Ach so, und die anderen Familien wollen sich manchmal revanchieren und nehmen unsere Mädels mal mit ins Schwimmbad oder so, das finde ich auch klasse.Elena hat geschrieben: 31.05.2023, 20:15 In den ersten Jahren hatten wir niemanden, brauchten das aber auch nicht. So richtig entstanden ist unser Dorf, als wir wieder in meine alte Heimat zurückgezogen sind, da war die Große 5 und die Kleinste 1 Jahr alt. Da haben die Großeltern regelmäßig mitbetreut. Und ab Grundschule hat es sich auch ergeben, dass wir mindestens einen Mittag und Nachmittag mehrere Freundinnen der Kinder hier hatten. Das ist jetzt schon seit Jahren so, ich koche jeden Mittwoch für 10 Personen Nudeln.Da sind wir eher das Dorf für die anderen Familien, die auswärts arbeiten, während wir mit Homeoffice und flexiblen Arbeitszeiten keine Betreuungsprobleme haben. Aber unsere Kinder haben auf die Weise ihre Freunde da, also profitieren alle. Zwei Freundinnen meiner Kleinsten kommen auch regelmäßig, wenn die Schule pädagogische Fachtage oder sowas hat.
Man braucht ein ganzes Dorf … Wie macht ihr das? Anregungen gesucht
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Elena
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Re: Man braucht ein ganzes Dorf … Wie macht ihr das? Anregungen gesucht
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Re: Man braucht ein ganzes Dorf … Wie macht ihr das? Anregungen gesucht
Meine engste Freundin, die ein Kind in Fs Alter hat, hat mir damals das Artgerecht-Buch geliehen und aktiv versucht, mit uns und ein paar anderen Familien so ein Dorf zu bilden. Familie hatten wir alle nämlich keine vor Ort. Es war so semi-erfolgreich. Sie ist für meine Kinder eine Bezugsperson. Ihr Sohn kennt uns und war auch schon einige Male alleine bei uns. Eine enge Bindung ist da aber so richtig nicht, obwohl wir uns wirklich sehr oft sehen und die Kinder uns Eltern alle seit Geburt kennen. Inzwischen ist auch unsere Nachbarin mit Tochter Teil des Dorfes.
Aber wirklich vergleichbar mit dem Artgerecht-Dorf ist es nicht. Es ist eine Krücke, die etwas hilft, die fehlende Großfamilie vor Ort zu ersetzen.
Aber wirklich vergleichbar mit dem Artgerecht-Dorf ist es nicht. Es ist eine Krücke, die etwas hilft, die fehlende Großfamilie vor Ort zu ersetzen.
mit Sohn F (Ende September 18)
und Tochter V (Ende Juni 21)
The trick to happiness wasn't in freezing every momentary pleasure and clinging to each one, but in ensuring one's life would produce many future moments to anticipate. Shallan Davar/Brandon Sanderson
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Re: Man braucht ein ganzes Dorf … Wie macht ihr das? Anregungen gesucht
Hm. Beim Lesen finde ich jetzt, daß trifft es nicht. Meine Freundin ist echt eine riesige Hilfe für uns und wir für sie hoffentlich auch. Das mit dem Dorf geht ja auch über Kinderbetreuung hinaus und ich finde, dass das bei uns gut passt. Aber anstatt einem Dorf sind es halt nur zwei Frauen mit Kindern. Und bei ihr ist es ähnlich, außer uns gibt es mWn noch eine weitere Familie, mit der sie "Dorf-Kontakt" hat (Kinder gegenseitig von der Kita abholen und sowas), wir aber nicht. Und diese andere Familie hat neben meiner Freundin noch "Dorf-Kontakt" zu einer weiteren Familie (von der ich weiß).
Wären wir alle gut miteinander vertraut, hätte es irgendwie eher was von Dorf. Ist aber leider nicht so.
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- GemeineEsche
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Re: Man braucht ein ganzes Dorf … Wie macht ihr das? Anregungen gesucht
Ich finde es interessant und auch etwas tröstlich, dass doch einige schreiben, dass es erst im Kindergartenalter so richtig mit dauerhaften Kontakten geklappt hat. Man hört irgendwie so oft von der romantischen "Krabbelgruppenfreundschaft". Aber das hat bei mir leider nicht geklappt, gerade im Baby- und Kleinkindalter gibt es so viele Unterschiede, dass da eine enge Bindung bzw. Aufbau von Freundschaften echt erschwert wird.
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Re: Man braucht ein ganzes Dorf … Wie macht ihr das? Anregungen gesucht
Wir wohnen noch nicht lange in unserer Stadt und unsere Familien wohnen ebenfalls sehr weit weg, haben also auch (noch) kein Dorf.
Neulich im Heimaturlaub bei meiner Familie haben wir mit vier Generationen unter einem Dach gewohnt. Das war sehr schön und seitdem überlegen wir, in ein paar Jahren wieder zurückzuziehen. Haben dort auch enge Freunde, hier hingegen nur ein paar lose Kontakte…aber mal sehen, evtl. wird sich auch hier ab Kindergartenalter mehr entwickeln.
Neulich im Heimaturlaub bei meiner Familie haben wir mit vier Generationen unter einem Dach gewohnt. Das war sehr schön und seitdem überlegen wir, in ein paar Jahren wieder zurückzuziehen. Haben dort auch enge Freunde, hier hingegen nur ein paar lose Kontakte…aber mal sehen, evtl. wird sich auch hier ab Kindergartenalter mehr entwickeln.
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Re: Man braucht ein ganzes Dorf … Wie macht ihr das? Anregungen gesucht
Ich finds ehrlich gesagt auch für kleine Kinder nicht wichtig. Krabbelgruppenfreundschaften sind eher etwas für die Eltern, denke ich, wenn sie sich mehr Kontakte wünschen. Da meine Kinder Geschwister mit nicht allzu großem Abstand haben, "brauchten" sie außerhalb von Krippe und Kindergarten keine weiteren Kinderkontakte. In dem Alter würde ich das "Dorf" wirklich als Entlastung der Eltern sehen, aber nicht direkt für die Kinder. Aber ab Schulalter finde ich es auch für die Kinder toll, wenn sie weiteren Input aus anderen Familien bekommen.GemeineEsche hat geschrieben: 31.05.2023, 20:43 Ich finde es interessant und auch etwas tröstlich, dass doch einige schreiben, dass es erst im Kindergartenalter so richtig mit dauerhaften Kontakten geklappt hat. Man hört irgendwie so oft von der romantischen "Krabbelgruppenfreundschaft". Aber das hat bei mir leider nicht geklappt, gerade im Baby- und Kleinkindalter gibt es so viele Unterschiede, dass da eine enge Bindung bzw. Aufbau von Freundschaften echt erschwert wird.
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- Larala
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Re: Man braucht ein ganzes Dorf … Wie macht ihr das? Anregungen gesucht
Mein Dilemma mit befreundeten Familien ist irgendwie durchgehend: Entweder die Kinder verstehen sich gut, aber mit den Erwachsenen habe ich keinen Klick. Oder ich mag die Erwachsenen sehr gerne, aber die Kinder können nichts mit einander anfangen.
Dass das Kind mal bei einem Freund oder einer Freundin zu Hause spielt oder wir ein anderes Kind zum spielen hier haben, kommt hier übrigens schon ab und zu vor, aber das ist eben nicht zuverlässig, regelmäßig oder länger (maximal 2 Stunden oder so) und daher auch keine echte Entlastung.
Dass das Kind mal bei einem Freund oder einer Freundin zu Hause spielt oder wir ein anderes Kind zum spielen hier haben, kommt hier übrigens schon ab und zu vor, aber das ist eben nicht zuverlässig, regelmäßig oder länger (maximal 2 Stunden oder so) und daher auch keine echte Entlastung.
mit der Ritterin vom "Ni" 5/17
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Kaba
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Re: Man braucht ein ganzes Dorf … Wie macht ihr das? Anregungen gesucht
Wir sind im Dezember umgezogen und haben seit dem viel und regelmäßig Unterstützung durch die Großeltern. Sie betreuen die Kinder teilweise, wenn ich arbeite, kommen einfach so zum helfen vorbei oder wir gehen alle hin und essen dort und die Große übernachtet bei beiden Großeltern auch alle paar Wochen.
Das ist so natürlich echt schon sehr viel Hilfe. Meine Schwester (und ihre Freundin) helfen, wenn sie zu Besuch sind auch immer viel mit, sind enge Bezugspersonen, gehen dann auch mal mit den Kindern zum Spielplatz usw.
Wir sind gerade im Urlaub und haben die ersten Tage eine Ferienwohnung mit (kinderlosen) Freunden von uns geteilt und das war super entspannt. Meine Kinder finden andere Leute als uns Eltern super mega spannend (sofern die nett sind und sich mit ihnen beschäftigen). Auch das Baby konnte ich problemlos bei den Freunden lassen und aufs Klo gehen usw. Die Große war eh voll im Glück. Wir mussten nur immer aufpassen, dass es den Freunden nicht zu viel wird (also sie haben beteuert, dass es das nicht wird). Aber die haben dann zum Beispiel halt auch Abendessen für uns alle gekocht. Und ich hab Frühstück gemacht, weil ich mit dem Baby eh schon wach war.
Klar, jetzt findet man nicht einfach ein kinderloses Paar, das bei einem einzieht und bei Haushalt und Kinderbetreuung mithilft
Aber vielleicht geht das im Kleinen, falls ihr Freunde oder Bekannte ohne Kinder in der Nähe habt? Vor unserem Umzug kam z.B. auch eine Freundin gelegentlich nach der Arbeit zum Abendessen und hat dann noch eine halbe Stunde das Kind bespaßt, während ich gekocht habe (und evtl sogar danach noch dem Kind die Gutenacht-Geschichte vorgelesen). Das ist ja auch win-win (wenn das Kind sowas mitmacht). Ich finde, man denkt da halt immer nur an Familien mit Kindern für gegenseitige Unterstützung oder an ältere Leute, die Zeit haben. Aber manches geht ja auch neben der Erwerbsarbeit. Da ist es vielleicht aktuell eher Trend, sich da noch ein "offizielles" Ehrenamt zu suchen, statt dorfmäßig bei Freunden auszuhelfen...
Das ist so natürlich echt schon sehr viel Hilfe. Meine Schwester (und ihre Freundin) helfen, wenn sie zu Besuch sind auch immer viel mit, sind enge Bezugspersonen, gehen dann auch mal mit den Kindern zum Spielplatz usw.
Wir sind gerade im Urlaub und haben die ersten Tage eine Ferienwohnung mit (kinderlosen) Freunden von uns geteilt und das war super entspannt. Meine Kinder finden andere Leute als uns Eltern super mega spannend (sofern die nett sind und sich mit ihnen beschäftigen). Auch das Baby konnte ich problemlos bei den Freunden lassen und aufs Klo gehen usw. Die Große war eh voll im Glück. Wir mussten nur immer aufpassen, dass es den Freunden nicht zu viel wird (also sie haben beteuert, dass es das nicht wird). Aber die haben dann zum Beispiel halt auch Abendessen für uns alle gekocht. Und ich hab Frühstück gemacht, weil ich mit dem Baby eh schon wach war.
Klar, jetzt findet man nicht einfach ein kinderloses Paar, das bei einem einzieht und bei Haushalt und Kinderbetreuung mithilft
Aber vielleicht geht das im Kleinen, falls ihr Freunde oder Bekannte ohne Kinder in der Nähe habt? Vor unserem Umzug kam z.B. auch eine Freundin gelegentlich nach der Arbeit zum Abendessen und hat dann noch eine halbe Stunde das Kind bespaßt, während ich gekocht habe (und evtl sogar danach noch dem Kind die Gutenacht-Geschichte vorgelesen). Das ist ja auch win-win (wenn das Kind sowas mitmacht). Ich finde, man denkt da halt immer nur an Familien mit Kindern für gegenseitige Unterstützung oder an ältere Leute, die Zeit haben. Aber manches geht ja auch neben der Erwerbsarbeit. Da ist es vielleicht aktuell eher Trend, sich da noch ein "offizielles" Ehrenamt zu suchen, statt dorfmäßig bei Freunden auszuhelfen...
Kaba mit Milchmädchen (09/19) und kleiner Vorfreude (6/22)
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feuerdrache
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Re: Man braucht ein ganzes Dorf … Wie macht ihr das? Anregungen gesucht
Ich lebe in einem kleinen Dorf und frage mich gerade, während ich das alles lese- was ihr euch eigentlich erhofft? Vorstellt?
Denn ich kenne das Buch nicht, würde auch nicht auf die Idee kommen mein Leben auf eine Vorgabe aus einem Buch auszurichten.
Und meine Überlegung ist noch eine ganz andere- Unterstützung bekommen- ist die eine Sache, aber wenn ich etwas bekomme, so sollte ich für das Gleichgewicht etwas zurück geben. Findet das dann auch statt?
Der absolute Vorteil meines Ehrenamtes- ich bin bei der Feuerwehr- ich kann mich besser distanzieren, nur so viel zulassen wie ich in dem Moment machen kann. Fühle mich nicht so verpfichtet wie ich es einem kleinen Kind gegenüber sein würde.
Wie stellt ihr euch das vor, wenn Hilfe dann an Bedingungen geknüpft wird? Also ich pass auf dein Kind 2 Nachmittage auf, dafür machst du diesen Samstag meinen Garten. (Und nein, Kind wollte lieber ins Bad zählt dann nicht)
Ich kenne es leider so, dass Hilfe sehrwohl an Bedingungen geknüpft wird. Wie sich jemand verhalten muss, was man machen muss, etwas was man erfüllen muss um die Hife zu bekommen. Hilfe ist in den seltensten Fällen uneigennützig.
Mir persönlich ist es lieber, ich kaufe meine Hilfe zu, da bin ich dann nachher niemanden verpflichtet. Und bin auch nicht enttäuscht wenn mich jemand im letzten Moment hängen lässt (das hatte ich auch schon mit meiner Schwester, einen tag bevor sie die Kinder beaufsichtigen sollte damit ich den Tag arbeiten kann, hat sie mir abgesagt weil sie nicht wollte. Die Betreuung durch eine illegale Tagesmutter hat mich an dem Tag dann fast meinen ganzen Verdienst gekostet) Also zahle ich jetzt für professionelle Betreuung und gut ist es. Keiner redet mir drein, keinerstellt Ansprüche.
Und wenn ich hier im Dorf akut Hilfe brauche (weil ich krank bin, einen Unfall habe) bekomme ich sie. Hilfe damit ich shoppen gehen kann und nicht auf die Kinder schauen- bekomme ich nicht. auch eine Art des gesellschaftlichen Druckes durch ein Dorf.
Denn ich kenne das Buch nicht, würde auch nicht auf die Idee kommen mein Leben auf eine Vorgabe aus einem Buch auszurichten.
Und meine Überlegung ist noch eine ganz andere- Unterstützung bekommen- ist die eine Sache, aber wenn ich etwas bekomme, so sollte ich für das Gleichgewicht etwas zurück geben. Findet das dann auch statt?
Der absolute Vorteil meines Ehrenamtes- ich bin bei der Feuerwehr- ich kann mich besser distanzieren, nur so viel zulassen wie ich in dem Moment machen kann. Fühle mich nicht so verpfichtet wie ich es einem kleinen Kind gegenüber sein würde.
Wie stellt ihr euch das vor, wenn Hilfe dann an Bedingungen geknüpft wird? Also ich pass auf dein Kind 2 Nachmittage auf, dafür machst du diesen Samstag meinen Garten. (Und nein, Kind wollte lieber ins Bad zählt dann nicht)
Ich kenne es leider so, dass Hilfe sehrwohl an Bedingungen geknüpft wird. Wie sich jemand verhalten muss, was man machen muss, etwas was man erfüllen muss um die Hife zu bekommen. Hilfe ist in den seltensten Fällen uneigennützig.
Mir persönlich ist es lieber, ich kaufe meine Hilfe zu, da bin ich dann nachher niemanden verpflichtet. Und bin auch nicht enttäuscht wenn mich jemand im letzten Moment hängen lässt (das hatte ich auch schon mit meiner Schwester, einen tag bevor sie die Kinder beaufsichtigen sollte damit ich den Tag arbeiten kann, hat sie mir abgesagt weil sie nicht wollte. Die Betreuung durch eine illegale Tagesmutter hat mich an dem Tag dann fast meinen ganzen Verdienst gekostet) Also zahle ich jetzt für professionelle Betreuung und gut ist es. Keiner redet mir drein, keinerstellt Ansprüche.
Und wenn ich hier im Dorf akut Hilfe brauche (weil ich krank bin, einen Unfall habe) bekomme ich sie. Hilfe damit ich shoppen gehen kann und nicht auf die Kinder schauen- bekomme ich nicht. auch eine Art des gesellschaftlichen Druckes durch ein Dorf.
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Re: Man braucht ein ganzes Dorf … Wie macht ihr das? Anregungen gesucht
Genau so machen das meine kinderlose Singlefreundin und ich auch. Gerade in der Elternzeit, als ich nach vernünftigen Gesprächen geradezu gehungert habe, war das Gold wert, aber auch heute ist das noch großartig und wird von allen Beteiligten sehr genossen.Kaba hat geschrieben: 31.05.2023, 21:13 Vor unserem Umzug kam z.B. auch eine Freundin gelegentlich nach der Arbeit zum Abendessen und hat dann noch eine halbe Stunde das Kind bespaßt, während ich gekocht habe (und evtl sogar danach noch dem Kind die Gutenacht-Geschichte vorgelesen). Das ist ja auch win-win (wenn das Kind sowas mitmacht).
In Krabbelgruppen habe ich nie richtig Anschluß gefunden. Ich habe mich immer entweder zu "alternativ" (stillend, tragend, familienbettend, ihr kennt das alle...) oder zu konventionell (früh wieder arbeitend, stiko-impfend...) gefühlt. Da habe ich später in der Kita besser ähnlich tickende Eltern kennengelernt. Außerdem haben die Kinder ab Kitaalter ja auch deutliche Sympathien. Nur weil man die Eltern nett findet, heißt das ja noch lange nicht, dass sich die Kinder gut verstehen.
Ich lese gerade Feuerdrache - für regelmäßige Termine würde ich auch immer externe Betreuung organisieren, da wollte ich nicht auf die freiwillige Hilfe anderer angewiesen sein. Dedhalb wollte ich auch immer professionelle Kinderbetreuung statt regelmäßiger Großelternbetreuung. Mir geht es eher um Sonderfälle - ein plötzlicher dringender Arbeitstermin bei mir, wenn der Mann auf Dienstreise ist (gibt es, aber echt selten, vielleicht 2x im Jahr) oder so.
Erinnya mit drei Kindern (*2012, *2015 und *2018)