Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

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Serafin
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von Serafin »

Aber bei uns ist deutsch jela erstsprache? Nur alphabetisiert wird er anders.
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Reike
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von Reike »

Ja genau. Aber da gibt es hier in Deutschland keine Lehrer für. Da ist die Ausbildung für DaZ das Nächste dran.
Die Kollegin meinte aber auch, sie würde für Kinder, die Deutsch sprechen können, einfach eines der genannten Lehrwerke nutzen. Flex und Flora ist relativ neu und für individuelles Lernen konzipiert, so dass die Kinder relativ selbstständig damit arbeiten können. Das Lesebuch dazu fängt aber erst nach dem ersten Buchstabenheft an.
Die Tobis sind eine klassische Fibel mit Arbeitsheft und Druckschriftlehrgang. (Schreibstift gibt es bestimmt auch) Die Aufgaben sind bei beiden so gestaltet, dass die Kinder nach ein paar Buchstaben wissen, was zu tun ist.
Liebe Grüße von Reike
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Serafin
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von Serafin »

Die Buchstaben an sich kann er ja, das ist nicht das Problem. Die meisten werden wie im deutschen ausgesprochen. Ein paar wenige haben Lautverschiebungen. Ich denke, wir gehen in die Bücherei, die haben so Schulbücher da (also im Urlaub in Deutschland). Dann können wir schauen, was gut passt
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kroschka
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von kroschka »

Hier hat es einfach nebenbei geklappt. Wir haben von Anfang an auch mal deutsche Bücher lesen lassen und klassische Sachen wie Einkaufszettel und Briefe oder Karten an die Verwandten schreiben lassen. Die Rechtschreibung war gerade am Anfang abenteuerlich, bzw. ist es beim Kleinen immer noch, aber es wird.
Die Tochter war schon immer eine Leseratte und liest problemlos auch auf Deutsch, findet es sogar besser, weil es da mehr Auswahl gibt. Durch das viele Lesen wurde auch die Rechtschreibung und die Grammatik schnell besser. Sie hat auch mal ein paar Rechtschreibhefte abgearbeitet, aber so richtig diszipliniert geübt haben wir nie.
Der Kleine liest nicht so viel, aber auch er liest auf Deutsch (Comics oder Comicbücher) und schreibt immer mal wieder. Er würde sich im Leben nicht mit irgendwelchen Heften hinsetzen, von daher muss es so gehen.
mit Tochter (11/11) und Sohn (10/14)
Seifenblasenfrau
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von Seifenblasenfrau »

Nur kurz dazwischen, Fibeln eignen sich nicht gar gut für diesen Zweck, weil sie die Laute nicht gerade schriftgetreu und regelhaft abbilden. Alleine schon die zwei typischen Fibelwörter Mama und Lama, die keine typischen Repräsentanten unserer Schriftsprache sind und völlig unterschiedlich ausgesprochen werden. Was sollen Kinder daraus lernen?
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Serafin
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von Serafin »

Seifenblasenfrau hat geschrieben: 14.05.2023, 15:15 Nur kurz dazwischen, Fibeln eignen sich nicht gar gut für diesen Zweck, weil sie die Laute nicht gerade schriftgetreu und regelhaft abbilden. Alleine schon die zwei typischen Fibelwörter Mama und Lama, die keine typischen Repräsentanten unserer Schriftsprache sind und völlig unterschiedlich ausgesprochen werden. Was sollen Kinder daraus lernen?
Ich kapier gar nix.
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von Serafin »

kroschka hat geschrieben: 14.05.2023, 15:12 Hier hat es einfach nebenbei geklappt. Wir haben von Anfang an auch mal deutsche Bücher lesen lassen und klassische Sachen wie Einkaufszettel und Briefe oder Karten an die Verwandten schreiben lassen. Die Rechtschreibung war gerade am Anfang abenteuerlich, bzw. ist es beim Kleinen immer noch, aber es wird.
Die Tochter war schon immer eine Leseratte und liest problemlos auch auf Deutsch, findet es sogar besser, weil es da mehr Auswahl gibt. Durch das viele Lesen wurde auch die Rechtschreibung und die Grammatik schnell besser. Sie hat auch mal ein paar Rechtschreibhefte abgearbeitet, aber so richtig diszipliniert geübt haben wir nie.
Der Kleine liest nicht so viel, aber auch er liest auf Deutsch (Comics oder Comicbücher) und schreibt immer mal wieder. Er würde sich im Leben nicht mit irgendwelchen Heften hinsetzen, von daher muss es so gehen.
Lesen?! Freiwillig?! Neeee. Des kannst vergessen hier. Wir haben auch ne Runde Legasthenie abklären gewonnen :roll:
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Seifenblasenfrau
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von Seifenblasenfrau »

Serafin hat geschrieben: 14.05.2023, 15:17
Seifenblasenfrau hat geschrieben: 14.05.2023, 15:15 Nur kurz dazwischen, Fibeln eignen sich nicht gar gut für diesen Zweck, weil sie die Laute nicht gerade schriftgetreu und regelhaft abbilden. Alleine schon die zwei typischen Fibelwörter Mama und Lama, die keine typischen Repräsentanten unserer Schriftsprache sind und völlig unterschiedlich ausgesprochen werden. Was sollen Kinder daraus lernen?
Ich kapier gar nix.
Wenn Kinder Wörter lesen lernen, gibt man ihnen am besten ganz zu Beginn schon Wörter, die richtig typisch für unsere Sprache sind und oft vorkommen und deren Silbenbild auch oft vorkommt, damit die Kinder direkt verinnerlichen, dass Wörter nach diesem Schema auf eine bestimmte Art und Weise gelesen und betont werden. Aber Mama und Lama sehen zb gleich aus, werden aber verschieden betont, dementsprechend gibt es keinen Lerneffekt. Das ist aber leider ein generelles Problem mit Fibeln. Deren Wörter sind auf den ersten Blick leicht zu lesen, haben aber keinen guten Lerneffekt.
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kroschka
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von kroschka »

Aber meinst du er macht dann freiwillig irgendwelche Hefte, vor allem in den Sommerferien? Hier hätte das nicht funktioniert. :lol: Beim Kleinen war Lesen nach der ersten Klasse auch noch sehr zäh, Mitte der zweiten Klasse hat sich dann irgendwie ein Schalter umgelegt.

Hier ist so ein ganz typischer (Brötchen)Einkaufszettel vom Sohn, 2. Klasse müsste das gewesen sein. Alles fröhlich durcheinander gemischt (Übersetzung: Weiße, Körner, Croissants, Laugen).
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Beitrag von LaSarda »

Ich würde wohl auch mit Comics oder so „arbeiten“. Wir üben mit den Kindern einfach Wörter lesen und erklären ihnen nebenbei, wie gewisse Buchstabenkimbinationen ausgesprochen werden. Wenn sie es laut vorlesen, hören sie, ob es korrekt ist. Im italienischen gibt es einfach ein paar Buchstabenkombis, die die kennen müssen. So à la: Il tragetto ( nicht tratschetto) parte da Tschenowa (nicht Genofa). Da die aber das korrekt ausgesprochene Wort in der Zweitsprache kennen, funktioniert das. Eigentlich lernen sie es so wie auch deutsch bei uns in der Schule unterrichtet wird.
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