Langzeitstillen und Alkohol
Moderatoren: Anjamaria01, klecksauge, SchneFiMa, Mondenkind
- GemeineEsche
- Homo sapiens SuTtensis
- Beiträge: 12441
- Registriert: 30.07.2021, 15:38
Re: Langzeitstillen und Alkohol
Ich glaube das war jetzt noch nicht dabei, aber es wird ja beispielsweise auch stark abgeraten Alkohol zu trinken, wenn das Kind mit im Zimmer oder gar im Bett/Beistellbett schläft wegen plötzlichem Kindstod, was bei den meisten wahrscheinlich maximal mit der Stillzeit zusammen fällt.
Also wie schon gesagt wurde, Mischung aus der Einfachheit mehrere Fliegen mit einer Klappe und allgemeiner Unwissenheit/wenig Forschung. Eine Studie um da Auswirkungen von genauen Mengen o. Ä. zu erforschen wäre ja genau wie in der Schwangerschaft nicht ethisch vertretbar.
Also wie schon gesagt wurde, Mischung aus der Einfachheit mehrere Fliegen mit einer Klappe und allgemeiner Unwissenheit/wenig Forschung. Eine Studie um da Auswirkungen von genauen Mengen o. Ä. zu erforschen wäre ja genau wie in der Schwangerschaft nicht ethisch vertretbar.
Kleine 02/21
Kleiner 06/23
Kleiner 06/23
-
Kaba
- Profi-SuTler
- Beiträge: 3954
- Registriert: 07.11.2019, 04:36
Re: Langzeitstillen und Alkohol
sutnahpele hat geschrieben: 07.02.2023, 21:03Es sind einfach zwei Paar Schuhe. Es spricht nunmal nichts dagegen, normalen moderaten Alkoholkonsum in der Stillzeit zu praktizieren, egal ob man vollstillt oder das Kind schon isst.BebaRey hat geschrieben: 07.02.2023, 13:21
Aber was meint ihr,wenn es doch so "ungefährlich"ist, Alkohol in Stillzeit zu trinken,auch sogar größere Mengen,und so wie ich es jetzt verstehe kann das Baby über die Muttermilch gar nicht "beteunken"werden,oder Schäden erleiden,wieso wird überall propagiert das Alkohol in der Stillzeit verboten gehört,bzw,nur wenig mit viel Abstand zum stillen, höchstens 2xdie Woche je 100ml usw(wenn man danach googelt)
Gleichzeitig spricht einiges dagegen, sich zu betrinken, wenn keine andere erwachsene Person sich um das Kind kümmern kann. Da ist egal, ob das Kind 8 Monate oder 8 Jahre alt ist.
Das Propagieren von 0-Alkohol in der Stillzeit finde ich beinahe gefährlich, weil es Stillende gibt, die dadurch früher abstillen oder stressiges Pump and Dump betreiben, was sicherlich negative Auswirkungen auf die Stillbeziehung haben kann. Außerdem wird dadurch das Bild gefestigt, dass Stillen anstrengend, kompliziert, stressig oder entbehrungsreich für die Stillende ist.
Genau, das meine ich. Dass man sich nicht betrunken um Kinder kümmern sollte, hat halt nur sehr bedingt was mit dem Stillen zu tun. Das gilt ja auch für Männer...und die Empfehlung ist halt aber meist eher so formuliert: "Stillend am besten gar keinen Alkohol trinken, höchstens mal ein halbes Glas (das suggeriert, finde ich, das schon das halbe Glas eigentlich schadet),.weil die Leber Ihres Babys noch unreif ist. Außerdem sollten Sie betrunken nie mit ihrem Kind in einem Bett schlafen." Das vermittelt halt den Eindruck, dass auf jeden Fall der Alkoholgehalt der Mich das größte Problem an der Sache wäre. Und das stimmt halt einfach nicht, vor allem nicht, wenn es um Kleinkinder geht.
Kaba mit Milchmädchen (09/19) und kleiner Vorfreude (6/22)
-
Vialla
- ist gern hier dabei
- Beiträge: 62
- Registriert: 18.12.2022, 14:22
Re: Langzeitstillen und Alkohol
Danke für die Diskussion! Ich hatte mir da ehrlich gesagt noch keine genauen Gedanken zu gemacht und einfach hingenommen „Schwangerschaft + Stillzeit = kein Alkohol“ bzw. bei Stillzeit sehr genau/kompliziert zu planen. Dass man aber die Stillzeit noch mal anders betrachten muss als die Schwangerschaft, leuchtet ein. Hätte ich auch drauf kommen können. Aber, wie gesagt, noch nie ernsthaft drüber nachgedacht. Liegt denke ich auch daran, dass ich auf einem Blog von einer Mutter gelesen hatte, die von einem einmaligen Alkoholkonsum in der Stillzeit schrieb und das hatte die Planung betreffend recht komplex geklungen.
mit kleinem Kobold (09/22)
-
Lösche Benutzer 28346
Re: Langzeitstillen und Alkohol
Während der schwangerschaft habe ich keinen Alkohol getrunken, reifes Obst aber dennoch gegessen ...
Bis Keks korrigiert 6 Monate war bzw beikost start nur zu besonderen Anlässen ein Glas Wein, ... da war Keks aber bereits korrigiert fast 5 Monate...
Seit beikost Beginn bis neuerliche schwangerschaft gelegentlich 1-3 Gläser Wein zum essen ... gespürt habe ich den Alkohol nie wirklich
Und ich glaube das gerade die still Zeit und Alkohol sehr genau differenziert werden sollte... den still Zeit geht eben von bis....
Bis Keks korrigiert 6 Monate war bzw beikost start nur zu besonderen Anlässen ein Glas Wein, ... da war Keks aber bereits korrigiert fast 5 Monate...
Seit beikost Beginn bis neuerliche schwangerschaft gelegentlich 1-3 Gläser Wein zum essen ... gespürt habe ich den Alkohol nie wirklich
Und ich glaube das gerade die still Zeit und Alkohol sehr genau differenziert werden sollte... den still Zeit geht eben von bis....
-
Glyzinie
- ist nicht mehr wegzudenken
- Beiträge: 1185
- Registriert: 05.02.2017, 11:51
Re: Langzeitstillen und Alkohol
Ab dem 10. Lebensmonat mal ein Glas Wein, so monatlich. Aber da hatte ich hier schon Beratung gehabt und mich informiert. So alle zwei Wochen was ist bei mir ohnehin der übliche Konsum.
Ich würde nur bei einem vollgestillten, kleinen Baby nichts trinken.
Nach drei Gläsern würde ich unterm Tisch liegen
Neben dem Kind habe ich später aber schon geschlafen. Er lag im Beistellbett und schlief schon durch. Getrunken habe ich erst nach seiner letzten Mahlzeit gegen 23:00.
Dass man ja abstillen muss bei Alkohol höre ich heutzutage oft. Meine Mutter war ja lange auf der Entbindungsstation beschäftigt, da gab es anfangs noch Sekt für alle (außer dem Baby natürlich), das fördert die Entspannung und dann fließt es auch besser
Piccolo-Größen wurden für Krankenhäuser erfunden.
Ich würde nur bei einem vollgestillten, kleinen Baby nichts trinken.
Nach drei Gläsern würde ich unterm Tisch liegen
Neben dem Kind habe ich später aber schon geschlafen. Er lag im Beistellbett und schlief schon durch. Getrunken habe ich erst nach seiner letzten Mahlzeit gegen 23:00.
Dass man ja abstillen muss bei Alkohol höre ich heutzutage oft. Meine Mutter war ja lange auf der Entbindungsstation beschäftigt, da gab es anfangs noch Sekt für alle (außer dem Baby natürlich), das fördert die Entspannung und dann fließt es auch besser
Mit eiligem Piffi (11/2016)
-
Lösche Benutzer 28783
Re: Langzeitstillen und Alkohol
Vielen Dank für die Diskussion,und euere Meinungen und ErfahrungenKaba hat geschrieben: 07.02.2023, 21:02 Mich stört das schon, dass da so vor "gewarnt" wird. Ich glaube halt, es trägt gemeinsam mit einigen anderen Mythen (man darf keine Zwiebeln essen/arbeiten und stillen geht nicht/langes Stillen macht Hängebrüste/nachts Stillen macht Kinderzähne kaputt...) dazu bei, dass früh(er) abgestillt wird.
Ich habe die Große bis zum zweiten Geburtstag gestillt, war einen Monat später wieder schwanger, wenn ich die Kleine genauso lang stille wären das sechs Jahre Verzicht auf Alkohol. Das wäre natürlich einerseits kein Thema, wenn es wirklich wichtig für die Gesundheit meiner Kinder wäre. Andererseits war der Großen das Stillen Ü1 eh nicht soo wichtig und vielleicht hätte ich dann doch auch früher abgestillt, um mal wieder ein Glas Wein zu trinken...wenn ich aber um die Vorteile des Stillens weiß und die Verträglichkeit von gelegentlichem Alkoholkonsum mit dem Stillen entscheide ich mich lieber für längeres Stillen ohne völlige Abstinenz.
Bei den meisten stillenden Müttern geht es ja eben um das Glas Sekt an Silvester, den Wein zum Essen oder seltenes Schwips-Trinken bei einer Hochzeit oder so. Durch Clubs ziehen jedes Wochenende spielt da doch bei den wenigsten eine Rolle (auch außerhalb des SuT).
Dass drei Bier jeden Nachmittag auch aus anderen Gründen weder mit noch ohne kleine Kinder ratsam sind, ist hier und ja auch BebaRey klar. Da unterschreibe ich bei rueckenwind und fände es auch gut, für die Zukunft vorzusorgen, um in schwierigen Situationen auf andere Lösungsmöglichkeiten zurückgreifen zu können.
Ich habe aus meinen Fehlern gelernt, und bin sehr beruhigt meinem Kind höchstwahrscheinlich (gesundheitlich)nicht geschadet zu haben.
3Bier am Nachmittag sind definitiv nicht optimal, abgesehen von der Stillzeit,das weiß glaube ich jeder hier, dennnoch ist niemand perfekt,und so blöde Fehler passieren in blöden Situation,auch wenn sie nicht passieren sollen...
Allerdings muss ich sagen das meine Kinder entweder in Kiga waren,oder wenn daheim,dann war immer auch meine Mum da(wohnen im selben Haus,2getrennte Wohnungen),und ich war auch nie wirklich betrunken....aber es ist ja jetzt auch schon egal,und macht das ganze ja nicht ungeschehen und besser,aber es bringt ha trotzdem was,wenn man daraus für sich was gelernt hat...
lg an alle,und alles liebe
-
Lösche Benutzer 28783
Re: Langzeitstillen und Alkohol
Noch mal...
Mir ist aufgefallen das niemand von euch das Thema Alkohol in der Stillzeit und eventuell körperliche Dauerschäden,etwa Nierenschäden oder Leberschäden, Herz kommentiert hat
Auch sonst kann ich dazu im Internet nichts finden,uberall ließt man "nur" das wenn Stillende Mutter Täglich größere Mengen Alkohol trinkt,es zu Schlafstörungen,geistiger Entwicklungsverzögerungen usw kommen kann...Aber mich interessiert konkrete ob es eben Organschäden verursachen kann,wenn man 3Bier am Tag mit Abstand von mindestens 4Stunden zu der nächsten Mahlzeit anhalten kann,bei einem ü1Jahr Stillkind?Eben weil es TÄGLICH ist,und ich gelesen habe ich daß es zu Anreicherung kommt
.
Wisst ihr ob die leber von einem 1Jährigen genauso viele Probleme mit Alkoholabbau hat wie die Leber von einem Neugeborenen?
Müsste eigtl leichte gehen,da ja auch andere Sachen wie Weißbrot, Bananen usw gegessen werden dürfen,die ja ebenfalls Alkohol beinhalten.
Vielen Dank für euere Antworten.
Mir ist aufgefallen das niemand von euch das Thema Alkohol in der Stillzeit und eventuell körperliche Dauerschäden,etwa Nierenschäden oder Leberschäden, Herz kommentiert hat
Auch sonst kann ich dazu im Internet nichts finden,uberall ließt man "nur" das wenn Stillende Mutter Täglich größere Mengen Alkohol trinkt,es zu Schlafstörungen,geistiger Entwicklungsverzögerungen usw kommen kann...Aber mich interessiert konkrete ob es eben Organschäden verursachen kann,wenn man 3Bier am Tag mit Abstand von mindestens 4Stunden zu der nächsten Mahlzeit anhalten kann,bei einem ü1Jahr Stillkind?Eben weil es TÄGLICH ist,und ich gelesen habe ich daß es zu Anreicherung kommt
Wisst ihr ob die leber von einem 1Jährigen genauso viele Probleme mit Alkoholabbau hat wie die Leber von einem Neugeborenen?
Müsste eigtl leichte gehen,da ja auch andere Sachen wie Weißbrot, Bananen usw gegessen werden dürfen,die ja ebenfalls Alkohol beinhalten.
Vielen Dank für euere Antworten.
- ShinyCheetah
- Prof. Dr. SuT
- Beiträge: 7640
- Registriert: 14.12.2018, 10:40
Re: Langzeitstillen und Alkohol
Nein, ist bei der geringen Alkoholmenge mMn ausgeschlossen. Allerdings:Bei 3 Bier jeden Tag (!) besteht bei der Mutter unabhängig von der ganzen Stillthematik eine Alkoholabhängigkeit und sie sollte sich bitte Hilfe suchen.
mit Sohn F (Ende September 18)
und Tochter V (Ende Juni 21)
The trick to happiness wasn't in freezing every momentary pleasure and clinging to each one, but in ensuring one's life would produce many future moments to anticipate. Shallan Davar/Brandon Sanderson
und Tochter V (Ende Juni 21)
The trick to happiness wasn't in freezing every momentary pleasure and clinging to each one, but in ensuring one's life would produce many future moments to anticipate. Shallan Davar/Brandon Sanderson
- Amber
- Power-SuTler
- Beiträge: 6433
- Registriert: 30.01.2010, 16:44
Re: Langzeitstillen und Alkohol
Genau. In der Muttermilch ist ja nur ein Bruchteil des Blutalkoholgehaltes der Mutter. Da hat nicht das gestillte Kind ein Problem mit dem bisschen Alkohol, sondern die Mutter ein Alkoholproblem.
"On ne connaît son chemin que quand on arrive au bout." (Le Destin - Bénabar) 🎶
Amber mit dem Elftklässler (Mai 2009) und der Neuntklässlerin (Januar 2011)
Amber mit dem Elftklässler (Mai 2009) und der Neuntklässlerin (Januar 2011)
-
Serafin
- Miss SuTiversum
- Beiträge: 22586
- Registriert: 08.07.2014, 17:03
Re: Langzeitstillen und Alkohol
Ich glaube, das ist schon ein Problem für die Leber. Aber eher die der Mutter und nicht vom Kind.
kleiner Maulwurf 12/15
kleiner Schildkröterich 05/19
kleiner Schildkröterich 05/19