in einem kleinen Dorf und frage mich gerade, während ich das alles lese- was ihr euch eigentlich erhofft? Vorstellt?
Denn ich kenne das Buch nicht, würde auch nicht auf die Idee kommen mein Leben auf eine Vorgabe aus einem Buch auszurichten.
Und meine Überlegung ist noch eine ganz andere- Unterstützung bekommen- ist die eine Sache, aber wenn ich etwas bekomme, so sollte ich für das Gleichgewicht etwas zurück geben. Findet das dann auch statt?
Man braucht ein ganzes Dorf … Wie macht ihr das? Anregungen gesucht
-
Elena
- Miss SuTiversum
- Beiträge: 14172
- Registriert: 05.08.2009, 17:08
Re: Man braucht ein ganzes Dorf … Wie macht ihr das? Anregungen gesucht
Hier gehts zu meinen Bewertungen:
viewtopic.php?f=352&t=216642
viewtopic.php?f=352&t=216642
-
Kaba
- Profi-SuTler
- Beiträge: 3935
- Registriert: 07.11.2019, 04:36
Re: Man braucht ein ganzes Dorf … Wie macht ihr das? Anregungen gesucht
Ich habe das Buch auch nicht gelesen aber in meinem Verständnis geht es auch weniger um "mehrere Stunden die Kinder betreuen, damit die Eltern arbeiten können" sondern um: wenn ich eh Plätzchen backe, kann das Nachbarskind helfen. Wenn ich mein Kind aus der Kita hole, nehme ich das von nebenan auch mit. Wenn ich in meinem Garten das Planschbecken aufstelle, darf das Nachbarskind dazu kommen (und ich beaufsichtige).feuerdrache hat geschrieben: 31.05.2023, 21:46 Ich lebe in einem kleinen Dorf und frage mich gerade, während ich das alles lese- was ihr euch eigentlich erhofft? Vorstellt?
Denn ich kenne das Buch nicht, würde auch nicht auf die Idee kommen mein Leben auf eine Vorgabe aus einem Buch auszurichten.
Und meine Überlegung ist noch eine ganz andere- Unterstützung bekommen- ist die eine Sache, aber wenn ich etwas bekomme, so sollte ich für das Gleichgewicht etwas zurück geben. Findet das dann auch statt?
Der absolute Vorteil meines Ehrenamtes- ich bin bei der Feuerwehr- ich kann mich besser distanzieren, nur so viel zulassen wie ich in dem Moment machen kann. Fühle mich nicht so verpfichtet wie ich es einem kleinen Kind gegenüber sein würde.
Wie stellt ihr euch das vor, wenn Hilfe dann an Bedingungen geknüpft wird? Also ich pass auf dein Kind 2 Nachmittage auf, dafür machst du diesen Samstag meinen Garten. (Und nein, Kind wollte lieber ins Bad zählt dann nicht)
Ich kenne es leider so, dass Hilfe sehrwohl an Bedingungen geknüpft wird. Wie sich jemand verhalten muss, was man machen muss, etwas was man erfüllen muss um die Hife zu bekommen. Hilfe ist in den seltensten Fällen uneigennützig.
Mir persönlich ist es lieber, ich kaufe meine Hilfe zu, da bin ich dann nachher niemanden verpflichtet. Und bin auch nicht enttäuscht wenn mich jemand im letzten Moment hängen lässt (das hatte ich auch schon mit meiner Schwester, einen tag bevor sie die Kinder beaufsichtigen sollte damit ich den Tag arbeiten kann, hat sie mir abgesagt weil sie nicht wollte. Die Betreuung durch eine illegale Tagesmutter hat mich an dem Tag dann fast meinen ganzen Verdienst gekostet) Also zahle ich jetzt für professionelle Betreuung und gut ist es. Keiner redet mir drein, keinerstellt Ansprüche.
Und wenn ich hier im Dorf akut Hilfe brauche (weil ich krank bin, einen Unfall habe) bekomme ich sie. Hilfe damit ich shoppen gehen kann und nicht auf die Kinder schauen- bekomme ich nicht. auch eine Art des gesellschaftlichen Druckes durch ein Dorf.
Ich war kürzlich sonntags mittags mit den Kids bei meinen Eltern und die haben spontan die Nachbarin mit Kind zum Mittagessen eingeladen (weil die Kinder gerade gespielt haben und wir gequatscht und der Papa noch verkatert im Bett lag). Macht viel mehr Sinn, als dass sie für sich und das Kind extra noch was kocht, aber sowas ergibt sich halt so selten (in meiner Welt).
Vor unserem Umzug war die Große in einer Eltern-Kind-Initiative, das hatte schon viele gute Aspekte in die Richtung (Kind und wir kannten alle Elternteile der anderen Kinder, alle hätten unser Kind im Notfall oder auch geplant noch in der Kita/auf dem Spielplatz/bei sich betreut, wenn das nötig geworden wäre.
Kaba mit Milchmädchen (09/19) und kleiner Vorfreude (6/22)
-
08u11
- Profi-SuTler
- Beiträge: 3339
- Registriert: 17.09.2012, 16:14
Re: Man braucht ein ganzes Dorf … Wie macht ihr das? Anregungen gesucht
Wir haben eine Mischung aus allem: der Zwerg hat lange Kita-Zeiten gebucht und die Minimaus geht in die Ganztagsklasse. Das erleichtert schon sehr viel. Mein Mann und ich brauchen das natürlich vor allem für unsere Arbeit. Aber wir haben flexible Arbeitszeiten und nutzen das auch mal (leider viel zu selten) für Paarzeit.
Meine Mama unterstützt uns auch - die fragen wir aber nur an, wenn wir beide Arbeiten müssen und vor allem der Zwerg sonst nicht betreut ist. Kommt hier leider trotz langer Betreuungszeiten manchmal vor.
Die großen Brüder übernehmen auch mal, aber eher für kurzfristig und wenn ich nicht zu weit weg bin. Also der Große passt auf den Zwerg auf, während ich Nr.2 in den Nachbarort zum Fußball fahre. Einkaufen - also Lebensmittel - geht auch, mache ich aber meist entweder während der Kita Zeit oder mit dem Zwerg zusammen.
Unsere Nachbarn sind auch toll. Links von uns sind 2 Kinder im Alter von unseren beiden Mittleren. Mindestens bei den 8jährigen Mädels ist tatsächlich oft nicht klar, welche eigentlich wo wohnt. Auf der anderen Seite wohnt ein Paar mit neugeborenem Mädchen. Er hat bereits drei Söhne aus früheren Beziehungen, die auch oft da sind. Der jüngste ist 9 Jahre und gerade beim Papa. Der ist nicht ganz so heimisch, wie die anderen Nachbarn, geht hier aber auch schon eifrig ein und aus. Und ich helfe gerne mit dem neuen Baby - zum Beispiel Ringsling anlegen. Dafür bekomme ich Tipps und Hilfe für den Garten - die Nachbarin ist Gärtnerin.
Extra als Babysitter anfragen möchte ich die Nachbarn eigentlich nicht. Aber es ist toll, dass ich zumindest im Hinterkopf habe: ich kann auch K3 schon mal allein zu Hause lassen. Wenn tatsächlich irgend etwas wäre, würde sie einfach zu den Nachbarn gehen.
Tatsächlich gemacht haben das die Kinder bisher nur 1x, letztes Jahr am Gründonnerstag. Da waren die Mittleren mit den Nachbarskindern zusammen auf dem Trampolin, K2 ist blöd gefallen und hatte eine Platzwunde und ich saß dann 3h mit ihm in der Notaufnahme und mein Mann, der Fernpendler ist, war noch auf dem Heimweg. Da war ich sehr froh, dass ich nicht alle Kinder mit ins Kh schleppen musste. Die anderen haben dann bei den Nachbarn gewartet.
Oder ich kann auch mal zu Fuß zur Kita laufen - dauert hin und zurück 1h - auch wenn die Minimaus Ferien hat und mein Mann arbeiten ist. Die Minimaus ist meistens ohnehin schon beim Nachbarsmädchen zum Spielen.
Meine Mama unterstützt uns auch - die fragen wir aber nur an, wenn wir beide Arbeiten müssen und vor allem der Zwerg sonst nicht betreut ist. Kommt hier leider trotz langer Betreuungszeiten manchmal vor.
Die großen Brüder übernehmen auch mal, aber eher für kurzfristig und wenn ich nicht zu weit weg bin. Also der Große passt auf den Zwerg auf, während ich Nr.2 in den Nachbarort zum Fußball fahre. Einkaufen - also Lebensmittel - geht auch, mache ich aber meist entweder während der Kita Zeit oder mit dem Zwerg zusammen.
Unsere Nachbarn sind auch toll. Links von uns sind 2 Kinder im Alter von unseren beiden Mittleren. Mindestens bei den 8jährigen Mädels ist tatsächlich oft nicht klar, welche eigentlich wo wohnt. Auf der anderen Seite wohnt ein Paar mit neugeborenem Mädchen. Er hat bereits drei Söhne aus früheren Beziehungen, die auch oft da sind. Der jüngste ist 9 Jahre und gerade beim Papa. Der ist nicht ganz so heimisch, wie die anderen Nachbarn, geht hier aber auch schon eifrig ein und aus. Und ich helfe gerne mit dem neuen Baby - zum Beispiel Ringsling anlegen. Dafür bekomme ich Tipps und Hilfe für den Garten - die Nachbarin ist Gärtnerin.
Extra als Babysitter anfragen möchte ich die Nachbarn eigentlich nicht. Aber es ist toll, dass ich zumindest im Hinterkopf habe: ich kann auch K3 schon mal allein zu Hause lassen. Wenn tatsächlich irgend etwas wäre, würde sie einfach zu den Nachbarn gehen.
Tatsächlich gemacht haben das die Kinder bisher nur 1x, letztes Jahr am Gründonnerstag. Da waren die Mittleren mit den Nachbarskindern zusammen auf dem Trampolin, K2 ist blöd gefallen und hatte eine Platzwunde und ich saß dann 3h mit ihm in der Notaufnahme und mein Mann, der Fernpendler ist, war noch auf dem Heimweg. Da war ich sehr froh, dass ich nicht alle Kinder mit ins Kh schleppen musste. Die anderen haben dann bei den Nachbarn gewartet.
Oder ich kann auch mal zu Fuß zur Kita laufen - dauert hin und zurück 1h - auch wenn die Minimaus Ferien hat und mein Mann arbeiten ist. Die Minimaus ist meistens ohnehin schon beim Nachbarsmädchen zum Spielen.
Nina mit A. (11/2008), J. (03/2011), Minimaus (28/01/15), Babyzwerg (15/02/2019) und Weihnachtsengel im Herzen (Januar 2018, 10. Woche)
- GemeineEsche
- Homo sapiens SuTtensis
- Beiträge: 12365
- Registriert: 30.07.2021, 15:38
Re: Man braucht ein ganzes Dorf … Wie macht ihr das? Anregungen gesucht
Genau das. Es ergibt sich nicht bzw. man ist zu unsicher die "Chancen" zu ergreifen. Ich glaube im Durchschnittsleben sind die Menschen schon etwas "entfremdet". Man will sich nicht aufdrängen, nicht anhänglich oder verzweifelt rüber kommen. Die höfliche Distanz wird immer gewahrt. Und dann sitzt man jeweils getrennt beim Abendessen und denkt sich, ach, schade, wir hätten ja zusammen essen können, aber keiner hat sich getraut, sowas "unkonventionelles" vorzuschlagen.Kaba hat geschrieben: 31.05.2023, 22:24 Ich war kürzlich sonntags mittags mit den Kids bei meinen Eltern und die haben spontan die Nachbarin mit Kind zum Mittagessen eingeladen (weil die Kinder gerade gespielt haben und wir gequatscht und der Papa noch verkatert im Bett lag). Macht viel mehr Sinn, als dass sie für sich und das Kind extra noch was kocht, aber sowas ergibt sich halt so selten (in meiner Welt).
Ich hab eine Alleinerziehende Bekannte, mit der hab ich das echt ein paar Mal gemacht, wenn mein Mann Spätschicht hatte. Wir hatten ja beide nichts Besseres zu tun, sozusagen. Leider ist sie weiter weg gezogen.
Kleine 02/21
Kleiner 06/23
Kleiner 06/23
- matje
- ist nicht mehr wegzudenken
- Beiträge: 1735
- Registriert: 01.08.2014, 09:35
Re: Man braucht ein ganzes Dorf … Wie macht ihr das? Anregungen gesucht
Wir haben ein bisschen ein 'Dorf' bekommen. Zum einen ein tatsächliches - 600 Einwohner vielleicht, man hat das Gefühl, man kennt jede Familie, die Kinder im ähnlichen Alter hat. Wir sind beide zugezogen und beide Großelternpaare wohnen weiter weg, sind aber engagiert und kommen bei voraussehbarem Betreuungsnotstand. Aber wir haben mit der Zeit einen recht großen Freundeskreis und ein gutes Netzwerk aufgebaut. Nicht, dass wir auch nur einigermaßen regelmäßig gemeinsam ohne Kinder etwas unternehmen würden - das kommt total selten vor. Aber es gibt unsere ehemalige Vermieterin, die gern Enkelkinder hätte, und alle ein/zwei Wochen einfach unseren Jüngsten vom Kindergarten abholt um den Nachmittag mit ihm zu verbringen (er liebt sie, und sie haben Hühner und gehen beim Nachbarn Lämmer streicheln). Oder die ältere Nachbarin zwei Häuser weiter, die unsere Große manchmal besuchen geht, wenn mittags eine Stunde ausfällt und sie vor mir zu Hause ist. Eine andere Bekannte, die ab dem Sommer einmal pro Woche den Mittleren mittags eine Stunde betreut, weil er nur 4 Stunden haben wird, ich aber erst um 13 Uhr da bin. Und es gibt eine ganze Reihe von Freunden meiner Kinder, bei denen sie regelmäßig spielen, so dass ich sie eigentlich immer unterbringen kann, wenn ich. Z.B. mal mit einem Kind allein irgendwo hin muss. Der beste Freund des Kleinen wohnt direkt nebenan, und die beiden hängen eigentlich ständig zusammen und gelegentlich essen sie auch einfach zusammen zu Abend. Und so gibt es noch viele kleine Beispiele. Wir haben da wirklich Glück gehabt, das ist mir echt ständig bewusst.
The trouble with being a parent is that by the time you are experienced, you are unemployed
matje mit der großen Tänzerin (5/14), dem
kleinen Tiger (10/16) und dem kleinen Bären (3/19)
matje mit der großen Tänzerin (5/14), dem
kleinen Tiger (10/16) und dem kleinen Bären (3/19)
-
feuerdrache
- Prof. Dr. SuT
- Beiträge: 7756
- Registriert: 08.07.2010, 14:11
- Wohnort: Österreich
Re: Man braucht ein ganzes Dorf … Wie macht ihr das? Anregungen gesucht
Danke für die Erklärungen. Jetzt kann ich mir tatsächlich etwas darunter vorstellen.
Unterstützung durch die Großeltern haben wir nicht. Die war auch früher kaum vorhanden, stattdessen Forderungen und Ansprüche an und wie wir zu sein und zu leben hätten.
Mit den Nachbarn läuft es aber gut. Deren Kinder sind deutlich jünger als unsere. Als sie noch kinderlos waren haben sie uns hin und wieder mal ausgeholfen wenn alle stricke gerissen sind. Als ich Mit bauchfell Entzündung lag hat jemand essen vorbei gebracht und als mein Mann im Dezember 21 den schweren Unfall hatte, haben mit ein paar Männer aus dem Dorf geholfen die schwere Arbeit zu bewältigen. Alleine hätte ich das nicht geschafft.
Dorfkinder ziehen als Horde herum, tauchen mal hier und mal da auf. Plündern Essen und plantschen dort wo es geht.
So gesehen habe ich Unterstützung und die grossen Geschwister sind auch noch da. Aber bis dahin war es ein harter Weg als meine Familie beschloss uns hängen zu lassen weil ich anders sein sollte als ich bin.
Spontanes miteinander essen kenne ich hier das kommt durchwegs vor. Wobei die Nachbarn wissen wo bei uns die Getränke sind und sich selbst holen
Unterstützung durch die Großeltern haben wir nicht. Die war auch früher kaum vorhanden, stattdessen Forderungen und Ansprüche an und wie wir zu sein und zu leben hätten.
Mit den Nachbarn läuft es aber gut. Deren Kinder sind deutlich jünger als unsere. Als sie noch kinderlos waren haben sie uns hin und wieder mal ausgeholfen wenn alle stricke gerissen sind. Als ich Mit bauchfell Entzündung lag hat jemand essen vorbei gebracht und als mein Mann im Dezember 21 den schweren Unfall hatte, haben mit ein paar Männer aus dem Dorf geholfen die schwere Arbeit zu bewältigen. Alleine hätte ich das nicht geschafft.
Dorfkinder ziehen als Horde herum, tauchen mal hier und mal da auf. Plündern Essen und plantschen dort wo es geht.
So gesehen habe ich Unterstützung und die grossen Geschwister sind auch noch da. Aber bis dahin war es ein harter Weg als meine Familie beschloss uns hängen zu lassen weil ich anders sein sollte als ich bin.
Spontanes miteinander essen kenne ich hier das kommt durchwegs vor. Wobei die Nachbarn wissen wo bei uns die Getränke sind und sich selbst holen
-
Schnecke106
- ist nicht mehr wegzudenken
- Beiträge: 1202
- Registriert: 31.03.2016, 16:04
Re: Man braucht ein ganzes Dorf … Wie macht ihr das? Anregungen gesucht
Wir leben in dem Dorf (800 Einwohner), in dem mein Mann aufgewachsen ist. Wir haben auch immer im Umkreis von maximal 3 km gewohnt, man kennt sich also und meistens auch die entsprechenden Kinder. Ich finde das toll.
Wir haben auf dem Grundstück der Großeltern gebaut und es ist so toll, dass die Kinder jederzeit rüberflitzen können oder mal eben jemand gucken kann. Es gibt gemeinsame Mahlzeiten, man werkelt im Garten usw.
Die Betreuung der Kinder abseits von Schule und Kindergarten (beide gehen bis 15:00 Uhr) versuchen wir trotzdem so zu planen, dass wir unabhängig der Großeltern sind, einfach weil es auch klappen muss, wenn die Großeltern ausfallen oder so. Wir nehmen viel getrennt voneinander Urlaub, um die Ferien abzudecken und dank Home Office können wir uns bei der Betreuung während der Arbeitszeit abwechseln, wenn mal keine Fremdbetreuung da ist.
Mit anderen Familien teilen wir uns die Betreuung bisher nicht. Von der Großen ist mal eine Freundin da oder sie ist bei jemandem zuhause, das sind aber eher so 2 Stunden nachmittags. Rumpelwicht bleibt noch nicht alleine irgendwo, außer bei den Großeltern.
Wir haben auf dem Grundstück der Großeltern gebaut und es ist so toll, dass die Kinder jederzeit rüberflitzen können oder mal eben jemand gucken kann. Es gibt gemeinsame Mahlzeiten, man werkelt im Garten usw.
Die Betreuung der Kinder abseits von Schule und Kindergarten (beide gehen bis 15:00 Uhr) versuchen wir trotzdem so zu planen, dass wir unabhängig der Großeltern sind, einfach weil es auch klappen muss, wenn die Großeltern ausfallen oder so. Wir nehmen viel getrennt voneinander Urlaub, um die Ferien abzudecken und dank Home Office können wir uns bei der Betreuung während der Arbeitszeit abwechseln, wenn mal keine Fremdbetreuung da ist.
Mit anderen Familien teilen wir uns die Betreuung bisher nicht. Von der Großen ist mal eine Freundin da oder sie ist bei jemandem zuhause, das sind aber eher so 2 Stunden nachmittags. Rumpelwicht bleibt noch nicht alleine irgendwo, außer bei den Großeltern.
Muggel (August 2015)
Rumpelwicht (Mai 2019)
2 Sternenkinder fest im Herzen
Rumpelwicht (Mai 2019)
2 Sternenkinder fest im Herzen
-
Goldhamster
- ist nicht mehr wegzudenken
- Beiträge: 1607
- Registriert: 11.06.2019, 12:10
Re: Man braucht ein ganzes Dorf … Wie macht ihr das? Anregungen gesucht
Ein total interessantes Thema und es beschäftigt mich seit Töchterleins Geburt immer wieder. Die Antworten hier sind richtig aufschlussreich und anregend!
Wir haben es leider, auch durch zwei Umzüge, noch nicht geschafft, uns ein "Dorf" aufzubauen. Meinerseits sitzt die Enttäuschung über meine Eltern sehr tief, die rudimentäres Babysitten leisten, wenn man gezielt anfragt, sich aber keinesfalls so engagieren, wie in der Schwangerschaft angekündigt. Das war einer der Gründe, warum wir in ihre Gegend gezogen sind...
Meine Schwiegereltern wohnen zu weit weg und halten sich ziemlich raus. Meine Schwägerin mit 7 Kindern könnte auch oft Hilfe gebrauchen, die wohnt sogar bei ihnen nebenan, aber das passiert selten.
Im alten Wohnort, Großstadt, waren wir durch eine Kirchengemeinden gut vernetzt. Da hätte ich einiges an Hilfe gehabt, wenn wir nicht weggezogen wären
Jetzt leben wir seit 1,5 Jahren auf dem Land und laaangsam bilden sich Kontakte und ein kleines Netzwerk. Aber noch nicht so eng, dass ich mein Kind jemandem zur Betreuung geben würde. Ich bin aber gespannt und zuversichtlich, wie sich das noch entwickelt.
Wir haben es leider, auch durch zwei Umzüge, noch nicht geschafft, uns ein "Dorf" aufzubauen. Meinerseits sitzt die Enttäuschung über meine Eltern sehr tief, die rudimentäres Babysitten leisten, wenn man gezielt anfragt, sich aber keinesfalls so engagieren, wie in der Schwangerschaft angekündigt. Das war einer der Gründe, warum wir in ihre Gegend gezogen sind...
Meine Schwiegereltern wohnen zu weit weg und halten sich ziemlich raus. Meine Schwägerin mit 7 Kindern könnte auch oft Hilfe gebrauchen, die wohnt sogar bei ihnen nebenan, aber das passiert selten.
Im alten Wohnort, Großstadt, waren wir durch eine Kirchengemeinden gut vernetzt. Da hätte ich einiges an Hilfe gehabt, wenn wir nicht weggezogen wären
Jetzt leben wir seit 1,5 Jahren auf dem Land und laaangsam bilden sich Kontakte und ein kleines Netzwerk. Aber noch nicht so eng, dass ich mein Kind jemandem zur Betreuung geben würde. Ich bin aber gespannt und zuversichtlich, wie sich das noch entwickelt.
Töchterlein 01/19 und Söhnchen 11/24
-
Vialla
- ist gern hier dabei
- Beiträge: 62
- Registriert: 18.12.2022, 14:22
Re: Man braucht ein ganzes Dorf … Wie macht ihr das? Anregungen gesucht
Wow, schon so viele spannende Antworten, danke!
Ich schaffe es gerade nicht, ausführlicher zu schreiben, dazu komme ich wohl erst morgen/übermorgen. Aber feuerdrache, du hast ja schon gute Erklärungen bekommen.
Ich schaffe es gerade nicht, ausführlicher zu schreiben, dazu komme ich wohl erst morgen/übermorgen. Aber feuerdrache, du hast ja schon gute Erklärungen bekommen.
mit kleinem Kobold (09/22)
-
Sam
- alter SuT-Hase
- Beiträge: 2662
- Registriert: 08.09.2018, 12:09
Re: Man braucht ein ganzes Dorf … Wie macht ihr das? Anregungen gesucht
Wir haben hier tatsächlich rundum Bekannte und Verwandte, mit denen das Kind Kontakt hat, Betreuung findet trotzdem vor allem von den Großeltern statt. Ich denke aber, dass die Kinder später einmal vielleicht zusammen spielen können, das würde ich sehr schön finden.
Als ich noch keine Kinder hatte, habe ich einige Jahre viel die Kinder einer Freundin besucht und auch betreut, die sonst kein „Dorf“ hatte. Ich fand das ein wenig schwierig, weil zu den Kindern (und umgekehrt) eine enge Bindung entstand, ich öfter im Notfall angerufen wurde, ich aber gleichzeitig „ja nicht zur Familie“ gehörte und daher dann sehr viel nicht miterleben durfte (sowas wie Familienfeiern, Geburtstage). Die Freundschaft hat sich aufgelöst und für einen eigenständigen Kontakt waren die Kinder zu klein. Das tut mir heute noch leid, die Kinder sind mittlerweile erwachsen, aber ich denk oft an sie.
Also bei sowas mitbedenken, dass man dadurch auch enge Bindungen entstehen lässt, überlegen, ob man die Person dann auch bei Familienfeiern dabei haben will etc…
Als ich noch keine Kinder hatte, habe ich einige Jahre viel die Kinder einer Freundin besucht und auch betreut, die sonst kein „Dorf“ hatte. Ich fand das ein wenig schwierig, weil zu den Kindern (und umgekehrt) eine enge Bindung entstand, ich öfter im Notfall angerufen wurde, ich aber gleichzeitig „ja nicht zur Familie“ gehörte und daher dann sehr viel nicht miterleben durfte (sowas wie Familienfeiern, Geburtstage). Die Freundschaft hat sich aufgelöst und für einen eigenständigen Kontakt waren die Kinder zu klein. Das tut mir heute noch leid, die Kinder sind mittlerweile erwachsen, aber ich denk oft an sie.
Also bei sowas mitbedenken, dass man dadurch auch enge Bindungen entstehen lässt, überlegen, ob man die Person dann auch bei Familienfeiern dabei haben will etc…
Mama vom Wutzi seit Ende Mai 18.