"Böser Doppelgänger" - gute oder schlechte Idee?

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OrangerStier
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Re: "Böser Doppelgänger" - gute oder schlechte Idee?

Beitrag von OrangerStier »

Ich würde vlt noch in die Richtung gehen ala oh ixam ist zu Besuch was macht die den so wütend und so. Also ixam erst eben bewusst Zeit geben wütend zu sein um ihn dann zu sagen jetzt ist genug.
Ich erfinde bei Fee irgendwelche Dinge die ich im Fenster gesehen habe die sie dann auch sehen will. Das die Wut weg geht, was immer schwieriger wird weil sie mittlerweile dann wütend wieder wird wenn sie die Dinge nicht sieht . Da Stelle ich mir den doppelgänger der eine runde wütend sein darf und dann wieder gehen darf gut vor.
Stiermama mit Fee 02/19 und Zauberer 12/22

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ShinyCheetah
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Re: "Böser Doppelgänger" - gute oder schlechte Idee?

Beitrag von ShinyCheetah »

Ich bin gerade über den Thread gestolpert und möchte noch einen Gedanken da lassen, auch wenn er schon ein bisschen älter ist.

Was bei mir als Kind das Gefühl ausgelöst hat, meine Wut sei nicht OK, war vor allem auch, wie im Nachgang damit umgegangen wurde. Also, wenn ich mich beruhigt hatte und wieder da war kam öfter mal ein Kommentar in Richtung "So, gut dass du dich abgeregt hast - sowas muss echt nicht nochmal sein. War ganz schön übertrieben, findest du nicht?"

Also im Nachhinein die ganze Eskalation als "falsch" und "darf nicht wiederholt werden" abstempeln, anstatt einfach anzuerkennen, dass es mir gelungen ist da raus zu kommen.

Übertragen auf den Wut-Doppelgänger möchte ich damit sagen, ich glaube, der Doppelgänger an sich als Strategie gegen die Wut (und zwar irgendwann durchaus als Strategie der Kinder, nicht mehr nur von euch Erwachsenen ausgehend!) ist kein Problem. Solange allen klar ist, dass Ixam und Olf zwar keine sympathischen Kerle sind, aber dass sie eben trotzdem ein Existenzrecht haben. Kritisch wird es mMn, wenn ihnen dieses Existenzrecht irgendwann abgesprochen wird. A la, "Maxi, ich finde, du solltest Ixam mal endgültig in die Ferien schicken und zusehen, dass er nicht mehr wiederkommt. Kinder, die schon 10 Jahre alt sind, brauchen so einen Doppelgänger doch gar nicht mehr."
Die Wut zu personifizieren finde ich für sich genommen eine absolut akzeptable Strategie, um einen gesellschaftskonformen Umgang mit der eigenen Wut zu finden.
mit Sohn F (Ende September 18)
und Tochter V (Ende Juni 21)


The trick to happiness wasn't in freezing every momentary pleasure and clinging to each one, but in ensuring one's life would produce many future moments to anticipate. Shallan Davar/Brandon Sanderson
Cecily
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Re: "Böser Doppelgänger" - gute oder schlechte Idee?

Beitrag von Cecily »

Danke nochmal für eure Beiträge.

Ich finde, wenn ich wütend war, solche Aussagen auch voll daneben.

Manchmal sag ich sowas trotzdem zu den Kindern :oops:

Hier versuchen wir, es dann gar nicht mehr groß zu thematisieren. Ohne Doppelgänger sagen wir dann zB "schön, dass du (zB zum essen) kommst, dein platz war so leer".

Heute morgen bin ich leider voll eskaliert als ich versucht habe, das KH zu erreichen und sie sich um den milchdeckel gestritten haben, sowas von laut.

Da habe ich K1 echt doll an den Armen gepackt als der auf K2 loswollte.

Hab mich dann entschuldigt und das erklärt.

Er durfte dann auf dem Hochbett essen, da war der Streit vorbei.
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